Pressemitteilungen

135 Jahre Britzer Bürgerverein

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Gratulieren zum Festakt des Bürgervereins: Neuköllns Kulturstadträtin Janine Wolter und Michael Morsbach

Am 1. November feierte der Britzer Bürgerverein gemeinsam mit zahlreichen Gästen sein 135-jähriges Bestehen mit einem festlichen Sektempfang im Veranstaltungssaal des Diakoniehauses Britz in der Blaschkoallee. Zu den Ehrengästen zählten unter anderem unsere Stadträtin Janine Wolter, zuständig für Bildung, Kultur und Sport, unser Bezirksverordnete Michael Morsbach sowie Alt-Bürgermeister Prof. Bodo Mangold. Morsbach ist auch Vorsitzender des Neuköllner Heimatvereins. Er nutzte den feierlichen Anlass, um die vom Neuköllner Heimatverein herausgegebene Broschüre „Wie in Britz die Mondlandung begann. Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte eines Ortsteils“ vorzustellen. Neben ihm wirkten mehrere Autoren an dem Werk mit, das die wirtschaftliche Entwicklung Britz’ beleuchtet. Passend dazu zeigte eine kleine Ausstellung ausgewählte Tafeln mit historischen Abbildungen und Texten. Die Idee zu dieser Publikation entstand anlässlich des 650-jährigen Jubiläums von Britz, das in diesem Jahr begangen wurde. Nach der Begrüßung der Gäste durch den Vorstand des Britzer Bürgervereins, Bernd Posner, ging Vorstandsmitglied Hannelore Knüppel auf die Geschichte des Bürgervereins ein und unternahm einen Blick in die Zukunft:

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Am 1. November 1890 trafen sich im Wutzlerschen Lokal an der Rudower Straße – der heutigen Blaschkoallee – angesehene Bürger des damaligen Dorfes Britz, um einen Kommunalverein zu gründen. Britz, erstmals 1305 urkundlich erwähnt, war zu jener Zeit ein Bauerndorf im Kreis Teltow. Doch einige aufstrebende Familien wollten sich nicht länger von Berlin bevormunden lassen und forderten eine eigene Stimme für ihr Dorf. So entstand der Britzer Bürgerverein – vor mittlerweile 135 Jahren.

Der Verein hat in seiner langen Geschichte zahlreiche politische und gesellschaftliche Veränderungen miterlebt: ein Kaiserreich, zwei Weltkriege und seit 1945 ein demokratisches Deutschland – und Britz war stets Teil dieses Wandels.

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In den Jahrzehnten nach der Gründung des Britzer Bürgervereins wuchs Britz rasant. Zwischen 1856 und 1875 stieg die Einwohnerzahl von 1.032 auf 3.207. Besonders viele Rixdorfer und Neuköllner zog es hierher: Sie suchten Erholung von ihren dunklen, überfüllten Hinterhöfen und fanden in Britz eine grüne, ländliche Oase. Britz war damals bekannt für seine Rosenzucht, seine großen Gartenlokale und familienfreundlichen Ausflugsorte. Bis zu 1.000 Gäste fanden in den Lokalen Platz. Viele brachten ihre eigene Verpflegung mit und zahlten nur für heißes Wasser zum Kaffeekochen – ein Stück Freizeit für wenig Geld.

Mit dem Aufschwung kam auch die Industrie: Ab Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden an der Gradestraße und in anderen Bereichen größere Betriebe. Arbeitskräfte zogen zu, neue Wohnungen und Versorgungseinrichtungen wurden gebraucht. Die Gärtnereien wichen Fabriken, Straßen und Kleingärten – die bis heute Teil des Ortsbildes sind. Seit seiner Gründung verstand sich der Bürgerverein als Wächter über die Entwicklung Britz’. Er setzte sich gegen Bevormundung durch Rixdorf und Neukölln ein und trug maßgeblich dazu bei, Britz zu einem lebenswerten Ortsteil zu machen. Mit dem Bau des Teltowkanals 1906 und der Eingemeindung Britz’ nach Neukölln im Jahr 1912 änderten sich die städtischen Strukturen – doch der Verein blieb bestehen. Während früher die monatlichen Treffen gesellschaftliche Höhepunkte waren, wandelte sich das Vereinsleben im Laufe der Zeit. Fernsehen, Internet und soziale Medien veränderten die Gewohnheiten der Menschen. Auch die Vereinszeitung, der „Heimatbote“, der seit über 95 Jahren erscheint, wurde an die neuen Zeiten angepasst: Heute kann er digital gelesen werden, erscheint aber weiterhin vierteljährlich in 1.500 Exemplaren und liefert kulturelle und historische Beiträge aus Britz. Die Corona-Jahre (2020–2022) führten zu einem Rückgang gemeinschaftlicher Aktivitäten auch im Bürgerverein – doch aktuelle Ereignisse, wie der Krieg in der Ukraine erinnerten viele Britzer wieder daran, wie wichtig lokale Gemeinschaft und Zusammenhalt sind, so Hannelore Knüppel. Zum Schluss ihrer Rede beschrieb sie die Rolle des Vereins in der Zukunft. Der Britzer Bürgerverein bleibe seinem Gründungsgedanken treu: „Britz schützen, gestalten und mitgestalten“. Und er verstehe sich weiterhin als unabhängige, nicht parteipolitische Stimme für die Bürgerinnen und Bürger des Ortsteils, wobei sich Vereinsmitglieder in der Bezirksverordnetenversammlung und sogar im Bundestag engagieren – wodurch der Verein direkte Ansprechpartner in der Politik habe. „Wir brauchen Menschen, die Augen und Ohren offen halten. Der Britzer Bürgerverein muss Wächter bleiben – für uns und unsere Nachbarn. Nur gemeinsam können wir Geschichte bewahren und Zukunft gestalten“, betonte Frau Knüppel.

Ein Blick in die Runde beim Jubiläum zeigte, woran es vielen Vereinen mangelt: „Heute zeigt sich wieder, wie schade es ist, dass jüngere Menschen mit Interesse an der Heimatgeschichte des Bezirks nicht den Weg in die bestehenden Vereine finden. Sie bevorzugen oft die Erstellung einzelner Internetformate. Dadurch weiß man zu wenig voneinander“, bemerkt unser Bezirksverordneter Morsbach dazu. Dennoch blickt der Verein stolz zurück – und zugleich optimistisch nach vorn: Britz soll lebendig bleiben – menschlich, geschichtsbewusst und zukunftsorientiert. Nach dem offiziellen Teil nutzten Stadträtin Wolter sowie unser Bezirksverordneter Morsbach die Zeit für Gespräche mit den Bürgern und warfen mit ihnen einen Blick auf die gelungene Ausstellung.

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Grußwort des ehemaligen Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Walter Momper

24. Tower-Run in Berlins höchstem Wohnhaus

24. Tower-Run in Berlins höchstem Wohnhaus 5

Am Sonntag, den 11. Januar 2026 findet ab 11.00 Uhr der 24. Tower-Run im höchsten Wohnhaus Berlins statt. 465 Stufen für 29 Etagen warten auf die Läufer:innen nach einer Einführungsrunde über den Parkplatz vor dem Ideal-Hochhaus, Fritz–Erler-Allee 120, 12351 Berlin, Gropiusstadt.

Der Tower-Run ist einer der profiliertesten Hochhausläufe Europas und Bestandteil der Serie Deutscher Towerrunning Cup 2024, sowie bei den Premium Races 2024 der World-Towerrun-Serie. Vor dem Gemeinschaftsraum in der 29. Etage befindet sich der Zieleinlauf. Ein besonderes Highlight wird der Lauf der Feuerwehrleute in voller Montur sein. Diese Sportveranstaltung ist gemeinsam von der Neuköllner SPD-Fraktion, dem TuS Neukölln und der Baugenossenschaft Ideal initiiert.

Bei weiteren Fragen stehen Ihnen Herr Konrad Beyer vom TuS-Neukölln unter 0152 5461 99 96 oder konrad-beyer@t-online.de, Herr Andrej Woiczik unter 0177 739 74 69 oder andrej.woiczik@aol.com oder Herr Detlef Lüdtke unter 0176 4833 26 62 zur Verfügung.

Vielfalt ist unsere Stärke: Herbstempfang der SPD-Fraktion Neukölln mit 150 Gästen

Vielfalt ist unsere Stärke: Herbstempfang der SPD-Fraktion Neukölln mit 150 Gästen 6
Erlebten einen schönen Abend mit großartigen Gästen: SPD-Fraktionsvorsitzende Cordula Klein, stellv. Fraktionsvorsitzende Nilgün Hascelik, Derya Caglar MdA, Steffen Krach, Jutta Weißbecker und Stadträtin a.D. Karin Korte

Die Empfänge unserer SPD- Fraktion zeigen immer wieder eines: Unser Neukölln ist nach wie vor ein Bezirk, in dem Solidarität gelebt wird. Unzählige Menschen engagieren sich hier in den unterschiedlichsten Bereichen, übernehmen Verantwortung für ihre Mitmenschen und leisten mit ihrem Engagement einen wertvollen Beitrag für ein friedliches Zusammenleben und unsere Demokratie.

Rund 150 Gäste folgten am 16. Oktober unserer Einladung zum Herbstempfang und füllten das Zelt des weit über Neukölln hinaus bekannten Mitmach-Circus Mondeo, der unter der Leitung von Gerhard Richter steht. Die hervorragende Arbeit des Circus mit Kindern und Jugendlichen wurde auch von unserer Fraktionsvorsitzenden Cordula Klein in ihrer Begrüßungsrede gewürdigt. Der Mitmach-Circus ermöglicht es Kindern mit Lernschwierigkeiten, eine Woche lang in einem echten Zirkuszelt zu verbringen. Das Ergebnis: Der Zusammenhalt und ihr Selbstwertgefühl werden gestärkt, ihre Freude an der Bewegung gefördert und nicht selten entdecken die Kinder Talente, von denen sie und ihre Eltern nichts ahnten – eine großartige Sache!

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Zu den zahlreichen Gästen des Empfangs zählten Vertreterinnen von Vereinen, lokale Politprominenz, sowie Gewerkschafter*innen, Unternehmer*innen und Kirchenvertreter*innen. Unter anderem kam der Fraktionsvorsitzende der CDU Neukölln Markus Oegel, der Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Karsten Schulze (CDU), Neuköllns Alt-Bürgermeister und Laienprediger Bodo Manegold sowie Schönefelds Bürgermeister Christian Hentschel. Auch Susanne Meyerhoff und Dr. Unglaube vom Diakoniewerk Simeon sowie der Armutsbeauftragte der Evangelischen Kirche Berlin- Brandenburg – Oberschlesische Lausitz Thomas de Vachroi, waren zugegen. Das vielfältige Vereinsleben war mit zahlreichen Vorstandsmitgliedern vertreten  – unter anderem Michael Jubelt vom Bezirksverband der Kleingartenanlagen, Ruth Oppl vom Mentoring-Projekt „Hürdenspringer“ der Stiftung Unionhilfswerk, Bertil Wewer vom Städtepartnerschaftsverein „Freunde Neuköllns“, Dirk Thieslack, Vorstand der Rudergesellschaft Wiking, Klaus Pankau vom Kulturverein Alte Dorfschule Rudow und Sigrid Philipps von Morus 14.

In ihrer Begrüßungsansprache wünschte unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein den Gästen einen angenehmen und unterhaltsamen Abend mit guten Gesprächen und entschuldigte jene, die aufgrund kurzfristiger Termine nicht kommen konnten – darunter unsere Wirtschaftssenatorin und Bürgermeisterin von Berlin Franziska Giffey, unser Mitglied im Abgeordnetenhaus Marcel Hopp, sowie unser Bundestagsabgeordneter Hakan Demir.

Im Anschluss sprach Steffen Krach, Spitzenkandidat für das Amt des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, der zusammen mit unserer stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus Derya Çağlar und unserem Bezirksbürgermeister Martin Hikel kam. Krach berichtete von seiner Besuchstour durch Neukölln und betonte: „Neukölln kann stolz auf seine Vielfalt, sie ist eine besondere Stärke des Bezirks, und darauf können sie alle richtig stolz sein“.  Er sprach über die großen Herausforderungen der Stadt, etwa das Wohnraumproblem und die Gesundheitsversorgung, und versprach, diese Themen entschlossen anzugehen. Hinterzimmerpolitik werde es mit ihm nicht geben – stattdessen wolle er im direkten Austausch mit den Menschen bleiben, Ideen aufnehmen und umsetzen. Zum Abschluss seiner Rede lud er alle Anwesenden zum persönlichen Gespräch ein.

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Auch unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel dankte Gerhard Richter und seiner Familie für ihr herausragendes Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit. Einrichtungen wie der Mitmach-Circus Mondeo, so Hikel, zeigten, „dass Neukölln vielfach anders ist, als Außenstehende es oft wahrnehmen.“ Das Engagement der vielen Ehrenamtlichen im Bezirk sei ein starkes Zeichen. Sie übernehmen Verantwortung, fördern den Dialog, bauen Brücken, leben Demokratie und Werte –  und begeistern andere für Neukölln. Sie überlassen den Bezirk nicht jenen, die Hass und Ausgrenzung säen, nicht Rechtsextremisten, die Autos von Demokraten anzünden und nicht jenen, die auf die Straßen gehen und den Antisemitismus feiern. In diesem Sinne dankte er den Anwesenden für ihr Engagement und wünschte den Besuchern des Empfangs anregende Gespräche. Den Reden folgte der Unterhaltungsteil mit gekonnten Hula-Hoop-Vorführungen von Kindern, Hochseil- und Hand-auf-Hand Akrobatik, sowie Kontaktjonglage mit roten, breiten „Sitzkissen. Dafür gab es langanhaltenden Applaus. Danach blieb noch viel Zeit für Gespräche bei leckeren Snacks, Bier, Wein und alkoholfreien Kaltgetränken.  

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Benda-Gedenken in Rudow: Konzert und Jubiläum der Freundschaft mit Prag 5

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Betreute den Empfang: SPD-Fraktionsvorsitzende Cordula Klein (re.)

Zum 230. Todestag des Komponisten Georg Benda luden die Freunde Neuköllns e. V. am 5. Oktober 2025 zu einem Konzert in die Dorfkirche Rudow ein. Bereits am Vortag fand im Gemeindesaal der evangelischen Kirchengemeinde ein „Benda-Salon“ statt. Aufgeführt wurden das Melodram „Ariadne auf Naxos“ von Georg Benda und die 1. Symphonie in C-Dur von Franz Benda, dem Bruder Georgs. Zu den Konzertbesuchern zählten der tschechische Botschafter Jiří Čistecký, der japanische Benda-Forscher Nobuaki Tanaka sowie unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gabriela Gebhardt. Auch unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein war mit dabei, schlüpfte allerdings diesmal in die Rolle der Helfenden im Team „Armut eine Stimme geben“, das den festlichen Empfang nach dem Konzert liebevoll vorbereitete.

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Die Familie Benda stammt aus der böhmischen Stadt Benátky nad Jizerou und brachte seit dem 18. Jahrhundert zahlreiche Musiker und Wissenschaftler hervor. Ein Zweig der Familie um Robert von Benda ließ sich in Rudow nieder, besaß das ehemalige Rittergut und ist dort auf dem Friedhof in der Köpenicker Straße beigesetzt. Franz und Georg Benda gehören zu den bedeutendsten Vertretern der Familie. Franz Benda wirkte in Prag, Dresden, Warschau und schließlich am preußischen Hof Friedrichs des Großen. Georg Benda, 13 Jahre jünger, wurde Hofkapellmeister in Gotha und erlangte auch die Anerkennung von Wolfgang Amadeus Mozart, der seine Werke lobte. Bendas Entscheidung, in „Ariadne auf Naxos“ die deutsche Sprache zu verwenden, war damals ungewöhnlich und trug dazu bei, das Singspiel als deutschsprachige Opernform zu fördern. Das stand im Kontrast zur damaligen Praxis, schließlich wurden Singspiele in italienischer und französischer Sprache präsentiert, wobei Italienisch die Sprache der erhabenen Oper und des virtuosen Gesangs war, während Französisch für die höfische Eleganz und den gesellschaftlichen Tanz stand. Das Singspiel, eine Form der Oper mit gesprochenen Dialogen, wurde im 18. Jahrhundert zu einem wichtigen Element der aufklärerischen Volksbildung. Durch die Verwendung der deutschen Sprache wurde die Oper für ein breiteres, bürgerliches Publikum zugänglich und verständlich. So unterstützte die Entwicklung der deutschsprachigen Oper, wie sie Georg Benda förderte, den Aufstieg und die Emanzipation des Bürgertums, indem eine kulturelle Plattform geschaffen wurde, die nicht mehr nur dem Adel vorbehalten war. 

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Das Konzert des fabelhaften Prager Orchesters „Martinu Strings“ unter Jaroslav Sonski begeisterte die rund 150 Besucher mit einer eindrucksvollen Aufführung, die die ganze Dramatik der Liebesgeschichte in feinster Abstimmung mit dem gesprochenem Wort inszenierte. Die Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft des tschechischen Botschafters Jiří Čistecký und des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner stand, erinnerte zugleich an das 30-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft Berlin–Prag sowie an 20 Jahre Partnerschaft zwischen Neukölln und Prag 5 (Smíchov).

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Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Spendenübergabe an Thomas de Vachroi, Armutsbeauftragter der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg – oberschlesische Lausitz, für seine Initiative „Armut eine Stimme geben“. Elfriede Manteuffel, die stellvertretende Vorsitzende des Vereins Freunde Neuköllns, überreichte ihm einen Scheck über 500 Euro, der durch weitere Spenden auf 600 Euro aufgerundet wurde.

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Botschafter Čistecký lobte die Aufführung und betonte die enge kulturelle Verbundenheit zwischen Tschechien und Deutschland, die das Benda-Wochenende eindrucksvoll sichtbar machte. „Das Benda-Konzert in Rudow war weit mehr als ein wunderbarer musikalischer Abend: Es war ein Zeichen gelebter europäischer Freundschaft, getragen von Begegnung, Menschlichkeit und gegenseitigem Respekt“, hebt unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gebhardt hervor.

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„Warum sind Juden und Araber besonders gute Gastgeber?“ – Plakataktion gegen Antisemitismus in Neukölln gestartet

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Erhoffen sich positive Effekte durch die Kampagne: Bezirksbürgermeister Martin Hikel, Carsten Ovens und die stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Fraktion Peter Scharmberg und Gabriela Gebhardt (v.re.)

Mit der Bildungskampagne „Fragemauer“ leistet das „European Leadership Network“ (ELNET) seit Sommer 2023 einen Beitrag gegen Judenhass. Und der ist sichtbar: 2022 gab es 2.641 judenfeindliche Straftaten in Deutschland 2024 sogar 6.236. Allein in Österreich gab es 2024 1.520 antisemitische Vorfälle. Ziel der Initiative ist es, anonym eingereichte Fragen zu jüdischem Leben und Israel niedrigschwellig und verständlich zu beantworten – und damit Hass und Hetze mit Wissen zu begegnen. Bis zum 7. Oktober 2025 sind mehr als 1.000 Fragen beim Netzwerk eingegangen und werden fortlaufend beantwortet. Auch im Rathaus Neukölln und in den Bürgerämtern des Bezirks sind die Plakate der Bildungskampagne „Fragemauer“ seit dem 7. Oktober 2025 zu sehen.

Zum Auftakt der Kampagne in Neukölln bestückten Bezirksbürgermeister Martin Hikel und der Neuköllner Antisemitismus- und Queerbeauftragte, Carl Chung, zusammen mit Vertreter*innen des European Leadership Networks am späten Nachmittag des 7. Oktober 2025 den Rathaus-Schaukasten am Fußgängerüberweg an der Karl-Marx-Straße 83 mit Motiven der Kampagne. Den Kampagnenstart in Neukölln begleitet hatten unser stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gabriela Gebhardt und unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender Peter Scharmberg.

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Der Antisemitismus- und Queerbeauftragte Carl Chung (li.) stellte die Kampagne ebenso vor.

Unser Bezirksbürgermeister begrüßt die Kampagne und stellt fest: „Jüdisches Leben ist in den letzten Jahren in Neukölln wieder erblüht, Restaurants, Treffpunkte, unsere erste öffentliche Chanukka-Feier zeugen davon. Und gleichzeitig ist das öffentliche Leben von Jüdinnen und Juden an manchen Ecken bedroht. Es darf in Neukölln, in Berlin, in Deutschland keinen Platz für Antisemitismus geben“. Um Antisemitismus zu bekämpfen brauche man „mehr Aufklärung mehr Wissensvermittlung und auch eine  unmissverständliche, klare Haltung und lautes Einstehen gegen jede Form von Antisemitismus“. Die Fragemauer trage dazu bei. Hikel hofft, dass mit der Kampagne Menschen mehr miteinander ins Gespräch kommen, statt übereinander zu reden. Carsten Ovens, CEO von ELNET dankte dem Berliner Senat, dem Bezirk Neukölln und insbesondere unserem Bezirksbürgermeister für die Unterstützung. „Wir hoffen dass wir damit Impulse geben können für mehr Miteinander, für weniger Hass. Und wie wir alle wissen, ist die Grundlage von Hass immer Unwissen und Unverständnis. Je mehr Brücken wir bauen, umso besser ist das Leben hier in Neukölln, in Berlin und auch überall in unserem Land“, so Ovens. Zum Schluss wies er darauf hin, dass es die drei in Neukölln gezeigten Plakatmotive auch im Postkartenformat gibt, ebenfalls an vielen Stellen im Bezirk ausliegen und auch digital verfügbar sind. Auch der SPD-Spitzenkandidat für die Wahl zum 20. Abgeordnetenhaus 2026, Steffen Krach, begrüßt die Aktion: „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, uns schützend vor unsere jüdischen Freunde zu stellen und es ist unsere gemeinsame Pflicht in diesem Land, mit aller Konsequenz gegen jede Form von Antisemitismus vorzugehen“.

„Die Plakataktion ist ein weiterer wichtiger Teil unseres Kampfes gegen Antisemitismus und beispielgebend dafür, dass wir in unserem Bezirk keinerlei Diskriminierung dulden. Mit der Plakataktion setzen wir in Neukölln ein gutes Zeichen: für Wissen statt Vorurteil, für Miteinander statt Spaltung, für Menschlichkeit“, sagt unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gebhardt. 

Wer selber anonym eine Frage stellen möchte oder nach Antworten auf Fragen sucht zu Antisemitismus, zum jüdischen Leben, zu Israel und zur Religion, wird auf der Webseite der Kampagne fündig: https://fragemauer.de

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Gedenken an die Opfer des Hamas-Terrors und des nachfolgenden Krieges

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Gedenken an die Opfer: Bezirksbürgermeister Hikel (mi.) mit SPD-Fraktionsvorsitzender Cordula Klein (2.v. li.), Andreas Domann, Stadträtin Janine Wolter, Gabriela Gebhardt, Antisemitismusbeauftragtem Carl Chung und Michael Morsbach (v.li.)

Zum zweiten Jahrestag des Terrorangriffs der Hamas gegen Israel rief das Bezirksamt Neukölln zum Gedenken an die Opfer dieses Angriffs und all derer auf, die durch den von der Hamas ausgelösten Krieg getötet worden sind.

Am 7. Oktober 2023 überfiel die Hamas Israel und tötete auf brutalste Weise fast 1.195 Menschen. 251 Menschen wurden durch die Hamas verschleppt und als Geiseln gehalten. Dabei handelt es sich um den größten Massenmord an Jüdinnen und Juden seit dem Holocaust. Im Mittelpunkt des Gedenkens im Rathaus standen die 48 israelischen Geiseln, die sich nach zwei Jahren noch immer in der Gewalt der terroristischen Hamas befinden. Mindestens 20 von ihnen sind mutmaßlich noch am Leben. 

Dem Aufruf zum Gedenken folgten auch unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein, ihre Stellvertreterin Gabriela Gebhardt, unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender Peter Scharmberg, unser Bezirksverordneter Michael Morsbach, unsere Bürgerdeputierten Hannelore Gascho und Andreas Domann sowie unserer ehemaliger Bezirksverordneter Wolfgang Hecht. Neben unserem Bezirksbürgermeister Martin Hikel waren unsere Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Janine Wolter, der Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Karsten Schulze, die weiteren Stadträte sowie der Neuköllner Antisemitismus- und Queerbeauftragte Carl Chung zugegen.

Zum Gedenken hob unser Bezirksbürgermeister in seiner Rede hervor, dass das Massaker der Hamas vom 7. Oktober auch zeige, „dass das Thema Antisemitismus keines ist, das in der Vergangenheit liegt, sondern in der Gegenwart sehr real und jeden Tag greifbar ist. Wir leben in einer Stadt und in einer Situation, wo antisemitische Übergriffe seit dem größten antisemitischen Übergriff am 7. Oktober 2023 und seit Beginn des Krieges stark zugenommen haben“, so Hikel. Er gab zu bedenken, dass antisemitische Einstellungen in der Bevölkerung weiter verbreitet sind als wir uns das bislang vorstellen konnten. Hikel ist überzeugt, „dass der Kampf gegen Antisemitismus einer für Demokratie und für Freiheit und Gleichstellung ist“. Insofern haben wir alle gemeinsam Verantwortung zu tragen und sollten im Austausch über den 7. Oktober nicht der Versuchung erliegen, in Relativierungen zu verfallen oder in Aufwiegelung gegeneinander. Im Anschluss an seine Rede rief Hikel die Anwesenden auf zu einer Gedenkminute an alle Todesopfer des Massakers und des darauffolgenden Krieges auf.

„Wir gedenken der Opfer des Hamas-Terrors vom 7. Oktober 2023 und all der Menschen, die seitdem auf israelischer und palästinensischer Seite ihr Leben verloren haben. Der Terrorangriff der Hamas war ein grausamer Bruch der Menschlichkeit, der in der Folge unermessliches Leid für unzählige Familien brachte. Ihnen allen gilt unser Mitgefühl. Antisemitismus und jede Form von Hass dürfen keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Als SPD Neukölln stehen wir für Frieden, Menschlichkeit und solidarisches Miteinander“, betont unser Fraktionsvorsitzende Cordula Klein.

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Einladung zur Bürger:innensprechstunde

Die SPD-Fraktion Neukölln lädt am Donnerstag, den 23. Oktober 2025 ab 18:00 Uhr zu einer Bürger:innensprechstunde in das Kleine Landhaus (Alt-Rudow 31, 12357 Berlin) ein.

Unsere stellv. Fraktionsvorsitzende Gabriela Gebhardt, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, und der stellv. Vorsitzende im Ausschuss für Wirtschaft und Arbeit Jürgen Koglin freuen sich auf zahlreiche Gespräche.

251020 PM Einladung zur BürgerInnensprechstunde

Gesundes Frühstück für alle Schulanfänger*innen – unsere SPD-Fraktion half tatkräftig mit

Gesundes Frühstück für alle Schulanfänger*innen – unsere SPD-Fraktion half tatkräftig mit 73
Präsentieren die liebevoll gepackten Boxen: das Team der SPD

Auch in diesem Jahr half unsere SPD-Fraktion tatkräftig mit, damit mehr als 65.000 Schulanfänger*innen in Berlin und Brandenburg Bio-Brotboxen überreicht bekommen. Schließlich ist ein gesundes Frühstück entscheidend für den Lernerfolg unserer Kinder. Die Bio-Brotbox-Aktion fand zum 20. Mal in Brandenburg und zum 24. Mal in Berlin statt. Sie begann erstmals in Berlin und breitete sich von dort aus auf das gesamte Bundesgebiet aus. Zum Schulanfang bekamen 39.546 Schüler*innen an 529 Grundschulen in Berlin die gelben, wiederverwendbaren Boxen überreicht. 25.773 Bio-Brotboxen für ABC-Schützen wurden an 582 Grundschulen in Brandenburg verteilt.

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SPD-Fraktionsvorsitzende Cordula Klein mit Senatorin Franziska Giffey und Franziska Jahke (v.li.)

Zusammen mit unseren Mitgliedern der SPD-Fraktion unterstützten rund 500 freiwillige Helfer*innen das Packen der Bio Brotboxen. Mit dabei waren von unserer Fraktion unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein und ihre Stellvertreterin Gabriela Gebhardt, unsere Bezirksverordneten Michael Morsbach und Franziska Jahke sowie unser Bürgerdeputierter Andreas Domann. Zum SPD-Helferteam zählten auch Pema, Felix und Ruvi. Ebenfalls engagierten sich für die gute Sache unsere Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport Janine Wolter, unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel, unsere Wirtschaftssenatorin und Bürgermeisterin von Berlin Franziska Giffey, sowie unser Mitglied des Abgeordnetenhauses Derya Çağlar.

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Die stellv. Fraktionsvorsitzende Gabriela Gebhardt

Wie wichtig es ist, die Bio-Brotbox-Aktion zu unterstützen, zeigen das Deutsche Schulbarometer, der 15. Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sowie der Paritätische Armutsbericht. So zeigt der 15. DGE-Ernährungsbericht, dass das gemeinsame Frühstücken in der Familie nur bei 54,9 % der Kinder und Jugendlichen regelmäßig stattfindet. Für alle drei Mahlzeitenarten nahm der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die häufig gemeinsam mit der Familie essen, mit zunehmendem Alter ab.

Der Paritätische Armutsbericht beschreibt zudem, dass Lebensmittel zuletzt von deutlichen Preissteigerungen betroffen waren. „Die Auswirkungen zeigen sich daran, ob eine vollwertige Mahlzeit alle zwei Tage finanzierbar ist. Insgesamt sagen etwa 11 %, dass sie sich das nicht leisten können; unter den einkommensarmen Personen beträgt der Anteil dagegen fast ein Viertel.“ In Deutschland sind knapp 15 % der Bevölkerung – über 12 Millionen Menschen – armutsgefährdet. Besonders häufig trifft dies Alleinerziehende und kinderreiche Familien.

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Bijan Atashgahi (li.) und Michael Morsbach

Inwiefern ein erhöhtes Armutsrisiko den Ernährungs- und Gesundheitszustand von Familien beeinflusst, wurde durch die von der Universität Hohenheim und der Charité – Universitätsmedizin Berlin durchgeführte Mega-Kids-Studie erforscht. Die von Geldmangel betroffenen Haushalte sorgten sich, „dass ihnen das Essen ausgeht, und sie konnten nur zwischen wenigen verschiedenen Lebensmitteln wählen“. Mitunter verzichteten sie aufgrund von Geldmangel auch auf einzelne Mahlzeiten.

Ein gesundes Schulfrühstück ist also nach wie vor keine Selbstverständlichkeit für Kinder in Deutschland. Das aber hat Folgen: Kinder, die hungrig sind, können sich schlechter konzentrieren und nehmen weniger aktiv am Unterricht teil. Es fällt ihnen außerdem schwerer, Konflikte zu bewältigen. Sie leiden häufig unter sozialer Isolation – etwa dann, wenn einige in der Pause ihr mitgebrachtes Essen genießen oder ihr Pausenbrot teilen, während andere nur zusehen können. Das kann zu Ausgrenzung und Hänseleien führen. Zudem kann ein Mangel an Nährstoffen das Immunsystem schwächen und die körperliche Entwicklung langfristig beeinträchtigen.

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Auch Felix (li.) und Ruvi waren vor Ort

All dies unterstreicht die Bedeutung der Bio-Brotbox-Aktion, die sich dafür einsetzt, dass jedes Kind täglich ein gesundes Frühstück bekommt – und Kindern zugleich den Wert und Ursprung von Lebensmitteln näherbringt. „Jedes Kind sollte mit einem gesunden Frühstück in den Tag starten können – unabhängig vom Einkommen der Eltern. Die Bio-Brotbox-Aktion setzt genau hier an und verbindet praktische Hilfe mit Bewusstseinsbildung. Ich freue mich, dabei gewesen zu sein, um gemeinsam mit vielen Engagierten dafür zu sorgen, dass Kinder in Berlin und Brandenburg gut gestärkt in ihren Schultag starten“, betont unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gebhardt.

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Gesundes Frühstück für alle Schulanfänger*innen – unsere SPD-Fraktion half tatkräftig mit 79

Zehn Jahre Spanferkelessen zu Erntedank

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Packten tatkräftig mit an: SPD-Fraktionsvorsitzende Cordula Klein mit Peter Standfuß (re.) und dem gut gelaunten Team

Mehr als 100 Gäste kamen am 12. Oktober in die Tee- und Wärmestube in der Weisestraße und bekamen eine große und heiße Portion Spanferkel mit Kartoffelsalat serviert. Insgesamt wurden acht Spanferkel wurden vor Ort zerteilt und kamen auf die Teller. Dank eines großartigen Helferteams konnten die Warteschlangen, die sich nach und nach bildeten, schnell abgebaut werden.

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Auch diesmal wurde erneut deutlich, dass die Einrichtung des Diakoniewerk Simeon aus allen Nähten platzt. Jeder Platz in der guten Stube war belegt. Von daher war es ein Segen, dass der Nieselregen während der Zeit der Essensausgabe verschwand. So konnten die Besucher ihr exzellentes Essen auch im Freien vor der Stube genießen. Neben Festen wie Ostern, Pfingsten und der alljährlichen Schifffahrt zählt das Erntedankfest für die Menschen, die Unterstützung in der Not brauchen, zu den Höhepunkten in ihrem ansonsten tristen Alltag. Für einen Moment Wärme zu tanken Gemeinschaft und Freude zu erleben, gibt ihnen Kraft und vermittelt ihnen, dass sie nicht alleine gelassen werden. Möglich gemacht wurde die Aktion wieder durch großzügige Spenden. Als Sponsoren traten diesmal das Café Herzstück von Mandy Abel und Lucie in der Kleingartenanlage am Buschkrug, Tobias Ulrich von EDEKA Ulrich, die Familie Barbara und Klaus Vogt sowie das Restaurant Rüdiger’s.

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Die Aufgabe unserer Gesellschaft sei es, Not zu lindern, Hilfe anzubieten und den Betroffenen neue Perspektiven zu eröffnen, damit sie wieder aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, meint der Armutsbeauftragte der Evangelischen Kirche Berlin- Brandenburg – oberschlesische Lausitz, Thomas de Vachroi. Es bedürfe nicht unendlichen Mitleids, sondern konkreter, aufrichtiger Taten – wobei wenige Prozent echter Hilfe einen großen Unterschied machen, so de Vachroi. Mit großer Freude blickte er auf das Geschehen und half an diesem Sonntag wieder selber mit, indem er Getränke an die Bedürftigen austeilte. De Vachroi weiß eben, dass er sich auf sein Helferteam von „Armut eine Stimme geben“ verlassen kann. Zu ihm zählte auch diesmal wieder unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein, die beim Austeilen des Essens half, nachdem Sascha Hohner von der Concordia Loge Berlin und Lucie das Spanferkel in mundgerechte Stücke zerteilt hatten. „Eure großzügigen Spenden – sei es in Form finanzieller Unterstützung, Sachspenden oder wertvoller ehrenamtlicher Tätigkeit – haben einmal mehr gezeigt, wie tief das Mitgefühl für Menschen in Not in unserer Stadt verwurzelt ist“, sagte de Vachroi dazu. So stand dieser Sonntag für die Gäste der Tee- und Wärmestube ganz im Zeichen des Vergnügens.

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Während die Gäste in der Stube aßen, sich unterhielten oder Schach spielten, packten die „Spreeschepperer“ ihre Musikinstrumente aus und spielten „Guggemusik“ unter der Leitung von Klaus. Er erklärte, was man unter „Guggemusik“ versteht. Da ist eine Art Blasmusik, die absichtlich schräg und „falsch“ klingt, obwohl sie professionell arrangiert ist und eine starke Rhythmussektion hat. Gespielt werden traditionelle Lieder, aber auch Popmusik. Für das kleine Konzert gab es denn auch viel Applaus. Auch den Spreeschepperern, dem Ordnungsamt sowie der Polizei, die die Straße während des Open-Air-Konzerts sicherten, dankte de Vachroi von Herzen: „Gemeinsam tragen wir dazu bei, dass Berlin eine Stadt bleibt, in der niemand allein gelassen wird.“ Auch unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein war wieder begeistert: „Das Spanferkelessen in der Tee- und Wärmestube ist ein Beispiel dafür, wie stark Zusammenhalt und Mitmenschlichkeit in unserer Nachbarschaft gelebt werden. Als Bezirk können wir stolz darauf sein, dass Solidarität hier nicht nur ein Wort ist, sondern gelebte Praxis, die wir als SPD Fraktion von Herzen gerne auch in Zukunft mitgestalten“, sagt unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein.

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Engagement mit Herz – Charity-Festival für den Abenteuerspielplatz Wildhüterweg

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Beeindruckt vom gesellschaftlichen Engagement: Bezirksbürgermeister Martin Hikel mit Bürgerdeputierter Viktoria Gabrysch, Jennifer Kusch und Geschäftsführer Michael Elias Tamaja

Was bürgerschaftliches Engagement in kurzer Zeit erreichen kann, zeigen die Spendeninitiative und das Charity-Festival zugunsten des Wiederaufbaus des abgebrannten Reparatur-Cafés des Abenteuerspielplatzes Wildhüterweg. Das Festival fand am 19. und 20. September 2025 auf dem Gelände des Spielplatzes statt. Veranstaltet wurde es vom Verein „Für ein schönes Buckow e.V.“ in Kooperation mit Jennifer Kusch, Mutter eines Kindes, das den Spielplatz liebt. Geboten wurde an zwei Tagen ein großes Livemusik-Programm mit insgesamt neun Bands aus Buckow, Neukölln und dem Rest Berlins. Mit dabei waren am ersten Tag die Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport Janine Wolter sowie am Samstag Bezirksbürgermeister Martin Hikel. Die Fraktion war vertreten durch die Bürgerdeputierte Viktoria Gabrysch, die sich zudem als Helferin an beiden Tagen für das Anliegen stark machte.

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Viktoria Gabrysch (li.) mit Stadträtin Janine Wolter

Auf dem Abenteuerspielplatz Wildhüterweg hatte ein Brand Anfang des Jahres die komplette Werkstatt zerstört – alle Werkzeuge, Maschinen und das Zubehör wurden dabei unbrauchbar. Zudem verbrannten fünf Hochbeete, die das Quartiersmanagementprojekt „Lebendige Gropiusstadt“ im vergangenen Jahr in einer Gemeinschaftsaktion mit Bewohnerinnen und Bewohnern gebaut hatte. Jennifer Kusch kämpft seit Monaten um Spenden für die Wiederherstellung des Reparatur-Cafés. „Dieser Spielplatz ist durch Pädagogen betreut und damit für viele Kinder ein sicherer Ort, an dem man behütet spielen kann. Ob Fußball oder Kreatives, der Abenteuerspielplatz bietet für viele Kinder schöne Angebote. Mir liegt er daher sehr am Herzen“, sagte sie in ihrer Eröffnungsrede beim Charity-Festival. Die Spendeneinnahmen werden zu 100 Prozent für den Wiederaufbau des Reparatur-Cafés eingesetzt.

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Bezirksbürgermeister Hikel würdigte in seiner Rede das Engagement von Frau Kusch und der Initiative „Für ein schönes Buckow e.V.“ um Michael Ruf, das er als „herzerwärmend“ und „nicht selbstverständlich“ bezeichnete. Aufgrund der dem Bezirk durch geringe finanzielle Zuweisungen vom Senat auferlegten Sparmaßnahmen können derzeit keine öffentlichen Mittel zur Wiederherstellung bereitgestellt werden. Daher wird im Geschäftsbereich des Bezirksbürgermeisters nach Wegen gesucht, über Dritt- und Fördermittel Gelder zu akquirieren. „Wir unterstützen ausdrücklich dieses herausragende zivilgesellschaftliche Engagement und setzen uns ebenfalls für den Wiederaufbau ein. Dieses Ereignis zeigt, wie sehr wir alle als Gesellschaft dazu beitragen können, in Vielfalt und vereint Zusammenhalt zu leben. Neukölln schafft es vorbildlich und das kann sich sehen lassen“, betonte Bürgerdeputierte Gabrysch.

Neben einem hochwertigen Musikprogramm gab es preiswertes Essen und Trinken. Ferner präsentierten soziale Einrichtungen aus der Umgebung an Ständen ihre Angebote. Auch Verkehrssicherheitsberater der Polizei waren anwesend und informierten Jugendliche beispielsweise mit einer Rauschbrille über die Wirkung von Alkohol und Drogen. Bislang konnten durch das bürgerschaftliche Engagement etwa 40 Prozent der benötigten Summe gedeckt werden, so Kusch und Ruf – auch dank einiger größerer Spenden. Auch wenn das Charity-Festival im Ergebnis nicht ganz den Erwartungen der Veranstalter entsprach, hatte es doch einen wichtigen Effekt: Der Gemeinschaftsgedanke wurde gestärkt, resümieren Kusch und Ruf. Damit die Schadenssumme im hohen fünfstelligen Bereich zusammenkommt, hat Frau Kusch unter anderem eine Spendenkampagne im Internet auf gofund.me unter https://gofund.me/d5cd0fd8 ins Leben gerufen.

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