Regenbogenflagge am Rathaus gehisst

v.li.: Jörg Steinert (LSVD), Stadtrat Bernward Eberenz, Thomas Schwarz (SchwuZ), Bezirksbürgermeister Martin Hikel, Stadtrat Jochen Biedermann und Sylvia Edler.

Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel hat am 10. Juli gemeinsam mit dem Bezirksamtskollegium, Jörg Steinert vom Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg, Thomas Schwarz aus dem Vorstand des SchwuZ, der Gleichstellungsbeauftragten des Bezirks Sylvia Edler sowie der Neuköllner SPD-Fraktionsvorsitzenden Cordula Klein die Regenbogenflagge vor dem Rathaus gehisst. Bis zum diesjährigen Christopher-Street-Day am 28. Juli wird die Flagge im Zentrum von Neukölln wehen.

 

 

Das Hissen der Regenbogenflagge auf dem Rathausvorplatz ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit geworden. Das ist gut so. Gar nicht gut ist, dass Argumentationen, die Homo- und Bisexualität als vermeintlich widernatürlich stigmatisieren, bei einem nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung anschlussfähig sind. Nicht zuletzt lässt sich erkennen, dass diese Stigmatisierungen in letzter Zeit wieder häufiger in die politische und gesellschaftliche Debatte eingebracht werden, hält die Antidiskriminierungsstelle des Bundes als Ergebnis einer aktuellen bevölkerungsrepräsentativen Befragung fest. Weiterlesen

„Neuköllner Schwimmbär“ – Nichtschwimmerquote halbiert

Wer sieht, mit welcher Freude und Leichtigkeit sich die Kinder im Schwimmbad bewegen, mag nicht glauben, dass viele von ihnen vor wenigen Tagen noch richtig Angst vor dem Wasser hatten. Die Schwimmlehrer des Wassergewöhnungsprojekts Neuköllner Schwimmbär haben auch in der vierten Runde ganze Arbeit geleistet. Unterstützt wurden sie diesmal von drei Geflüchteten aus Afghanistan, die zu Rettungsschwimmern ausgebildet wurden. Insgesamt nahmen 70 Neuköllner Grundschulklassen am Projekt teil. Mehr als 1400 Zweitklässler aus 25 Neuköllner Grundschulen wurden eine Woche lang unter fachkundiger Anleitung der Schwimmtrainerinnen und -trainer des Vereins Neuköllner Schwimmbär e.V. im Kombibad Gropiusstadt an die angstfreie Bewegung im Wassers herangeführt.

Kulturstadträtin Korte überreichte die Schwimmbär-Urkunden

„Das Projekt unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey (SPD) leistet einen maßgeblichen und nachhaltigen Beitrag dafür, die Nichtschwimmerquote an den Neuköllner Schulen weiter zu senken“, freut sich Schul- und Sportstadträtin Karin Korte (SPD). Sie will auch im kommenden Jahr die Projektwochen für die Zweitklässler fördern. Denn weitere Erfolge werden sich nur zeigen, so Korte, wenn die Kontinuität gesichert bleibt. Korte war in Begleitung der SPD-Fraktionsvorsitzenden Cordula Klein gekommen, um den Schülerinnen und Schülern der Hugo-Heimann-Schule vor Ort die Schwimmbär-Urkunden zu überreichen. Auch Cordula Klein zeigte sich begeistert von dem Projekt. „Schwimmen wird hier den Kindern spielerisch beigebracht. Es ist schön zu sehen, wieviel Spaß sie dabei haben, sich eine Kultur- und Überlebenstechnik anzueignen. Mit dem Berliner Ferienpass, der nur neun Euro kostet, können die Kinder nun bei freiem Eintritt die Bäder der Berliner Bäder-Betriebe nutzen und unter anderem 100 Tage kostenlos schwimmen gehen“, betont Frau Klein.

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Parkraumbewirtschaftung – eine Chance für Neukölln?

Symbolbild

Der Ausschuss für Straßen, Grünflächen und Ordnung hat sich in seiner Sitzung am Mittwoch auf Vorschlag der rot-grünen Zählgemeinschaft dafür ausgesprochen, eine Machbarkeitsstudie zur Parkraumbewirtschaftung im Neuköllner Norden in Auftrag zu geben.

Der Ausschussvorsitzende Marko Preuß (SPD) dazu: „Wir wollen prüfen lassen, ob eine Parkraumbewirtschaftung die Situation der Bewohner*innen verbessert, und ob sie wirtschaftlich sein kann. Uns erreichen viele Anfragen der Wohnbevölkerung im Norden des Bezirkes, die in ihren Straßen keine Parkplätze mehr finden. Wir gehen davon aus, dass eine Parkraumbewirtschaftung dazu beitragen kann, diese Situation zu verbessern. Ob dem so ist, wird die Studie zeigen, die Erfahrungen aus anderen Bezirken lassen hoffen. Die Ergebnisse der Studie werden dann Grundlage für weitere Diskussionen und gegebenenfalls Entscheidungen sein. Der SPD geht es dabei weder um eine ideologische Verteufelung des Autos, noch darum, Einnahmen zu erzielen, sondern um eine mögliche Entlastung der Menschen vor Ort“.

Konfliktlotsen zertifiziert

Konfliktlotsen mit Polizeidirektor Tschisch und den Prävetionsbeauftragten Dix (1.vli.) und Oltersdorf.

Im Rahmen einer Feierstunde hat am 14. Juni an der Rose-Oehmichen-Grundschule in Rudow die Übergabe der Zertifikate an neun ausgebildete Konfliktlotsen durch Polizeidirekttor Andreas Tschisch stattgefunden. Tschisch gehört dem Leitungsstab der Polizeipräsidentin Barbara Slowik an und ist damit Berlins oberster Verkehrspolizist. In dieser Funktion war es ihm eine Herzensangelegenheit, den Schülerinnen und Schülern der Rose-Oehmichen-Schule für ihr ehrenamtliches Engagement im Bereich der Konfliktlotsen zu danken. In seiner Rede hob Tschisch hervor, dass die Rose-Oehmichen-Grundschule eine der wenigen Schulen ist, deren Schülerinnen und Schüler die rund 44 Stunden umfassende Ausbildung absolvieren. Er versprach, dass die Konfliktlotsenausbildung auch im kommenden Jahr in Zusammenarbeit mit der Schule stattfinden wird. „Ich freue mich schon, wenn ihr mit euren gelben Westen auf dem Schulhof steht und euren Dienst macht“, betonte Tschisch und dankte den Schülerinnen und Schülern für ihr ehrenamtliches Engagement. Außerdem dankte er den Schulleiterin Martina Graße für die erfolgreiche Kooperation in den vergangenen Jahren und wünschte den Kindern der Schule viel Glück bei ihrer Aufgabe.

Konfliktlotsen erhalten eine besondere Ausbildung, um zwischen Schülerinnen und Schülern Streitigkeiten zu schlichten. Sie lernen Konfliktsituationen zu erkennen und präventiv einzugreifen. Sie bleiben allparteilich, das heißt, sie sie geben keine Lösung vor, sondern unterstützen die Parteien darin, selbst zu Entscheidungen und Kompromissen zu finden.

„Konfliktlotsen sollen die Konfliktparteien dazu bewegen, selbstbestimmte Lösungen für ihren Streit zu finden und Vereinbarungen zu treffen, bei denen es keine Verlierer gibt – eine anspruchsvolle Arbeit“, betont der Rudower Bezirksverordnete Peter Scharmberg, der bereits im vergangenen Jahr an der feierlichen Übergabe der Zertifikate an die Schülerinnen und Schüler teilgenommen hat. „Ich finde es bemerkenswert, dass sich an der Rose-Oehmichen-Grundschule über viele Jahre hinweg so viele Schülerinnen und Schüler finden, die diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen, das verdient großen Respekt!“, so Scharmberg. „Ich danke auch den Präventionsbeauftragten Sabine Oltersdorf und Anja Dix vom Polizeiabschnitt 56 am Zwickauer Damm, die mit der Ausbildung der Kinder zu Konfliktlotsen wertvollen Beitrag leisten, Gewalt an Schulen zu vermeiden“. In diesem Sinne dankte auch die Schulleiterin der Polizei, ihren Schülerinnen und Schülern und insbesondere den anwesenden Eltern, die ihre Kinder dabei unterstützen.

Rudows Senioren feierten Richtfest für neue Freizeitstätte

Bürgermeister Hikel freut sich mit Jochen Biedermann und Bildungs- und Kulturstadträtin Karin Korte, das Versprechen seiner Vorgängerin Franziska Giffey einzulösen.

Rudows Senioren sind am 5. Juni zahlreich erschienen, um mit Bezirksbürgermeister Martin Hikel und Sozialstadtrat Jochen Biedermann das Richtfest für ihre neue Freizeitstätte zu feiern. Mit dabei waren die Vorsitzende des Sozialausschusses, Eva Marie Schoenthal, sowie die Neuköllner Bezirksverordneten Peter Scharmberg und Wolfgang Hecht (alle SPD). Die neue Seniorenfreizeitstätte wird auf dem Gebiet der Alten Dorfschule Rudow in Alt-Rudow 60/ Neuköllner Straße 333 in moderner Holzbauweise errichtet und soll im Herbst des Jahres fertiggestellt werden.

Die Idee, ein neues Gebäude als Ersatzbau für das marode und aus Kostengründen nicht mehr sanierungswürdige Gebäude der Seniorenfreizeitstätte in Alt-Rudow 45 zu errichten, kam von dem Bezirksverordneten Scharmberg von der SPD Rudow. Mit mehreren detaillierten Anfragen an das Bezirksamt konnte er im Vorfeld in der Bezirksverordnetenversammlung klären, ob und wie der Bau der Seniorenfreizeitstätte auf dem Gelände der Alten Dorfschule realisierbar sei. Zum Richtfest freut sich Scharmberg mit Rudows Senioren, dass sie in absehbarer Zeit ihr neues Freizeitdomizil nutzen können. „Ich bin stolz darauf, dass ich es mit meinen Anfragen geschafft habe, dass Rudows Senioren im gut erreichbaren Rudower Ortsteilzentrum eine moderne und nach ihren Wünschen ausgestattete Seniorenfreizeitstätte bekommen“, betont Scharmberg.

Kurz nachdem das Bezirksamt am 14. Oktober 2014 einstimmig den Beschluss fasste, in Alt-Rudow 45 auf dem Gelände der baufällig gewordenen Seniorenfreizeitstätte die Stadtteilbibliothek für 1, 8 Mio. Euro zu bauen, schaute sich Scharmberg nach einem neuen Standort für die Seniorenfreizeitstätte um. Sie sollte ausreichend Platz bieten, zentral und nach Möglichkeit auf bezirkseigenem Gelände liegen und auch sehr gut für mobilitätseingeschränkte Personen erreichbar sein. Nachdem Scharmberg die Machbarkeit des Baus für die neue Seniorenfreizeitstätte in Alt-Rudow 60 klären konnte, schlossen sich am 6. Mai 2015 alle Fraktionen der BVV seiner Idee an.
Währenddessen klärte die damalige Bezirksbürgermeisterin Giffey (SPD) die Finanzierung, die schließlich mit 700.000 Euro aus dem „Sondervermögen Infrastruktur wachsende Stadt“ („SIWA“1) des Senats erfolgte. Weiterlesen

SPD Neukölln unterstützt Festival „Offenes Neukölln“

In Neukölln findet vom 01.-03. Juni zum zweiten Mal das Festival „Offenes Neukölln“ statt – für ein vielfältiges und solidarisches Neukölln. Das Festival ist ein Projekt des Bündnis Neukölln, das gegründet wurde, um sich gegen rechtes Gedankengut und gegen rechte Anschläge in Neukölln zu organisieren. Über 150 Aktionen finden in Neukölln am Wochenende statt.

Severin Fischer, Kreisvorsitzender der SPD Neukölln, erklärt dazu:
„Das Festival Offenes Neukölln unterstützen wir als SPD Neukölln von ganzem Herzen und ich freue mich, dass wir dieses Jahr mit vier Aktionen dabei sind. Ich bedanke mich bei den Organisatoren und den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, dass sie es möglich machen, dass unser Bezirk seine Toleranz und Offenheit an diesem Wochenende so vielfältig zeigen kann.“

Die SPD Neukölln veranstaltet als Bündnismitglied an diesem Wochenende vier Aktionen, zu denen alle Neuköllnerinnen und Neuköllner herzlich eingeladen sind:

01. Juni, 16:00 – 20:00 Uhr
Bürgerbürofest des Bundestagsabgeordneten mit Bratwurst und kühlen Getränken. Zu Gast: Martin Hikel, Bezirksbürgermeister von Neukölln. Für Unterhaltung sorgen die Musiker des Vereins „Impuls e.V.“ aus der Gropiusstadt. Und um das Kinderprogramm kümmern sich in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler des Literaturclubs Campus Efeuweg. Sie bieten Malen, Basteln sowie Kinderschminken an und organisieren außerdem einen Kuchenbasar.

02. Juni, 17:00 – 19:00 Uhr, Herrfurthplatz 14, 12049 Berlin
Zum 100-jährigen Jubiläum des Frauenwahlrechtes wird die Rolle der Frau in den unterschiedlichen Kulturen diskutiert. In einer gemeinsamen Veranstaltung der SPD Hermannstraße und der Evangelischen Kirchengemeinde Genezareth / Interkulturelles Zentrum Genezareth (Pfarrer Dr. Reinhard Kees) wird die Rolle der Frau aus verschiedenen Herkunftsländern betrachtet. Auf dem Podium: Derya Caglar MdA und Fritz Felgentreu MdB

03. Juni, 9:00 – 13:00 Uhr, Lipschitzplatz
Die SPD Gropiusstadt organisiert zum Festival „Offenes Neukölln“ in Form eines Marktstandes auf dem Lipschitzplatz einen „Aktionsstand für ein buntes Neukölln“. Dabei werden besonders für Kinder, Jugendliche, junge Gropiusstädter und Familien viele Spiele und Mitmach-Möglichkeiten geboten!

03. Juni, 11:00 – 14:00 Uhr, Hermannplatz
Die Jusos Neukölln werden auf dem Hermannplatz einen Aktionsstand speziell für Kinder, Jugendliche und Familien anbieten, an dem es neben diversen Spielen vor allem darum gehen wird, dass die junge Generation der Neuköllnerinnen ihr Bild von einem offenen, toleranten und friedlichen Neukölln skizziert.

Ernsthafte Politik statt Schaufenster

Die CDU-Neukölln fordert in einem Antrag das Neuköllner Bezirksamt auf, „eine Fußgängerfreundliche Lösung für die Fußgängerampel Gutschmidtstraße herzustellen“. Dieses an sich löbliche Ansinnen entpuppt sich jedoch leider als ein purer Schaufensterantrag. Zuständig für diese Ampel ist die Verkehrslenkung Berlin, mithin das Land Berlin. Das Bezirksamt hat sich bereits bei der Verkehrslenkung für eine Verbesserung eingesetzt – leider wurde unser Ansinnen abgelehnt. Weiterlesen