Gemeinsame Pressemitteilung von SPD Neukölln und Bündnis 90/Die Grünen Neukölln
Die Kreisvorsitzenden der SPD, Mirjam Blumenthal und Fabian Fischer, sowie die Vorstandssprecherinnen von Bündnis 90/Die Grünen Neukölln, Lisa Ruppel und Christina Hilmer-Benedict, erklären mit Blick auf die kommende BVV-Sitzung am Mittwoch, 26. April 2023, dass SPD und Bündnis 90/Die Grünen in Neukölln die rot-grüne Zählgemeinschaft fortführen und dabei auf die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit der letzten eineinhalb Jahre aufbauen wollen. Die Fraktionen der Zählgemeinschaft werden bei Abstimmungen Mehrheiten mit den anderen demokratischen Fraktionen in der BVV suchen.
Grundlage der Zusammenarbeit bleibt die Zählgemeinschaftsvereinbarung „Nachhaltig und gerecht. Gemeinsam für Neukölln“. Die Zählgemeinschaft wird am 26. April erneut Martin Hikel als Bezirksbürgermeister von Neukölln zur Wahl vorschlagen.
Der Co-Kreisvorsitzende der SPD Neukölln, Fabian Fischer erklärt: „Rot-Grün ist ein gutes Team und macht eine sehr gute Arbeit für die Menschen im Bezirk. Mit Martin Hikel, Karin Korte und Jochen Biedermann haben wir exzellente Vertreter*innen im Bezirksamt, die mit Tatkraft und Sachverstand arbeiten. Gleichzeitig danke ich Mirjam Blumenthal für ihre hervorragende Arbeit. Aufgrund des Wahlergebnisses wird sie dem Bezirksamt leider nicht mehr angehören, was wir sehr bedauern.“
Für Bündnis 90/Die Grünen Neukölln erklären die Vorstandssprecherinnen Lisa Ruppel und Christina Hilmer-Benedict: „Der 2021 geschlossene Zählgemeinschaftsvertrag umfasst eine Vielzahl an Projekten, mit denen beide Parteien ehrgeizige Ziele verfolgen – etwa in den Bereichen Klimaschutz, Mieter*innenschutz und soziale Gerechtigkeit. Wir freuen uns, den gemeinsamen Weg fortsetzen zu können und uns weiter gemeinsam im Bezirk für diese Themen einzusetzen. Zudem ist uns die Sicherstellung der gleichberechtigten Teilhabe am politischen, sozialen und kulturellen Leben der gesamten Bezirksgesellschaft und der Kampf gegen alle Formen von Diskriminierung und Rassismus in Neukölln weiter gemeinsames Anliegen, das wir zusammen mit der Bezirksgesellschaft umsetzen und stärken werden.“
Die Zählgemeinschaft hat Gespräche mit der LINKEN sowie mit der CDU gesucht. Das Neuköllner Bezirksamt soll sich wie folgt zusammensetzen:
SPD Neukölln:
Martin Hikel (als Bezirksbürgermeister, zuständig u.a. für Finanzen, Verwaltung, Facility Management und Bürgerdienste)
Karin Korte (als Stadträtin für Bildung, Schule, Sport und Kultur)
Bündnis 90/ Die Grünen Neukölln:
Jochen Biedermann (als Stadtrat für Stadtentwicklung, Straßen und Grünflächen, Umwelt und Natur)
CDU Neukölln:
Ordnungsamt
Amt für Soziales und Gesundheitsamt
Die LINKE Neukölln:
Jugendamt
Der gesetzlichen Regelung folgend steht der CDU der Posten des stellvertretenden Bezirksbürgermeisters zu.
Dem Wahlergebnis vom 12. Februar 2023 Rechnung tragend wird der Bezirksverordnetenvorsteher künftig von der CDU gestellt. Die SPD wird den stellvertretenden Vorsteher stellen.
Hießen die Gäste zum Wahlkampfauftakt willkommen: SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach (4.v.li.), Janine Wolter, Spitzenkandidatin für das Amt der Bezirksbürgermeisteriun (3.v.li.), Fraktionsvorsitzende Cordula Klein (re.) und Kreisvorsitzende Derya Caglar MdA (5.v.li.)
Rund 200 Menschen trafen sich auf Einladung der SPD Neukölln und der SPD- Fraktion am Abend des 30. April zum „Tanz in den Mai“ im „Jungen Tanzhaus Berlin“ in der Lucy-Lameck-Straße in Neukölln. Das Junge Tanzhaus Berlin (JTB) in Neukölln ist die bundesweit erste Institution, die sich voll und ganz dem Tanz für Kinder und Jugendliche widmet. Geboten wird ein vielfältiges Programm aus Kursen, professionellen Aufführungen und offenen Sessions.
Zur guten Laune der Besucher bei unserem Tanz in den Mai trugen auch das Buffet mit Snacks, die Vielfalt an Getränken, der schöne Garten und die frühsommerlichen Temperaturen bei. Herzlichst begrüßt wurden die Besucher*innen von den Kreisvorsitzenden Derya Çağlar MdA und Joachim Rahmann und unserer Fraktionsvorsitzenden Cordula Klein. Grußworte gab es auch von unserem Spitzenkandidaten Steffen Krach sowie der SPD-Spitzenkandidatin für das Amt der Bezirksbürgermeisterin von Neukölln, Janine Wolter. Ebenfalls vor Ort waren der Neuköllner Bundestagsabgeordnete Hakan Demir MdB, unsere Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie Bürgermeisterin von Berlin, Franziska Giffey sowie unser Marcel Hopp MdA. Mit Anne Roever und Charlotte Mende standen darüber hinaus weitere Kandidatinnen für das Berliner Abgeordnetenhaus für Gespräche bereit. Zudem kamen etliche unserer Bezirksverordneten. Darüberhinaus waren unsere Bürgerdeputierten Jörg Stempel, Daniela von Hoerschelmann, Andreas Domann, Alexandra Julius Frölich und Julia Pankratyeva zugegen.
Ferner nahmen viele Personen der Zivilgesellschaft die Einladung wahr. So der Armutsbeauftragte der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Thomas de Vachroi, Neuköllns verdienter Polizist im Ruhestand, Peter Herzfeldt, die Stadtteilmütter mit Maria Macher, Gerhard Richter, Direktor des Erlebniscircus Mondeo, Wolfgang Fiedler, Vorstand der Kleingartenanlage Rudower Schweiz, sowie etliche Mitglieder migrantischer Vereine, um nur einige zu nennen.
Sie alle wurden von den Redner*innen ganz herzlich begrüßt. In der Eröffnungsrede dankte unser Kreisvorsitzender Joachim Rahmann Gera Rindermann vom „Jungen Tanzhaus Berlin“ für die Gastfreundschaft und wies darauf hin, dass sie Ansprechpartnerin für all jene ist, die „über diesen Ort und die künstlerische Arbeit hier“ mehr wissen wollen. Die Reden beim Tanz in den Mai 2026 zeichnen insgesamt ein geschlossenes Bild sozialdemokratischer Politik, das von Optimismus, sozialer Gerechtigkeit und dem Anspruch geprägt ist, Berlin und insbesondere Neukölln aktiv und bürgernah zu gestalten. Zu Beginn seiner Rede betonte unser Kreisvorsitzender Rahmann vor allem die Motivation und den inneren Zusammenhalt der Genoss*innen. Für ihn erklärt sich große Beteiligung unserer Genoss*innen schlicht daraus, „weil wir Mitglieder der SPD sind und versuchen, die Gesellschaft besser zu machen“. Gleichzeitig grenzte sich Rahmann gegenüber gesellschaftlichem Pessimismus ab: „Zynismus gibt es gerade genug, es gibt genug Leute, die negativ über Neukölln reden, die uns auseinanderbringen wollen“. Dem setzt er unsere klare Haltung entgegen: Es lohnt sich „für unsere Freiheit, für unser Miteinander, für unsere Solidarität zu kämpfen, auch wenn Gegenwind da ist“.
„Der Tanz in den Mai steht für Aufbruch, für Gemeinschaft und für neue Energie“, sagte unsere Kreisvorsitzende Derya Çağlar. Mit Blick auf die anstehenden Wahlen formulierte sie unseren Anspruch deutlich: „Es geht darum, wie wir unsere Stadt gestalten wollen, solidarisch, gerecht, aber auch in die Zukunft blickend“. Dabei zeigt sie sich überzeugt, dass unsere SPD sowohl programmatisch als auch personell gut aufgestellt sei: Man habe „gute und richtige Antworten und auch die richtigen Menschen“, um Berlin zu führen, so Çağlar mit Blick auf unsere Kandidat*innen und insbesondere unseren Spitzenkandidaten Steffen Krach. Er verteidigte den 1. Mai als zentrales Symbol der Arbeiterbewegung und stellte klar, dass er rein gar nichts von den Plänen aus der CDU hält, den 1. Mai als Feiertag abzuschaffen: „Mit der SPD wird es so etwas nicht geben, der 1. Mai bleibt der Tag der Arbeit“. Die Vorschläge von Friedrich Merz und Jens Spahn bezeichnet er als Ablenkung von eigentlichen Problemen und als „Angriff auf den Sozialstaat“, der „eine einseitige Belastung von niedrigen und mittleren Einkommen“ darstelle. Gleichzeitig warnte Krach vor dem politischem Einfluss der AfD: „Die AfD ist niemals eine Alternative, sie bekämpft Arbeitnehmer*innenrechte und die Gewerkschaften. Für Krach ist klar, dass die kommenden Monate auch davon geprägt sein werden, die AfD politisch zurückzudrängen und dies klar zu machen.
Inhaltlich legte er einen Schwerpunkt auf die soziale Frage, insbesondere den Wohnungsmarkt: „Wir haben ein Problem mit bezahlbarem Wohnraum“. Als Antwort darauf beschreibt Krach eine Kombination aus staatlichem Eingreifen und Transparenz: Es gelte „absolute Transparenz auf dem Wohnungsmarkt“ durch Instrumente wie ein Mietregister respektive Mietkataster zu schaffen, um Mietwucher entgegenzutreten. Als Ziel formulierte er: „Wir werden bauen, wir werden regulieren und wir werden deckeln“. Insgesamt stellt er heraus, dass Politik konkret entlasten müsse: „Es geht darum, ganz konkret die Menschen zu entlasten“, damit sie wieder mehr Geld in der Tasche haben. Mit der Mietpreisprüfstelle als offizieller Einrichtung des Landes könne jeder und jede den Mietvertrag der Mietpreisprüfstelle vorlegen und sehen, ob er Mietvertrag „eigentlich rechtskonform ist oder ob der Mietwucher betrieben wird“. Das zentrale digitale Mietenkataster wird ca. 2,2 Millionen Mietverhältnisse erfassen und als erstes seiner Art in Deutschland Verstöße gegen die Mietpreisbremse mithilfe von KI automatisch erkennen.
Unsere Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Janine Wolter beschrieb zu Beginn ihrer Rede die sozialdemokratischen Werte, die sie in ihrer Arbeit lebt: „Ich denke nicht in Zuständigkeiten, sondern in Verantwortung“, sagte sie und betonte ihre Nähe zu den Menschen vor Ort. „Ich bin unterwegs, ich treffe Initiativen, ich treffe Vereine Einzelpersonen, die sich engagieren. Und ich höre ganz viel aus dem Bezirk, aus den Kiezen. Viele Bürgerinnen und Bürger seien verunsichert, zugleich gebe es aber auch „Hoffnung in die Sozialdemokratie“. Besonders deutlich wird ihre Haltung beim Thema Ordnung und Sicherheit, wo sie sich gegen eine rein auf Bestrafung basierende Politik wendet. Aussagen wie „Strafen müssen wehtun, sind doch kein Ansatz“ kritisierte sie Neuköllns CDU Ordnungsstadtrat Gerrit Kringel. Wolter plädiert stattdessen für ein umfassenderes Konzept aus Regeln, Zusammenarbeit und Prävention. Ihr Ziel sei es, die Gesellschaft nicht zu spalten. Deswegen gelte es neben der Durchsetzung von Gesetzen und Regeln auch zu fragen: „Wie können wir die Menschen erreichen? Denn nur starke Kieze, starke Bildungseinrichtungen und gut geförderte Jugendeinrichtungen- und Initiativen stärken doch die Gemeinschaft. Wir müssen zusammenrücken, wir dürfen uns nicht spalten lassen“, so Wolter. Auch sie hob in ihrer Rede die Bedeutung bezahlbaren Wohnraums hervor. Für starke Kieze sei es eine Voraussetzung, „dass Neukölln bezahlbar bleibt“. Das gelte auch für die Infrastruktur als Grundlage funktionierender Kieze, wozu Bildung und Jugendarbeit und gut ausgestattete Schulen gehören. Es sei „nicht ehrlich“, wenn einige Parteien in der BVV schweigen, wenn über Vorkaufsrecht und Mietpreisbremse diskutiert werde, dann aber auf der anderen Seite rausgehen und so tun, als seien sie für die Menschen da. Die SPD baue vielleicht etwas länger, dafür aber ohne Menschen auszuschließen. Sie baut „solide, fair, und alle haben die Möglichkeit, dort zu wohnen“.
Die Reden machten deutlich: Wir als SPD sind die Kraft des sozialen Ausgleichs, die dem gesellschaftlichen Pessimismus Optimismus entgegensetzt, sich gegen konservative Sozialkürzungen und rechtspopulistische Positionen abgrenzt und gleichzeitig konkrete Lösungen für zentrale Probleme wie Wohnen, Zusammenhalt und funktionierende öffentliche Strukturen anbietet. Nach den Reden, für die es kräftigen Applaus gab, eröffnete Steffen Krach als DJ den Tanzabend. Ein weiterer Höhepunkt war die Tombola mit schönen Preisen und der Kicker, der ausgiebig genutzt wurde. Neben dem Feiern gab es auch reichlich Zeit für Gespräche.
Wir danken allen, die diese Veranstaltung vorbereitet und unterstützt haben. So eine Veranstaltung durchzuführen und zu planen, benötigt viel Kraft und Zeit. Ehrenamt macht trotzdem Spaß, auch wenn es mal anstrengend ist.
Am 1. Mai waren unsere Mitglieder der SPD-Fraktion und des Kreises zahlreich auf den Straßen vertreten, um gemeinsam mit den Gewerkschaften und vielen anderen ihre Werte von sozialer Gerechtigkeit und Freiheit zu vertreten.
Gemeinsam für gutes und bezahlbares Wohnen: Bezirksbürgermeister Martin Hikel, Michael Müller, Senatorin Franziska Giffey (v.li.) mit Ingo Malter, Stephan Machulik und Kai Wegner (v.re.)
Mit einer feierlichen Veranstaltung auf den Buckower Feldern wurde am 29. April eines der größten Neubauquartiere Berlins offiziell gewürdigt. Gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner, dem Staatssekretär für Wohnen und Mieterschutz Stephan Machulik (SPD) sowie unserem Bezirksbürgermeister Martin Hikel zog die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH Bilanz nach rund viereinhalb Jahren Bauzeit. Mit dabei waren zahlreiche Projektbeteiligte sowie die Berliner Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey (SPD) und der ehemalige Regierende Bürgermeister Michael Müller. Sie alle wurden von Ingo Malter, Geschäftsführer bei STADT UND LAND, für ihre Arbeit am Großbauprojekt gewürdigt. Für die SPD- Fraktion war unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender Peter Scharmberg zugegen, außerdem vor Ort war unser stellvertretender Bürgerdeputierter Ramin Rachel.
Am südlichen Stadtrand von Neukölln ist ein modernes, sozial und ökologisch ausgerichtetes Quartier mit insgesamt rund 900 Wohnungen entstanden. Allein die STADT UND LAND errichtete mehr als 700 Wohnungen sowie 23 Gewerbeeinheiten und zentrale Infrastruktur. Seit 2024 werden die Wohnungen sukzessive bezogen.
Das Quartier setzt bewusst auf soziale Durchmischung: 30 Prozent der Wohnungen sind für Haushalte mit Wohnberechtigungsschein vorgesehen, hinzu kommen besondere Wohnformen – etwa für Seniorinnen und Senioren sowie für Geflüchtete, was unser Bezirksbürgermeister in seiner Rede würdigte. Schließlich standen einst auf dem Gelände so genannte Tempohomes, also temporäre Unterkunftscontainer für Geflüchtete. Nun leben diese Menschen ganz normal mit anderen im Quartier und sind nicht abgeschottet. Dafür dankte Hikel den am Bauprojekt Beteiligten. Unter ihnen sind gemeinwohlorientierte Träger, die das Wohnangebot ergänzen, teilweise in nachhaltiger Holzbauweise. Neben dem Wohnraum wurde auch die soziale Infrastruktur umfassend entwickelt: Kita, Jugendfreizeiteinrichtung, Ärztehaus und Nahversorgung sorgen für kurze Wege. Großzügige Grün- und Spielflächen, ein Landschaftspark sowie vernetzte Freiräume stärken das nachbarschaftliche Miteinander und machen das Quartier besonders lebenswert. Dazu trägt auch der im April 2025 eingerichtete Nachbarschaftstreff „Sophia“ bei.
stellv. SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Scharmberg mit Ramin Rachel (v.li.)
Die Buckower Felder gelten als Modellprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung: Ein innovatives Wärmenetz der vierten Generation nutzt unter anderem Abwärme aus einer Abwasserdruckleitung. Photovoltaikanlagen und ein umfassendes Regenwassermanagement nach dem „Schwammstadt“-Prinzip ergänzen das Konzept. Der Wohnungsmix reicht von 1‑ bis 5‑Zimmer‑Wohnungen. In allen Gebäuden gibt es barrierearme beziehungsweise barrierefreie Angebote. Die Mieten reichen von 6,50 € pro Quadratmeter für den geförderten Wohnungsbau bei Nachweis eines Wohnberechtigungsscheins bis zu 15,65 € im freifinanzierten Bereich. Auch die Mobilität ist zukunftsorientiert gedacht: autoarme Straßen, Quartiersgaragen, ein enges Netz aus Fuß- und Radwegen sowie neue Angebote im öffentlichen Nahverkehr verbessern die Anbindung und reduzieren den Autoverkehr. „Für Neukölln sind die Buckower Felder eine wirkliche Bereicherung. Das neue Quartier ist in vielerlei Hinsicht wegweisend – in Bezug auf Stadtplanung, Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Durchmischung. Und neuen, guten Wohnraum brauchen wir ohnehin in unserem Bezirk“, so Hikel.
Unser Staatssekretär Machulik hob in seiner Rede die Bezahlbarkeit guten Wohnens hervor. „Wohnungsbau ist mehr, als Quadratmeter zu schaffen – es geht um ein Zuhause, in dem sich die Berlinerinnen und Berliner heimisch fühlen. Mit diesem Ziel hat die STADT UND LAND als stets verlässlicher Partner in den Buckower Feldern ein Quartier für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen entwickelt, das bezahlbares Wohnen mit Lebensqualität verbindet.“
„Die Buckower Felder zeigen eindrucksvoll, wie moderner Wohnungsbau in einer wachsenden Stadt funktionieren kann: sozial gerecht, ökologisch nachhaltig und zugleich wirtschaftlich tragfähig. Für uns als SPD-Fraktion ist entscheidend, dass hier nicht nur Wohnungen entstehen, sondern ein lebendiges Quartier für ganz unterschiedliche Menschen. Genau diesen Weg wollen wir in Neukölln weitergehen“, betonte unser Bezirksverordneter Scharmberg.
Senatorin Franziska Giffey mit Michael Müller
Aus Sicht unserer SPD- Fraktion stehen die Buckower Felder damit exemplarisch für eine Stadtentwicklung, die bezahlbaren Wohnraum schafft, gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt und gleichzeitig konsequent auf Klimaschutz setzt. Dafür haben wir uns in der Vergangenheit stets stark gemacht, und nur das kann der Plan für die Zukunft sein. In diesem Sinne danken wir der STADT und LAND für ihr Engagement. Ihre Agenda, Wohnraum für alle zu schaffen, gilt es auch weiterhin zu unterstützen. Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften haben in den vergangenen zehn Jahren 100.000 Wohneinheiten geschaffen. Auf dem Gebiet der Buckower Felder werden in Zukunft bis zu 2000 Menschen leben.
Seit 21 Jahren zieht die „Tulipan im Britzer Garten“ immer wieder neue Besuchergruppen in ihren Bann. Die Tulpenschau zeigt ihren Besucher*innen das gesamte Spektrum der Tulpe. Seit 2007 spenden Tulipan-Paten ganze Tulpenfelder und tragen so maßgeblich zu der beeindruckenden Blütenschau bei.
Ein besonderes Erlebnis ist es, wenn zeitgleich mit den Tulpen auch die alten Kirschbäume am Massiner Weg schneeweiß blühen. So war es auch am 23. April, als 30 Tulipan-Paten vom Parkleiter Osama Ahmad in Anwesenheit von Bezirksbürgermeister Martin Hikel geehrt wurden. Zu den Patinnen und Paten zählten auch unser Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Peter Scharmberg für die SPD Fraktion, unser Bezirksbürgermeister sowie die Berliner Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey. Alle Patinnen und Paten erhielten eine Urkunde.
Rund um den Kalenderplatz, am Landeshaupthöhenpunkt und in weiteren neu gestalteten Bereichen entfaltet sich in diesem Jahr ein noch größeres Blütenmeer: 240.000 zusätzliche Frühblüher – fast doppelt so viele wie im Jahr 2025. Aufgrund des ungewöhnlich langen Winters und anhaltend kalter Temperaturen setzte die Blüte jedoch später ein, erklärte Parkleiter Ahmad. Ein sehr guter Zeitpunkt für einen Besuch ist Anfang Mai.
Gleichzeitig stellte er das neue Konzept der Tulipan vor. Die Flächen zwischen Kalenderplatz und dem Eingang Massiner Weg werden schrittweise umgestaltet. Ziel ist es, das Blüherlebnis langfristig zu steigern, die Klimaresilienz zu verbessern und die ökologische Vielfalt zu stärken. Dabei bleibt die Tulpe weiterhin der Star der Schau.
Im Fokus der Tulpenblüte stehen künftig verstärkt die Bereiche rund um den Landeshaupthöhenpunkt. Dort wurden etwa 75.000 Tulpen sowie rund 140.000 Frühblüher gepflanzt. Ergänzend wurden bereits im Februar weitere 40.000 Tulpen am Kalenderplatz gesetzt, um die Blütezeit bis in den Mai hinein zu verlängern.
Ein zentraler Bestandteil des neuen Konzepts ist die Bodenregeneration: Verdichtungen wurden gelockert und das Bodenleben gestärkt, um langfristig gesunde und stabile Pflanzungen zu ermöglichen. Zudem setzt der Park verstärkt auf Wildtulpen und mehrjährige Frühblüher wie Lerchensporn, Anemonen, Puschkinien und Märzenbecher, die in diesem Jahr erstmals zu sehen sind.
Neu ist auch der stärkere Fokus auf ungefüllte Blütenformen, die das Nahrungsangebot für Bienen und andere Insekten deutlich verbessern. Pflanzen dürfen künftig verwildern und sich natürlich ausbreiten. So entsteht nach und nach ein lebendiges, naturnahes Blütenbild, das nicht nur ästhetisch ist, sondern auch wertvollen Lebensraum bietet. „Das neue Konzept der Tulipan ist ein großer Gewinn für unseren Bezirk. Es verbindet eindrucksvoll gärtnerische Gestaltung mit ökologischer Verantwortung. Besonders begrüße ich, dass Bienen und andere Insekten künftig deutlich mehr Lebensraum und Nahrungsangebote finden. So entsteht nicht nur ein schönes, sondern auch ein nachhaltiges Naturerlebnis für alle Generationen“, bemerkt unser Fraktion Scharmberg, selbst jahrelang Bienenzüchter, dazu. Neue Erlebnisbereiche wie das Blütenmeer am Kalenderplatz, das Wiesenpanorama und ein lichter Birkenhain erweitern das Angebot. Besonders im Bereich „Arkadien“ wird der Wandel sichtbar: Hier entsteht ein verbindendes Blütenband mit insektenfreundlicher Ansaat und künftig ganzjährig wechselnden Staudenpflanzungen.
Mit dieser Weiterentwicklung wird die Tulipan zu einem nachhaltigen Naturerlebnis, das sich über das gesamte Jahr erstreckt. Statt eines reinen Frühjahreshighlights bietet der Park künftig Blütehöhepunkte von März bis Oktober. Auf die Tulpen folgen großflächige Staudenpflanzungen, die den Park kontinuierlich in neuen Farben erstrahlen lassen.
Bezirksbürgermeister Martin Hikel begrüßte das neue Konzept, dankte den Gärtnerinnen und Gärtnern für ihre engagierte Arbeit und verteilte anschließend Geschenktüten an die Kinder der Kita Anna, die zu den Paten zählen und die Ehrung traditionell musikalisch mit Liedern begleiten.
Auf der Park-Website www.britzergarten.de befindet sich ein Blühbarometer, das den aktuellen Stand der Blüte anzeigt.
Tulipan im Britzer Garten
Öffnungszeiten: täglich ab 09:00 Uhr, mit Jahreskarte oder Online-Ticket bereits ab 07:00 Uhr Eintritt: 3,00 € (ermäßigt 1,50 €), Führungen ca. 9,50 € Hinweise: Hunde und Fahrräder sind im Park nicht gestattet
Gemeinsam für weniger Müll: Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD Neukölln, Peter Scharmberg (v. 3.v.li.) packt mit seinem Team mit an
Im Rahmen der berlinweiten Aktion „Zusammen ist besser – Berlin räumt auf“ fand der offizielle Müll-Aktionstag im Bezirk Neukölln am Donnerstag, den 16. April 2026, statt.
Die Initiative, die vom Radiosender rbb 88.8 in Zusammenarbeit mit der BSR und nebenan.de ins Leben gerufen wurde, mobilisierte Bürgerinnen und Bürger, Schulen und Vereine, um ihre Kieze gemeinsam von Müll zu befreien. In Neukölln beteiligten sich am zentralen Müll-Aktionstag sowie im Verlauf der gesamten Aktionswoche zahlreiche Gruppen und Einzelpersonen. Insgesamt wurden für den 16. April im Bezirk 19 verschiedene Putzaktionen angemeldet.
Auch in Neukölln engagierte sich die SPD Rudow gemeinsam mit Mitarbeitenden des Bürgerbüros von Franziska Giffey. Darüber hinaus veranstaltete der Kreisverband im Rahmen von „Berlin räumt auf“ eine Sauberkeitsaktion im Anita-Berber-Park. Mit dabei waren unter anderem die Fraktionsvorsitzende Cordula Klein, unser ehemaliger Bezirksverordneter Wolfgang Hecht, die Kandidatin für das Berliner Abgeordnetenhaus Charlotte Mende, die Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport Janine Wolter, Jan-Ole Schmiedecke sowie die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus Derya Çağlar. Auch viele weitere engagierte Helferinnen und Helfer packten mit an.
Ebenso beteiligte sich Bezirksbürgermeister Martin Hikel aktiv an der Aktion. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern befreite er den Rollbergkiez von Müll. Veranstaltet wurde diese Aktion vom Quartiersmanagement Rollbergkiez.
An der zweistündigen Sammelaktion in Rudow nahmen zehn Personen teil, darunter der SPD-Bezirksverordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Peter Scharmberg sowie der Bürgerdeputierte Andreas Domann. Treffpunkt war das Bürgerbüro von Franziska Giffey. Von dort aus ging es zur Rudower Spinne und entlang des Rudower Fließes. Ausgestattet mit Zangen, Müllsäcken, Handschuhen und den von der BSR bereitgestellten „Kehrenbürger-Westen“ wurde entlang der Strecke eine beträchtliche Menge Müll gesammelt.
Parallel zur Aktion organisierten die Berliner Ordnungsämter in der Woche vom 13. bis 19. April 2026 berlinweite Schwerpunktkontrollen im öffentlichen Straßenland zur Bekämpfung illegaler Müllablagerungen. Auch das Neuköllner Ordnungsamt beteiligte sich daran. Der Kampf gegen illegal abgelagerten Müll gehört seit der 2016 von der damaligen Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey initiierten Aktion „Schön wie wir“ zu den zentralen Aufgaben des Bezirksamtes – sowohl durch Prävention und Aufklärung als auch durch konsequentes ordnungsbehördliches Handeln.
Ein besonderes Umweltproblem stellen achtlos weggeworfene Zigarettenkippen dar – oft unterschätzt, aber in ihrer Summe hochproblematisch. Dies betrifft ebenso achtlos entsorgte Elektrogeräte, Coffee-to-go-Becher sowie Plastik- und Papiertüten.
Zigarettenkippen sind weit mehr als ein ästhetisches Problem. Darauf macht auch die 2019 gestartete Initiative „Neukölln kippenfrei“ aufmerksam, bei der unter anderem tragbare Taschenaschenbecher am Eingang des Tempelhofer Feldes verteilt wurden. Eine einzelne Zigarette kann bis zu 60 Liter Grundwasser verunreinigen. Neben Nikotin enthalten Zigarettenfilter zahlreiche Schadstoffe wie Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd, Benzol, Nitrosamine und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Diese Stoffe gefährden Wasserorganismen und können über den Wasserkreislauf letztlich auch wieder in die Nahrungskette gelangen.
Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen zeigen zudem, dass ein erheblicher Teil des Nikotins bereits innerhalb von 30 Minuten aus den Filtern herausgelöst wird und über Regenwasser in die Kanalisation gelangt. Von dort aus gelangen die Schadstoffe in Flüsse und Meere, wo sie erhebliche Schäden an Ökosystemen verursachen. Selbst im Meereis der Arktis wurden bereits Rückstände aus Zigarettenfiltern nachgewiesen. Auch im städtischen Raum stellen Kippen eine Gefahr dar – insbesondere für Kinder und Tiere, die sie verschlucken könnten. Umso bedenklicher ist es, dass gerade im Bereich des Rudower Fließes und rund um den Spielplatz besonders viele Kippen eingesammelt werden mussten.
Vor diesem Hintergrund wurden die Bußgelder für das Wegwerfen von Zigarettenkippen in Berlin seit Ende 2025 deutlich erhöht. Der Regelsatz beträgt nun in der Regel 250 Euro, bei schwereren Verstößen kann das Bußgeld bis zu 3.000 Euro betragen. Ein besonders gravierender Fall wurde an der Großziethener Chaussee festgestellt, wo ein ganzer Beutel mit Hunderten Zigarettenstummeln illegal abgelagert wurde. Neben einem verrosteten Grill wurden dort auch Kleidungsstücke und weiterer Müll entdeckt. Während ein Teil direkt entfernt wurde, meldeten die Helfenden größere Fundstücke über die App „Ordnungsamt-Online“.
Die Kosten für die Beseitigung illegaler Müllablagerungen sind erheblich: Allein in Neukölln belaufen sie sich auf rund 178.000 Euro jährlich – Mittel, die sinnvoller in Bildung, soziale Infrastruktur oder klimafreundliche Stadtgestaltung investiert werden könnten.
Im Anita-Berber-Park zeigt sich eine besondere Problemlage: Neben herkömmlichem Müll finden sich dort vermehrt Sperrmüll, Glasbruch und gefährlicher Drogenmüll wie gebrauchte Spritzen. Der Park dient teilweise als Rückzugsort für suchtkranke Menschen.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Zuständigkeit für die Reinigung bei der Autobahn GmbH des Bundes liegt, da sich Teile des Parks über der Stadtautobahn befinden. Dies führt immer wieder zu Verzögerungen bei notwendigen Maßnahmen. Das betrifft auch die Arbeit der Suchthilfeorganisation Fixpunkt, „über die wir mit Mitarbeiter*innen im Anschluss an die Aktion am mobilen Drogenbus vor Ort sprachen“, so Frau Klein. Fixpunkt wünscht sich mit dem Bus direkt im Park stehen zu dürfen, damit der Kontakt zu den Suchterkrankten Menschen besser stattfinden kann. Die Erlaubnis zum Parken fehlt aber leider weiterhin. Die Mitarbeitenden wünschen sich, mit ihrem Bus direkt im Park präsent sein zu können, um niedrigschwellige Hilfe anbieten zu können. Eine entsprechende Genehmigung steht bislang jedoch noch aus.
Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Scharmberg (re.) im Gespräch mit Manfred Ziemer
Mit seiner inzwischen 113. Ausstellung hat der Rudower Heimatverein erneut ein spannendes Stück Regionalgeschichte zugänglich gemacht: Unter dem Titel „Rudow, Neukölln und Berlin im Plan“ wird noch bis zum 10. Mai 2026 jeweils am Wochenende eine eindrucksvolle Schau in der Alten Dorfschule Rudow (Alt-Rudow 60) präsentiert. Unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender Peter Scharmberg hat die Ausstellung bereits vor der offiziellen Eröffnung am 18. April besucht, war allerdings so begeistert, dass er der offiziellen Eröffnung durch unseren Bezirksbürgermeister Martin Hikel zusammen mit unserem Bezirksverordneten Michael Morsbach beiwohnte.
Im Zentrum der Ausstellung stehen historische Karten und Pläne von Rudow, Neukölln und Berlin, ergänzt durch eindrucksvolle Luftaufnahmen aus der Zeit von 1943 bis in die Jahre nach dem Mauerbau. Begleitende Broschüren und Bücher veranschaulichen die Entwicklung der Region und liefern zusätzliche historische Einordnungen. Einen besonderen Einstieg bietet ein Modell aus der Mittelsteinzeit, dem Mesolithikum. Es zeigt das Leben der Menschen vor rund 11.500 Jahren – einer Zeit des klimatischen Umbruchs nach der letzten Eiszeit. Die Darstellung macht deutlich, wie Menschen in mobilen Rundhütten lebten und sich als Nomaden von Jagd, Fischfang und dem Sammeln von Pflanzen ernährten. Besonders Haselnüsse spielten dabei eine zentrale Rolle. In der Gegend des heutigen Rudow siedelten sie bevorzugt entlang von Gewässern wie dem Rudower Fließ. Frühe Formen der Landschaftsdarstellung, so erklärt es Ziemer, waren Zeichnungen in den Sand oder im Stein. Ein Beispiel dafür ist das rund 13.000 Jahre alte Relief aus der Höhle Ségognole 3, das als eines der ältesten topografischen Modelle gilt.
Ein herausragendes Exponat ist der Rudower Feldmarkplan von 1777. Er zeigt bereits zentrale Straßenverläufe und markiert die Lage des damaligen Dorfkerns. Wie Manfred Ziemer, zweiter Vorsitzender des Vereins, erläutert, lassen sich darin schon bekannte Straßenzüge erkennen. Zu dieser Zeit lebten in Rudow etwa 200 Menschen. Darüber hinaus überrascht die Ausstellung mit besonderen Exponaten wie einem Plan in Blindenschrift sowie einem detailreichen, gemalten Ortsplan im Maßstab 1:1000. Ergänzt wird dies durch einen Blindenstadtführer für Neukölln, Alt-Britz, Alt-Rudow und die Gropiusstadt, der einst im Auftrag des Bezirks entstand.
Die Ausstellung zeichnet eindrucksvoll die Entwicklung Rudows nach: Erstmals 1373 erwähnt, hat sich das einstige Dorf zu einem Ortsteil mit heute über 42.000 Einwohnern entwickelt. Ähnliche Entwicklungen zeigt auch Neukölln, dessen Ursprünge im mittelalterlichen Richardsdorp liegen, das später als Rixdorf bekannt wurde und seit 1912 den heutigen Namen trägt. Besonders um die Jahrhundertwende wuchs der Ort rasant und entwickelte sich vom größten Dorf Preußens zu einem dicht besiedelten Stadtteil. Parallel dazu expandierte auch Berlin selbst stark. Im Zuge der Industrialisierung vervielfachte sich die Bevölkerung, und mit der Eingemeindung im Jahr 1920 wurde Berlin zu einer der größten Metropolen weltweit.
Luftaufnahme von Berlin
Der Blick in die Vergangenheit macht zugleich aktuelle Herausforderungen sichtbar: Wohnraummangel, steigende Mieten und zunehmender Verkehr stellen die Stadt vor große Aufgaben. Umso wichtiger ist eine vorausschauende Stadtplanung, die Wachstum und Lebensqualität in Einklang bringt. Die Ausstellung zeigt dabei nicht nur die bauliche Entwicklung, sondern auch die landschaftlichen Qualitäten der Region. Trotz ihres Wachstums ist Berlin eine vergleichsweise grüne Metropole geblieben – mit einem Waldanteil von rund 18 Prozent und einem Grünflächenanteil von über einem Drittel der Stadtfläche.
So lädt die Ausstellung dazu ein, Geschichte nicht nur zu betrachten, sondern daraus auch Fragen für die Zukunft abzuleiten. Gerade in Zeiten des Wachstums braucht es eine Stadtentwicklung mit Augenmaß, um Lebensqualität und gewachsene Strukturen zu bewahren. „Ein Beispiel ist das im Februar 2026 beschlossene Kleingartenflächensicherungsgesetz, für das sich die SPD auf Bezirks- und Landesebene stark gemacht hat: Es schützt mit 22,4 Quadratkilometern eine Fläche, die größer ist als Friedrichshain-Kreuzberg. Auch bei der Wohnraumschaffung setzt die SPD Neukölln auf kluge Nachverdichtung, um Grünflächen zu erhalten. Natur, Stadtentwicklung und gesellschaftliches Handeln gehören schließlich zusammen – daraus erwächst Verantwortung, damit Berlin auch in Zukunft lebenswert bleibt“, hebt Scharmberg hervor.
113. Ausstellung des Rudower Heimatverein „Rudow, Neukölln und Berlin im Plan“ Ort: Alte Dorfschule Rudow, Alt-Rudow 60, 12355 Berlin Zeitraum: bis 10. Mai 2026, samstags und sonntags von 10:00 bis 16:00 Uhr Gruppenführungen nach Vereinbarung unter Tel. 030 / 664 39 26
Die SPD-Fraktion Neukölln lädt am Montag, den 27. April 2026 von 18:00 bis 18:45 Uhr zu einer Online Bürger:innensprechstunde via Zoom ein. Anmeldung unter info@spdfraktionneukoelln.de.
Unser Bezirksverordneter Marko Preuß (Vorsitzender im Ausschuss für Verkehr und Tiefbau) und unser Bürgerdeputierter Jörg Stempel (Ausschuss für Verkehr und Tiefbau) freuen sich, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.
Die Zählgemeinschaft aus SPD und Grünen beantragt in der nächsten BVV die Missbilligung gegen die Amtsführung der Jugendstadträtin Sarah Nagel (Linke).
Cordula Klein, Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion und Beate Bruker, Fraktionsvorsitzende der Grünen Fraktion erklären: „Sarah Nagel hat viel zu spät von der mutmaßlichen Vergewaltigung erfahren und auch dann erst schleppend reagiert. Bei einem so gravierenden Vorwurf muss eine Stadträtin unverzüglich Antworten liefern und Konsequenzen ziehen. Ihre verzögerte Kommunikation hat das Vertrauen in das Neuköllner Jugendamt und die Neuköllner Jugendeinrichtungen beschädigt.
Die Bezirksverordnetenversammlung Neukölln sollte mit der Missbilligung ein deutliches Zeichen setzen, dass eine solche Amtsführung sich nicht wiederholen darf. Die Stadträtin muss jetzt alles für eine umfassende Aufklärung und den Schutz der Neuköllner Kinder und Jugendlichen tun.“
Wünschen allen frohe und gesegnete Ostern: Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel, Weihbischöfin Dr. Julia Helmke und Superintendent Dr. Christian Nottmeier (v.re.)
Der 12. Osterbrunch in der Genezarethkirche hat sich längst als fester Bestandteil im Neuköllner Veranstaltungskalender etabliert – und auch in diesem Jahr wurde er zu einem besonderen Fest der Hoffnung, Gemeinschaft und Solidarität. Bei strahlendem Frühlingswetter versammelten sich rund 120 Gäste der Tee- und Wärmestube am Ostermontag am Herrfurthplatz, um gemeinsam zu feiern, zu essen und für einige Stunden den Alltag hinter sich zu lassen.
Eingeladen hatte der Evangelische Kirchenkreis Neukölln gemeinsam mit dem Diakoniewerk Simeon und dem Armutsbeauftragten der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), Thomas de Vachroi. Das Event stand unter dem Leitgedanken „Ostern als Anlass für Solidarität – Armut eine Stimme geben“. Zu den Gästen zählten neben den Besucherinnen und Besuchern der Tee- und Wärmestube auch Mitglieder der Neuköllner Seniorenvertretung. Für sie präsent waren unter anderen Doris Hammer und Christiane Wanjura-Hübner. Letztere zog sich auch gleich ein „Armut eine Stimme geben“-T-Shirt über und half beim Servieren. Das tat auch die Generalsuperintendentin und Weihbischöfin Dr. Julia Helmke, die als Ehrengästin eingeladen war. Auch Helmke begrüßte die Gäste ganz herzlich und sprach den vielen ehrenamtlich Engagierten und den Musikern ihren großen Dank aus.
Felix serviert die hervorragenden Speisen
Zahlreiche Ehrenamtliche sowie Unterstützerinnen und Unterstützer aus Politik und Gesellschaft packten auch diesmal tatkräftig mit an. So auch die Fraktionsvorsitzende der SPD Neukölln, Cordula Klein, die selbst Kaffee und Kuchen an die Gäste verteilte und das Gespräch suchte. Auch Felix vom SPD Team half wieder mit und teilte Essen aus.
Für musikalische Höhepunkte sorgten die Band #BringThatThing sowie die Sängerin Cara Cituan. Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme und viel Charisma begeisterte sie das Publikum und schuf eine warme, fröhliche Atmosphäre. Besonders bemerkenswert: Auch sie unterstützte spontan beim Servieren und zeigte damit ihre Verbundenheit mit den Gästen.
Cara Cituan sorgte mit ihrer Band für eine festliche Atmosphäre
In seiner Ansprache schlug Superintendent Dr. Christian Nottmeier einen Bogen von einem Frühlingsmotiv bei Johann Wolfgang von Goethe zur Osterbotschaft und betonte die Kraft neuer Hoffnung nach schwierigen Zeiten. Nach einem harten und kalten Winter mit viel Eis und Schnee hieß es nun: endlich aufatmen! Ehrengast Bezirksbürgermeister Hikel hob in seiner Begrüßungsrede hervor, dass das Event Osterbrunch einzigartig in Berlin ist und „Neukölln immer etwas anders daher kommt, als man denkt“. Er würdige das Engagement der Organisatoren und der ehrenamtlich Beteiligten als „etwas Wunderbares“ und wünschte allen frohe Ostern.
Ein gelungener Ostermontag – dank der tatkräftigen Unterstützung zahlreicher Ehrenamtlicher
Kulinarisch verwöhnt wurden die Gäste mit sehr leckeren Hühnerschenkeln mit Kartoffelstampf, Karotten und Erbsen. Zur Nachspeise gab es eine frische Quarkspeise mit Erdbeeren. Auch französische Baguettes mit Schinken und Käse wurden serviert. Obendrauf wurden Torten, Donuts und verschiedenste, mitunter selbstgebackene Kuchen gereicht. Zum Schluss konnten sich noch viele ein Essen mit nach Hause nehmen und bekamen eine Tüte voller Süßigkeiten, die vom Team Edeka Ulrich ausgeteilt wurden.
„Der Osterbrunch in der Genezarethkirche zeigt auf besondere Weise, was unseren Bezirk ausmacht: Zusammenhalt, Respekt und das für einander Dasein, gerade für jene, die in Armut leben. Es ist wichtig, dass wir Menschen, die es im Alltag schwer haben, nicht nur unterstützen, sondern ihnen auch Räume der Begegnung und Wertschätzung bieten. Für mich ist es selbstverständlich, hier mit anzupacken – denn gelebte Solidarität beginnt im Kleinen“, betont unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein.
Die SPD-Fraktion Neukölln wünscht Ihnen und Ihren Familien frohe und gesegnete Osterfeiertage und schöne Osterferien!
Gern sind wir für Sie und Ihre Fragen und Wünsche da! Sie erreichen uns per Email unter info@spdfraktionneukoelln.de oder telefonisch unter 030/ 90239 2498.
Sahen eine berührende Ausstellung: Die SPD-Fraktion Neukölln mit Cindy Adjei, Vorsitzender Codula Klein und stellv. Vorsitzendem Marko Preuß (2.,3. u. 6.v.li.) mit Stadträtin Janine Wolter (5.v.li.) und den Machern der Ausstellung
„Mittlerweile sind seit dem Erdbeben 64 Stunden vergangen. Jemand schreit, dass er eine Frauenstimme hört. Noch kurz davor war dort ein Bagger im Einsatz. Stille. Wir hören hin. Ja, da ist tatsächlich etwas, ein leises Geräusch. Unsere Herzen schlagen schneller, wir alle versuchen, den Schutt mit bloßen Händen zu entfernen. Das Geräusch wird lauter, es klingt wie ein Wimmern. Und … aus den Trümmern schaut uns ein kleines Hundegesicht an. Ja, es lebt. Ich gebe ihm sofort einen Namen: ‚Pamuk‘. Das ganze Team, die Menschen um uns herum sind voller Freude, Hoffnung – ein Moment der Fröhlichkeit. Der süße Hund gibt uns Kraft. Später erfahre ich, dass der Name des Hundes tatsächlich ‚Pamuk‘ ist. Alles liegt unter Trümmern begraben – der Staat, Menschen, Tiere, Fahrzeuge, alles Materielle. Nur eines hat das Erdbeben nicht zerstört: die Hoffnung.“
Ließen sich die Ausstellung erläutern: Neuköllns Kultur-Stadträtin Janine Wolter mit dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner
Mit diesen Worten schildert der international renommierte Fotojournalist Gürcan Öztürk eine der Rettungs- und Bergungsaktionen im Erdbebengebiet der Türkei, das sich am 6. Februar 2023 im Südosten des Landes und im Norden Syriens ereignete. Öztürk gehörte zu den ersten Fotografen, die unmittelbar nach dem Erdbeben vor Ort waren, gemeinsam mit internationalen Rettungsteams Hilfe leisteten, Leben von Mensch und Tier retteten und das Ausmaß der Katastrophe dokumentierten. Seitdem reist Gürcan Öztürk im Rahmen seines Dokumentarfilm-Projekts „Wir werden zurückkehren“ seit nunmehr zwei Jahren regelmäßig in die betroffenen Regionen. Die Spuren des Erdbebens sind in den elf betroffenen Städten weiterhin sichtbar – und werden ihn auch in den kommenden Jahren begleiten.
Das Foto „Pamuk“ ist Teil der eindrucksvollen und zutiefst berührenden Ausstellung „Auf den Spuren des Erdbebens“, die noch bis zum 25. April 2026 im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt zu sehen ist. Gemeinsam mit der Neuköllner Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Janine Wolter, sowie dem Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, Marcel Hopp, besuchten die Fraktionsvorsitzende der SPD Neukölln, Cordula Klein, und die Bezirksverordneten Marko Preuß und Cindy Adjei die Ausstellung und nahmen an einer Führung teil. Ihnen angeschlossen hat sich Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner. Begleitet wurde die Führung von Filiz Bragulla von der Black Label Produktion, die gemeinsam mit ihrem Mann Alpay Yeşildağlar das Projekt organisiert. Beide engagieren sich für die Unterstützung der Betroffenen. So wurde unter anderem eine Benefizveranstaltung initiiert, deren Erlöse dem Verein Pi KIZ Kardeşim zugutekamen. Dieser finanziert Therapien für krebskranke Frauen, die vom Erdbeben betroffen sind.
Öztürks Foto „Pamuk“ verbreitete sich weltweit und wurde zum Symbol der Hoffnung für Menschen, die Anteil am Schicksal der Betroffenen nahmen. Zwei schwere Hauptbeben der Stärken 7,8 und 7,5 sowie zahlreiche Nachbeben verwüsteten weite Teile der Region. Rund 300.000 Gebäude stürzten in elf Provinzen ein. Besonders betroffen war die historische Stadt Antakya in der Provinz Hatay, die nahezu vollständig zerstört wurde.
Die Katastrophe löste auch eine gesellschaftliche Debatte über Baumängel aus. Viele Gebäude hielten den Erschütterungen nicht stand, weil Sicherheitsvorschriften missachtet oder illegale Aufstockungen vorgenommen worden waren. Besonders stark betroffen waren die Regionen um Gaziantep und Kahramanmaraş. Über 56.000 Menschen verloren in der Türkei und in Syrien ihr Leben, Zehntausende wurden verletzt.
SPD-Fraktionsvorsitzende Cordula Klein
Über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren dokumentierte Öztürk das Leben in den betroffenen Regionen. Seine Fotografien entstanden unter anderem in Hatay, Adıyaman, Kahramanmaraş, Malatya und Gaziantep. Sie zeigen zerstörte Städte, provisorische Lebensbedingungen sowie den Alltag der Menschen nach der Katastrophe.
Cindy Adjei mit Marcel Hopp MdA
„Diese Ausstellung führt uns eindringlich vor Augen, welches Ausmaß diese Katastrophe hatte – und bis heute hat. Die Bilder zeigen nicht nur Zerstörung, sondern vor allem die Stärke, Würde und den Zusammenhalt der Menschen vor Ort. Sie führt uns eindringlich vor Augen, welches Ausmaß diese Katastrophe hatte – und bis heute hat. Gerade das Foto ‚Pamuk‘ steht sinnbildlich für Hoffnung in einer Situation, die von Verlust und Leid geprägt ist. Für uns als SPD Fraktion Neukölln ist klar: Wir dürfen die betroffenen Regionen und die Menschen dort nicht vergessen. Solidarität bedeutet, hinzusehen, zu erinnern und Unterstützung weiterhin möglich zu machen.“
Nach dem Start in Neukölln soll die Ausstellung auch in weiteren Berliner Bezirken gezeigt werden, sodass Berlinerinnen und Berliner im Laufe des Jahres 2026 die Möglichkeit haben, sie zu besuchen.
Fotoausstellung: „Auf den Spuren des Erdbebens: Wir werden zurückkehren“ Fotojournalist: Gürcan Öztürk
Ort: Gemeinschaftshaus Gropiusstadt Adresse: Bat-Yam-Platz 1, 12353 Berlin (U-Bahnhof Lipschitzallee) Zeitraum: bis zum 25. April 2026 Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag, 10:00 bis 20:00 Uhr (Foyer) Eintritt: kostenfrei
Apropos: Wer ebenfalls für die Unterstützung krebskranker Frauen, die vom Erdbeben betroffen sind, spenden möchte, kann dies online tun unter: