Die SPD-Fraktion Neukölln wünscht Ihnen schöne und erholsame Sommertage. Auch während der Sommerpause sind wir unter info@spdfraktionneukoelln.de und telefonisch unter 030 90239 3540 gern für Sie da:
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Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (li.) hisst die Flage gemeinsam mit Bezirksverordnetenvorsteher Karsten Schulze (re.)
Unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel hat am 14. Juli auf dem Rathausvorplatz die Progress-Pride Flagge gehisst, um ein Zeichen für die Wertschätzung von Vielfalt und gegen Queerfeindlichkeit zu setzen. Anlass für die Beflaggung ist der jährlich stattfindende Pride Month, ein Monat für Sichtbarkeit, Vielfalt und gegen LSBTIQ*-Feindlichkeit mit zahlreichen, in der Zeit vom 27. Juni bis 27. Juli 2025 stattfindenden Veranstaltungen. Der Berliner Pride Month endet traditionell mit dem Christopher-Street-Day am letzten Samstag im Monat. An der Flaggenhissung nahmen auch unsere Bezirksverordnete Gabriela Gebhardt, unser Bürgerdeputierter sowie unser stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft SPDqueer Neukölln, Andreas Domann, der Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln, Karsten Schulze, sowie etliche Mitarbeiter des Bezirksamtes teil.
Wie wichtig es ist, mit einer Flaggenhissung ein Zeichen zu setzen, zeigt auch ein Blick auf die Kriminalstatistik. Laut Bundeskriminalamt und Bundesinnenministerium wurden allein für das Jahr 2023 1.765 Fälle im Bereich „sexuelle Orientierung“ und 1.152 Fälle im Bereich „geschlechtsbezogene Diversität“ gemeldet. Das entspricht einem Anstieg von Vorfällen gegen lesbische, schwule, bisexuelle und queere Menschen um etwa 18 %. Angriffe gegen trans*, intergeschlechtliche und nicht-binäre Menschen nahmen gegenüber dem Vorjahr um etwa 35 % zu, wobei beide Phänomenbereiche auch Überschneidungen aufweisen können. Von 2013 bis 2023 nahm die Zahl der Gewalttaten kontinuierlich zu. 2013 waren es noch 240, 2023 sind es 1.225 Fälle mehr. Ein noch tristeres Bild ergibt sich, wenn man bedenkt, dass rund 80 bis 90 Prozent dieser Gewalttaten im Dunkelfeld liegen. Das schätzte Sebastian Stipp, eine von zwei Ansprechpersonen der Berliner Polizei für queere Menschen, als er noch im Amt war, so der LSVD⁺, Verband Queere Vielfalt. Viele Fälle werden erst gar nicht bei der Polizei angezeigt, andere Fälle fließen in die polizeiliche Statistik nicht als Hasskriminalität ein, sondern werden als Allgemeinkriminalität eingeordnet, so etwa als Körperverletzung, Nötigung, Beleidigung etc.
Martin Hikel setzt ein Zeichen für Vielfalt und gegen Ausgrenzung
Unser Bezirksbürgermeister wies in seiner Rede darauf hin, dass unser weltoffenes und tolerantes Neukölln als Teil der „Regenbogenhauptstadt Berlin“ immer mehr queere Orte hat, „weil wir Räume öffnen für ein vielfältiges Miteinander“. Hier könne queeres Leben sichtbar stattfinden, jedoch steige auch die Anzahl der Übergriffe auf diese queeren Orte. Deshalb werde die Flagge gehisst, um zu zeigen, dass Neukölln ein Ort ist, an dem alle Menschen willkommen sind – unabhängig davon, woher sie kommen oder welchem Geschlecht sie sich zugehörig fühlen. Das Hissen der Pride-Fahne sei daher keine Frage der Neutralität, sondern eine Selbstverständlichkeit, die auch durch das Grundgesetz gestützt werde, so Hikel. In seiner Rede ließ er nicht unerwähnt, dass es eine Schieflage in der Diskussion um die Hissung der Flagge gibt und die Flagge „unter dem Deckmantel der Neutralität“ an Gebäuden in der Stadt am Christopher Street Day (27. Juli) nicht gehisst wird. Damit spielte er, ohne einen Namen zu nennen, auf die diesjährige von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) verordnete neue Praxis hin, die Flagge zum Christopher Street Day nicht auf dem Reichstagsgebäude zu hissen.
Hierzu erklärt unser Co-Bundesvorsitzender der SPDqueer, Oliver Strotzer: „Die Entscheidung Klöckners irritiert. Nicht einmal zwei Monate im Amt, nimmt sie eine für die queere Community bedeutsame Entscheidung zurück, anlässlich des CSD die Regenbogenflagge auf dem Reichstag zu hissen. Als Spiegel ihrer persönlichen Haltung und auch der Richtung, in der sich die Union positionieren wird, lässt uns das mit Sorge auf die Zukunft blicken.“ Auch für die stellvertretende Bundesvorsitzende der SPDqueer ist Klöckners Vorgehen ein fatales Signal. „Gerade in der heutigen Zeit, in der CSDs an vielen Orten Deutschlands nur unter massivem Polizeischutz sicher durchgeführt werden können und Teilnehmende von Rechten und Konservativen bedroht und beleidigt werden, ist die Solidarität von Politik und Verfassungsorganen umso wichtiger. Klöckner hat sich gegen diese Solidarität entschieden – das ist enttäuschend!“
Florian Winkler-Schwarz, Vorsitzender des LSVD Berlin, sowie Thomas Schwarz, dort zuständig für den Bereich Bildung und Jugend, jedenfalls freuten sich, dass Neukölln Flagge zeigt und weiterhin ein sichtbares Zeichen setzt und der Bezirk Neukölln jetzt mit Carl Chung einen Antisemitismus- und Queerbeauftragten hat. Unser Bürgerdeputierter Domann sieht das auch so und betont, dass es für queere Menschen in Zeiten vermehrter Anfeindungen gegen sie wichtig ist, zu wissen, dass ihr Recht auf geschlechtliche und sexuelle Selbstbestimmung unantastbar ist – „dafür wird die Flagge gehisst, dafür steht die SPD“, so Domann.
Florian Winkler-schwarz und Thomas Schwarz vom LSVD mit Neuköllns Queerbeauftragten Carl Chung (mi.)
Mit Wärme und großem Engagement sorgte die SPD-Fraktion Neukölln um Cordula Klein (2.v.re.) gemeinsam mit dem Team der Tee- und Wärmestube und Stadträtin Janine Wolter (3.v.li.) für einen schönen Tag
Passend zur Jahreszeit spendierte die SPD-Fraktion Neukölln in diesem Jahr zum zweiten Mal ein Menü für Bedürftige, das in der Tee- und Wärmestube Neukölln serviert wurde. Und nicht nur das. Unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein und ihre Stellvertreterin Nilgün Hascelik, die auch stellvertretende Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung ist, waren am Sonntag, dem 13. Juli, mit einem Helferteam vor Ort, um Bratwürste mit Kartoffelsalat sowie Obstsalat zuzubereiten und zu servieren. Als weiteren Nachtisch gab es Schokomousse, Schoko- und Vanillepudding und frisch gebrühten Kaffee. Zum Helferteam der SPD-Fraktion zählten darüber hinaus auch Felix, Ruvi und Sandini. Sie alle wollten mit ihrem Arbeitseinsatz und einem Lächeln auf den Lippen dafür sorgen, dass sich die vielen Gäste der Tee- und Wärmestube rundum wohlfühlten. Und das taten sie. Einige spielten nach dem Essen Schach, andere unterhielten sich oder schauten Fernsehen und genossen so einen geruhsamen und schönen sommerlichen Sonntagnachmittag in einer sicheren Umgebung, die ihnen jederzeit Halt im Leben gibt.
Den Armen eine Stimme zu geben, ist für die SPD seit ihrer Gründung vor mehr als 160 Jahren Programm. Von daher ist es für die SPD-Fraktion Neukölln eine Selbstverständlichkeit und Herzensangelegenheit, die Tee- und Wärmestube Neukölln in allen Belangen zu unterstützen. Ob in der Sozialpolitik für die neue Tee- und Wärmestube Plus, die ebenfalls im Schillerkiez unweit des jetzigen Standorts entsteht, durch kontinuierliche Mitarbeit oder mit Spenden. Der Armutsbeauftragte der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz weiß es zu schätzen, dass er sich auf die SPD-Fraktion Neukölln stets verlassen kann und ist auch heute wieder bestens gelaunt, als das Essen gekocht und an die Bedürftigen ausgegeben wird.
Wohl wissend, dass sich manche nicht trauen, sich einen Nachschlag zu holen, ging Nilgün Hascelik von Tisch zu Tisch und fragte nach, ob jemand noch Essen und etwas zu Trinken möchte. Durch die vielen Kochaktionen der SPD-Fraktion vor Ort kennt sie mittlerweile viele der Stammgäste, die seit Jahren hierherkommen, weil sie sich hier gut aufgehoben fühlen, da ihnen stets mit Achtung und Respekt begegnet wird. Auffällig war diesmal, dass sich unter den Gästen mehr junge Menschen befanden. Diszipliniert standen sie in der Reihe, nahmen dankbar und freudig ihr Essen entgegen und genossen es in vollen Zügen. Schließlich wurde alles vor Ort frisch zubereitet, sodass ein wohliger Duft in der Luft lag.
Nur einen Tag zuvor war unsere Fraktionsvorsitzende Klein zusammen mit unserer Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Janine Wolter, Teil des Helferteams „Armut eine Stimme geben“, um in der Event-Gastronomie „Herzstück“ Kuchen beim Sommerfest der Kleingartenanlage am Buschkrug zu verkaufen. Dessen Verkaufserlös in Höhe von 700 Euro wurde vom Vorstand der KGA Buschkrug auf 1000 Euro aufgerundet und ging zu 100 Prozent an „Armut eine Stimme geben“. Dabei fing die Aktion alles andere als gut an. Das Sommerfest musste aufgrund von Dauerregen in eine Indoor-Veranstaltung umgewandelt werden. Die Befürchtungen, dass man auf dem von den hiesigen Kleingärtnern, dem Diakonie-Haus Britz und Cordula Klein gebackenen Kuchen sitzen bleiben würde, zerstreuten sich alsbald. Nach und nach kamen immer mehr Menschen, um sich wohl als Mittel gegen das triste Wetter mit leckerem Kuchen zu versorgen, sodass am Ende alles ausverkauft war. Zur guten Laune trug auch Mandy Abel bei, die als Betreiberin von „Herzstück“ alles dafür tat, dass sich die Gäste wohlfühlten. Unter ihnen weilten auch unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel, der traditionell zum Sommerfest kommt, unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender Peter Scharmberg, der immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Kleingärtnerinnen und Kleingärtner hat und unser Mitglied im Abgeordnetenhaus Derya Caglar, die bereits vor ihrer Zeit als Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus als Bezirksverordnete stets die Interessen der Kleingärtnerinnen und Kleingärtner im Blick hatte. Hikel, Caglar und Scharmberg nutzten denn auch die Zeit, um mit den vielen Vorständen aus weiteren Kleingartenanlagen und mit dem Vorsitzenden des Bezirksverbandes der Kleingärtner Berlin-Süden, Michael Jubelt, zu sprechen.
Ließen sich auch vom Dauerregen die gute Laune nicht nehmen: Bezirksbürgermeister Martin Hikel, Peter Standfuß, Peter Scharmberg und Derya Caglar MdA (v.li.)
Großes Thema ist derzeit das Kleingartensicherungsgesetz, das am Dienstag, dem 15. Juli 2025 vom Berliner Senat beschlossen wurde und damit dem Parlament für die Beratung und den weiteren Gesetzgebungsprozess zugeleitet wurde. Damit erkennt das Land Berlin die sozialen, städtebaulichen und ökologischen Funktionen von Kleingärten an. Schließlich leisten die vielen Kleingartenanlagen Biotop- und Artenschutz, sind wichtig für den Naturhaushalt und das Landschaftsbild und dienen in besonderem Maße der Erholung der Stadtbevölkerung. So ist es das Ziel unserer SPD, die einzigartigen Grün- und Freiflächen in Berlin zu erhalten und weiterzuentwickeln. „Zu diesem guten Image des Kleingartenwesens tragen nicht zuletzt Menschen wie Peter Standfuß als Vorsitzender der KGA Buschkrug bei. Er und seine Kleingärtnerinnen und Kleingärtner leisten mit ihren Gärten, ihrer Offenheit und ihrem sozialen Engagement einen wesentlichen Beitrag dafür, dass Berlin eine lebens- und liebenswerte Metropole ist“, so Klein.
Immer gern gesehen unter den Kleingärtnern: Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Peter Scharmberg unterschreibt auf dem Rixi-Bären
Mit dem traditionellen Umzug der Bannerabordnungen, Spielständen und Fahrgeschäften für die Kinder sowie einem kleinen Showprogramm feierten die Kleingärtner der Kleingartenanlage Ostelbien Ende Juni am Koppelweg in Britz ihr 100-jähriges Jubiläum. Zu Besuch waren unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel, unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender Peter Scharmberg unser Bezirksverordneter Michael Morsbach sowie Michael Jubelt, 1. Vorsitzender des Bezirksverbandes der Kleingärtner Berlin Süd. Sie wurden ganz herzlich vom 1. Vorsitzenden der KGA, Christian Friedrich auf dem großen Festplatz begrüßt. Hikel hob in seiner Rede die Bedeutung von Kleingartenanlagen für Berlin hervor. In Kleingärten lernen Kinder, dass Tomaten und Gurken nicht im Supermarkt wachsen, Kleingärten bieten ein grünes Umfeld für Menschen, die keinen Garten oder Balkon haben in der Stadt. Und Kleingärten stehen für Gemeinsinn. Von daher gelte es, die Kleingartenanlagen in Berlin zu schützen, so Hikel.
Bezirksbürgermeister Hikel (re.) übergab den Rixi-Bären
Nach der Würdigung des Kleingartenwesens überreichte Hikel dem Vorsitzenden einen Rixi- Friedens- und Freundschaftsbär. Im Anschluss daran gratulierten neben dem 1. Vorsitzenden des Bezirksverbandes der Kleingärtner Berlin Süd, Michael Jubelt, auch weitere KGA-Vorsitzende ganz herzlich zum Jubiläum und überreichten Geschenke, Jubel übergab einen symbolischen Scheck in Höhe von 1000 Euro an Friedrich uns sagte: „Lasst uns alle gemeinsam daran arbeiten, diese wertvolle Tradition des Kleingartenwesens und der Bannerabordnungen weiter zu pflegen und weiter zu geben“. Danach würdigte Friedrich das Engagement seiner „Kolonisten“ „Lasst und die Vergangenheit feiern und die Gegenwart genießen. „Ein solches Jubiläum ist das Ergebnis von Menschen, die Herzblut investieren, sich einbringen, mit anpacken und das Jahr für Jahr. Ihnen allen gilt unser Dank“.
Michael Morsbach informiert sich über die Kolonie
Ein Höhepunkt war die Enthüllung eines weiteren Geschenks. Unter einer Plane stand ein großer Buddy Bär, der von Mitgliedern der KGA Ostelbien gespendet und von den Kindern der KGA gestaltet wurde. Nachdem unser Bezirksbürgermeister seine Unterschrift auf den Buddy Bär setze, hatte Scharmberg die Ehre zu unterschreiben. Wohl weil er sich jahrzehntelang für das Kleingartenwesen mit viel Herzblut einsetzt und weiter einsetzt. Scharmberg jedenfalls freut sich, „dass die Berliner Kleingärten auch auf der Landesebene gewürdigt werden und in ihrer sozialen, umwelt- und klimagerechten Ausrichtung unterstützt und durch das Flächensicherungsgesetz geschützt werden“. Darüber bemerkte vor kurzem unsere Sprecherin für Umwelt und Klimaschutz, Linda Vierecke: „Mit dem geplanten Gesetz soll der Großteil – rund 80 Prozent – der über 70.000 Kleingärten in der Stadt dauerhaft gesichert werden. Das ist ein starkes Signal für den Umwelt- und Klimaschutz und für den sozialen Zusammenhalt unserer Stadt.“
Die Bezeichnung Ostelbien steht für die deutschen Länder und preußischen Provinzen östlich der Elbe und verbindet die Länder Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Um das Jahr 1900 siedelten sich einige verarmte Großgrundbesitzer aus der ostelbischen Provinz aufgrund des billigen Pachtpreises in der Sonnenallee/Ecke Dammweg an. Doch als 1924 die ersten Kündigungen erfolgten, zogen sie um, siedelten sich 1925 in Britz an und gaben der Kolonie den Namen Ostelbien II. Das gesamte Gelände umfasste 158 Parzellen, die ersten Hütten errichteten die Siedler aus Eierkistenbrettern. Die Kosten für die Kolonie Ostelbien II betrugen 9400 Reichsmark. Bereits drei Jahre nach der Gründung wurden das Vereinsheim und die Kantine eingeweiht, dort bekam man damals Lebensmittel, Kohlen, Seifenartikel und warme Gulaschsuppe. Auch die Kolonie Ostelbien II wurde vom II: Weltkrieg nicht verschont. Leider zerstörte ein Bombenhagel das Vereinsheim und Kantine, zwei Menschen starben bei dem Angriff. Die Lauben mussten schnell wieder aufgebaut werden, da sie nun als Zufluchtsort für wohnungslose Menschen dienten. Durch Ackerbau und Viehzucht konnte die schlechte Versorgung mit Lebensmitteln gelindert werden. 1948 wurde das Vereinsheim erneut eingeweiht. Durch die Teilungen von Parzellen im Jahr 1994 umfasst die Kleingartenanlage Ostelbien II nun 175 Parzellen. Diese sind zwischen 200 und 500 Quadratmeter groß. Jeder Garten hat einen Wasseranschluss mit eigener Wasseruhr und einen Stromanschluss.
Der SPD Vize-Fraktionsvorsitzende Peter Scharmberg und Michael Morsbach (v.li.) gratulieren zu 100 Jahren Krugpfuhlsiedlung
Im Rahmen des Jubiläums „650 Jahre Britz“ feierten die Bewohner der Krugpfuhlsiedlung am 5. Juli das 100-jährige Bestehen ihrer Siedlung mit Live-Musik, Chorgesang, Vergnügungen für die Kinder, Kaffee und Kuchen sowie leckeren Speisen und Getränken zu zivilen Preisen. Dafür wurden auf der Wiese, die an die Rambowstraße grenzt, Biertischgarnituren, eine kleine Bühne und Stände aufgebaut und für die Jüngsten Spielmöglichkeiten bereitgestellt. Auch ein kleines Quiz gab es. Die meisten Fragen konnten allerdings nur jene beantworten, die einen Blick in die wundervolle Schriftenreihe „Britzer erzählen“ des Gesprächskreises Britz geworfen hatten. Für unsere Fraktion vor Ort waren der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Peter Scharmberg und unser Bezirksverordneter Michael Morsbach. Sie wurden dann auch von der Sprecherin der Siedlergemeinschaft, Renate Neumann, ganz herzlich begrüßt.
Dann hatte der Siedlungsbewohner Rolf Streu vom Britzer Erzählkreis das Wort und blickte in die Geschichte der Siedlung. Er erinnerte an Martin Wagner (1885–1957), der von 1926 bis 1933 Berliner Stadtbaurat war. Dessen vorrangiges Ziel war es, für jeden Menschen eine gesunde Wohnung zu bauen, auch für die mit kleinem Geldbeutel. Nach Plänen von Wagner und Bruno Taut entstand unter dem Dach der sozialdemokratisch und gewerkschaftlich geprägten gemeinnützigen Heimstätten-, Spar- und Bau-Aktiengesellschaft (GEHAG) auf den Britzer Feldern zwischen 1925 und 1933 die Hufeisensiedlung. Parallel dazu bauten die Architekten Engelmann und Fangmeyer für die von Beamten- und Angestelltenverbänden geprägte „Deutsche Gesellschaft zur Förderung des Wohnungsbaus“ (DeGeWo) zwischen 1925 und 1927 die Krugpfuhlsiedlung. Schließlich legte die stark sozialdemokratisch geprägte Weimarer Republik in Artikel 155 ihrer Verfassung das Ziel fest, „dass jedem Deutschen eine gesunde Wohnung, und allen deutschen Familien, besonders den kinderreichen, eine ihren Bedürfnissen entsprechende Wohn- und Wirtschaftsstätte“ zustehe. Jede Wohnung, die auf den Britzer Wiesen entstand, sollte mindestens ein großes Zimmer mit 20 Quadratmetern aufweisen, und kein Zimmer sollte kleiner sein als 14 Quadratmeter. Des Weiteren sollte jede Wohnung mit einem Bad und einer Küche ausgestattet sein, die nicht kleiner als zehn Quadratmeter sein sollte. Auch daran erinnerte Streu in seiner Rede. Damit begründete Wagner die Idee des „sozialen Wohnungsbaus“, an dem der Staat aktiv mitwirkt.
Renate Neumann nimmt die Ehrung für ihr Engagement aus den Händen von Rolf Streu entgegen
Mit der Hufeisensiedlung wollten die Architekten Taut und Wagner ein Musterbeispiel für die Moderne schaffen. Die Krugpfuhlsiedlung, in unmittelbarer Nachbarschaft gelegen, ist noch in traditionalistischer Bauweise entstanden. Gebaut wurden zweigeschossige Einfamilienhäuser mit einem 150 Quadratmeter großen Garten in einer differenzierten Raumabfolge und überwiegend dreigeschossige Mehrfamilienhäuser in der Randbebauung mit je sechs Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen mit Küche, Bad und Laube. Hinzu kamen elf Läden.
Die Architekten wollten die Siedlung mit ihren 892 Wohnungen harmonisch ins Berliner Stadtbild aufnehmen. Ganz im Sinne der sogenannten Gartenstadt-Idee verfügt die Siedlung über öffentliche Grünanlagen, Spielplätze und Promenadenwege. Beide Siedlungen sollten Licht, Luft und Sonne bieten, als Kontrapunkt zu den tristen Mietskasernen in der Stadt. Die einzige Gemeinsamkeit mit der Hufeisensiedlung, die sich architektonisch an der „Neuen Sachlichkeit“ orientiert und schnörkellos daherkommt, bilden Pfuhle als zentrale Teichanlage in der Mitte der Siedlung. Den Krugpfuhl nennen die Bewohner liebevoll „Eierteich“. Veränderungen erfuhr die Siedlung durch den Krieg und den Prozess der Privatisierung. So entstanden nach dem Krieg durch den Wiederaufbau der zerstörten Gebäude in der Hanne-Nüte-Straße 31 bis 45 sowie der Malchiner Straße 55 bis 57 Etagenwohnungen mit Balkonen in den Obergeschossen. Zusätzlich wurden die ursprünglichen Blendgiebel durch normale Giebel ersetzt, schreibt Barbara Hoffmann in ihrem Beitrag „Die Krugpfuhlsiedlung – architektonischen Traditionen verpflichtet“ für das lesenswerte Buch „Das Ende der Idylle: Hufeisen- und Krugpfuhlsiedlung vor und nach 1933“.
Um die Krugpfuhlsiedlung in ihrer architektonischen Eigenart zu schützen, hat das Bezirksamt Neukölln am 5.12.2006 beschlossen, die Krugpfuhlsiedlung durch eine „Erhaltungsverordnung“ unter Schutz zu stellen. Dennoch wurde die Krugpfuhlsiedlung modernisiert, um sie an heutige Wohnstandards anzupassen. Allerdings müssen alle Baumaßnahmen mit dem Denkmalschutz abgestimmt und behutsam ausgeführt werden, um den einzigartigen Charakter der Siedlung zu erhalten.
„Das Fest zum 100-jährigen Jubiläum der Krugpfuhlsiedlung zeigte, wie sehr die Bewohner der Krugpfuhlsiedlung ihre Siedlung lieben. Sie in ihrer ursprünglichen Bauart zu bewahren, ist für sie nicht immer leicht. Von daher gebührt ihnen für ihr Engagement großer Dank“, kommentiert Peter Scharmberg das Jubiläumsfest.
Freuten sich für die Kinder: Staatssekretär Stephan Machulik, Schulstadträtin Janine Wolter, Bezirksbürgermeister Martin Hikel und die Vorsitzende des Neuköllner Bildungsausschusses, Marina Reichenbach (v.li.)
Wie sehr sich Kinder auch über kleine Geschenke freuen, zeigte am 3. Juli die Freigabe einer zusätzlichen Schulfreifläche für die Konrad-Agahd- und Jenaplan-Schule. Unsere Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport Janine Wolter hat zur feierlichen Freigabe der neuen Spielfläche zusammen mit dem Stadtrat für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr, Jochen Biedermann, vier Fußbälle an die Schülerschaften verteilt. Wolter beglückwünschte die Kinder „zu dieser wunderbaren Fläche“. Der Jubel unter den Kindern war groß. Mit Chorgesängen gefeiert hatten die Schüler*innen natürlich auch ihren wunderschönen neuen Spielplatz, der rund 5.100 m² groß ist. Auch eine kleine Aufführung mit Reifen gab es, gelernt und geübt hatten die Kinder die Hula-Reifenvorführung mit dem Mitmach-Circus Mondeo.
Über viele Jahre hatten sich die Konrad-Agahd-Schule und die Jenaplan-Schule einen Schulhof geteilt. Mit Hilfe des Förderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen ist es Ende 2021 gelungen, ein Teilstück des ehemaligen Friedhofs des evangelischen Kirchenverbands gegenüber der Konrad-Agahd-Schule in der Thomasstraße anzukaufen, um eine Schulhoferweiterung zu bauen.
Symbolische Schlüsselübergabe durch die Stadtteilmütter
„Mit dem Städtebauförderprogramm ‚Sozialer Zusammenhalt‘ konnte die einmalige Chance genutzt werden, mitten in der hochverdichteten Innenstadt einen Teil des ehemaligen St.-Thomas-Friedhofs von der Evangelischen Kirche zu erwerben und zu einer Schulfreifläche für die zwei Grundschulen umzubauen. Mit der Eröffnung steht den Kindern nun genügend Platz zur Verfügung, um sich zu begegnen, zu spielen und zu bewegen“, sagte Staatssekretär Stephan Machulik. Zusammen mit dem alten Schulhof verfügen beide Schulen nun über 7.300 m² Schulfreifläche. Das entspricht nahezu dem, was gegenwärtig das Musterraumprogramm für neue Schulen vorschreibt, hob unser Staatssekretär hervor.
Unser Bezirksbürgermeister Hikel bedankte sich insbesondere bei den Schüler*innen, die in einem Beteiligungsworkshop ihre Wünsche und Vorstellungen zur Gestaltung der mit Spielgeräten ausgestatteten Freifläche einbrachten. „Ich bin dankbar, dass ihr das so toll geplant habt, das ist euer Spielplatz, ihr habt ihn mitentwickelt, er wird von euch genutzt, Das zeigt auch, wie viel ihr mitentscheiden könnt. Ihr habt eine tolle Schulgemeinschaft. Ihr habt Verantwortung für euch und für den Bezirk wahrgenommen, das ist wirklich etwas Tolles.“ Hikels Dank ging auch an alle Mitarbeiter des Bezirksamtes sowie der Baufirmen, die am Bau des Spielplatzes mitwirkten. So ist ein überwiegend grüner Schulhof entstanden, mit einem Schulgarten, einem kleinen Biotop, einem „grünen Klassenzimmer“, diversen Sandspielbereichen mit Tampenschaukeln, Kletterparcours und Sandspieltisch sowie einer Basketballanlage und zwei Tischtennisplatten. In einem Container stehen sanitäre Anlagen und eine Teeküche für die Schüler*innen bereit.
„Endlich ein grüner Schulhof mit tollen Spielgeräten und mehr Platz für die Schüler*innen der Jenaplan- und Konrad-Agahd-Schule – so muss es sein!“, freute sich unsere SPD-Bezirksverordnete Marina Reichenbach, die der feierlichen Freigabe der Schulhof-Erweiterungsfläche beiwohnte.
Feierten 50 Jahre Vermittlung von kreativer Entfaltung und demokratischer Bildung: Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (li.) und der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Scharmberg (re.)
Kinder und Jugendliche werkeln und basteln, nehmen an verschiedenen Workshops teil, lassen Seifenblasen in die Luft steigen und kleine Mädchen üben sich mit der Expertise von Linus Bitterling vom Verein Box Girls e.V. im Boxen. Mit einem großen Angebot an Spielmöglichkeiten, Live-Musik & Shows sowie Speis und Trank feierte die Stadtvilla Global am 04. Juli 2025 im Otto-Wels-Ring 37 im Beisein unseres Bezirksbürgermeisters Martin Hikel und der Jugendstadträtin Sarah Nagel ihr 50-jähriges Bestehen. Zu Besuch kamen auch unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender Peter Scharmberg sowie unser Mitglied im Abgeordnetenhaus, Marcel Hopp.
Die Stadtvilla Global wurde 1975 als Kinderclubhaus Otto-Wels-Ring gegründet. Kinder ab 6 Jahren hatten hier Gelegenheit, ihre Freizeit zu verbringen. Seit einem halben Jahrhundert ist die Stadtvilla Global ein Ort der Toleranz, Gewaltfreiheit und kreativen Entfaltung. Mit einem breiten Spektrum an Ateliers und Werkstätten bietet die Einrichtung Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ihre kreativen Fähigkeiten unter Anleitung von Fachkräften zu entwickeln.
Hat vor Ort ein offenes Ohr: Marcel Hopp MdA
Die Kinder- und Jugendeinrichtung lebt demokratische Werte, fördert die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an wichtigen, sie betreffenden Entscheidungen und schult die politische Teilhabe. Durch die wöchentliche Stadtvillakonferenz und die aktive Mitgestaltung im Kinder- und Jugendparlament haben die jungen Besucher*innen die Möglichkeit, ihre Interessen zu vertreten und Verantwortung zu übernehmen.
„Unser pädagogisches Ziel ist Erziehung zu Toleranz und Gewaltfreiheit, miteinander und voneinander zu lernen, die Lösung von Konflikten zu fördern sowie die Entwicklung von Offenheit und Respekt füreinander zu unterstützen“, heißt es auf der Webseite zum Selbstverständnis der Jugendeinrichtung des Bezirks.
„Wir sind stolz darauf, seit 50 Jahren ein Ort des Lernens, der Kreativität und der Gemeinschaft zu sein. Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu unterstützen und ihnen die Werkzeuge an die Hand zu geben, die sie für ein selbstbestimmtes Leben benötigen“, sagte Daniela Feller, Leiterin der Stadtvilla Global, anlässlich des Jubiläums.
„Es ist faszinierend zu sehen, wie viele Angebote die Stadtvilla Global seit Jahrzehnten für Kinder und Jugendliche bereithält: Hier gibt es gegenwärtig im Basisangebot ein Tonstudio, eine Video-, Keramik-, Näh- und Holzwerkstatt sowie einen Computer-, Musik- und Tanzraum. Auch ein Veranstaltungsraum, der den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bietet, ihre angeeigneten Fähigkeiten einem größeren Publikum zu zeigen, ist hier untergebracht. All dies macht verständlich, warum die vielen Kinder und Jugendlichen ihre Stadtvilla Global zum 50-jährigen Jubiläum mit so großer Begeisterung feiern“, bemerkt Scharmberg.
Apropos: Die Stadtvilla Global bietet auch in diesem Jahr wieder für Kinder von 8-13 Jahren ein Sommercamp an, Thema diesmal: Kinderrechte. Mehr Informationen dazu finden Interessierte unter
Überzeugt vom neuen Elektro-Fahrzeug: Der SPD-Bezirksverordnete Michael Morsbach
Mit großer Freude testete unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel am 20. Juni auf dem Rathausvorplatz das neue elektronisch betriebene Fahrzeug, das den Fuhrpark des Bezirksamts Neukölln fortan bereichert. Das E-Fahrzeug wurde damit im Beisein des Stadtrats für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr, Jochen Biedermann, offiziell an die Mitarbeitenden im Straßen- und Grünflächenamt übergeben. Die Übergabe begleitet hat unser Bezirksverordneter Michael Morsbach.
Für das Grünflächenamt war dessen Leiter Andreas Luczynski gekommen. Er erläuterte die Vorzüge des neuen E-Fahrzeugs. Mit einer Nutzlast von 1,2 Tonnen und einer Reichweite von 260 km pro Ladung sei es ideal einsetzbar für Tätigkeiten des Straßen- und Grünflächenamts. Diese umfassen die Instandhaltung und kleineren Reparaturen an beschädigten Anlagen. Vor allem aber werde das neue Fahrzeug zur Pflege von Grün- und Parkanlagen verwendet, weil es diese ideal befahren kann. Des Weiteren verfügt das Fahrzeug über eine Rückfahrkamera und ist mit Schnellladefunktion ausgestattet. So ist es innerhalb von zwei Stunden wieder vollständig geladen und einsetzbar.
Bezirksbürgermeister Martin Hikel (re.) ließ es sich gemeinsam mit Stadtrat Jochen Biedermann nicht nehmen, das E-Fahrzeug direkt auszuprobieren
Eingesetzt wird das E-Fahrzeug in den Grenzbereichen und Parkanlagen nördlich des Teltowkanals. Versehen wurde das Fahrzeug mit dem Schriftzug „Null Müll Neukölln“, da es auch dem Abtransport von eingesammeltem Müll dient, der Neuköllns Grünanlagen belastet. „Das neue E-Fahrzeug sei in dreifacher Hinsicht ein Gewinn für den Bezirk, sagt Hikel. „Wir reduzieren damit den CO2-Ausstoß, indem wir weniger mit Verbrennern in den Grünanlagen arbeiten können. Gleichzeitig sammeln wir mit dem Fahrzeug Müll ein. Und nicht zuletzt wird unsere Botschaft – Null Müll Neukölln – für Abfallvermeidung im Bezirk sichtbarer.“ Finanziert wurde die Anschaffung des Fahrzeugs aus den Mitteln des Programms „Saubere Stadt“. 48.000 Euro wurden für das E-Fahrzeug bereitgestellt. Beantragt und beschafft wurden die Mittel von einer Beauftragten im Amt des Bürgermeisters.
„Die Aktion zeigt wieder einmal wie umfangreich Neukölln Fördermittel nutzt“, kommentierte unser Fraktionsmitglied Michael Morsbach. Er freute sich sichtlich darüber, dass hier ämterübergreifend kooperiert wurde. Das sei „eine neue Qualität“, so Morsbach.
Senatorin Franziska Giffey (re.) mit den Stadtteilmüttern, die mit Bravour für das Wohl der Festbesucher sorgten.
Dank des Diakoniewerks Simeon und der Unterstützung unserer Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung konnte das Stadtteilzentrum Rudow in der Neuköllner Straße 297 am 27. Juni 2025 im Haus des Vereins Eigenheim- und Grundbesitzer Rudow teileröffnet werden. Zur feierlichen Eröffnung sprach der Staatssekretär für Integration, Antidiskriminierung und Vielfalt, Max Landero (SPD). Begleitet wurde er von unserem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Peter Scharmberg, unserem Bürgerdeputierten Andreas Domann sowie Franziska Giffey, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses für den Wahlkreis Rudow, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe und Bürgermeisterin von Berlin.
Der SPD- Fraktionsvize Peter Scharmberg sieht das neue Stadtteilzentrum als Bereicherung für Rudow
Landero beschrieb in seiner Rede die Bedeutung von Stadtteilzentren: Sie sind Orte gelebter Teilhabe und des respektvollen Miteinanders im Quartier. Sie stehen für eine gut funktionierende Nachbarschaft sowie gesellschaftliche Teilhabe und prägen den Zusammenhalt in unserer Stadt. Ferner bieten sie den Menschen im Kiez die Möglichkeit, das Leben in der Stadt aktiv mitzugestalten. Auch Cansel Kiziltepe betonte in ihrem Grußwort ihre Freude über die Eröffnung: „Das neue Stadtteilzentrum des Diakoniewerks Simeon in Rudow soll eine Anlaufstelle für alle Generationen werden. Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, die vielfältigen Angebote zu nutzen und Teil unserer lebendigen Stadtgemeinschaft zu sein. Dem Träger wünsche ich einen tollen Start in die wichtige Stadtteilarbeit im Süden Neuköllns.“
Für das Diakoniewerk Simeon als Träger der Einrichtung sprach Dr. Oliver Unglaube. In Zeiten politischer Polarisierung seien Orte wie das Stadtteilzentrum in Rudow sehr wichtig. „Dieses Zentrum steht für eine solidarische Stadtgesellschaft, Demokratie, kulturelle Vielfalt und das Recht auf Teilhabe“. Stadteilzentren wie das in Rudow „schaffen Vertrauen und machen Mut“. Dr. Unglaube dankte den Leiterinnen des Stadtteilzentrums, Claudia Eichhorst und Sabrina Hartwig sowie der Senatsverwaltung für die finanzielle Förderung. Sein Dank galt auch den Stadtteilmüttern, die beim Fest für das leibliche Wohl der Gäste sorgten.
Die Geschäftsführerin des Verbandes für sozial kulturelle Arbeit, Landesverband Berlin, Gökçen Demirağlı mit Staatssekretär Max Landero, Claudia Eichhorst und Sabrina Hartwig (v.li.)
Nach den Begrüßungsreden gab es Gelegenheit, die frisch renovierten Räume im Haus zu besichtigen. Eichhorst und Hartwig führten interessierte Besucher*innen durch das Haus, das im Erdgeschoss einen großen Raum mit moderner Küche sowie im Obergeschoss einen weiteren großen Raum beherbergt, der sich für viele Aktivitäten eignet. Mit der Teileröffnung gibt es bereits regelmäßige Formate wie ein Sprachcafé und ein Reparatur-Café für Elektrogeräte.
Auch Götz Höhne, 1. Vorsitzender des Eigenheim- und Grundbesitzervereins Rudow, blickt optimistisch in die Zukunft: „Passt das Stadtteilzentrum Rudow ins Haus des Eigenheim- und Grundbesitzervereins (EGR)? Ja, denn der EGR ist als soziale Gemeinschaft angelegt. Das Zentrum erweitert diese Nachbarschaftsidee. Wir hoffen, dass der EGR und das Stadtteilzentrum sich gegenseitig verstärken und ein gemeinsamer Nutzen für Alt und Neu entsteht“, ist Höhne überzeugt. Unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender Scharmberg, der ebenfalls Mitglied im Verein der Eigenheimer Rudow ist, freut sich sehr über das neue Angebot. „Das Stadteilzentrum Rudow wird den Austausch zwischen den Kulturen und den Generationen fördern und Rudow mit seinen vielfältigen und niederschwelligen Angeboten bereichern“.
Das Haus bietet zwei sehr große Räume, die sich für die verschiedensten Aktivitäten eignen. Vorne im Bild: Götz Höhne, der 1. Vors. der Eigenheimer Rudow.
Die SPD-Fraktion Neukölln verurteilt das aktuelle Vorgehen der Linkspartei und von Jugendstadträtin Sarah Nagel scharf. Die Linke Neukölln leitet den Wahlkampf bereits ein und scheint dabei zu vergessen, dass die Aufgaben einer Stadträtin über Parteikalkül hinausgehen.
Das Vorgehen der Linkspartei ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die sich tagtäglich für die Kinder und Jugendlichen in unserem Bezirk einsetzen und zeigt, dass für Die Linke Neukölln die parteipolitische Taktik wichtiger zu sein scheint als die Bedürfnisse der jungen Menschen im Bezirk. Das Verhalten ist der Höhepunkt einer bezirkspolitischen Inszenierung der Linkspartei, mit der die eigene Verantwortung von sich gewiesen werden und die Schuld zum wiederholten Male auf andere geschoben werden soll.
Auch die SPD-Fraktion Neukölln wünscht sich bessere Rahmenbedingungen für die Kinder- und Jugendarbeit. Wer jedoch nicht anerkennt, dass es in Bund, Land und Bezirken Finanzierungsprobleme gibt, handelt populistisch und lenkt von der eigenen Verantwortung ab. Die Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin kann die Lücken im System nicht allein schließen, sondern nur mit ehrlicher und verantwortungsbewusster Zusammenarbeit.
Anstatt jedoch gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, werden nun diejenigen im Stich gelassen, die sich tagtäglich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in Neukölln einsetzen. Diese Art von Politik schadet den Menschen, aber auch dem Amtund damit verbunden dem Vertrauen in die Verwaltung und in die Politik. Es zeigt, dass Die Linke Neukölln kein verlässlicher Partner ist.
Gerade in einem Bezirk wie Neukölln braucht es angesichts der herausfordernden aktuellen Lage eine stabile politische Linie, keine Wahlkampftaktik. Wer sich ernsthaft für Kinder, Jugendliche und Familien einsetzen will, arbeitet an Lösungen, auch wenn es schwer wird.
Populistisches Handeln hilft Neuköllns Kindern und Jugendlichen nicht weiter. Wir fordern ein Ende der politischen Intrigen auf Kosten derjenigen, die ohnehin zu wenig Unterstützung erfahren. Neuköllns Kinder und Jugendliche verdienen Kontinuität und Sicherheit – keine Wahlkampfinszenierungen.
Bei den kommenden Verhandlungen stehen wir uneingeschränkt hinter unserem Bezirksbürgermeister Martin Hikel und werden uns gemeinsam mit ihm für die Ausarbeitung eines bestmöglichen Haushaltsentwurfes einsetzen. Gleichzeitig betonen wir noch einmal die Pflicht der Landesebene, die Finanzierung der Bezirke schnellstmöglich zu überarbeiten und diese mehr zu entlasten.