Aus organisatorischen Gründen muss unsere Bürger:innensprechstunde am Donnerstag, den 25.09.2025, um 18:00 Uhr leider entfallen.
Wir haben in unserer Bürger:innensprechstunde immer am vierten Donnerstag im Monat um 18:00 Uhr ein offenes Ohr für Sie. Gerne sehen wir Sie zu unserer nächsten Sprechstunde im Oktober.
Für Ihre Fragen, Wünsche und Anregungen sind wir aber natürlich jederzeit unter info@spdfraktionneukoelln.de oder telefonisch unter 030/ 90239 2498 für Sie da!
Gemeinsam für bürgerliches Engagement: Bezirksverordneter Bijan Atashgahi, Stadträtin a.D. Karin Korte, Stadträtin Janine Wolter, Wolfgang Hecht (v.li.) und Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (hi.)
Am 14. September feierte die Bürgerstiftung Neukölln ihr 20-jähriges Bestehen in der Evangelischen Brüdergemeine in Rixdorf. Unter den vielen Gästen waren unter anderem unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel, unsere Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport Janine Wolter, Ingo Malter (Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land), unser Bezirksverordneter Bijan Atashgahi, unsere Bürgerdeputierte Hannelore Gascho sowie unsere ehemalige Stadträtin Karin Korte. Auch zahlreiche Stifterinnen und Stifter, die der Stiftung seit Beginn treu sind, nahmen teil.
Der Vorstand der Bürgerstiftung, Jean-Philippe Laville und Friedemann Walter, begrüßte die Gäste aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Initiativen. Gemeinsam blickten sie auf die Anfänge zurück: Nach sechs Jahren intensiver Vorbereitung wurde die Stiftung 2005 im Saalbau Neukölln – dem heutigen Heimathafen – gegründet. Mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger, darunter Kirchengemeinden, Kita- und Schulfördervereine, Hauseigentümergemeinschaften und Unternehmen, waren beteiligt. Ihr gemeinsames Ziel: Probleme vor der eigenen Haustür anpacken und den Kiez aktiv mitgestalten.
Bezirksbürgermeister Hikel überreicht den Rixi-Bären
Von Anfang an standen Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt. Das erste Projekt, ein Mentoringprogramm für Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen, besteht bis heute. Erwachsene begleiten Jugendliche 1:1 beim Übergang von der Schule in den Beruf. Bereits 2006 kam der N+ Förderfonds hinzu. Bis 2025 unterstützte er 223 Projekte – von Sportvereinen über Senioreninitiativen bis zu Schulen und Nachbarschaftsprojekten. „Finanziert werden konnten viele dieser Projekte auch durch die Trödelgruppe, die im Hof der Villa Rixdorf, schöne und nützliche Sachspenden verkauft und aktuell wieder Spenden für den Verkauf im Hof der Villa Rixdorf am Richardplatz 6 sucht“, hebt unsere Bürgerdeputierte Hannelore Gascho hervor. „Ich habe persönlich diese wertvolle Arbeit erleben dürfen. Die Bürgerstiftung Neukölln hat unsere Projekte „Neuköllner Dialog“ und „Begegnung der Kulturen im Gemeinschaftshaus“ mehrmals unterstützt und war in unserer ehrenamtlichen Arbeit eine große Hilfe. Alles Gute zum 20. Jubiläum“, freut sich unser Bezirksverordneter Bijan Atahsgahi. Er hatte mit der Arbeitsgemeinschaft Migration der SPD Neukölln den Anstoß gegeben zur Gründung eines im März 2008 gegründeten Netzwerks von elf Vereinen unter dem Titel „Neuköllner Dialog“, das fortan die „Begegnung der Kulturen“ im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt organisiert, eine internationale Veranstaltungsreihe mit Musik und Kulinaria, die Begegnungsmöglichkeiten für Menschen unterschiedlichster kultureller Hintergründe und Herkunftsländer schafft.
Hannelore Gascho, Bijan Atashgahi und Stadträtin Janine Wolter (v.li.)
2008 starteten die „Neuköllner Talente“ – Patenschaften für Kinder im Grundschulalter, die ihre Interessen und Fähigkeiten entdecken und entwickeln sollen. 2016 wurde die N+ Werkstatt ins Leben gerufen, die mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen Lösungen für aktuelle Herausforderungen sucht. Von 2018 bis 2021 begleitete die Stiftung die Entwicklung des EngagementZentrums Neukölln. 2020 eröffnete der MitmachLaden als Anlaufstelle für Bürgerbeteiligung.
Auch neue Projekte wie „Leicht gemacht“, bei dem Multiplikatoren zum Thema Beteiligung geschult werden, oder die Ausstellung „Wenn ich König*in wäre“ gehören dazu. Letztere ist Teil der Präsentation BERLIN GLOBAL im Humboldt Forum: Seit Mai 2025 zeigen dort Neuköllner Jugendliche ihre Zukunftsvisionen.
Bezirksbürgermeister Hikel würdigte das „großartige Engagement“ der Stiftung. Besonders die Patenschaften für Kinder bezeichnete er als „eine Bereicherung, die aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken ist“. Er dankte allen, die Aufgaben übernehmen, Projekte begleiten und die Stiftung finanziell unterstützen. Zwischen Bezirksamt und Bürgerstiftung sei eine „echte Partnerschaft“ gewachsen, betonte Hikel: „Meine Unterstützung ist Ihnen gewiss.“
Übergaben die Preise an die zu Ehrenden: Peter Scharmberg, Stadträtin Janine Wolter, SPD-Fraktionsvorsitzende Cordula Klein, Bezirksbürgermeister Martin Hikel und Andreas Domann (v.li. )
Ein lautes Gurren, neugieriges Zwitschern und das sanfte Klopfen von Kaninchenpfoten – die Sommer-Jungtierschau in Rudow ist ein Fest der Geräusche, Farben und Begegnungen. Wer am Wochenende das Gelände der Eigenheimer in der Neuköllner Straße 297 betrat, tauchte ein in eine kleine Oase ländlicher Idylle mitten in der Großstadt. Fast tausend Besucher*innen kamen, um das 65. Jubiläum der Traditionsschau zu feiern, die seit Jahrzehnten Züchter, Familien und Tierliebhaber zusammenbringt. Jahr für Jahr zählen zu den Besuchern der Schau Mitglieder unserer SPD- Fraktion und unser Bezirksbürgermeister. Neben unserer Fraktionsvorsitzenden Cordula Klein, ihrem Stellvertreter Peter Scharmberg sowie unserem Bürgerdeputierten Andreas Domann, war auch unsere Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport zugegen.
Ob Kaninchen, Ziervögel, Hühner oder Tauben – die Vielfalt war beeindruckend und ließ die Augen der Gäste leuchten. Besonders die Kinder hielten gebannt Ausschau nach ihren Lieblingen, streiften mit glänzenden Augen von Käfig zu Voliere und lösten voller Eifer die kniffligen Rätsel rund um die Tiere. Für viele Stadtkinder war es ein echtes Abenteuer, das Leben der Tiere so nah zu erleben.
Gleich zu Beginn der Schau wurden die Sieger unter den Züchtern gekürt, so auch mit Sonderehrenpreisen. Den Schirmherrenpreis – einen Rixi- Friedens- und Freundschaftsbär – stiftete unser Bezirksbürgermeister Hikel für Kaninchenzüchter Manfred C. Unsere Stadträtin Wolter ehrte Gabi R. (Geflügel) mit einem Preis, Peter Scharmberg übergab einen Buddy-Bär an Jan S. (Ziergeflügel), und unsere Fraktionsvorsitzende Klein zeichnete Christiane O. (Kaninchen) mit einem Gutschein aus. Weitere Preisvergaben folgten.
Hoch im Kurs bei den Kindern stehen die Kaninchen. Rund 140 Kaninchen verschiedener Rassen und Farbschläge waren zu sehen. Ob Mecklenburger Schecke, Blaue Wiener, Helle Großsilbern oder Löwenköpfchen weiß japanerfarbig – die Augen der Besucher*innen konnten sich kaum satt sehen an der faszinierenden Kleintierwelt. Auch die Vielfalt der Ziervögel und Tauben wurde auf der Schau sichtbar: Neben Singsittichen, Vierfarbsittichen, Nymphensittichen und Barbandsittiche, um nur einige zu benennen, gab es auch ein wunderschönes Graupapageien-Pärchen zu bestaunen. Graupapageien sind intelligente Tiere. Sie nutzen Dinge als Werkzeuge, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen und sind Meister der Nachahmung. Eintauchen konnten die kleinen und großen Besucher*innen auch in die farbenfrohe Welt der Hühner, Tauben und Gänse, für Stadtkinder ein unvergessliches Erlebnis. Sie konnten auch beim Schaubrüten von Hühnern und Wachteln dabei sein. Ferner gab es für sie das Kinderrätsel mit etlichen Fragen zu lösen, den Überraschungstüten-Verkauf mit Spielzeug, Dekoartikeln, Schmuck und weiteren schönen Dingen.
Kreativ vergnügen konnten sich die Kinder auch in der „Kindernähstube“. Traditionell zu Gast auf der Sommer-Jungtierschau sind die Imkerfreunde Rudow, die lokale Imkerprodukte feil boten und zur Imkerei aufklärten. Bereits einen Tag vor der offiziellen Schau begrüßten die Züchter eine Schulkasse, informierten die Schüler über artgerechte Tierhaltung und beantworteten geduldig ihre Fragen zu einzelnen Tierarten. „Die Sommer-Jungtierschau des Kleintierzuchtvereins D 34 ist jedes Jahr ein Höhepunkt für Rudow. Was die Vereinsmitglieder hier auf die Beine stellen, ist beeindruckend: mit viel Herzblut, Fachwissen und großem Einsatz entsteht eine Ausstellung, die nicht nur Züchterinnen und Züchter begeistert, sondern vor allem Kindern ein besonderes Erlebnis ermöglicht. Sie können Tiere aus nächster Nähe erleben, lernen spielerisch dazu und nehmen Erinnerungen mit, die sie prägen. Für dieses Engagement danke ich dem Verein von Herzen. Er leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Miteinander im Kiez und zur Verbundenheit zwischen Stadt und Natur“, so unsere Fraktionsvorsitzende Klein.
Feierten die Jubiläumsausstellung: Stadträtin Janine Wolter mit Klaus Pankau (li.) und Andreas Domann
Volles Haus in der Alten Dorfschule Rudow: Mit einer Jubiläumsausstellung feierten die Gropiusstädter Sonntagsmaler am 12. September ihr 50-jähriges Bestehen. Schon zur Vernissage waren Ausstellungs- und Caféraum bis auf den letzten Platz gefüllt.
Die Malgruppe, 1975 aus einem VHS-Kurs hervorgegangen, hat sich längst einen Namen gemacht – von Neukölln bis Bonn, wo sie 1986 auf Einladung von Hans-Joachim Vogel, damals Vorsitzender unserer SPD-Bundestagsfraktion, ihre Bilder bei der Parlamentarischen Gesellschaft in Bonn ausstellten. Auch gemeinsame Projekte wie das Bemalen eines Buddy-Bärs prägen ihre Geschichte. Ferner malten die Gropiusstädter Sonntagsmaler für den Berliner Zoo gemeinschaftlich drei verschiedene großformatige Bilder, die als Poster gedruckt wurden. Die Erlöse aus dem Verkauf erhielt der Zoo Berlin als Spende. Auf Initiative des damaligen Bürgermeisters der Gemeinde Schönefeld, Dr. Udo Haase, griffen die Gropiusstädter Sonntagsmaler 2007 zu Leinwand und Pinsel und malten Bilder mit Motiven der Orte Diepensee und Teile von Selchow in Brandenburg, bevor die Ortsansässigen wegen des BER umsiedeln mussten. Die historischen Bilder können bis heute in einer ständigen Ausstellung im Rathaus Schönefeld besichtigt werden. Seit 2015 ist die Gruppe in der Alten Dorfschule zuhause – und engagiert sich auch dort für den Verein, wie der 1. Vorsitzende des Vereins Alte Dorfschule Rudow, Klaus Pankau in seiner Begrüßungsrede hervorhob. Darüber hinaus geben sie seit mehr als 40 Jahren in Eigenregie den Kalender „Kenn se Berlin und drum herum?“ heraus, der sich großer Beliebtheit erfreut und in führenden Buchhandlungen der Stadt erhältlich ist.
Bild des Rathaus Neukölln, gemalt von Sonja Hartmann
„Das Geheimnis unserer Gruppe liegt in der Vielfalt und der Freude an der Farbe“, sagte Leiterin Doris Pfundt zur Eröffnung. Unter den Gästen waren die 1. Vorsitzende des Rudower Heimatvereins Jutta Kendzia, Andreas Hein vom Verein Alte Dorfschule, Bezirksbürgermeister Hikel – und natürlich unsere Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Janine Wolter. Sie würdigte das „faire und demokratische Miteinander“, für das die Gropiusstädter Sonntagsmaler seit fünf Jahrzehnten stehen. Wolter zeigte sich insbesondere begeistert von der Qualität der Werke – und verriet, dass sie sich ein Bild von Thomas Schulze ausgesucht hat: das Passage-Kino in der Karl-Marx-Straße, das künftig ihren Amtssitz schmücken wird.
Die Jubiläumsausstellung zeigt überwiegend Motive aus Berlin und Brandenburg – gemalt in Acryl, Öl und Aquarell. Bis zum 9. November ist sie in der Alten Dorfschule Rudow zu sehen.
Die Motive zeigen Stilleben und Szenen aus dem Kiez
Musikalisch untermalt wurde die Vernissage von Bernd Duske am Akkordeon, der Berliner Evergreens wie „Berliner Luft“ spielte. Ein Gewinnspiel rundete den Abend ab: Besucher, die richtig rieten, wie viele Bilder Berliner und wie viele Brandenburger Motive zeigen, durften nach Ziehung per Los ein Gemälde mit nach Hause nehmen. 14 Bilder wurden dafür bereitgehalten.
„Wer durch die Ausstellung geht, merkt sofort: Hier steckt viel Herzblut drin. Die Bilder erzählen von Kiezen, Straßen und Menschen – eben von unserem Berlin und drum rum im Wandel der Zeiten. Genau das macht die Sonntagsmaler seit 50 Jahren so einzigartig“, meint unser Bürgerdeputierter Domann.
Hebt Verbindendes hervor: Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (re.) mit Peter Scharmberg und Stadträtin a.D. Karin Korte (v.re.)
„Für Menschen, von Menschen, mit Menschen“ – unter diesem Leitmotiv bietet das Diakoniewerk Simeon in der Lipschitzallee seit 1975 Wohn- und Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit kognitiven und mehrfachen Beeinträchtigungen. Am 12. September feierte das Wohnstättenwerk sein 50-jähriges Bestehen unter dem Motto „Ein Zuhause mit Geschichte und Zukunft“ mit einem Festakt. Unter den Gästen waren unter anderem Neuköllns Alt-Bürgermeister und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Diakoniewerks Simeon, Prof. Bodo Manegold, unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel, unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender Peter Scharmberg, die Beauftragte für Menschen mit Behinderung Katharina Smaldino, die Geschäftsführer des Diakoniewerks Simeon, Dr. Oliver Unglaube und Susanne Meyerhoff, sowie unsere ehemalige Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Karin Korte. Im Mittelpunkt standen die Stimmen der Bewohnerinnen und Bewohner, die in bewegenden Videobeiträgen erklärten, warum das Wohnstättenwerk für sie Heimat bedeutet. Auch Pfarrerin Nora Rämer, die in der Jubiläumsschrift die 50 Jahre als „Jahrzehnte der Achtsamkeit für Menschen“ würdigte, sowie die früheren Pfarrerinnen und Pfarrer erinnerten an die Anfänge der für Inklusion und Teilhabe wegweisenden Einrichtung.
Gegründet 1975 durch die Dreieinigkeitskirchengemeinde, entstand eines der ersten inklusiven Wohnprojekte in Berlin. Im Laufe der Jahrzehnte kamen Außenwohngemeinschaften, betreutes Einzelwohnen, begleitete Elternschaft, ein Beschäftigungs- und Förderbereich sowie zuletzt das Hilde-Heinemann-Haus hinzu. Heute ist das Wohnstättenwerk ein Ort der gelebten Inklusion mit Kirche, Kita, barrierefreien Wegen und einer starken Bewohnervertretung.
Bewohnerbeirat und Gäste betonten die Verbesserungen der letzten Jahre – von mehr Festen über neue Wohnbereiche bis hin zu einem stärkeren Miteinander. „Bleib wie du bist, Wohnstättenwerk“, lautete ihr Wunsch für die Zukunft.
Bezirksbürgermeister Hikel überbrachte die Glückwünsche des Bezirksamts und zeigte sich beeindruckt von den vielen persönlichen Geschichten der Bewohner, die in der Jubiläumsschrift festgehalten wurden: „Claudia Kuhnerts schönste Erinnerung ist die Silvesterparty und die Faschingsparty. Claudia Badke hat hier ihre Freundin Margarethe kennengelernt, die auch im Wohnstättenwerk wohnt. Und Charlotte Funk wohnt zwar nicht mehr hier, erinnert sich aber immer noch gerne an die tollen Reisen nach Österreich und Spanien, die sie gemacht hat. Sie kam mit 17 im Jahr 1978 in das Wohnstättenwerk, bezog dann später ihre eigene Wohnung und hält auch heute noch Kontakt zu den Bewohnern“, sagte Hikel und zog ein Fazit: Das Wohnstättenwerk verbinde Menschen, und das seit fünf Jahrzehnten. Das sei das Ziel der Gründer gewesen, denen „heute unser ganz besonderer Dank“ gilt.“ Das Wohnstättenwerk zeige „was Teilhabe wirklich bedeutet: Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gestalten ihr Leben gemeinsam, mit Respekt und Würde. Für uns als Bezirkspolitik ist das ein Vorbild – weil es beweist, dass Inklusion nicht nur ein Schlagwort ist, sondern gelebte Realität in Neukölln.
Gerade in Zeiten, in denen gesellschaftlicher Zusammenhalt unter Druck steht, brauchen wir solche Orte der Menschlichkeit. Sie geben Hoffnung, sie geben Halt – und sie erinnern uns daran, dass Solidarität das Fundament unserer Demokratie ist“, ist Scharmberg überzeugt. Sabine Spiegelberg und Andreas Kroneder wollen als Leitende des Wohnstättenwerks weiter daran arbeiten, dass alle Menschen wertgeschätzt und respektiert werden.
Brachten Freude in Kindergesichter: Das Team um Daniela Lungwitz-Mohamad (v.mi., mit Bezirksbürgermeister Martin Hikel, Michael Morsbach, SPD-Fraktionsvorsitzende Cordula Klein, v.li)
Wer erinnert sich nicht an seinen Einschulungstag? Das Foto mit der riesigen, bunten Schultüte, die Aufregung, das Gefühl, etwas ganz Neues zu beginnen. Für Kinder ist dieser Tag ein Meilenstein – aber nicht alle starten mit denselben Voraussetzungen. Gerade Familien mit kleinem Geldbeutel können oft nicht alles besorgen, was ihre Kinder für die Schule brauchen. Damit der erste Schultag nicht mit Scham oder Ausgrenzung beginnt, gibt es das Schultütenprojekt des Vereins „Wunschbäumchen – Gemeinsam etwas bewegen“.
Am 7. September war es wieder soweit: Die Vereinsvorsitzende Daniela Lungwitz-Mohamad und ihr Team verteilten kostenlos Schultüten und alles, was ein Kind zum Start ins Schulleben braucht. Von Heften und Stiften über Turnbeutel, Pinsel, Bastelmaterial und A3-Mappen bis hin zu Federmäppchen und Kleber war alles dabei. Sogar 20 nagelneue Schulranzen fanden den Weg in kleine, staunende Hände.
Damit die Freude komplett war, gab’s auch Spielzeug, Kuscheltiere, Luftballons und Malsets – schließlich sollen Pausen Spaß machen „Der Spaß am Lernen darf nicht auf der Strecke bleiben“, sagt Lungwitz-Mohamad. Sie weiß aus ihrer Arbeit als Lerntherapeutin nur zu gut, dass fehlendes Material schnell zu Frust und sogar zu Mobbing führen kann. Ohne die helfenden Hände der Eltern, vor allem der Mütter, hätten die Kinder ihre prall gefüllten Tüten und Ranzen kaum nach Hause tragen können. Die Freude war riesig, die Dankbarkeit spürbar. Finanziert wurde die Aktion wie immer komplett durch Spenden – und unterstützt von vielen Engagierten. Auch wir als SPD- Fraktion unterstützen den Verein seit langem.
Als Helfer und Unterstützer mit dabei waren denn auch unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein, unser Bezirksverordneter Michael Morsbach, unser Bundestagsabgeordneter Hakan Demir sowie unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel. Er brachte es auf den Punkt: „Gleiche Bildungschancen für alle liegen uns am Herzen.“ In diesem Sinne zeige „die Schultütenaktion, was Gemeinschaft leisten kann. Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen – das ist ein politischer Auftrag. Gleichzeitig habe ich heute gespürt, wie sehr kleine Gesten Großes bewirken: strahlende Kinder, erleichterte Eltern, ganz viel Dankbarkeit. Für mich ist das ein starkes Zeichen dafür, dass Solidarität lebendig ist“, so Cordula Klein.
Der Verein „Wunschbäumchen“ ist für sein großartiges Engagement verdientermaßen mehrfach ausgezeichnet worden – zuletzt als Regionalsieger Berlin 2024 mit dem Town & Country Stiftungspreis. „Wir wünschen allen Schulanfänfänger*innen einen guten Start in einen neuen Lebensabschnitt, viel Freude beim Lernen und Entdecken und viel Spaß mit guten und neuen Freundschaften“, betont unsere Fraktionsvorsitzende Klein.
Der Verein freut sich über Spenden. Wer ihn unterstützen möchte, ruft folgende Webseite bei „Betterplace“ auf.
Die Senatorin und Rudower Abgeordnete Franziska Giffey mit Manfred Ziemer und Peter Scharmberg (v.li.)
Noch bis zum 5. Oktober öffnet der Rudower Heimatverein seine Türen für Technikfans und alle, die Lust haben, ein Stück Zeitgeschichte zu erleben. Unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender Peter Scharmberg und unsere Wirtschaftssenatorin, Bürgermeisterin von Berlin und Wahlkreisabgeordnete für Rudow, Franziska Giffey, hatten die wundervolle Ausstellung nach ihrem Rundgang über die Rudower Meile am 6. September besucht. Durch die Ausstellung begleitet hatte sie der 2. Vorsitzende des Rudower Heimatvereins, Manfred Ziemer. Nach Sicht der Ausstellung, schieb Giffey in das Gästebuch und zeigte sich fasziniert von der Vielfalt der Exponate.
Unter dem Titel „Rundfunk-Museum“ zeigt der 85-jährige Sammler Manfred Knoblauch rund 100 Jahre Radiotechnik. Radios, Kassettenrekorder, Fernseher, Tonbandgeräte, Heimstudios – die Sammlung hat alles, was das Herz höherschlagen lässt. Vom legendären Volksempfänger über das „kleinste Radio der Welt“ bis hin zu einem Spionage-Aufnahmegerät à la James Bond. Besonders spannend ist die Ausstellung für alle, die die 50er, 60er oder 70er Jahre noch erlebt haben – viele Geräte wecken Erinnerungen an Musik, Familienabende oder das erste eigene Radio auf dem Nachttisch.
Was viele vergessen: Die Rundfunktechnik hat in Berlin Wurzeln geschlagen. Namen wie Siemens, AEG, Telefunken oder die Lorenz AG (zuerst in Kreuzberg, später in Tempelhof) stehen für Erfindungsgeist „Made in Berlin“. Auch der Schaub Apparatebau aus Charlottenburg schrieb Geschichte – spätestens mit den berühmten Schaub-Lorenz-Kofferradios, die zum Picknick genauso gehörten wie der Kartoffelsalat.
Manfred Knoblauch selbst kennt diese Geschichte in- und auswendig. Kein Wunder – schon mit 16 zerlegte er seinen ersten Volksempfänger. Später arbeitete er als Maschinenfacharbeiter bei Siemens, auch im Radiowerk am Nonnendamm, wo Berliner Ingenieure Technikgeschichte schrieben. „Die Chance auf ein Ingenieurstudium hatte ich nicht“, sagt er bescheiden, „aber meine Neugier war stärker. Ich wollte immer wissen, wie Dinge funktionieren.“
Seine Stücke fand Knoblauch auf Flohmärkten – ob in Berlin-Kreuzberg, bei Trödlern, in Kellern oder durch Freunde aus Bayern und Polen. Wenn er Geräte doppelt hatte, gab er sie weiter – aber erst nach einer Generalüberholung. Denn für ihn war jedes wieder zum Leben erweckte Radio ein kleiner Sieg.
„Dass der Rudower Heimatverein mit so viel Herzblut das Rundfunk-Museum von Herrn Knoblauch zeigt, ist ein Dienst an unserer Gemeinschaft. Gerade in einer Zeit, in der vieles digital und flüchtig wird, brauchen wir solche Orte, die uns bewusst machen: Berlin ist nicht nur eine Stadt mit guten wirtschaftlichen Zukunftsaussichten, sondern auch eine Stadt mit stolzer Vergangenheit“, meint Scharmberg.
Gerade weil sein Traum von einem festen Rundfunk-Museum bisher unerfüllt blieb, hat der Rudower Heimatverein Herrn Knoblauchs Sammlung immer wieder gezeigt. Diese Ausstellung ist deshalb nicht nur Nostalgie, sondern auch ein Blick auf Berliner Pionierleistungen in der Radiotechnologie – Berlin trug maßgeblich dazu, dass der Rundfunk unser Leben veränderte. Knoblauch hofft immer noch, dass seine Sammlung ein festes Zuhause findet und sagt: „Die Hoffnung stirbt zuletzt“
111. Ausstellung des Rudower Heimatvereins
Das Rudower Rundfunkmuseum stellt aus: Sa. und So. noch bis zum 5.10.2025 von 10 – 16 Uhr Sonderöffnung Freitag 3.10.2025 von 10 – 16 Uhr Öffnungszeiten 10.00 – 16.00 Uhr
Besuchten die Rudower Septembermeile: SPD-Fraktionsvorsitzende Cordula Klein, Senatorin Franziska Giffey, der Rudower SPD-Bezirksverordnete Peter Scharmberg und Stadträtin Janine Wolter (v.re.)
Bei strahlendem Sonnenschein strömten am 6. und 7. September unzählige Besucherinnen und Besucher zur Rudower Septembermeile. Zu ihnen zählten unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein mit ihrem Stellvertreter Peter Scharmberg sowie unsere SPD-Bezirksverordnete Gabriela Gebhardt. Auch unsere Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport Janine Wolter (SPD) und der SPD-Bundestagsabgeordnete Hakan Demir spazierten über das Straßenfest. Auf drei Bühnen sorgte ein abwechslungsreiches Musikprogramm für Stimmung, während internationale Spezialitäten und zahlreiche Attraktionen für Kinder das Fest abrundeten. Auch die Mitmachaktion „Rudow bewegt sich“ für Kinder und Jugendliche erwies sich erneut als Publikumsmagnet. Organisiert von der Aktionsgemeinschaft Rudow (AG Rudow) in Kooperation mit „Hauptstadt Kultur“ verwandelte sich Alt-Rudow in eine farbenfrohe Flaniermeile. Mehr als 100 Aussteller – darunter Mitgliedsunternehmen der AG Rudow, gemeinnützige Vereine und Kunsthandwerk – präsentierten ihre Angebote.
Der AG-Rudow-Vorsitzende Christian Jüttner ehrt Frank Lilie
Traditionell eröffnet wurde die Septembermeile vom AG-Rudow-Vorstand Christian Jüttner, Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) sowie weiteren Mitgliedern der Gemeinschaft. Gemeinsam mit Hikel begrüßte auch Franziska Giffey, Berlins Bürgermeisterin, Wirtschaftssenatorin und SPD-Abgeordnete für den Wahlkreis Rudow, die Gäste ganz herzlich. Ein besonderer Höhepunkt war die Ehrung langjähriger Mitglieder, die auf Fimenjubiläen blicken. In ihren Ansprachen würdigten Hikel und Giffey das Engagement der AG Rudow für den Kiez.
Hikel hob hervor, dass die Septembermeile ein leuchtendes Beispiel für das Leben in Neukölln sei. Giffey zitierte eine Besucherin mit den Worten: „Die Welt in Rudow ist noch in Ordnung“, gleichzeitig verwies sie auf aktuelle Studien, nach denen Berlin „die am schnellsten wachsende regionale Wirtschaft in Deutschland“ sei. Als Wirtschaftssenatorin werde sie weiterhin „gute Rahmenbedingungen für eine starke Berliner Wirtschaft“ schaffen. Im Anschluss übernahm Hikel den traditionellen Fassbieranstich – mit nur einem Schlag. Giffey reichte das frisch gezapfte Bier an die Gäste weiter – ein eingespieltes Dreamteam.
Stadträtin Janine Wolter, Hakan Demir MdB, Peter Scharmberg, SPD-Fraktionsvorsitzende Cordula Klein und Gabriela Gebhardt (v.li.)
Das Musikprogramm begeisterte die Besucherinnen und Besucher: Der „Schlagerkanzler“ Martin Martini sorgte am Schmiedeteich für ausgelassene Stimmung, während Mickey Cyrox mit Popsongs, R&B und Rock’n’Roll in der Krokusstraße seine Fans begeisterte. Die Neuköllner Partyrockers wiederum heizten am Samstag stundenlang mit ihrem breiten Repertoire ein. Bei Evergreens sang das Publikum begeistert mit und tanzte.
Auch die jüngsten Besucher kamen nicht zu kurz: Riesenrutsche, Bungee-Jumping, Karussell, Kinderschminken und die Aktion „Rudow bewegt sich“ sorgten für strahlende Gesichter. Dass es oft die kleinen Dinge sind, die Kinder faszinieren, zeigte AG-Rudow-Mitglied Hans-Jürgen Seidel. Der Kfz- Verkehrsgutachter präsentierte in der Krokusstraße ein selbstgebautes Mini-Fußballfeld aus Holz und Netz, bei dem Geschick und Konzentration gefragt waren. Großen Andrang erlebte auch der Stand von Johann Hertlein, dessen Team handgeschlagene Schieferherzen als Erinnerungsstücke anfertigte. Nach einem Rundgang über die Meile besuchten Giffey und Scharmberg gemeinsam das Open-Air- Konzert in der Alten Dorfschule sowie die Ausstellung „Rundfunk-Museum“ im Rudower Heimatverein, wo sie herzlich empfangen wurden.
„Die Septembermeile zeigt eindrucksvoll, wie lebendig und vielfältig Rudow ist. Hier kommen Nachbarschaft, Vereine, Wirtschaft und Kultur zusammen – das stärkt den Zusammenhalt im Kiez und trägt dazu bei, Rudow als lebenswerten Stadtteil zu erhalten“, meint unsere Fraktionsvorsitzende Klein.
Unsere Bürgerdeputierte Viktoria Gabrysch machte sich vor Ort ein Bild
In der Sonnenallee 47–49 steht derzeit eine neue Unterkunft für Geflüchtete zur Verfügung. Hier sollen ab 1. September 290 Personen untergebracht werden. Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten rechnet damit, dass die Unterkunft bis Ende September voll belegt sein wird. Im Vorfeld der neuen Unterkunft hatte das LAF zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Gekommen waren interessierte Anwohner, aber auch Mitglieder bekannter örtlicher Sozialeinrichtungen. So waren Integrationslotsinnen, die Mobile Stadtteilarbeit des Nachbarschaftsheims Neukölln, die an der Adresse befindliche psychosoziale Tagesklinik von Vivantes sowie die Polizei präsent.
Bevor die Besucherinnen zu einem Rundgang durch die Einrichtung gebeten wurden, begrüßten unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel sowie Felix Frenzel, Abteilungsleiter für den Bereich Unterkunft beim LAF, die zahlreich erschienenen Besucher*innen und sprachen auf der großen Wiese im Hinterhof des Gebäudes einleitende Worte. Hikel hob in seiner Rede hervor, dass sich unser Bezirk mit seinen Regelstrukturen um die Menschen, die hier ankommen, kümmern wird, „damit Integration, Teilnahme und eine gute Nachbarschaft möglich werden“. In diesem Zusammenhang begrüßte er auch die anwesenden Mitarbeiterinnen der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung Manege, die in der Rütlistraße ansässig ist. Unser Bezirksbürgermeister wird sich für die Stärkung dieser Regelstrukturen einsetzen.
Frenzel gab einen Überblick über die Anzahl der Unterkünfte für Geflüchtete in der Stadt und hob hervor, dass derzeit sieben Unterkünfte geschlossen werden, darunter die Notunterkunft in Tegel, in der die Container weichen, damit ein neues Ankunftszentrum errichtet werden kann. Auf der anderen Seite werden neun Unterkünfte, verteilt auf mehrere Bezirke, entstehen. Frenzel wies ebenso darauf hin, dass sich Anwohnende, wenn sie Bedenken haben, gerne an die zukünftige Leitung der Einrichtung wenden können. Ferner gäbe es als Ansprechpartner*innen Ehrenamtsbeauftragte, die das Gespräch mit Menschen führen, die sich engagieren möchten. Außerdem sei ein Sicherheitsdienst vor Ort.
Man brauche weitere Unterkünfte für Geflüchtete, weil immer noch Tausende Menschen in Notunterkünften untergebracht seien. Außerdem sei bezahlbarer Wohnraum knapp; es gelte, Obdachlosigkeit zu verhindern, so Frenzel. Eine eigene Wohnung zu finden, sei für Ukrainer*innen, die sofort das Recht dazu hätten, sehr schwierig, so das LAF.
In die neue Unterkunft in der Sonnenallee sollen nun Familien und Einzelpersonen einziehen, die vor dem Bombenterror Russlands aus der Ukraine geflohen sind. Gerade für ältere Menschen sei die Einrichtung, die zuvor ein Seniorenheim des Diakoniewerks Simeon gewesen war, gut geeignet. Sie ist barrierefrei zugänglich und verfügt über einen Fahrstuhl mit geeigneter Eingangsbreite. Wohnen werden die 290 Bewohner*innen in 2er- und 3er-Zimmern, die auf sechs Etagen angelegt sind. Zimmer können auf Bedarf auch für Familien ausgelegt werden. Im Erdgeschoss befindet sich ein großer Gemeinschaftsraum, kleinere gibt es auf jeder Etage. Dort befinden sich auch Gemeinschaftsbäder und -küchen, sodass sich die Menschen selbst versorgen können. Die Küchen sind mit drei Kochherden ausgestattet, und eine Vielzahl der Zimmer verfügt über eigene Sanitärräume. Die Zimmer sind sehr schlicht eingerichtet: mit Bett, Schrank und einem Tisch mit Stühlen.
Neben unserem Bezirksbürgermeister machten sich auch unser Bezirksverordneter Michael Morsbach sowie unsere Bürgerdeputierte Viktoria Gabrysch beim Rundgang ein Bild von der Unterkunft. „Wir freuen uns, dass Neukölln hier unterstützen kann und gleich mehrere Standorte dezentral in unserem Bezirk eröffnet werden. Die Menschen haben nun die Chance, mit Selbstversorgung ein neues Leben in Deutschland beginnen zu können. Wir freuen uns ebenso, den Austausch und das Zusammenleben aktiv begleiten zu können“, sagt Gabrysch.
Den Austausch begleiten will auch das Quartiersmanagement Donaustraße-Nord. Es plant für den 10. September einen Stammtisch für Menschen, die die neuen Bewohner in der Sonnenallee unterstützen möchten. Näheres dazu soll demnächst auf der Webseite des Quartiersmanagements unter https://www.donaustrasse-nord.de bekanntgegeben werden.
Besuchten den erfolgreichen Kieztag: Bezirksbürgermeister Martin Hikel (mi.), der SPD-Bezirksverordnete Michael Morsbach und Zero-Waste-Beauftragte Isabel Kronauer
Neukölln hat viele innovative Vorzeigeprojekte entwickelt, die schließlich berlinweit eingeführt wurden. Dazu zählen Projekte wie die Stadtteilmütter, das Wassergewöhnungsprojekt für Grundschüler und auch die Kieztage, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Kieztage der BSR entstanden nach einem Neuköllner Modell, das 2018 unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel gemeinsam mit unserer Fraktion forciert hat: Der Tausch- und Sperrmülltag war von Beginn an so erfolgreich, dass er weitergeführt wurde. Seit April 2023 sind Tausch- und Sperrmülltage als so genannte „Kieztage“ ein gemeinsames Angebot der Berliner Bezirke und der BSR. Auf dem Kannerplatz/ Friedensplatz in Rixdorf fand am 22. August 2025 der 101. Neuköllner Kieztag statt. Er wurde auch von der Mobilen Stadtteilarbeit des Nachbarschaftsheimes Neukölln beworben und vor Ort unterstützt. Zu Besuch kamen unser Bezirksbürgermeister, unser Bezirksverordneter Michael Morsbach sowie die Zero-Waste-Beauftragte des Bezirks, Isabel Kronauer. Der Kieztag stand unter dem Motto: „Null Müll Neukölln“, ein innovatives Projekt, das primär auf Müllvermeidung setzt.
Im April 2023 wurde der Kieztag auf alle Berliner Bezirke ausgeweitet, dafür hatte sich unsere SPD seit 2019 stark gemacht. Berlinweit wurden bis Mai 2025 insgesamt mehr als 450 Kieztage in den Bezirken durchgeführt. Dabei haben über 164.000 Besucher*innen insgesamt mehr als 2.600 Tonnen Sperrmüll und gutes Gebrauchtes abgegeben,“ so die BSR. Mit dem niedrigschwelligen Angebot können fußläufig Sperrmüll, Elektroaltgeräte und weiter gebrauchsfähige Textilien abgegeben werden. Auf dem Kannerplatz war auch der Tausch- und Verschenkmarkt, der den Besuchern die Möglichkeit bietet, noch gut erhaltene und brauchbare Dinge in der Nachbarschaft weiterzugeben oder selbst welche für den eigenen Weitergebrauch zu entdecken. Viele der dabei abgegebenen Gegenstände konnten als wiederverwendete Waren wieder in den Umlauf gebracht werden, so etwa Tassen, Teller, Gläser und Spielzeug sowie weitere für den Haushalt nützliche Dinge.
Auch das Interesse an Second-Hand-Kleidung war groß. Und was am Ende des Tages übrig bleibt, wird bei geeignetem Zustand und Menge in der „NochMall“, dem Gebrauchtwarenkaufhaus der BSR in Reinickendorf, zu sehr zivilen Preisen verkauft – geprüfte Elektrogeräte sogar mit einem Jahr Garantie. Die „NochMall“ bietet unter dem Titel „Green Brands“ auch nachhaltige Waren von verschiedenen Start-ups an. Möglich sind hier auch die Neubeschichtung alter Pfannen, die Reinigung verschmutzter Sneakers und die Reparatur von Elektrogeräten unter Anleitung erfahrener Techniker. Ziel ist es stets, Produkte länger im Kreislauf zu halten und damit Ressourcen zu schonen und das Klima zu schützen, ganz im Sinne der Null Müll Neukölln-Strategie und zur Freude unserer Zero-Waste-Beauftragten. Gemeinsam mit Hikel und Morsbach führte sie mit Bürger*innen auf dem Kannerplatz Gespräche, klärte auf über Null Müll Neukölln und ging auf die Sorgen der Bürger*innen ein.
Auch der 101. Berliner Kieztag stieß wieder auf große Resonanz. Die Kiezbewohner kamen mit dem Lastenrad, dem Fahrrad oder mit Bollerwagen, um sich ihrer sperrigen Güter, die nicht mehr brauchbar waren, zu entledigen. Ob alter Lattenrost, ein nicht mehr verwendbares Fahrrad oder ein mehrfach durch Familien genutzter ausrangierter Kinderwagen – die Müllpresse des BSR-LKWs schluckte sie mühelos und in großen Mengen. Erwähnenswert sind auch die BSR-Arbeiter vor Ort. Sie packten mit an, ohne dass sie gefragt wurden, und sorgten dafür, dass das Sperrmüllgut im Handumdrehen in den LKW verfrachtet wurde, stets mit einem Lächeln auf den Lippen. Groß war der Andrang auch am integrierten Tausch und Verschenke-Stand.
Seit Mitte August gibt es auch in Neukölln mit „Sperrling“ ein neues Angebot der BSR, das bislang allerdings nur für den Reuterkiez verfügbar und buchbar ist. Mit „Sperrling“ werden kleine Mengen an Sperrmüll vom Sperrmüll-Abholservice der BSR mit dem Elektro-Pedelec abgeholt. Das Angebot richtet sich an Privathaushalte, die Kosten belaufen sich auf 35 Euro pro Abholung. Buchbar ist der Service mit einer Vorlaufzeit von nur wenigen Stunden von Montag bis Samstag innerhalb von drei verschiedenen Zeitfenstern über die Internetseite der BSR. „Sperrling“, der neue kleine Sperrmüllabholservice der BSR, der derzeit nur im Reuterkiez gerufen werden kann, muss schnell für ganz Neukölln angeboten werden. Er ist eine kostengünstige Lösung für die Zeit zwischen den Sperrmülltagen im Kiez,“ meint unser Bezirksverordneter Morsbach.
Wo und wann die kommenden Kieztage stattfinden, erfahren Interessierte unter: