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„Berlin räumt auf“ – Mehrere Kieze, ein Ziel: SPD setzt weiteres Zeichen für ein sauberes Neukölln

„Berlin räumt auf“ – Mehrere Kieze, ein Ziel: SPD setzt weiteres Zeichen für ein sauberes Neukölln 1
Gemeinsam für weniger Müll: Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD Neukölln, Peter Scharmberg (v. 3.v.li.) packt mit seinem Team mit an

Im Rahmen der berlinweiten Aktion „Zusammen ist besser – Berlin räumt auf“ fand der offizielle Müll-Aktionstag im Bezirk Neukölln am Donnerstag, den 16. April 2026, statt.

Die Initiative, die vom Radiosender rbb 88.8 in Zusammenarbeit mit der BSR und nebenan.de ins Leben gerufen wurde, mobilisierte Bürgerinnen und Bürger, Schulen und Vereine, um ihre Kieze gemeinsam von Müll zu befreien. In Neukölln beteiligten sich am zentralen Müll-Aktionstag sowie im Verlauf der gesamten Aktionswoche zahlreiche Gruppen und Einzelpersonen. Insgesamt wurden für den 16. April im Bezirk 19 verschiedene Putzaktionen angemeldet.

Auch in Neukölln engagierte sich die SPD Rudow gemeinsam mit Mitarbeitenden des Bürgerbüros von Franziska Giffey. Darüber hinaus veranstaltete der Kreisverband im Rahmen von „Berlin räumt auf“ eine Sauberkeitsaktion im Anita-Berber-Park. Mit dabei waren unter anderem die Fraktionsvorsitzende Cordula Klein, unser ehemaliger Bezirksverordneter Wolfgang Hecht, die Kandidatin für das Berliner Abgeordnetenhaus Charlotte Mende, die Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport Janine Wolter, Jan-Ole Schmiedecke sowie die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus Derya Çağlar. Auch viele weitere engagierte Helferinnen und Helfer packten mit an.

Ebenso beteiligte sich Bezirksbürgermeister Martin Hikel aktiv an der Aktion. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern befreite er den Rollbergkiez von Müll. Veranstaltet wurde diese Aktion vom Quartiersmanagement Rollbergkiez.

An der zweistündigen Sammelaktion in Rudow nahmen zehn Personen teil, darunter der SPD-Bezirksverordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Peter Scharmberg sowie der Bürgerdeputierte Andreas Domann. Treffpunkt war das Bürgerbüro von Franziska Giffey. Von dort aus ging es zur Rudower Spinne und entlang des Rudower Fließes. Ausgestattet mit Zangen, Müllsäcken, Handschuhen und den von der BSR bereitgestellten „Kehrenbürger-Westen“ wurde entlang der Strecke eine beträchtliche Menge Müll gesammelt.

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Parallel zur Aktion organisierten die Berliner Ordnungsämter in der Woche vom 13. bis 19. April 2026 berlinweite Schwerpunktkontrollen im öffentlichen Straßenland zur Bekämpfung illegaler Müllablagerungen. Auch das Neuköllner Ordnungsamt beteiligte sich daran. Der Kampf gegen illegal abgelagerten Müll gehört seit der 2016 von der damaligen Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey initiierten Aktion „Schön wie wir“ zu den zentralen Aufgaben des Bezirksamtes – sowohl durch Prävention und Aufklärung als auch durch konsequentes ordnungsbehördliches Handeln.

Ein besonderes Umweltproblem stellen achtlos weggeworfene Zigarettenkippen dar – oft unterschätzt, aber in ihrer Summe hochproblematisch. Dies betrifft ebenso achtlos entsorgte Elektrogeräte, Coffee-to-go-Becher sowie Plastik- und Papiertüten.

Zigarettenkippen sind weit mehr als ein ästhetisches Problem. Darauf macht auch die 2019 gestartete Initiative „Neukölln kippenfrei“ aufmerksam, bei der unter anderem tragbare Taschenaschenbecher am Eingang des Tempelhofer Feldes verteilt wurden. Eine einzelne Zigarette kann bis zu 60 Liter Grundwasser verunreinigen. Neben Nikotin enthalten Zigarettenfilter zahlreiche Schadstoffe wie Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd, Benzol, Nitrosamine und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Diese Stoffe gefährden Wasserorganismen und können über den Wasserkreislauf letztlich auch wieder in die Nahrungskette gelangen.

Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen zeigen zudem, dass ein erheblicher Teil des Nikotins bereits innerhalb von 30 Minuten aus den Filtern herausgelöst wird und über Regenwasser in die Kanalisation gelangt. Von dort aus gelangen die Schadstoffe in Flüsse und Meere, wo sie erhebliche Schäden an Ökosystemen verursachen. Selbst im Meereis der Arktis wurden bereits Rückstände aus Zigarettenfiltern nachgewiesen. Auch im städtischen Raum stellen Kippen eine Gefahr dar – insbesondere für Kinder und Tiere, die sie verschlucken könnten. Umso bedenklicher ist es, dass gerade im Bereich des Rudower Fließes und rund um den Spielplatz besonders viele Kippen eingesammelt werden mussten.

Vor diesem Hintergrund wurden die Bußgelder für das Wegwerfen von Zigarettenkippen in Berlin seit Ende 2025 deutlich erhöht. Der Regelsatz beträgt nun in der Regel 250 Euro, bei schwereren Verstößen kann das Bußgeld bis zu 3.000 Euro betragen. Ein besonders gravierender Fall wurde an der Großziethener Chaussee festgestellt, wo ein ganzer Beutel mit Hunderten Zigarettenstummeln illegal abgelagert wurde. Neben einem verrosteten Grill wurden dort auch Kleidungsstücke und weiterer Müll entdeckt. Während ein Teil direkt entfernt wurde, meldeten die Helfenden größere Fundstücke über die App „Ordnungsamt-Online“.

Die Kosten für die Beseitigung illegaler Müllablagerungen sind erheblich: Allein in Neukölln belaufen sie sich auf rund 178.000 Euro jährlich – Mittel, die sinnvoller in Bildung, soziale Infrastruktur oder klimafreundliche Stadtgestaltung investiert werden könnten.

Im Anita-Berber-Park zeigt sich eine besondere Problemlage: Neben herkömmlichem Müll finden sich dort vermehrt Sperrmüll, Glasbruch und gefährlicher Drogenmüll wie gebrauchte Spritzen. Der Park dient teilweise als Rückzugsort für suchtkranke Menschen.

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Erschwerend kommt hinzu, dass die Zuständigkeit für die Reinigung bei der Autobahn GmbH des Bundes liegt, da sich Teile des Parks über der Stadtautobahn befinden. Dies führt immer wieder zu Verzögerungen bei notwendigen Maßnahmen. Das betrifft auch die Arbeit der Suchthilfeorganisation Fixpunkt, „über die wir mit Mitarbeiter*innen  im Anschluss an die Aktion am mobilen Drogenbus vor Ort sprachen“, so  Frau Klein. Fixpunkt wünscht sich mit dem Bus direkt im Park stehen zu dürfen, damit der Kontakt zu den Suchterkrankten Menschen besser stattfinden kann. Die Erlaubnis zum Parken fehlt aber leider weiterhin. Die Mitarbeitenden wünschen sich, mit ihrem Bus direkt im Park präsent sein zu können, um niedrigschwellige Hilfe anbieten zu können. Eine entsprechende Genehmigung steht bislang jedoch noch aus.

Rudow, Neukölln und Berlin im Plan – Ausstellung zeigt Stadtentwicklung im historischen Wandel

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Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Scharmberg (re.) im Gespräch mit Manfred Ziemer

Mit seiner inzwischen 113. Ausstellung hat der Rudower Heimatverein erneut ein spannendes Stück Regionalgeschichte zugänglich gemacht: Unter dem Titel „Rudow, Neukölln und Berlin im Plan“ wird noch bis zum 10. Mai 2026 jeweils am Wochenende eine eindrucksvolle Schau in der Alten Dorfschule Rudow (Alt-Rudow 60) präsentiert. Unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender Peter Scharmberg hat die Ausstellung bereits vor der offiziellen Eröffnung am 18. April besucht, war allerdings so begeistert, dass er der offiziellen Eröffnung durch unseren Bezirksbürgermeister Martin Hikel zusammen mit unserem Bezirksverordneten Michael Morsbach beiwohnte.

Im Zentrum der Ausstellung stehen historische Karten und Pläne von Rudow, Neukölln und Berlin, ergänzt durch eindrucksvolle Luftaufnahmen aus der Zeit von 1943 bis in die Jahre nach dem Mauerbau. Begleitende Broschüren und Bücher veranschaulichen die Entwicklung der Region und liefern zusätzliche historische Einordnungen. Einen besonderen Einstieg bietet ein Modell aus der Mittelsteinzeit, dem Mesolithikum. Es zeigt das Leben der Menschen vor rund 11.500 Jahren – einer Zeit des klimatischen Umbruchs nach der letzten Eiszeit. Die Darstellung macht deutlich, wie Menschen in mobilen Rundhütten lebten und sich als Nomaden von Jagd, Fischfang und dem Sammeln von Pflanzen ernährten. Besonders Haselnüsse spielten dabei eine zentrale Rolle. In der Gegend des heutigen Rudow siedelten sie bevorzugt entlang von Gewässern wie dem Rudower Fließ. Frühe Formen der Landschaftsdarstellung, so erklärt es Ziemer, waren Zeichnungen in den Sand oder im Stein. Ein Beispiel dafür ist das rund 13.000 Jahre alte Relief aus der Höhle Ségognole 3, das als eines der ältesten topografischen Modelle gilt.

Ein herausragendes Exponat ist der Rudower Feldmarkplan von 1777. Er zeigt bereits zentrale Straßenverläufe und markiert die Lage des damaligen Dorfkerns. Wie Manfred Ziemer, zweiter Vorsitzender des Vereins, erläutert, lassen sich darin schon bekannte Straßenzüge erkennen. Zu dieser Zeit lebten in Rudow etwa 200 Menschen. Darüber hinaus überrascht die Ausstellung mit besonderen Exponaten wie einem Plan in Blindenschrift sowie einem detailreichen, gemalten Ortsplan im Maßstab 1:1000. Ergänzt wird dies durch einen Blindenstadtführer für Neukölln, Alt-Britz, Alt-Rudow und die Gropiusstadt, der einst im Auftrag des Bezirks entstand.

Die Ausstellung zeichnet eindrucksvoll die Entwicklung Rudows nach: Erstmals 1373 erwähnt, hat sich das einstige Dorf zu einem Ortsteil mit heute über 42.000 Einwohnern entwickelt. Ähnliche Entwicklungen zeigt auch Neukölln, dessen Ursprünge im mittelalterlichen Richardsdorp liegen, das später als Rixdorf bekannt wurde und seit 1912 den heutigen Namen trägt. Besonders um die Jahrhundertwende wuchs der Ort rasant und entwickelte sich vom größten Dorf Preußens zu einem dicht besiedelten Stadtteil. Parallel dazu expandierte auch Berlin selbst stark. Im Zuge der Industrialisierung vervielfachte sich die Bevölkerung, und mit der Eingemeindung im Jahr 1920 wurde Berlin zu einer der größten Metropolen weltweit.

Der Blick in die Vergangenheit macht zugleich aktuelle Herausforderungen sichtbar: Wohnraummangel, steigende Mieten und zunehmender Verkehr stellen die Stadt vor große Aufgaben. Umso wichtiger ist eine vorausschauende Stadtplanung, die Wachstum und Lebensqualität in Einklang bringt. Die Ausstellung zeigt dabei nicht nur die bauliche Entwicklung, sondern auch die landschaftlichen Qualitäten der Region. Trotz ihres Wachstums ist Berlin eine vergleichsweise grüne Metropole geblieben – mit einem Waldanteil von rund 18 Prozent und einem Grünflächenanteil von über einem Drittel der Stadtfläche.

So lädt die Ausstellung dazu ein, Geschichte nicht nur zu betrachten, sondern daraus auch Fragen für die Zukunft abzuleiten. Gerade in Zeiten des Wachstums braucht es eine Stadtentwicklung mit Augenmaß, um Lebensqualität und gewachsene Strukturen zu bewahren. „Ein Beispiel ist das im Februar 2026 beschlossene Kleingartenflächensicherungsgesetz, für das sich die SPD auf Bezirks- und Landesebene stark gemacht hat: Es schützt mit 22,4 Quadratkilometern eine Fläche, die größer ist als Friedrichshain-Kreuzberg. Auch bei der Wohnraumschaffung setzt die SPD Neukölln auf kluge Nachverdichtung, um Grünflächen zu erhalten. Natur, Stadtentwicklung und gesellschaftliches Handeln gehören schließlich zusammen – daraus erwächst Verantwortung, damit Berlin auch in Zukunft lebenswert bleibt“, hebt Scharmberg hervor. 


113. Ausstellung des Rudower Heimatverein
„Rudow, Neukölln und Berlin im Plan“
Ort: Alte Dorfschule Rudow, Alt-Rudow 60, 12355 Berlin
Zeitraum: bis 10. Mai 2026, samstags und sonntags von 10:00 bis 16:00 Uhr
Gruppenführungen nach Vereinbarung unter Tel. 030 / 664 39 26

Pressemitteilung: Einladung zur Online-Bürger:innensprechstunde

Die SPD-Fraktion Neukölln lädt am Montag, den 27. April 2026 von 18:00 bis 18:45 Uhr zu einer Online Bürger:innensprechstunde via Zoom ein. Anmeldung unter info@spdfraktionneukoelln.de.

Unser Bezirksverordneter Marko Preuß (Vorsitzender im Ausschuss für Verkehr und Tiefbau) und unser Bürgerdeputierter Jörg Stempel (Ausschuss für Verkehr und Tiefbau) freuen sich, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

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Gemeinsame PM der Zählgemeinschaft aus SPD und Grünen: Missbilligungsantrag gegen die Jugendstadträtin Sarah Nagel (Linke)

Die Zählgemeinschaft aus SPD und Grünen beantragt in der nächsten BVV die Missbilligung gegen die Amtsführung der Jugendstadträtin Sarah Nagel (Linke).

Cordula Klein, Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion und Beate Bruker, Fraktionsvorsitzende der Grünen Fraktion erklären: „Sarah Nagel hat viel zu spät von der mutmaßlichen Vergewaltigung erfahren und auch dann erst schleppend reagiert. Bei einem so gravierenden Vorwurf muss eine Stadträtin unverzüglich Antworten liefern und Konsequenzen ziehen. Ihre verzögerte Kommunikation hat das Vertrauen in das Neuköllner Jugendamt und die Neuköllner Jugendeinrichtungen beschädigt.

Die Bezirksverordnetenversammlung Neukölln sollte mit der Missbilligung ein deutliches Zeichen setzen, dass eine solche Amtsführung sich nicht wiederholen darf. Die Stadträtin muss jetzt alles für eine umfassende Aufklärung und den Schutz der Neuköllner Kinder und Jugendlichen tun.“

260414 Gemeinsame PM SPD und Grüne Missbilligungsantrag gegen Nagel

Wenn Gemeinschaft trägt: Osterbrunch als Zeichen gelebter Mitmenschlichkeit

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Wünschen allen frohe und gesegnete Ostern: Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel, Weihbischöfin Dr. Julia Helmke und Superintendent Dr. Christian Nottmeier (v.re.)

Der 12. Osterbrunch in der Genezarethkirche hat sich längst als fester Bestandteil im Neuköllner Veranstaltungskalender etabliert – und auch in diesem Jahr wurde er zu einem besonderen Fest der Hoffnung, Gemeinschaft und Solidarität. Bei strahlendem Frühlingswetter versammelten sich rund 120 Gäste der Tee- und Wärmestube am Ostermontag am Herrfurthplatz, um gemeinsam zu feiern, zu essen und für einige Stunden den Alltag hinter sich zu lassen.

Eingeladen hatte der Evangelische Kirchenkreis Neukölln gemeinsam mit dem Diakoniewerk Simeon und dem Armutsbeauftragten der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO),  Thomas de Vachroi. Das Event stand unter dem Leitgedanken „Ostern als Anlass für Solidarität – Armut eine Stimme geben“. Zu den Gästen zählten neben den Besucherinnen und Besuchern der Tee- und Wärmestube auch Mitglieder der Neuköllner Seniorenvertretung. Für sie präsent waren unter anderen Doris Hammer und Christiane Wanjura-Hübner. Letztere zog sich auch gleich ein „Armut eine Stimme geben“-T-Shirt über und half beim Servieren. Das tat auch die Generalsuperintendentin und Weihbischöfin Dr. Julia Helmke, die als Ehrengästin eingeladen war. Auch Helmke begrüßte die Gäste ganz herzlich und sprach den vielen ehrenamtlich Engagierten und den Musikern ihren großen Dank aus.

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Felix serviert die hervorragenden Speisen

Zahlreiche Ehrenamtliche sowie Unterstützerinnen und Unterstützer aus Politik und Gesellschaft packten auch diesmal tatkräftig mit an. So auch die Fraktionsvorsitzende der SPD Neukölln, Cordula Klein, die selbst Kaffee und Kuchen an die Gäste verteilte und das Gespräch suchte. Auch Felix vom SPD Team half wieder mit und teilte Essen aus.

Für musikalische Höhepunkte sorgten die Band #BringThatThing sowie die Sängerin Cara Cituan. Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme und viel Charisma begeisterte sie das Publikum und schuf eine warme, fröhliche Atmosphäre. Besonders bemerkenswert: Auch sie unterstützte spontan beim Servieren und zeigte damit ihre Verbundenheit mit den Gästen.

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Cara Cituan sorgte mit ihrer Band für eine festliche Atmosphäre

In seiner Ansprache schlug Superintendent  Dr. Christian Nottmeier einen Bogen von einem Frühlingsmotiv bei Johann Wolfgang von Goethe zur Osterbotschaft und betonte die Kraft neuer Hoffnung nach schwierigen Zeiten. Nach einem harten und kalten Winter mit viel Eis und Schnee hieß es nun: endlich aufatmen! Ehrengast Bezirksbürgermeister Hikel hob in seiner Begrüßungsrede hervor, dass das Event Osterbrunch einzigartig in Berlin ist und „Neukölln immer etwas anders daher kommt, als man denkt“. Er würdige das Engagement der Organisatoren und der ehrenamtlich Beteiligten als „etwas Wunderbares“ und wünschte allen frohe Ostern. 

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Ein gelungener Ostermontag – dank der tatkräftigen Unterstützung zahlreicher Ehrenamtlicher

Kulinarisch verwöhnt wurden die Gäste mit sehr leckeren Hühnerschenkeln mit Kartoffelstampf, Karotten und Erbsen. Zur Nachspeise gab es eine frische Quarkspeise mit Erdbeeren. Auch französische Baguettes mit Schinken und Käse wurden serviert. Obendrauf wurden Torten, Donuts und verschiedenste, mitunter selbstgebackene Kuchen gereicht. Zum Schluss konnten sich noch viele ein Essen mit nach Hause nehmen und bekamen eine Tüte voller Süßigkeiten, die vom Team Edeka Ulrich ausgeteilt wurden.

„Der Osterbrunch in der Genezarethkirche zeigt auf besondere Weise, was unseren Bezirk ausmacht: Zusammenhalt, Respekt und das für einander Dasein, gerade für jene, die in Armut leben. Es ist wichtig, dass wir Menschen, die es im Alltag schwer haben, nicht nur unterstützen, sondern ihnen auch Räume der Begegnung und Wertschätzung bieten. Für mich ist es selbstverständlich, hier mit anzupacken – denn gelebte Solidarität beginnt im Kleinen“, betont unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein.

Frohe Ostern!

Frohe Ostern! 10

Die SPD-Fraktion Neukölln wünscht Ihnen und Ihren Familien frohe und gesegnete Osterfeiertage und schöne Osterferien!

Gern sind wir für Sie und Ihre Fragen und Wünsche da! Sie erreichen uns per Email unter info@spdfraktionneukoelln.de oder telefonisch unter 030/ 90239 2498.

Zwischen Zerstörung und Zuversicht: Eine Fotoausstellung erinnert an die Folgen des Erdbebens in der Türkei von 2023

Zwischen Zerstörung und Zuversicht: Eine Fotoausstellung erinnert an die Folgen des Erdbebens in der Türkei von 2023 11
Sahen eine berührende Ausstellung: Die SPD-Fraktion Neukölln mit Cindy Adjei, Vorsitzender Codula Klein und stellv. Vorsitzendem Marko Preuß (2.,3. u. 6.v.li.) mit Stadträtin Janine Wolter (5.v.li.) und den Machern der Ausstellung

„Mittlerweile sind seit dem Erdbeben 64 Stunden vergangen. Jemand schreit, dass er eine Frauenstimme hört. Noch kurz davor war dort ein Bagger im Einsatz. Stille. Wir hören hin. Ja, da ist tatsächlich etwas, ein leises Geräusch. Unsere Herzen schlagen schneller, wir alle versuchen, den Schutt mit bloßen Händen zu entfernen. Das Geräusch wird lauter, es klingt wie ein Wimmern. Und … aus den Trümmern schaut uns ein kleines Hundegesicht an. Ja, es lebt. Ich gebe ihm sofort einen Namen: ‚Pamuk‘. Das ganze Team, die Menschen um uns herum sind voller Freude, Hoffnung – ein Moment der Fröhlichkeit. Der süße Hund gibt uns Kraft. Später erfahre ich, dass der Name des Hundes tatsächlich ‚Pamuk‘ ist. Alles liegt unter Trümmern begraben – der Staat, Menschen, Tiere, Fahrzeuge, alles Materielle. Nur eines hat das Erdbeben nicht zerstört: die Hoffnung.“

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Ließen sich die Ausstellung erläutern: Neuköllns Kultur-Stadträtin Janine Wolter mit dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner

Mit diesen Worten schildert der international renommierte Fotojournalist Gürcan Öztürk eine der Rettungs- und Bergungsaktionen im Erdbebengebiet der Türkei, das sich am 6. Februar 2023 im Südosten des Landes und im Norden Syriens ereignete. Öztürk gehörte zu den ersten Fotografen, die unmittelbar nach dem Erdbeben vor Ort waren, gemeinsam mit internationalen Rettungsteams Hilfe leisteten, Leben von Mensch und Tier retteten und das Ausmaß der Katastrophe dokumentierten. Seitdem reist Gürcan Öztürk im Rahmen seines Dokumentarfilm-Projekts „Wir werden zurückkehren“ seit nunmehr zwei Jahren regelmäßig in die betroffenen Regionen. Die Spuren des Erdbebens sind in den elf betroffenen Städten weiterhin sichtbar – und werden ihn auch in den kommenden Jahren begleiten.

Das Foto „Pamuk“ ist Teil der eindrucksvollen und zutiefst berührenden Ausstellung „Auf den Spuren des Erdbebens“, die noch bis zum 25. April 2026 im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt zu sehen ist. Gemeinsam mit der Neuköllner Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Janine Wolter, sowie dem Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, Marcel Hopp, besuchten die Fraktionsvorsitzende der SPD Neukölln, Cordula Klein, und die Bezirksverordneten Marko Preuß und Cindy Adjei die Ausstellung und nahmen an einer Führung teil. Ihnen angeschlossen hat sich Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner. Begleitet wurde die Führung von Filiz Bragulla von der Black Label Produktion, die gemeinsam mit ihrem Mann Alpay Yeşildağlar das Projekt organisiert. Beide engagieren sich für die Unterstützung der Betroffenen. So wurde unter anderem eine Benefizveranstaltung initiiert, deren Erlöse dem Verein Pi KIZ Kardeşim zugutekamen. Dieser finanziert Therapien für krebskranke Frauen, die vom Erdbeben betroffen sind.

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Öztürks Foto „Pamuk“ verbreitete sich weltweit und wurde zum Symbol der Hoffnung für Menschen, die Anteil am Schicksal der Betroffenen nahmen. Zwei schwere Hauptbeben der Stärken 7,8 und 7,5 sowie zahlreiche Nachbeben verwüsteten weite Teile der Region. Rund 300.000 Gebäude stürzten in elf Provinzen ein. Besonders betroffen war die historische Stadt Antakya in der Provinz Hatay, die nahezu vollständig zerstört wurde.

Die Katastrophe löste auch eine gesellschaftliche Debatte über Baumängel aus. Viele Gebäude hielten den Erschütterungen nicht stand, weil Sicherheitsvorschriften missachtet oder illegale Aufstockungen vorgenommen worden waren. Besonders stark betroffen waren die Regionen um Gaziantep und Kahramanmaraş. Über 56.000 Menschen verloren in der Türkei und in Syrien ihr Leben, Zehntausende wurden verletzt.

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SPD-Fraktionsvorsitzende Cordula Klein

Über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren dokumentierte Öztürk das Leben in den betroffenen Regionen. Seine Fotografien entstanden unter anderem in Hatay, Adıyaman, Kahramanmaraş, Malatya und Gaziantep. Sie zeigen zerstörte Städte, provisorische Lebensbedingungen sowie den Alltag der Menschen nach der Katastrophe.

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Cindy Adjei mit Marcel Hopp MdA

„Diese Ausstellung führt uns eindringlich vor Augen, welches Ausmaß diese Katastrophe hatte – und bis heute hat. Die Bilder zeigen nicht nur Zerstörung, sondern vor allem die Stärke, Würde und den Zusammenhalt der Menschen vor Ort. Sie führt uns eindringlich vor Augen, welches Ausmaß diese Katastrophe hatte – und bis heute hat. Gerade das Foto ‚Pamuk‘ steht sinnbildlich für Hoffnung in einer Situation, die von Verlust und Leid geprägt ist. Für uns als SPD Fraktion Neukölln ist klar: Wir dürfen die betroffenen Regionen und die Menschen dort nicht vergessen. Solidarität bedeutet, hinzusehen, zu erinnern und Unterstützung weiterhin möglich zu machen.“

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Nach dem Start in Neukölln soll die Ausstellung auch in weiteren Berliner Bezirken gezeigt werden, sodass Berlinerinnen und Berliner im Laufe des Jahres 2026 die Möglichkeit haben, sie zu besuchen.

Fotoausstellung: „Auf den Spuren des Erdbebens: Wir werden zurückkehren“
Fotojournalist
: Gürcan Öztürk

Ort: Gemeinschaftshaus Gropiusstadt
Adresse: Bat-Yam-Platz 1, 12353 Berlin (U-Bahnhof Lipschitzallee)
Zeitraum: bis zum 25. April 2026
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag, 10:00 bis 20:00 Uhr (Foyer)
Eintritt: kostenfrei

Apropos: Wer ebenfalls für die Unterstützung krebskranker Frauen, die vom Erdbeben betroffen sind, spenden möchte, kann dies online tun unter:

https://tickets.wellfairs.de/de/shop/spendenaufruf-pi-kiz-kardeim-verein

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Literatur, die bewegt: 800 Besucher bei „Rudow liest“

Literatur, die bewegt: 800 Besucher bei „Rudow liest“ 18
Erlebten inspirierende Literatur: Neuköllns Kulturstadträtin Janine Wolter, Kulturstadträtin a.D. Karin Korte und Peter Scharmberg (SPD) (v.li.) mit der Autorin Maria Bidian (2.v.li.)

Vom 13. bis zum 15. März 2026 präsentierten Autorinnen und Autoren renommierter Verlage ihre Werke an zum Teil ungewöhnlichen Orten in Rudow und boten dabei eine beeindruckende Vielfalt literaischer Genres. Ob Familienroman, historische Erzählung, humorvolle Prosa, autofiktionales Drama oder spannender Thriller – insgesamt 11 Lesungen sowie vier Schullesungen machten auch die 14. Ausgabe von „Rudow liest“  zu einem abwechslungsreichen kulturellen Ereignis. Viele der vorgestellten Bücher waren druckfrisch. Inhaltlich griff das Lesefestival auch in diesem Jahr zentrale gesellschaftliche und existenzielle Fragen auf: Es ging beispielsweise um den Umgang mit Trauer und seelischen Verletzungen, um Liebe, Armut und Essstörungen in der Kindheit, um die Herausforderungen des Mutterseins, um weibliche Lebensentwürfe, das Erwachsenwerden sowie den Überlebenswillen in schwierigen Zeiten. Besonders reizvoll war erneut die Wahl der Veranstaltungsorte. Gelesen wurde unter anderem im TUI-Reisecenter in Alt-Rudow, beim Hörakustiker GanzOhr, in der Alten Klosterapotheke sowie auf dem Rudower Wochenmarkt – Orte, an denen man Literatur nicht unbedingt erwartet und die dem Festival seinen besonderen Charakter verleihen.

Traditionsgemäß wurde „Rudow liest“ von unserer Neuköllner Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Janine Wolter, eröffnet. Bereits der Auftakt war lange vor Beginn ausgebucht: 55 Gäste besuchten die Eröffnungslesung mit Maria Bidian in der Gertrud-Haß-Bibliothek. Zu den Gästen zählten neben unserem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Peter Scharmberg auch unsere ehemalige Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Karin Korte sowie die Ehrenvorsitzende der Aktionsgemeinschaft Rudow (AG Rudow), Renate Humernik.

Janine Wolter begrüßte die Anwesenden herzlich und würdigte das große Engagement der Aktionsgemeinschaft Rudow (AG Rudow), insbesondere des Buchhändlers Heinz-Jürgen Ostermann, der das Lesefestival Rudow Liest 2012 ins Leben gerufen hat. Gemeinsam mit engagierten Gewerbetreibenden sorgt die AG Rudow bis heute dafür, dass Lesungen in lokalen Geschäften stattfinden und die Honorare der Autorinnen und Autoren getragen werden. Jahr für Jahr beteiligt sich an Rudow liest auch der Verein Alte Dorfschule Rudow sowie die Evangelische Kirchengemeinde Rudow an diesem großartigen Kulturevent, das traditionsgemäß eine Woche vor der Leipziger Buchmesse stattfindet. Dort sollte Heinz-Jürgen Ostermann ursprünglich am 19. März den mit 7000 Euro dotierten Buchhandlungspreis zusammen mit weiteren Buchhandlungen in unserer Republik von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer entgegennehmen. Wolter beglückwünschte Ostermann zum Buchhandlungspreis. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sagte den Termin allerdings kurzfristig ab und entging so einer direkten Auseinandersetzung mit den nominierten Buchhändlerinnen und Buchhändlern.

Hintergrund: Der parteilose Weimer, der durch die CDU ins Amt kam, war in die Kritik geraten, weil er drei durch die unabhängige Fachjury bereits als Preisträger nominierte Buchhandlungen ausschloss mit der Begründung, es gäbe verfassungsschutzrechtliche Bedenken. Er tat dies kund, ohne weiter konkrete Angaben zu den verfassungsgeschichtlichen Bedenken zu machen. Wolter nahm das Thema auf und mahnte, dass Kunst- und  Meinungsfreiheit hohe und schützenswerte Güter der Demokratie sind, die es zu wahren gilt. Sie als Stadträtin für Bildung und Kultur diktiere nicht, welche Bücher eine Bibliothek präsentieren soll und welche  Ausstellungen in den Galerien gezeigt werden, sondern überlasse dies den damit beauftragten Fachleuten in den Fachbereichen, obgleich die freiheitliche Gesellschaft schauen müsse, wo unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung angegriffen wird.

Literatur, die bewegt: 800 Besucher bei „Rudow liest“ 19
Sorgte für Gänsehautmomente: Maria Bidian liest aus ihrem Roman

Welch tiefe und traumatische Spuren ein diktatorisches Regime generationsübergreifend hinterlässt und wie schwierig es ist, mit diesem Erbe umzugehen, darum geht es in dem Debütroman „Das Pfauengemälde“ von Maria Bidian. Es geht um die Frage: Wie kann man loslassen und sich dennoch erinnern? Die Autorin nimmt uns mit ihrer Protagonistin mit auf eine Reise ins Rumänien der Gegenwart und taucht ein in die rumänische Zeitgeschichte und die Nachwirkungen der Ära des kommunistischen Diktators Nicolae Ceaușescu, die mit der Revolution im Dezember 1989 endete.

Im Mittelpunkt des Romans von Maria Bidian steht Ana, die im Sommer in den Zug nach Rumänien steigt. Endlich soll ihre Familie nach Jahrzehnten und einem langen Prozess ihren enteigneten Besitz zurückerhalten. Während sich die Verwandtschaft – aus ganz unterschiedlichen Gründen – nur für das sagenumwobene Haus interessiert, will Ana vor allem eines finden: das Pfauengemälde, ein Familienerbstück, von dem der Vater so oft erzählt hat. Jahre zuvor reiste der Vater selbst nach Rumänien, um das Pfauengemälde abzuholen. Er hatte sein Ziel aber nicht erreicht, weil er dort starb. Ana will das nun vollenden, und plagt sich mit der Frage, ob sie seinen Tod hätte verhindern können, wenn sie mit ihm gereist wäre. Mit der Reise in ein Land, das sie nur aus Sommerurlauben mit der Familie kennt, begibt sich Ana auch auf eine innere Reise, eine Reise durch ihre eigenen Erinnerungen, durch die Vergangenheit der Familie und durch die Vergangenheit des Landes und spürt die Trauer um ihren Vater, die sie bewältigen will, indem sie das Pfauengemälde findet. Dabei erlebt sie intensiv Land und Leute, das Alltagsleben der Menschen, ihre Freuden und Vergnügungen, ihre Gastfreundschaft, ihre Ängste, Sorgen und Hoffnungen. Der Zeitpunkt von Anas Reise, so erzählt es die Autorin den Besucherinnen und Besuchern ihrer Lesung in Rudow, fällt in die Jahre 2017/ 2018, also eine der politisch turbulentesten Phasen der jüngeren rumänischen Geschichte, die geprägt war von massiven Bürgerprotesten gegen Korruption und einer gleichzeitig boomenden Wirtschaft. Die Menschen trauten dem Regime nicht und wollten nur eines nicht, eine Rückkehr zu Gepflogenheiten, wie sie im korrupten Terror-Regime der Ära Ceausescu Gang und Gäbe waren. An einem schönen Sommerabend lernt Ana ein Pärchen kennen, das sie animiert, in Bukarest an einer Demonstration gegen die Regierung teilzunehmen. Sie zeigt Haltung und tut das, was ihr Vater einst tat und wofür er im Gefängnis landete, um schließlich nach Deutschland zu fliehen. Sie kämpft für die Freiheit und ein menschenwürdiges Leben. Ana wird auf der Demonstration verletzt und wird im Hause der ersten Frau ihres Vaters, Elisa, aufgenommen. Hier erfährt sie, was es mit dem Pfauengemälde auf sich hat. Es steht stellvertretend für all das Leid, das die Familie erfuhr: das Leid durch die Enteignungen, das Leid in den berüchtigten Gefängnissen des Geheimdienstes Securitate, an das sich die Familie nicht erinnern mag, um sich den Glauben zu bewahren an ein gutes Leben in Würde und Freiheit. 

Glänzend moderiert wurde die Lesung von der ehemaligen Marzahner Bibliothekarin Renate Zimmermann. 

Maria Bidian wurde 1988 in Mainz geboren und lebt heute in Berlin sowie in einem kleinen Dorf in Transsilvanien in der Nähe von Sibiu (Hermannstadt), wo sie ein altes Bauernhaus renoviert. „Das Pfauengemälde“ erschien 2024 bei Zsolnay/Hanser Literaturverlage. „Bücher wie das Pfauengemälde von Maria Bidian können dazu beitragen, Vorurteile und Klischees über Bord zu werfen, die unser Bild von Rumänien immer noch einseitig und negativ bestimmen. Indem die deutsch-rumänische Autorin anhand der Geschichte einer Familie Lebensrealitäten, historische Erfahrungen und die Aufbruchstimmung der Rumänen als demokratischer Teil Europas sichtbar macht, trägt sie zum Verständnis eines Landes unserer Europäischen Union bei, dessen Bewohnerinnen mehrheitlich pro europäisch gesinnt sind und bereit sind, dafür zu kämpfen. Andererseits macht das Buch Lust darauf, ein Land zu entdecken, das weit über den Dracula Mythos und Armutsgeschichten hinaus sehr viele kulturelle Schätze birgt“, urteilt unser Fraktionär Scharmberg.

Gemeinsam gegen Armut – Grundstein für Pilotprojekt Tee- und Wärmestube Plus in Neukölln gelegt

Gemeinsam gegen Armut - Grundstein für Pilotprojekt Tee- und Wärmestube Plus in Neukölln gelegt 20
Armut eine Stimme geben: Die SPD-Fraktionäre Peter Scharmberg und Gabriela Gebhardt, SPD-Kreisvorsitzende Derya Caglar, SPD-Fraktionsvorsitzende Cordula Klein und Neuköllns Stadträtin Janine Wolter (v.li.)

Am 24. März wurde auf der Neuköllner Schillerpromenade gefeiert. Der Grundstein für die Tee- und Wärmestube Plus wurde in der Allerstraße / Ecke Schillerpromenade gelegt. Die Fertigstellung des Baus mit einem Bauvolumen von 5,3 Mio. Euro ist bis Ende 2027 geplant. Das Projekt wird vom Kirchenkreis Neukölln finanziert und unter anderem durch Fördermittel der Lottostiftung unterstützt. Träger der Einrichtung wird das Diakoniewerk Simeon sein. Als Rednerinnen und Redner eingeladen wurden die Unterstützenden des Projekts, so die Frau unseres Bundespräsidenten, die First Lady Elke Büdenbender, unsere Berliner Bürgermeisterin sowie Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey, und unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel. Die Besucher der Grundsteinlegung wurden vom Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Neukölln, Dr. Christian Nottmeier, ganz herzlich begrüßt. Er sprach zu Beginn seiner Rede das Ziel der neuen Einrichtung an: „Angesichts wachsender Armut und steigender Wohnungslosigkeit ist es uns als Kirche ein Anliegen, hier in Nord-Neukölln präsent zu bleiben und die sozial-diakonische Arbeit auszubauen. Mit der Tee- und Wärmestube Plus entsteht ein Ort der Würde und der Teilhabe – mitten im Schillerkiez. Er soll Menschen stärken, statt sie weiter zu verdrängen.“

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SPD Kreisvorsitzende Derya Caglar mit der SPD-Fraktionsvorsitzenden Cordula Klein und Christiane Wanjura-Hübner (v.li.)

Zur Grundsteinlegung gekommen waren auch unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein, ihre Stellvertreterin Gabriela Gebhardt, ihr Stellvertreter Peter Scharmberg sowie unser Bürgerdeputierter Andreas Domann. Ebenso vor Ort war unsere Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport und Kandidatin für das Amt der Bezirksbürgermeisterin, Janine Wolter. Schließlich hat sich unsere SPD Fraktion von Beginn an für das Projekt Tee- und Wärmestube zusammen mit Bezirksbürgermeister Martin Hikel, Senatorin und Berliner Bürgermeisterin, Franziska Giffey sowie der First Lady für die Tee- und Wärmestube  Plus stark gemacht.  Aus dem Abgeordnetenhaus kam Derya Çağlar, dort stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion.

Die Tee- und Wärmestube Plus soll die Arbeit der bisherigen Tee- und Wärmestube Neukölln fortführen. Sie ist seit 40 Jahren eine unverzichtbare Anlaufstelle für Menschen, die von Armut, Wohnungs- oder Obdachlosigkeit betroffen sind. Täglich finden sie dort warme Mahlzeiten, Waschmöglichkeiten, eine Kleiderkammer sowie professionelle Beratung und verlässliche Begleitung.

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Die besten Wünsche für das Projekt „Wärmestube plus“ begleiteten die Grundsteinlegung

Schon seit langem zeichnete sich ab, dass die in der Weisestraße ansässige Tee- und Wärmestube aus allen Nähten platzt, weil der Ansturm der Gästinnen und Gäste dauerhaft sehr hoch ist. Hinzu kommt, dass der Mietvertrag für die bisherigen Räume nicht verlängert wurde. Von daher haben sich der Evangelische Kirchenkreis Neukölln sowie das Diakoniewerk Simeon entschieden, diese wichtige Arbeit dauerhaft zu sichern und weiterzuentwickeln. Auf kirchlichem Grund entsteht nun in der Allerstraße / Ecke Schillerpromenade ein moderner Neubau – in unmittelbarer Nähe zum bisherigen Standort. Neben den bewährten niedrigschwelligen Hilfsangeboten wird die neue Tee- und Wärmestube Plus um ein zentrales Element erweitert: 16 längerfristig bewohnbare Einzelappartements schaffen dringend benötigten Wohnraum für Menschen in besonders schwierigen Lebenssituationen. Ziel ist es, die Bewohner*innen ohne zeitlichen Druck in eigenen Wohnraum zu vermitteln. Dieses „Plus“ – Wohnen auf Zeit – eröffnet Menschen neue Perspektiven und ermöglicht Stabilisierung und Teilhabe, begleitet durch professionelle Sozialarbeit.

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Auch Elke Büdenbender hatte sich lange für das Projekt eingesetzt

Entwickelt hat das Konzept für die neue Tee- und Wärmstube Plus der Armutsbeauftragte der Evangelischen Kirche Berlin Brandenburg oberschlesische Lausitz, Thomas de Vachroi. Von dessen Konzept zeigte sich von Beginn an auch unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel überzeugt: „Hier in Neukölln entsteht ein Pilotprojekt, das zeigt, wie wir als Gesellschaft mit Armut und Obdachlosigkeit umgehen können und die Welt ein bisschen besser machen“, betonte er. 

„Die Verbindung aus niedrigschwelliger Unterstützung im Alltag und echten Perspektiven durch Wohnen und Beratung ist genau der richtige Ansatz im Umgang mit Obdachlosigkeit“, hob Giffey in ihrer Rede hervor. Damit liege „ein Modell mit Vorbildcharakter“ vor „das auch für andere Orte in der Stadt wegweisend sein kann. Wer ein sicheres Dach über dem Kopf hat, gewinnt Stabilität, Würde und neue Chancen“. Und genau darum gehe es: „Menschen nicht allein zu lassen, sondern sie auf ihrem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu begleiten“, ergänzte Giffey und sprach wie Hikel „all denen, die sich hier tagtäglich mit großem Engagement für andere einsetzen und den Ort mit Herz und Haltung gestalten“, ihren besonderen Dank aus.

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Thomas de Vachroi (2.v.li.) bei der langgeplanten Grundsteinlegung

Elke Büdenbender besuchte die Tee- und Wärmestube bereits im November 2020 und zeigte sich tief beeindruckt von Vachrois Konzept der neuen Tee- und Wärmestube Plus, für das sie sich fortan einsetzte.   Orte wie dieser „schaffen einen festen Punkt in einem Leben, das oft von Unsicherheit geprägt ist. Seit vielen Jahren geschieht hier im Schillerkiez genau das: Menschen finden Unterstützung, Orientierung und Begegnung. Heute legen wir hier ein Fundament aus Beton. Aber auch ein Fundament aus Verantwortung und Solidarität. Ein Gebäude allein verändert keine Welt. Aber durch all die Menschen, die sich darin für andere engagieren, kann es zu einem Ort werden, an dem ein Leben in Würde und Selbstbestimmung wieder beginnt“, sagte die First Lady.

Für das Diakoniewerk Simeon sprach der Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung  Dr. Oliver Unglaube. „Mit dem neuen Standort schaffen wir verlässlichen Raum für Menschen, die Unterstützung benötigen“, sagte Unglaube. Gerade angesichts wachsender sozialer Ungleichheit sei es entscheidend, „konkrete Lösungen vor Ort umzusetzen. Ein sicheres Zuhause, Schutz und gesellschaftliche Teilhabe sind keine Privilegien, sondern grundlegende Rechte, die allen Menschen zustehen“, so Unglaube weiter.

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Senatorin Franziska Giffey erläutert die lange Planung des Projektes


„In der Zeitkapsel, die wir heute im Fundament versenkt haben, liegen neben den Bauplänen, Kirchenkreisinfo und Konzeption auch Informationen über die Kampagne „Armut eine Stimme geben“. Gegründet vom Diakoniewerk Simeon, dem Evangelischen Kirchenkreis Neukölln und der Berliner Sparkasse, soll sie zukünftigen Generationen davon zeugen, dass wir in Berlin nicht weggesehen haben“, bemerkte Vachroi nach der Grundsteinlegung. Für ihn ist damit ein großer Traum greifbar geworden. Er dankte allen Mitgestaltern, den Verantwortlichen und vor allem dem Ehrenamt. Ohne eure unermüdliche Arbeit im Hintergrund könnten wir dieses Projekt schlichtweg nicht realisieren.“

„In den Reden zur Grundsteinlegung ist deutlich geworden, um was es unserer SPD in der Wohnungs- und Obdachlosenhilfe geht: Es geht darum, Menschen wieder in reguläres Wohnen zu bringen, damit sie auf dieser gesicherten Grundlage wieder die Kraft finden, in Arbeit zu kommen. Das Konzept der Tee- und Wärmestube Plus, die Menschen ohne zeitlichen Druck in eigenen Wohnraum zu vermitteln, bietet dafür aus unserer Sicht noch bessere Chancen als dies bislang der Fall war. Von daher war und ist es für uns immer wieder eine große Freude, die Arbeit der Tee- und Wärmestube zu unterstützen“, sagt unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein.

Prressemitteilung: SPD-Fraktion Neukölln fordert vollständige Aufklärung nach Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses

Die SPD-Fraktion Neukölln sieht nach der Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses am 30. März 2026 erheblichen weiteren Aufklärungsbedarf im Zusammenhang mit den bekannt gewordenen Vorfällen im Verantwortungsbereich des Jugendamtes.

In der Sitzung vom 30. März 2026 sind neue Informationen zur Tragweite des organisatorischen Versagens innerhalb des Jugendamtes deutlich geworden – insbesondere im Hinblick auf die Rolle und das konkrete Handeln der Jugendamtsleitung. Diese Erkenntnisse waren weder in der Akteneinsicht vom 20. März 2026 noch in der regulären öffentlichen Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 19. März 2026 in dieser Form und Tiefe ersichtlich.

Die SPD-Fraktion fordert daher die zuständige Jugendstadträtin Sarah Nagel (Die Linke) auf, unverzüglich für vollständige Transparenz zu sorgen: „Wir erwarten, dass schnellstmöglich eine vollständige und widerspruchsfreie Aktenlage hergestellt wird, die die unterschiedlichen Aussagen aller Beteiligten kongruent abbildet – und zwar noch vor Beginn der BVV- Sitzungswoche am 13. April. Zudem fordern wir, dass die unabhängige Aufklärungskommission bis zum Ende der Osterpause eingesetzt wird und ihre Arbeit aufnimmt“, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzende Cordula Klein.

Ungeachtet der nun erweiterten Informationslage sieht die SPD-Fraktion weiterhin ein eklatantes Verantwortungs- und Führungsversagen im Jugendamt. Die fachliche und politische Verantwortung trägt die zuständige Jugendstadträtin – einschließlich ihrer Gesamtverantwortung für das Handeln nachgeordneter Ebenen.

Die SPD-Fraktion kündigt an, auf Grundlage der vollständig aufgearbeiteten Aktenlage und in enger Abstimmung mit ihrem Zählgemeinschaftspartner Bündnis 90/Die Grünen die weiteren politischen Schritte zu beraten und zu entscheiden.

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