Pressemitteilungen

Die SPD-Fraktion Neukölln wünscht frohe Feiertage!

Die SPD-Fraktion Neukölln wünscht frohe Feiertage! 1

Die SPD-Fraktion Neukölln wünscht Ihnen und Ihren Familien frohe und vor allem gesunde Feiertage und einen guten Rutsch in das Jahr 2026.

Wir haben für Ihre Fragen und Anregungen immer ein offenes Ohr. Sie erreichen uns unter info@spdfraktionneukoelln.de. Persönlich sind wir ab dem 5.1.2026 gern wieder für Sie da.

Nachhaltig und gerecht für Neukölln: Die Rot-Grüne Zählgemeinschaft wird ihre Arbeit bis 2026 fortsetzen

Gemeinsame Pressemitteilung von SPD Neukölln und Bündnis 90/Die Grünen Neukölln

Die Kreisvorsitzenden der SPD, Mirjam Blumenthal und Fabian Fischer, sowie die Vorstandssprecherinnen von Bündnis 90/Die Grünen Neukölln, Lisa Ruppel und Christina Hilmer-Benedict, erklären mit Blick auf die kommende BVV-Sitzung am Mittwoch, 26. April 2023, dass SPD und Bündnis 90/Die Grünen in Neukölln die rot-grüne Zählgemeinschaft fortführen und dabei auf die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit der letzten eineinhalb Jahre aufbauen wollen. Die Fraktionen der Zählgemeinschaft werden bei Abstimmungen Mehrheiten mit den anderen demokratischen Fraktionen in der BVV suchen.

Grundlage der Zusammenarbeit bleibt die Zählgemeinschaftsvereinbarung „Nachhaltig und gerecht. Gemeinsam für Neukölln. Die Zählgemeinschaft wird am 26. April erneut Martin Hikel als Bezirksbürgermeister von Neukölln zur Wahl vorschlagen.

Der Co-Kreisvorsitzende der SPD Neukölln, Fabian Fischer erklärt: „Rot-Grün ist ein gutes Team und macht eine sehr gute Arbeit für die Menschen im Bezirk. Mit Martin Hikel, Karin Korte und Jochen Biedermann haben wir exzellente Vertreter*innen im Bezirksamt, die mit Tatkraft und Sachverstand arbeiten. Gleichzeitig danke ich Mirjam Blumenthal für ihre hervorragende Arbeit. Aufgrund des Wahlergebnisses wird sie dem Bezirksamt leider nicht mehr angehören, was wir sehr bedauern.“

Für Bündnis 90/Die Grünen Neukölln erklären die Vorstandssprecherinnen Lisa Ruppel und Christina Hilmer-Benedict: „Der 2021 geschlossene Zählgemeinschaftsvertrag umfasst eine Vielzahl an Projekten, mit denen beide Parteien ehrgeizige Ziele verfolgen – etwa in den Bereichen Klimaschutz, Mieter*innenschutz und soziale Gerechtigkeit. Wir freuen uns, den gemeinsamen Weg fortsetzen zu können und uns weiter gemeinsam im Bezirk für diese Themen einzusetzen. Zudem ist uns die Sicherstellung der gleichberechtigten Teilhabe am politischen, sozialen und kulturellen Leben der gesamten Bezirksgesellschaft und der Kampf gegen alle Formen von Diskriminierung und Rassismus in Neukölln weiter gemeinsames Anliegen, das wir zusammen mit der Bezirksgesellschaft umsetzen und stärken werden.“

Die Zählgemeinschaft hat Gespräche mit der LINKEN sowie mit der CDU gesucht. Das Neuköllner Bezirksamt soll sich wie folgt zusammensetzen:

SPD Neukölln:

  • Martin Hikel (als Bezirksbürgermeister, zuständig u.a. für Finanzen, Verwaltung, Facility Management und Bürgerdienste)
  • Karin Korte (als Stadträtin für Bildung, Schule, Sport und Kultur)

Bündnis 90/ Die Grünen Neukölln:

  • Jochen Biedermann (als Stadtrat für Stadtentwicklung, Straßen und Grünflächen, Umwelt und Natur)

CDU Neukölln:

  • Ordnungsamt
  • Amt für Soziales und Gesundheitsamt

Die LINKE Neukölln:

  • Jugendamt

Der gesetzlichen Regelung folgend steht der CDU der Posten des stellvertretenden Bezirksbürgermeisters zu.

Dem Wahlergebnis vom 12. Februar 2023 Rechnung tragend wird der Bezirksverordnetenvorsteher künftig von der CDU gestellt. Die SPD wird den stellvertretenden Vorsteher stellen.

Pressemitteilung als PDF

Einladung zur Bürger:innensprechstunde

Die SPD-Fraktion Neukölln lädt am Donnerstag, den 26. Februar 2026 ab 18:00 Uhr zu einer Bürger:innensprechstunde in die Villa Rixdorf (Richardplatz 6, 12055 Berlin) ein.

Unsere Bezirksverordneten Marina Reichenbach (Vorsitzende im Ausschuss für Bildung, Schule und Kultur) und Michael Morsbach (Vorsitzender im Ausschuss für Ordnung) freuen sich mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

260217_PM Einladung zur Bürger:innensprechstunde

Gelebte Nachbarschaft: Sri-Lanka-Community kocht für die Tee- und Wärmestube Neukölln

Gelebte Nachbarschaft: Sri-Lanka-Community kocht für die Tee- und Wärmestube Neukölln 2
Solidarität mit den Ärmsten: Das Team der Tee- und Wärmestube um Thomas de Vachroi (2.v.li.) mit der Sri-Lanka-Community und SPD-Fraktionsvorsitzender Cordula Klein (3.v.li)

Mit Unterstützung der SPD-Fraktionsvorsitzenden Cordula Klein und Daniela Meier hat die Sri-Lanka-Community in Berlin am 1. Februar wieder einmal gezeigt, was gelebte Nachbarschaft bedeutet: Gemeinsam mit Farhan, Jayani, Uresha, Tharindu, Pema und Felix wurde ein köstliches Gericht aus Sri Lanka gekocht. Diesmal gab es Chicken-Mango mit Reis und zum Nachtisch einen Obstsalat mit frischem Quark. Außerdem standen verschiedene Kuchen zur Auswahl, so selbstgebackener Marmorkuchen, Apfel-und Käsekuchen, die mit Tee und frisch gebrühtem Kaffee gereicht wurden.

Erwartungsgemäß füllte sich die Tee- und Wärmestube nach der Öffnung für Besucher gegen 15.00 Uhr im Nu – schließlich zeigte das Außenthermometer minus sieben Grad Celsius an, und es war windig und feucht, sodass die gefühlte Temperatur weit darunter lag. In solchen Momenten gibt es nichts Schöneres, als in der warmen Stube zu sitzen und eine Tasse Kaffee und Kuchen zu genießen, auf Wunsch auch mit Sahne.

Gelebte Nachbarschaft: Sri-Lanka-Community kocht für die Tee- und Wärmestube Neukölln 3

Als den Gästinnen und Gästen der Tee- und Wärmestube schließlich der wohlige Duft des Chicken-Mango in die Nase stieg, hatten die vielen Helferinnen und Helfer bereits mehrere Stunden damit verbracht, allerlei Obst mundgerecht zu schneiden, mehrere Kilo Reis zu kochen sowie Kuchen, Kaffee- und Teekannen sowie Kaltgetränke für rund 100 Besucher bereitzustellen. Kein leichtes Unterfangen, gerade in einer kleinen Küche und auf engstem Raum. Da aber das Team die Räumlichkeiten bereits gut kennt, bestens eingespielt ist und stets mit viel Herzblut und Freude an die Arbeit geht, verlief beim Kochen alles reibungslos. Dafür sorgte auch der professionelle Blick von Farhan, der das überaus erfolgreiche Restaurant Ceylon Bay in der Fuggerstraße leitet. Er hatte den Riesentopf mit dem Chicken-Mango bereits im Restaurant vorbereitet und dann mitgebracht. Für die Kaltgetränke und leckeren  Cream Cracker aus Sri Lanka sorgte diesmal Newrest Germany, Standort Berlin.

Gelebte Nachbarschaft: Sri-Lanka-Community kocht für die Tee- und Wärmestube Neukölln 4

Der Armutsbeauftragte der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Thomas de Vachroi, zeigte sich am Abend höchst zufrieden. Alle Gäste konnten versorgt werden, und der riesengroße Topf mit dem Hauptgericht war leer. Besonders freute er sich auch über die schöne Atmosphäre an diesem Tag. Alle rückten ungefragt etwas zusammen, damit auch jeder einen Platz bekam. „Zum Schluss bleibt ein großes Dankeschön: an Ceylon Bay und die Sri-Lanka-Community, an Cordula Klein und Daniela Meier, an Newrest Berlin und an alle, die mit anpacken. Ihre immerwährende Hilfe und Unterstützung machen aus einem einfachen Mittagessen einen Moment der Menschlichkeit, der weit über diesen einen Februartag hinausstrahlt“, so Vachroi.

Gelebte Nachbarschaft: Sri-Lanka-Community kocht für die Tee- und Wärmestube Neukölln 5

Derzeit nimmt die Tee- und Wärmestube sehr gerne haltbare Nahrungsmittel entgegen, darunter auch Reis, Nudeln, Gewürze und Tee.

Kontakt
Tee- und Wärmestube Neukölln, Weisestraße 34, 12049 Berlin
Tel.: 030 622 28 80, t.devachroi@diakoniewerk-simeon.de

Spendenkonto
Diakoniewerk Simeon gGmbH, Kennwort: Diakonie Tee- und Wärmestuben Neukölln/Vachroi/Nahrungsmittel
IBAN: DE90 3506 0190 0000 0300 07
BIC: GENODED1DKD
Kreditinstitut: KD-BANK (Bank für Kirche und Diakonie)

Gelebte Nachbarschaft: Sri-Lanka-Community kocht für die Tee- und Wärmestube Neukölln 6

Teamgeist über 29 Etagen: SPD- Fraktion beim Tower-Run in der Gropiusstadt

Teamgeist über 29 Etagen: SPD- Fraktion beim Tower-Run in der Gropiusstadt 7
Hand in Hand für phantastischen Sport auch bei eisigen Temperaturen: Das Team der SPD-Fraktion Neukölln um Fraktionsvorsitzende Cordula Klein (5.v.li.) mit Sportstadträtin Janine Wolter (3.v.li.), Senatorin Franziska Giffey (4.v.re.), Marcel Hopp MdA (6. v. li.) und Derya Caglar MdA (2.v.re.)

Auch bei Sportveranstaltungen wie dem international renommierten Tower-Run in der Gropiusstadt erweist sich unsere SPD-Fraktion als fantastisches Team, das Hand in Hand arbeitet. Das hat sie auch am 11. Januar beim 24. Tower-Run im Ideal-Hochhaus bei Temperaturen um die minus acht Grad Celsius bewiesen. Traditionsgemäß hat unsere SPD-Fraktion entlang der Außenstrecke sowie auf allen 29 Etagen von Berlins höchstem Wohnhochhaus in der Fritz-Erler-Allee 12 auch diesmal für die Streckensicherung beim Lauf gesorgt.

Darüber hinaus waren neben unserer Fraktion und unserer Fraktionsvorsitzenden Cordula Klein unsere Senatorin für Energie, Wirtschaft und Betriebe und Bürgermeisterin von Berlin, Franziska Giffey, unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel sowie unsere designierte Neuköllner Bürgermeisterkandidatin Janine Wolter, die als Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport zusammen mit Giffey an der Starterklappe stand, anwesend. Ebenso vor Ort waren unsere Mitglieder im Abgeordnetenhaus Derya Çağlar sowie Marcel Hopp.

Teamgeist über 29 Etagen: SPD- Fraktion beim Tower-Run in der Gropiusstadt 8
Neuköllns Sportstadträtin Janine Wolter startet das Rennen

Der stets international besetzte Tower-Run wird von der TuS Neukölln in Kooperation mit unserer Neuköllner SPD-Fraktion und der Baugenossenschaft IDEAL veranstaltet und ist eines der herausragenden Sportereignisse in Neukölln. Der Tower-Run ist Teil der Serie Deutscher Towerrunning Cup und wird für die Premium Races der World Towerrunning Series 2026 gewertet. Er ist Profi- und Volkslauf zugleich und verzeichnet Jahr für Jahr mehr als 150 Läuferinnen und Läufer. Darunter sind stets auch Feuerwehrleute aus den verschiedensten Bundesländern. 32 von ihnen reisten an. Damit war dieses Feld der Läuferinnen und Läufer trotz der angekündigten winterlichen Extremwetterlage sehr gut vertreten. Die Teilnehmenden kamen aus Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Hamburg. Auch international war der Tower-Run vertreten: Läufer aus Italien, Spanien, Belgien und Polen waren am Start. Leider krankheitsbedingt absagen musste in diesem Jahr Konrad Beyer, der Altstar von der TuS Neukölln.

Teamgeist über 29 Etagen: SPD- Fraktion beim Tower-Run in der Gropiusstadt 9

Insgesamt kamen in diesem Jahr 158 Läuferinnen und Läufer ins Ziel. Sie mussten zuvor eine Laufstrecke von 475 Metern bewältigen, um dann 90 Höhenmeter zu bezwingen, in Stufen gerechnet: 465. Damit erreichten sie die 29. Etage, wo sie oft in kleinen Gruppen die Aussicht auf Berlin genossen. Für die teilnehmenden Feuerwehrleute ist der Tower-Run eine echte Herausforderung. Nach einer 50 Meter langen Einführungsrunde müssen sie mit einem Zusatzgewicht von rund 30 Kilogramm die 90 Höhenmeter überwinden. Zusätzlich mit Vollatemschutz ausgerüstet, müssen sie eine spezielle Atemtechnik einsetzen, um die Strecke zu bewältigen. Gleichzeitig sind sie im Schutzanzug einer enormen Wärmentwicklung ausgesetzt.

Bei den Männern siegte Samuel Fahrun von Towerrunning Germany. Er lief die Strecke in 3:48 Minuten. Platz zwei ging an Johannes Lüttkepohl aus Berlin. Er benötigte 3:59 Minuten. Glatt vier Minuten brauchte Marc Rocadembosch von JAB Berga aus Spanien – ein extrem spannendes Rennen, das wie alle Zieleinläufe auf einer großen Leinwand für die Zuschauer übertragen wurde.

Teamgeist über 29 Etagen: SPD- Fraktion beim Tower-Run in der Gropiusstadt 10
Auch Senatorin Franziska Giffey übernahm einen Start

Bei den Frauen siegte Linda Vecgaile aus Rostock. Sie absolvierte die Strecke in 5:01 Minuten. Platz zwei errang Martina Wildner vom TuS Lichterfelde mit einer Zeit von 5:34 Minuten. Erneut unter den schnellsten Frauen war Claudia Becker von der Berliner Turnerschaft; sie lief die Strecke in 5:37 Minuten. Ebenfalls in 5:37 Minutenerreichte Natalis Khesse vom Triathlon-Verein Berlin 09 das Ziel.

Sehr starke Leistungen wurden in den Feuerwehrläufen gezeigt. Den ersten Platz belegte Yannick Ecklet vom Team Schnappatmung. Er lief die Strecke in 3:19 Minuten. Platz zwei ging an Tobias Fröhlich vom Team Ostsachsen, er benötigte 3:32 Minuten. Den dritten Platz belegte Tobias Diedrigkeit von der FFW Hamburg. Er brauchte 3:49 Minuten für die Strecke. Auch vier Feuerwehrleute der Feuerwache Neukölln gingen an den Start. Jonas Boldterreichte mit einer Zeit von 4:22 Minuten den sechsten Platz. Piet Bernsten belegte Rang 13, Martin Weisser Platz 18 und Moritz Bischofberger Platz 25 in der Gesamtwertung des Feuerwehrlaufs.

Bei den Feuerwehrfrauen gewann Julia Krüger von der FF Stollberg mit einer Zeit von 7:12 Minuten. Platz zwei holte sich Chiara Bubner vom Team Ostsachsen, die 7:05 Minuten benötigte. Rang drei ging an Lena Sophie Behne von der Feuerwehr Dessau-Roßlau. Sie lief die Strecke in 8:08 Minuten.

„Der Tower-Run steht für genau das, was unsere Gropiusstadt und unsere SPD-Fraktion ausmacht: Zusammenhalt, Einsatzbereitschaft und Leidenschaft – selbst bei eisigen Temperaturen. Es erfüllt mich mit großem Stolz zu sehen, wie unsere Fraktion wieder einmal Hand in Hand gearbeitet hat und es uns gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern von der TuS Neukölln und der Ideal Baugenossenschaft gelungen ist,  Sportlerinnen und Sportlern aus ganz Deutschland und Europa für den Tower-Run zu begeistern. Der Tower-Run ist mehr als ein Wettkampf – er ist ein starkes Zeichen für Gemeinschaft, Fairness und die Kraft des Ehrenamts in Neukölln“, meint unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein. Zum Schluss dankt sie der Neuköllner Abteilung der DLRG, die alle mit Heissgetränken und Würstchen versorgt haben und richtet ihren Dank an alle, die diese Veranstaltung unterstützten.  Im kommenden Jahr feiert der Tower-Run sein 25-Jähriges Jubiläum. Der Jubiläumslauf findet am 10. Januar 2027 statt.

Sternsinger zu Gast im Neuköllner Rathaus: Engagement für Kinderrechte weltweit

Sternsinger zu Gast im Neuköllner Rathaus: Engagement für Kinderrechte weltweit 34
Bezirksbürgermeister Martin Hikel (hi. mi.) freut sich mit dem Bezirksverordneten Michael Morsbach (re.) und Kulturstadträtin Janine Wolter (hi.li.) über den segensreichen Besuch

Am 6. Januar empfing unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel im Rathaus Neukölln im Beisein unserer Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Janine Wolter, des Baustadtrats Jochen Biedermann sowie unseres Bezirksverordneten Michael Morsbach die Sternsinger. Die als Heilige Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar verkleideten Jugendlichen kamen zu Besuch mit Pfarrer Kalle Lenz von der St. Christophorus Kirchengemeinde und brachten an der Tür zum Büro des Bezirksbürgermeisters die Segensbitte an. Die von den Jahreszahlen umrahmten Buchstaben C M B stehen für „Christus Mansionem Benedicat“. Aus dem Lateinischen übersetzt heißt das: „Christus segne dieses Haus“.

Das diesjährige Motto der Sternsinger-Aktion Dreikönigssingen lautete „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Unser Bezirksbürgermeister dankte den Kindern für ihr großartiges Engagement und stellte ihnen eine Frage: „Was würdet ihr verändern, wenn ihr selbst mitentscheiden könntet?“ Die Antwort der Kinder kam prompt: Sie wünschen sich weniger Müll und weniger Graffiti sowie mehr Hilfe für arme Menschen. Anschließend rückten sie die Spendenboxen in den Mittelpunkt, die ausgiebig von den anwesenden Mitgliedern des Bezirksamtes sowie unserem Bezirksverordneten Morsbach bestückt wurden.

Sternsinger zu Gast im Neuköllner Rathaus: Engagement für Kinderrechte weltweit 35
Der Sternsinger bringt den Segen an

Im Zentrum der Sternsinger-Aktion „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ stehen Hilfsprojekte für Kinder in Bangladesch, wo von 1,8 Millionen arbeitenden Kindern und Jugendlichen 1,1 Millionen unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen arbeiten, erklärte Pfarrer Lenz. Organisationen wie die Caritas Bangladesch und die Abdur Rashid Khan Thakur Foundation (ARKTF) kämpfen mit Projekten gegen Kinderarbeit an. So unterstütze Caritas Bangladesh Kinder und Jugendliche aus benachteiligten indigenen Bevölkerungsgruppen mit Bildungsangeboten. Darüber hinaus klärt Caritas Bangladesh Eltern auf, erläutert das Recht ihrer Kinder auf Bildung und macht bewusst, dass regelmäßiger Schulbesuch bessere Zukunftschancen eröffnet. Die ARKTF befreit in der Region Jessore im Westen Bangladeschs Kinder und Jugendliche aus gesundheitsschädigenden Arbeitsverhältnissen und unterstützt ihre (Wieder-)Einschulung oder berufliche Ausbildung. Darüber hinaus sensibilisiere das   ARKTF-Team Kinder, Eltern, Arbeitgeber, lokale Behörden und Regierungsmitarbeitende für Kinderrechte. Unser Bezirksverordneter Morsbach betonte gegenüber Kalle Lenz: „Das Motto der Sternsinger passt perfekt zur Fairtrade-Town Neukölln, da der Faire Handel dieselben Ziele verfolgt.“

Die Aktion Dreikönigssingen besteht bundesweit seit 1959 und wurde von der katholischen Kinder- und Jugendarbeit ins Leben gerufen. Partnerorganisationen der Sternsinger engagieren sich in zahlreichen Ländern dafür, Kinder aus Arbeit zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen. Wie dringend dieses Engagement weiterhin ist, zeigen aktuelle Zahlen: Das von der Weltgemeinschaft formulierte Ziel, Kinderarbeit bis 2025 vollständig zu beenden, wurde verfehlt. Weltweit arbeiten derzeit 138 Millionen Kinder im Alter zwischen fünf und 17 Jahren, 54 Millionen von ihnen unter besonders gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Verantwortet wird die bundesweite Aktion gemeinsam vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Für ihr langjähriges Engagement wurden die Sternsinger 2004 in Münster mit dem Westfälischen Friedenspreis ausgezeichnet. Im Jahr 2015 folgte die Aufnahme des „Sternsingens“ in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes.

Sternsinger zu Gast im Neuköllner Rathaus: Engagement für Kinderrechte weltweit 36
Sternsinger mit Pfarrer Kalle Lenz

Einladung zur Bürger:innensprechstunde

Die SPD-Fraktion Neukölln lädt am Donnerstag, den 22. Januar 2026 ab 18:00 Uhr zu einer Bürger:innensprechstunde in das Kleine Landhaus (Alt-Rudow 31, 12357 Berlin) ein.

Unsere stellv. Fraktionsvorsitzende Gabriela Gebhardt (Mitglied im Ausschuss für Gesundheit) und unser Bezirksverordneter Maximilian Neudert (Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung) freuen sich mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

260116 PM Einladung zur BürgerInnensprechstunde

Rudower Weihnachtsmeile: Lichterglanz, Musik und gelebte Gemeinschaft

Rudower Weihnachtsmeile: Lichterglanz, Musik und gelebte Gemeinschaft 37
Nah am Puls von Rudow: Stadträtin Janine Wolter und Senatorin Franziska Giffey (v.re.)

Am 20. und 21. Dezember verwandelten sich die Straßen Alt-Rudow und Krokusstraße wieder in ein stimmungsvolles Weihnachtsdorf. Eingebettet in den historischen Ortskern von Rudow und begleitet von der von Lichtdesigner Andreas Boehlke entworfenen Weihnachtsbeleuchtung lag über der Rudower Weihnachtsmeile auch in diesem Jahr ein ganz besonderer Zauber: Liebevoll geschmückte Stände, funkelnde Lichter und der Duft weihnachtlicher Köstlichkeiten sorgten für echte Vorfreude auf das Fest.

Eröffnet wurde die Weihnachtsmeile von der Aktionsgemeinschaft Rudow (AG Rudow) als Veranstalter in Kooperation mit Hauptstadt Kultur. Ein besonderer Dank galt der AG Rudow, die gemeinsam mit vielen Unterstützern diesen Lichterglanz Jahr für Jahr möglich macht.

Rudower Weihnachtsmeile: Lichterglanz, Musik und gelebte Gemeinschaft 38

Zur offiziellen Eröffnung sprach auch unsere Berliner Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey, auf der Bühne. Sie begrüßte die Besucher*innen ganz herzlich,  dankte der AG Rudow für ihr großartiges Engagement und den stimmungsvollen Lichterglanz und hob hervor, wie wichtig solche Orte der Begegnung für den Zusammenhalt im Kiez sind. Zudem informierte sie über den aktuellen Stand der geplanten Verlängerung der U7 zum Hauptstadtflughafen. Die Kosten-Nutzen-Untersuchung zeige, dass der Nutzen überwiege. Berlin wolle sich um Bundesfördermittel bewerben und gehe gemeinsam mit der BVG in die detaillierte Planung. „Man braucht Geduld, aber wir lassen nicht locker und bringen das Thema gemeinsam voran“, so Giffey.

Im Anschluss mischte sich Franziska Giffey gemeinsam mit der Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Janine Wolter, unter die Besucherinnen und Besucher. Auf ihrem Rundgang über die Weihnachtsmeile nahmen sich beide Zeit für Gespräche, hörten zu, genossen sichtlich die adventliche Stimmung und begegneten den Menschen auf Augenhöhe. Auch am Stand vor dem Bürgerbüro von Franziska Giffey in Alt-Rudow blieb Raum für persönliche Worte und jede Menge herzliche Begegnungen.

Rudower Weihnachtsmeile: Lichterglanz, Musik und gelebte Gemeinschaft 39

Ebenfalls unter den Gästen war unser Bezirksverordneter Peter Scharmberg (SPD), der sich seit Jahren auch engagiert in der Aktionsgemeinschaft Rudow einbringt. Für ihn ist die Weihnachtsmeile weit mehr als ein Fest: „Hier spürt man, was Rudow ausmacht: Menschen kommen zusammen, man kennt sich, man grüßt sich, man nimmt sich Zeit füreinander. Dieses Miteinander, das von so viel ehrenamtlichem Einsatz getragen wird, ist ein echtes Geschenk – gerade in der Weihnachtszeit“, sagte Scharmberg sichtlich bewegt.

An beiden Tagen war die Weihnachtsmeile sehr gut besucht und bot Erlebnisse für die ganze Familie. Der Weihnachtsmann verteilte Süßigkeiten an die Kinder, ein nostalgisches Karussell und das Entenangeln ließen Kinderaugen leuchten, während das Bungee-Jumping besonders bei Jugendlichen für Begeisterung sorgte. Der Duft von Glühwein und Kinderpunsch, gebrannten Mandeln, frischen Waffeln, Crêpes, Bratwürsten, Langos und orientalischen Spezialitäten zog durch die Straßen. Der traditionelle Glühwein-Treff wurde erneut zum beliebten Ort, an dem Familien, Freunde und Nachbarn zusammenstanden, lachten und die Weihnachtszeit gemeinsam genossen.

Musikalisch sorgte am Freitag die Band „Ulli und die grauen Zellen“ mit Rockklassikern und Schlagern für ausgelassene Stimmung. Am Sonntag brachte die Blue Haley Band mit mitreißendem Rock’n’Roll die Bühne und das Publikum gleichermaßen in Bewegung. Die Rudower Weihnachtsmeile zeigte einmal mehr, wie viel Wärme, Engagement und Gemeinschaft in diesem Kiez stecken – und wie schön Weihnachten sein kann, wenn man es miteinander feiert.

Rudower Weihnachtsmeile: Lichterglanz, Musik und gelebte Gemeinschaft 40

Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt 2025 – Tradition, Lichterzauber und soziales Engagement in Neukölln

Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt 2025 - Tradition, Lichterzauber und soziales Engagement in Neukölln 41
Sahen hervorragende Handwerkskunst in besinnlicher Atmosphäre: SPD-Fraktionsvorsitzende Cordula Klein, Stadträtin Janine Wolter, Vize-Fraktionsvorsitzender Marko Preuß, Bezirksbürgermeister Martin Hikel und Jörg Stempel (v.li.)

Jedes Jahr im zweiten Adventswochenende verwandelt sich der historische Richardplatz im Böhmischen Dorf in unserem Neukölln in einen der stimmungsvollsten Weihnachtsmärkte der Hauptstadt: den Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt. Auch 2025 zog unser Rixdorfer Weihnachtsmarkt  mit seinem Glanz an drei Tagen, vom 5. bis zum 7. Dezember, wieder unzählige Besucher*innen aus Berlin und Umgebung magisch an. Wie jedes Jahr nahm auch diesmal Mitglieder unserer Fraktion an der offiziellen Eröffnung durch unserem Bezirksbürgermeister Martin Hikel und dem Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreis Neukölln, Christian Nottmeier, teil. Gekommen waren unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein und ihr Stellvertreter Marko Preuß sowie unser Bürgerdeputierter Jörg Stempel und unsere Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport und designierte Spitzenkandidatin für das Amt der Bezirksbürgermeisterin, Janine Wolter. Unser Bezirksverordneter Michael Morsbach engagierte sich am Stand mit der Lenkungsgruppe „Fair Trade Bezirk Neukölln!“.  Unsere Stadträtin Wolter besuchte zuvor auch den Weihnachtsmarkt bei Kubus, einer gemeinnützigen Organisation, die unter anderem eine Suppenküche betreibt und sich um Obdachlose kümmert. Dort wandelte sie gemeinsam mit dem Armutsbeauftragten der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg- schlesische Oberlausitz über den Markt und bewunderte die an den Ständen gebotene Handwerkskunst, die in den dortigen Werkstätten gefertigt wird.

Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt 2025 - Tradition, Lichterzauber und soziales Engagement in Neukölln 42
Michael Morsbach (2.v.li.) engagiert sich für „Fair Trade Neukölln“

Der Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt blickt auf eine über 50jährige Tradition zurück und gehört zu den ältesten seiner Art in Berlin. Statt in einer modernen Messehalle oder auf einer großen Plaza spielt sich das weihnachtliche Treiben inmitten des alten Dorfkerns von Rixdorf ab – umgeben von Fachwerkhäusern, Kopfsteinpflaster und historischen Gebäuden wie der Alten Schmiede und der Bethlehemkirche. Diese Kulisse verleiht dem Markt einen ganz besonderen, nostalgischen Charme. 

Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt 2025 - Tradition, Lichterzauber und soziales Engagement in Neukölln 43

Ein wesentliches Merkmal des Marktes ist sein durchweg karitativer Charakter: Alle Stände –  in diesem Jahr mehr als 200 – werden ausschließlich von gemeinnützigen Vereinen, Gruppen und Organisationen betrieben. Die angebotenen Waren sind weitestgehend selbstgemacht – von Handarbeiten und Kunsthandwerk über Holzspielzeug und Kerzen bis hin zu regionalen Spezialitäten wie Honig, Marmeladen oder handgefertigten Geschenken findet hier jeder etwas, das es sich zu verschenken lohnt. Mit jedem Kauf unterstützen Besucher*innen soziale Projekte und Initiativen aus der Region. 

Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt 2025 - Tradition, Lichterzauber und soziales Engagement in Neukölln 44

Der Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt setzt auf stimmungsvolle Beleuchtung mit Petroleumlampen und Gaslaternen, die den Richardplatz in ein warmes, goldgelbes Licht tauchen – ganz ohne grelle Elektronik.  Auch darauf wies unser Bezirksbürgermeister in seiner Eröffnungsrede hin. Denn für die Versorgung der Stände mit Petroleumlampen sorgen Jahr für Jahr etliche ehrenamtlich beim Technischen Hilfswerk engagierte Menschen. Hikel dankte ihnen dafür von ganzem Herzen. Im Mittelpunkt seiner Rede stand die Losung: „Unsere Gesellschaft wird nur gut, wenn wir gutes Tun. Es gehe darum, denjenigen entgegenzutreten, die unser Gesellschaft spalten wollen, Daher sei es wichtig, auf das Eigene und das Gemeinsame und Verbindende zu schauen, wozu der Rixdorfer Weihnachtsmarkt eine gute Gelegenheit biete. In diesem Sinne wünschte er den Besucher*innen viel Freude. Zu guter Letzt dankte er auch der Einstein-Big-Band für ihren Auftritt und begrüßte das „Rixdorfer Engelchen“, das Jahr für Jahr der Eröffnung beiwohnt und übergab das Mikrofon an Nottmeier. „Engel sind Botschafter der Zuneigung, aber auch wir können einander Botschafter der Liebe und der Versöhnung sein. Auch das gehört zu Advent und zur Weihnachtszeit dazu. Macht hoch, die Tür, die Tür macht weit macht weiter. Das gilt jetzt auch für diesen Advent  und Weihnachtsmarkt. Alles ist offen, wir können uns begegnen, wir können uns hier miteinander auf Weihnachten einlassen, darauf, empfindsamer zu sein, aufeinander zuzugehen. Und wir können das, das muss jetzt doch noch einmal sagen, wirklich auf dem schönsten und besten Weihnachtsmarkt hier in Berlin tun“. 

Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt 2025 - Tradition, Lichterzauber und soziales Engagement in Neukölln 45

In diesem Sinne verliefen auch die drei Tage in Rixdorf – friedlich und freudvoll feierten die Menschen die Adventszeit in Vorfreude auf Weihnachten.

„Das Schöne an dem Weihnachtsmarkt ist, dass wirklich jeder Cent dem guten Zweck zugute kommt“, bemerkte Preuß und drehte ein Video, um die Menschen via social Media nach Neukölln einzuladen. Denn eines ist Neukölln nach wie vor: tolerant und weltoffen für alle, die ihr Leben nach ihrer Façon leben wollen. Sie sind willkommen, solange sie anderen keinen Schaden zufügen. Dafür stehen wir, steht die Sozialdemokratie seit ihrer Gründung. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen eine frohe Weihnachtszeit!

Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt 2025 - Tradition, Lichterzauber und soziales Engagement in Neukölln 46

Eröffnungsfeier Leonardo da Vinci Gymnasium

Eröffnungsfeier Leonardo da Vinci Gymnasium 47
Begleiteten den Neubau von Anfang an: Senatorin Franziska Giffey, Derya Caglar MdA, Schulstadträtin a.D. Karin Korte, die jetzige Schulstadträtin Janine Wolter, SPD-Vizefraktionsvorsitzender Marko Preuß und Jan-Christopher Rämer, Schulstadtrat a.D. (v.li.)

Mit vielen Gästen aus Gesellschaft und Politik hat das Leonardo da Vinci Gymnasium seinen neuen Standort in der Christoph-Ruden-Straße gefeiert. Dies, nachdem die Schule bereits im August 2024 eingezogen war. In ihrer Begrüßungsrede ging Schulleiterin Anja Reiter-Ost auf die Geschichte der Schule und auf ihr Profil ein und wies auf das neue Werte-Leitbild der Schule hin. Wundervoll musikalisch begleitet wurde die Feier von dem Auftritt eines Duos, dem Schulchor und der Schulband.   

Das Leonardo-da-Vinci-Gymnasium in Buckow blickt auf eine wechselvolle Geschichte, deren Anfänge im Schuljahr 1982/83 liegen. Fünf siebte Klassen zogen als Filiale der Albert-Einstein-Oberschule in Räume der Christoph-Ruden-Grundschule in Buckow ein, fünf neue achte Klassen fanden ihre vorläufige Heimat in der Heinrich-Mann-Oberschule. 

Eröffnungsfeier Leonardo da Vinci Gymnasium 48
Symbolische Schlüsselübergabe: Schulleiterin Anja Reiter-Ost mit Neuköllns Schulstadträtin Janine Wolter und Staatssekretär Dr. Torsten Kühne (v.li.)

Währenddessen liefen die Planungen für ein eigenständiges Gymnasium, das fünfte im Bezirk Neukölln. Es wurde am 16.12.1983 im Rahmen einer Festveranstaltung als 5. Gymnasium von Neukölln unter dem Namen Leonardo-da-Vinci-Oberschule eingeweiht. Es stand exakt auf dem Platz, wo heute mit dem Neubau eines der modernsten Schulgebäude Berlins steht. Der Traum vom neuen Gymnasium hielt allerdings nicht lange an. Fünf Jahre später wird hier Asbest-Alarm geschlagen, die Schule musste in das als Provisorium geplante Gebäude am Haewererweg einziehen, wo sie ihr 40-jähriges Jubiläum feierte. Schließlich dauerte es 34 Jahre, bis die Schule das Provisorium verlassen konnte.

Infolge der Wiedervereinigung Deutschlands fehlten mit dem Aufbau Ost lange Zeit die finanziellen Mittel, um kostenintensive Infrastrukturmaßnahmen durchzuführen. Das betraf eben auch den Schulneubau. Dass die Schule trotz Unterbringung in dem Provisorium einen hervorragenden Ruf genoss, lag am ehemaligen Schulleiter Michael Frank, der von 1998 bis 2015 die Schule führte. Auch er ist zur Schuleinweihung gekommen und wurde von Schulleiterin Reiter-Ost herzlichst begrüßt und für seine Verdienste gewürdigt. Des Weiteren wurden unser Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Janine Wolter, unsere Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe und Bürgermeisterin von Berlin, Franziska Giffey, unsere ehemalige Stadträtin für Bildung Karin Korte und ihr Vorgänger im Amt, Jan-Christopher Rämer herzlichst begrüßt. Ebenso anwesend waren unser Bezirksverordneter Marko Preuß, unser Bürgerdeputierter Andreas Domann, unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Berliner Abgeordnetenhaus Derya Çağlar, Dr. Torsten Kühne, Staatssekretär für Schulbau, Schuldigitalisierung und Lebenslanges Lernen sowie die ehemalige Schulrätin Gisela Unruh.

Eröffnungsfeier Leonardo da Vinci Gymnasium 49

Nach dem Blick auf die Geschichte Schule ging Frau Reiter-Ost auf den Zusammenhang von Architektur und Lernen ein:  Sie hob die weiten Flure mit hellen Clustern hervor, die in allen Richtungen begehbar sind. Ferner schätzt sie „den Musikfachbereich, die wirklich gut ausgestatteten Fachräume und das Lernen in Clustern“, das an der Schule jahrgangsübergreifend gestaltet ist, wobei sich ein Cluster einen Gruppenarbeitsraum teilt. „Hier können Schüler*innen naturwissenschaftliche Experimente durchführen, digitale Projekte entwickeln, Theater spielen, musizieren oder künstlerisch arbeiten, alles unter einem Dach, das Offenheit und Vielfalt atmet“, betonte Reiter-Ost. Die Entwicklung der Schule zeige, dass man auf dem richtigen Weg sei. „Die Anmeldezahlen des jüngsten Jahrgangs waren so hoch wie nie zuvor. Ein deutliches Zeichen dafür, dass unser pädagogisches Konzept und unsere gelebte Schulkultur überzeugen“, sagte die Schulleiterin. Das Leonardo da Vinci Gymnasium stehe heute, wie schon in seiner Namensgebung angelegt, für Vielseitigkeit, für Neugierde und Humanität. „Wir verbinden mathematisch-naturwissenschaftliche und künstlerisch-ästhetische Bildung, fördern Sprachenvielfalt mit Englisch, Französisch, Latein, Chinesisch und Spanisch und legen zugleich Wert auf soziales Engagement und Weltoffenheit“. Als Schule der Vielfalt und Friedensschule stehe die Schule für Respekt, Empathie und Verantwortung, Werte, die unsere Schüler*innen in einer immer komplexer werdenden Welt dringend benötigen. Dieser Neubeginn sei nur möglich gewesen, weil viele Menschen gemeinsam an einem Strang gezogen haben. In diesem Sinne dankte die Schulleiterin auch dem Bezirksamt für sein Engagement.

Eröffnungsfeier Leonardo da Vinci Gymnasium 50

Für unsere Stadträtin Wolter ist die Schule „ein Ort, an dem die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, wissenschaftlich zu arbeiten, über sich hinauszuwachsen und kreativ zu sein. Ich bin daher besonders stolz auf den Bau dieser Schule, denn wir haben mit diesem Bau einen modernen und zukunftsfähigen Neubau ermöglicht, der mit barrierefreien und besonders effizienten Räumen, die modernen Standards entsprechen, moderne Lernbedingungen in sogenannten Compartments ermöglicht“, so Wolter. Anschließend dankte sie allen am Neubau Beteiligten für ihr Engagement.

Unsere Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey hatte in ihrer Funktion als Schulstadträtin in unserem Bezirk zusammen mit Leonardo-Schulleiter Frank bereits 2014 mit dem Senat ausgehandelt, dass die Schule an diesem Ort einen modernen, nachhaltigen und zukunftsweisenden Neubau für 900 Schüler*innen erhält. Und unsere ehemalige Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Karin Korte, machte sich ebenso dafür stark, dass die Schule darüber hinaus mit der Grundsanierung eine moderne und barrierefreie Sporthalle erhält, die auch von Sportvereinen vielfältig genutzt werden kann.

Unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender Marko Preuß war bereits bei der Grundsteinlegung dabei. Für ihn schließt sich nun ein Kreis: „Wir haben hier ein wunderbares Juwel an Schulgebäude im Süden des Bezirks. Das Gebäude ist modern und ermöglicht ein zeitgemäßes Lernen und Schulleben. Vielen Dank an alle, die das möglich gemacht haben. Wir stehen als SPD dafür ein, unseren Kindern und Jugendlichen eine gute Zukunft zu ermöglichen.“ Gemeinsam mit Derya Çağlar und Stadträtin Wolter ließ er sich anschließend die Schule zeigen – besonders angetan war man von den Räumen der Reptilien-AG und natürlich der frisch erneuerten Sporthalle.

Eröffnungsfeier Leonardo da Vinci Gymnasium 51

Zum 4. Mal Chanukka-Fest im Rathaus Neukölln

Zum 4. Mal Chanukka-Fest im Rathaus Neukölln 52
Feierten das Lichterfest mit: Bezirksbürgermeister Martin Hikel (hi.) mit Stadträtin Janine Wolter, Cordula Klein, Franziska Jahke, und Bijan Atashgahi

Jüdisches Leben ist in Neukölln herzlich willkommen. Das ist die Botschaft, die der Bezirk Neukölln in die Welt sendet mit der Feier des Chanukka-Festes, die in diesem Jahr zum 4. Mal im Foyer des Rathauses Neukölln stattgefunden hat. Überschattet wurde das jüdische Lichterfest von einem antisemitisch motivierten Anschlag in Sydney auf Besucher einer Chanukka-Feier am Strand „Bondi Beach“, bei dem am 14. Dezember 15 Menschen getötet und Dutzende weitere Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt wurden.

Zum 4. Mal Chanukka-Fest im Rathaus Neukölln 53
Neuköllns Bezirksstadträtin Janine Wolter (li.) und SPD-Fraktionsvorsitzende Cordula Klein

Zum Chanukka-Fest waren mehr als 200 Menschen gekommen, darunter erneut Angehörige vieler Glaubensgemeinschaften, neben Juden auch Menschen muslimischen und christlichen Glaubens, unter ihnen der Leiter der Deutsch-Arabischen Schule Ibn Khaldun, Prof. Dr. phil. Hudhaifa Al-Mashhadani, sowie der Imam der Dar-Assalam-Moschee, Mohamed Taha Sabri. Auch unsere SPD-Fraktion war vertreten, so mit unserer Fraktionsvorsitzenden Cordula Klein sowie unseren Bezirksverordneten Bijan Atashgahi und Franziska Jahke. Ferner waren unsere Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Janine Wolter, und unser Bundestagsabgeordneter Hakan Demir zugegen. Auch Neuköllns Bezirksverordnetenvorsteher Karsten Schulze nahm teil. Zu den Besuchern sprachen unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel, der Rabbiner Jeremy Borowitz sowie Nina Peretz von den „Freunden der Synagoge Fraenkelufer“.

Zum 4. Mal Chanukka-Fest im Rathaus Neukölln 54
Der Chanukka-Leuchter wird angezündet

Unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel zeigte sich zutiefst betroffen von dem Anschlag in Sydney und bat die Chanukka-Festbesucher um einen Moment des Innehaltens und Gedenkens. Nach der Schweigeminute verwies er darauf, dass „die Lehre aus den schrecklichen Gräueltaten der Shoa ist, dass wir jeden schützen müssen. Dazu gehört auch der konsequente Kampf gegen jede Form des Antisemitismus, egal, wie er sich heutzutage zeigt. Wenn wir ihn nicht gewinnen, dann gewinnen wir auch nicht als Demokratie. Und darum muss es immer eine Selbstverständlichkeit sein, dass wir jede Form der Menschenfeindlichkeit bekämpfen. Und ich möchte hier sagen, was mich sehr betroffen macht: Ich spüre und ich sehe einen doch durchaus weltweiten Konsens darin, dass der Antisemitismus eben nicht in der Konsequenz bekämpft wird wie andere Formen der Menschenfeindlichkeit – und das sollte uns nachdenklich machen“. Umso wichtiger sei es, Licht in diese Dunkelheit zu bringen und sichtbar zu machen, dass wir dem widersprechen, was gerne auch über Menschen in unserem Bezirk gesagt wird – mit Taten und Aktiven, die sich mutig gegen jede Form des Antisemitismus und gegen jede Form des Extremismus konsequent stellen. Dafür stehe auch das Chanukka-Fest, das im Rathaus gefeiert wird, so Hikel.

Zum 4. Mal Chanukka-Fest im Rathaus Neukölln 55
Rabbiner Jeremy Borowitz hält die Ansprache

Nina Peretz berichtete, dass man tags zuvor in der Synagoge am Fraenkelufer Chanukka fröhlich gefeiert habe, obgleich man „unter dem Eindruck der schrecklichen Bilder aus Sydney“ stand. „Das Licht überwiegt, und wir feierten fröhlich – und als die Synagoge voll war mit Kindern und voll war mit Menschen und vor allem mit der Musik von Shtetl Berlin, musste man einfach fröhlich sein. Und das Judentum macht es auch möglich, dass man in Momenten der Trauer und der Angst auch fröhlich ist.“ Es sei wichtig, so Peretz, Judentum und jüdische Identität sichtbar zu machen im öffentlichen Raum. Und genau darum gehe es auch bei Chanukka: Schließlich gehe es darum, „dass man sich nicht hinter hohen Mauern und Sicherheitszäunen versteckt, sondern dass man Judentum offen lebt und nach außen zeigt.“ Angst sei nie ein guter Begleiter, habe Rabbiner Borowitz einmal gesagt. Sie dankte ihm für die Organisation des Festes und hob hervor, dass es dafür Menschen brauche, die daran glauben und die das unterstützen – Menschen wie unseren Bezirksbürgermeister Martin Hikel. Rabbiner Borowitz unterstrich, für wen die Kerzen an Chanukka und am Shabbat angezündet werden. „Wir stehen jetzt heute zwischen dem Licht und der Dunkelheit, wir wollen froh sein, aber spüren auch diese Traurigkeit in uns“, sagte er angesichts des Anschlags in Sydney und erklärte, warum es so wichtig ist, fröhlich Chanukka zu feiern im Moment der Dunkelheit.  „Ich zünde die Kerzen an, nicht nur für mich. Ich zünde die Kerzen an, so dass alle wissen, dass ein Wunder passiert. Ich zünde die Kerzen hier an – für dich und dich und dich“, sagte er.  Dann gedachte er der Opfer des Anschlags von Sydney und hob stellvertretend den Rabbiner von Bondi-Beach hervor, Eli Schlanger. Ein Freund von Schlanger habe Borowitz von Schlangers großer Hilfsbereitschaft und Offenheit erzählt. „Du brauchtest ihn nur anrufen und er stand für dich bereit. „Was brauchst du? Was kann ich für dich tun?“ Er war ein Mensch, der immer das Licht für andere bereithielt,“ so Borowitz. Er sprach auch Ahmed Al Ahmad seinen Dank aus und nannte auch ihn, den Moslem, der einen der Angreifer von Sydney überwältigte und dabei durch mehrere Schüsse des zweiten Angreifers verletzt wurde, einen Helden. „Wir können unsere Stadt, unsere Kinder, unser Land besser machen, aber nur wenn wir das Licht nicht nur für uns entzünden,“ sondern für alle.

Zum 4. Mal Chanukka-Fest im Rathaus Neukölln 56
Jeremy Borowitz dankt Martin Hikel für sein Engagement

Chanukka ist ein achttägiges Fest, das jährlich zum Gedenken an die Wiedereinweihung des Zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 164 v. Chr. oder im Jahr 3597 der jüdischen Zeitrechnung gefeiert wird. Acht Kerzen werden entzündet, weil der Ölvorrat für die Tempellampe, der eigentlich nur für einen Tag hätte ausreichen können, für acht Tage reichte – ein Wunder. Nachdem die erste Kerze angezündet wurde, wird jede Nacht eine weitere Kerze an dem neunarmigen Leuchter (Chanukija), der an die Tempelleuchte erinnert, angezündet.

Nach dem offiziellen Teil gab es der Tradition gemäß Sufganijot und Getränke für die Besucher sowie die Einladung zum Tanzen zur Musik von Shtetl Berlin, um das Fest des Lichts und der Freude zu feiern.

Zum 4. Mal Chanukka-Fest im Rathaus Neukölln 57
Musikalisch untermalt wird die Veranstaltung von Shtetl Berlin