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Benda-Gedenken in Rudow: Konzert und Jubiläum der Freundschaft mit Prag 5

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Betreute den Empfang: SPD-Fraktionsvorsitzende Cordula Klein (re.)

Zum 230. Todestag des Komponisten Georg Benda luden die Freunde Neuköllns e. V. am 5. Oktober 2025 zu einem Konzert in die Dorfkirche Rudow ein. Bereits am Vortag fand im Gemeindesaal der evangelischen Kirchengemeinde ein „Benda-Salon“ statt. Aufgeführt wurden das Melodram „Ariadne auf Naxos“ von Georg Benda und die 1. Symphonie in C-Dur von Franz Benda, dem Bruder Georgs. Zu den Konzertbesuchern zählten der tschechische Botschafter Jiří Čistecký, der japanische Benda-Forscher Nobuaki Tanaka sowie unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gabriela Gebhardt. Auch unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein war mit dabei, schlüpfte allerdings diesmal in die Rolle der Helfenden im Team „Armut eine Stimme geben“, das den festlichen Empfang nach dem Konzert liebevoll vorbereitete.

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Die Familie Benda stammt aus der böhmischen Stadt Benátky nad Jizerou und brachte seit dem 18. Jahrhundert zahlreiche Musiker und Wissenschaftler hervor. Ein Zweig der Familie um Robert von Benda ließ sich in Rudow nieder, besaß das ehemalige Rittergut und ist dort auf dem Friedhof in der Köpenicker Straße beigesetzt. Franz und Georg Benda gehören zu den bedeutendsten Vertretern der Familie. Franz Benda wirkte in Prag, Dresden, Warschau und schließlich am preußischen Hof Friedrichs des Großen. Georg Benda, 13 Jahre jünger, wurde Hofkapellmeister in Gotha und erlangte auch die Anerkennung von Wolfgang Amadeus Mozart, der seine Werke lobte. Bendas Entscheidung, in „Ariadne auf Naxos“ die deutsche Sprache zu verwenden, war damals ungewöhnlich und trug dazu bei, das Singspiel als deutschsprachige Opernform zu fördern. Das stand im Kontrast zur damaligen Praxis, schließlich wurden Singspiele in italienischer und französischer Sprache präsentiert, wobei Italienisch die Sprache der erhabenen Oper und des virtuosen Gesangs war, während Französisch für die höfische Eleganz und den gesellschaftlichen Tanz stand. Das Singspiel, eine Form der Oper mit gesprochenen Dialogen, wurde im 18. Jahrhundert zu einem wichtigen Element der aufklärerischen Volksbildung. Durch die Verwendung der deutschen Sprache wurde die Oper für ein breiteres, bürgerliches Publikum zugänglich und verständlich. So unterstützte die Entwicklung der deutschsprachigen Oper, wie sie Georg Benda förderte, den Aufstieg und die Emanzipation des Bürgertums, indem eine kulturelle Plattform geschaffen wurde, die nicht mehr nur dem Adel vorbehalten war. 

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Das Konzert des fabelhaften Prager Orchesters „Martinu Strings“ unter Jaroslav Sonski begeisterte die rund 150 Besucher mit einer eindrucksvollen Aufführung, die die ganze Dramatik der Liebesgeschichte in feinster Abstimmung mit dem gesprochenem Wort inszenierte. Die Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft des tschechischen Botschafters Jiří Čistecký und des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner stand, erinnerte zugleich an das 30-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft Berlin–Prag sowie an 20 Jahre Partnerschaft zwischen Neukölln und Prag 5 (Smíchov).

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Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Spendenübergabe an Thomas de Vachroi, Armutsbeauftragter der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg – oberschlesische Lausitz, für seine Initiative „Armut eine Stimme geben“. Elfriede Manteuffel, die stellvertretende Vorsitzende des Vereins Freunde Neuköllns, überreichte ihm einen Scheck über 500 Euro, der durch weitere Spenden auf 600 Euro aufgerundet wurde.

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Botschafter Čistecký lobte die Aufführung und betonte die enge kulturelle Verbundenheit zwischen Tschechien und Deutschland, die das Benda-Wochenende eindrucksvoll sichtbar machte. „Das Benda-Konzert in Rudow war weit mehr als ein wunderbarer musikalischer Abend: Es war ein Zeichen gelebter europäischer Freundschaft, getragen von Begegnung, Menschlichkeit und gegenseitigem Respekt“, hebt unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gebhardt hervor.

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„Warum sind Juden und Araber besonders gute Gastgeber?“ – Plakataktion gegen Antisemitismus in Neukölln gestartet

„Warum sind Juden und Araber besonders gute Gastgeber?“ - Plakataktion gegen Antisemitismus in Neukölln gestartet 7
Erhoffen sich positive Effekte durch die Kampagne: Bezirksbürgermeister Martin Hikel, Carsten Ovens und die stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Fraktion Peter Scharmberg und Gabriela Gebhardt (v.re.)

Mit der Bildungskampagne „Fragemauer“ leistet das „European Leadership Network“ (ELNET) seit Sommer 2023 einen Beitrag gegen Judenhass. Und der ist sichtbar: 2022 gab es 2.641 judenfeindliche Straftaten in Deutschland 2024 sogar 6.236. Allein in Österreich gab es 2024 1.520 antisemitische Vorfälle. Ziel der Initiative ist es, anonym eingereichte Fragen zu jüdischem Leben und Israel niedrigschwellig und verständlich zu beantworten – und damit Hass und Hetze mit Wissen zu begegnen. Bis zum 7. Oktober 2025 sind mehr als 1.000 Fragen beim Netzwerk eingegangen und werden fortlaufend beantwortet. Auch im Rathaus Neukölln und in den Bürgerämtern des Bezirks sind die Plakate der Bildungskampagne „Fragemauer“ seit dem 7. Oktober 2025 zu sehen.

Zum Auftakt der Kampagne in Neukölln bestückten Bezirksbürgermeister Martin Hikel und der Neuköllner Antisemitismus- und Queerbeauftragte, Carl Chung, zusammen mit Vertreter*innen des European Leadership Networks am späten Nachmittag des 7. Oktober 2025 den Rathaus-Schaukasten am Fußgängerüberweg an der Karl-Marx-Straße 83 mit Motiven der Kampagne. Den Kampagnenstart in Neukölln begleitet hatten unser stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gabriela Gebhardt und unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender Peter Scharmberg.

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Der Antisemitismus- und Queerbeauftragte Carl Chung (li.) stellte die Kampagne ebenso vor.

Unser Bezirksbürgermeister begrüßt die Kampagne und stellt fest: „Jüdisches Leben ist in den letzten Jahren in Neukölln wieder erblüht, Restaurants, Treffpunkte, unsere erste öffentliche Chanukka-Feier zeugen davon. Und gleichzeitig ist das öffentliche Leben von Jüdinnen und Juden an manchen Ecken bedroht. Es darf in Neukölln, in Berlin, in Deutschland keinen Platz für Antisemitismus geben“. Um Antisemitismus zu bekämpfen brauche man „mehr Aufklärung mehr Wissensvermittlung und auch eine  unmissverständliche, klare Haltung und lautes Einstehen gegen jede Form von Antisemitismus“. Die Fragemauer trage dazu bei. Hikel hofft, dass mit der Kampagne Menschen mehr miteinander ins Gespräch kommen, statt übereinander zu reden. Carsten Ovens, CEO von ELNET dankte dem Berliner Senat, dem Bezirk Neukölln und insbesondere unserem Bezirksbürgermeister für die Unterstützung. „Wir hoffen dass wir damit Impulse geben können für mehr Miteinander, für weniger Hass. Und wie wir alle wissen, ist die Grundlage von Hass immer Unwissen und Unverständnis. Je mehr Brücken wir bauen, umso besser ist das Leben hier in Neukölln, in Berlin und auch überall in unserem Land“, so Ovens. Zum Schluss wies er darauf hin, dass es die drei in Neukölln gezeigten Plakatmotive auch im Postkartenformat gibt, ebenfalls an vielen Stellen im Bezirk ausliegen und auch digital verfügbar sind. Auch der SPD-Spitzenkandidat für die Wahl zum 20. Abgeordnetenhaus 2026, Steffen Krach, begrüßt die Aktion: „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, uns schützend vor unsere jüdischen Freunde zu stellen und es ist unsere gemeinsame Pflicht in diesem Land, mit aller Konsequenz gegen jede Form von Antisemitismus vorzugehen“.

„Die Plakataktion ist ein weiterer wichtiger Teil unseres Kampfes gegen Antisemitismus und beispielgebend dafür, dass wir in unserem Bezirk keinerlei Diskriminierung dulden. Mit der Plakataktion setzen wir in Neukölln ein gutes Zeichen: für Wissen statt Vorurteil, für Miteinander statt Spaltung, für Menschlichkeit“, sagt unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gebhardt. 

Wer selber anonym eine Frage stellen möchte oder nach Antworten auf Fragen sucht zu Antisemitismus, zum jüdischen Leben, zu Israel und zur Religion, wird auf der Webseite der Kampagne fündig: https://fragemauer.de

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Gedenken an die Opfer des Hamas-Terrors und des nachfolgenden Krieges

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Gedenken an die Opfer: Bezirksbürgermeister Hikel (mi.) mit SPD-Fraktionsvorsitzender Cordula Klein (2.v. li.), Andreas Domann, Stadträtin Janine Wolter, Gabriela Gebhardt, Antisemitismusbeauftragtem Carl Chung und Michael Morsbach (v.li.)

Zum zweiten Jahrestag des Terrorangriffs der Hamas gegen Israel rief das Bezirksamt Neukölln zum Gedenken an die Opfer dieses Angriffs und all derer auf, die durch den von der Hamas ausgelösten Krieg getötet worden sind.

Am 7. Oktober 2023 überfiel die Hamas Israel und tötete auf brutalste Weise fast 1.195 Menschen. 251 Menschen wurden durch die Hamas verschleppt und als Geiseln gehalten. Dabei handelt es sich um den größten Massenmord an Jüdinnen und Juden seit dem Holocaust. Im Mittelpunkt des Gedenkens im Rathaus standen die 48 israelischen Geiseln, die sich nach zwei Jahren noch immer in der Gewalt der terroristischen Hamas befinden. Mindestens 20 von ihnen sind mutmaßlich noch am Leben. 

Dem Aufruf zum Gedenken folgten auch unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein, ihre Stellvertreterin Gabriela Gebhardt, unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender Peter Scharmberg, unser Bezirksverordneter Michael Morsbach, unsere Bürgerdeputierten Hannelore Gascho und Andreas Domann sowie unserer ehemaliger Bezirksverordneter Wolfgang Hecht. Neben unserem Bezirksbürgermeister Martin Hikel waren unsere Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Janine Wolter, der Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Karsten Schulze, die weiteren Stadträte sowie der Neuköllner Antisemitismus- und Queerbeauftragte Carl Chung zugegen.

Zum Gedenken hob unser Bezirksbürgermeister in seiner Rede hervor, dass das Massaker der Hamas vom 7. Oktober auch zeige, „dass das Thema Antisemitismus keines ist, das in der Vergangenheit liegt, sondern in der Gegenwart sehr real und jeden Tag greifbar ist. Wir leben in einer Stadt und in einer Situation, wo antisemitische Übergriffe seit dem größten antisemitischen Übergriff am 7. Oktober 2023 und seit Beginn des Krieges stark zugenommen haben“, so Hikel. Er gab zu bedenken, dass antisemitische Einstellungen in der Bevölkerung weiter verbreitet sind als wir uns das bislang vorstellen konnten. Hikel ist überzeugt, „dass der Kampf gegen Antisemitismus einer für Demokratie und für Freiheit und Gleichstellung ist“. Insofern haben wir alle gemeinsam Verantwortung zu tragen und sollten im Austausch über den 7. Oktober nicht der Versuchung erliegen, in Relativierungen zu verfallen oder in Aufwiegelung gegeneinander. Im Anschluss an seine Rede rief Hikel die Anwesenden auf zu einer Gedenkminute an alle Todesopfer des Massakers und des darauffolgenden Krieges auf.

„Wir gedenken der Opfer des Hamas-Terrors vom 7. Oktober 2023 und all der Menschen, die seitdem auf israelischer und palästinensischer Seite ihr Leben verloren haben. Der Terrorangriff der Hamas war ein grausamer Bruch der Menschlichkeit, der in der Folge unermessliches Leid für unzählige Familien brachte. Ihnen allen gilt unser Mitgefühl. Antisemitismus und jede Form von Hass dürfen keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Als SPD Neukölln stehen wir für Frieden, Menschlichkeit und solidarisches Miteinander“, betont unser Fraktionsvorsitzende Cordula Klein.

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Einladung zur Bürger:innensprechstunde

Die SPD-Fraktion Neukölln lädt am Donnerstag, den 23. Oktober 2025 ab 18:00 Uhr zu einer Bürger:innensprechstunde in das Kleine Landhaus (Alt-Rudow 31, 12357 Berlin) ein.

Unsere stellv. Fraktionsvorsitzende Gabriela Gebhardt, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, und der stellv. Vorsitzende im Ausschuss für Wirtschaft und Arbeit Jürgen Koglin freuen sich auf zahlreiche Gespräche.

251020 PM Einladung zur BürgerInnensprechstunde

Gesundes Frühstück für alle Schulanfänger*innen – unsere SPD-Fraktion half tatkräftig mit

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Präsentieren die liebevoll gepackten Boxen: das Team der SPD

Auch in diesem Jahr half unsere SPD-Fraktion tatkräftig mit, damit mehr als 65.000 Schulanfänger*innen in Berlin und Brandenburg Bio-Brotboxen überreicht bekommen. Schließlich ist ein gesundes Frühstück entscheidend für den Lernerfolg unserer Kinder. Die Bio-Brotbox-Aktion fand zum 20. Mal in Brandenburg und zum 24. Mal in Berlin statt. Sie begann erstmals in Berlin und breitete sich von dort aus auf das gesamte Bundesgebiet aus. Zum Schulanfang bekamen 39.546 Schüler*innen an 529 Grundschulen in Berlin die gelben, wiederverwendbaren Boxen überreicht. 25.773 Bio-Brotboxen für ABC-Schützen wurden an 582 Grundschulen in Brandenburg verteilt.

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SPD-Fraktionsvorsitzende Cordula Klein mit Senatorin Franziska Giffey und Franziska Jahke (v.li.)

Zusammen mit unseren Mitgliedern der SPD-Fraktion unterstützten rund 500 freiwillige Helfer*innen das Packen der Bio Brotboxen. Mit dabei waren von unserer Fraktion unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein und ihre Stellvertreterin Gabriela Gebhardt, unsere Bezirksverordneten Michael Morsbach und Franziska Jahke sowie unser Bürgerdeputierter Andreas Domann. Zum SPD-Helferteam zählten auch Pema, Felix und Ruvi. Ebenfalls engagierten sich für die gute Sache unsere Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport Janine Wolter, unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel, unsere Wirtschaftssenatorin und Bürgermeisterin von Berlin Franziska Giffey, sowie unser Mitglied des Abgeordnetenhauses Derya Çağlar.

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Die stellv. Fraktionsvorsitzende Gabriela Gebhardt

Wie wichtig es ist, die Bio-Brotbox-Aktion zu unterstützen, zeigen das Deutsche Schulbarometer, der 15. Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sowie der Paritätische Armutsbericht. So zeigt der 15. DGE-Ernährungsbericht, dass das gemeinsame Frühstücken in der Familie nur bei 54,9 % der Kinder und Jugendlichen regelmäßig stattfindet. Für alle drei Mahlzeitenarten nahm der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die häufig gemeinsam mit der Familie essen, mit zunehmendem Alter ab.

Der Paritätische Armutsbericht beschreibt zudem, dass Lebensmittel zuletzt von deutlichen Preissteigerungen betroffen waren. „Die Auswirkungen zeigen sich daran, ob eine vollwertige Mahlzeit alle zwei Tage finanzierbar ist. Insgesamt sagen etwa 11 %, dass sie sich das nicht leisten können; unter den einkommensarmen Personen beträgt der Anteil dagegen fast ein Viertel.“ In Deutschland sind knapp 15 % der Bevölkerung – über 12 Millionen Menschen – armutsgefährdet. Besonders häufig trifft dies Alleinerziehende und kinderreiche Familien.

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Bijan Atashgahi (li.) und Michael Morsbach

Inwiefern ein erhöhtes Armutsrisiko den Ernährungs- und Gesundheitszustand von Familien beeinflusst, wurde durch die von der Universität Hohenheim und der Charité – Universitätsmedizin Berlin durchgeführte Mega-Kids-Studie erforscht. Die von Geldmangel betroffenen Haushalte sorgten sich, „dass ihnen das Essen ausgeht, und sie konnten nur zwischen wenigen verschiedenen Lebensmitteln wählen“. Mitunter verzichteten sie aufgrund von Geldmangel auch auf einzelne Mahlzeiten.

Ein gesundes Schulfrühstück ist also nach wie vor keine Selbstverständlichkeit für Kinder in Deutschland. Das aber hat Folgen: Kinder, die hungrig sind, können sich schlechter konzentrieren und nehmen weniger aktiv am Unterricht teil. Es fällt ihnen außerdem schwerer, Konflikte zu bewältigen. Sie leiden häufig unter sozialer Isolation – etwa dann, wenn einige in der Pause ihr mitgebrachtes Essen genießen oder ihr Pausenbrot teilen, während andere nur zusehen können. Das kann zu Ausgrenzung und Hänseleien führen. Zudem kann ein Mangel an Nährstoffen das Immunsystem schwächen und die körperliche Entwicklung langfristig beeinträchtigen.

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Auch Felix (li.) und Ruvi waren vor Ort

All dies unterstreicht die Bedeutung der Bio-Brotbox-Aktion, die sich dafür einsetzt, dass jedes Kind täglich ein gesundes Frühstück bekommt – und Kindern zugleich den Wert und Ursprung von Lebensmitteln näherbringt. „Jedes Kind sollte mit einem gesunden Frühstück in den Tag starten können – unabhängig vom Einkommen der Eltern. Die Bio-Brotbox-Aktion setzt genau hier an und verbindet praktische Hilfe mit Bewusstseinsbildung. Ich freue mich, dabei gewesen zu sein, um gemeinsam mit vielen Engagierten dafür zu sorgen, dass Kinder in Berlin und Brandenburg gut gestärkt in ihren Schultag starten“, betont unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gebhardt.

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Zehn Jahre Spanferkelessen zu Erntedank

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Packten tatkräftig mit an: SPD-Fraktionsvorsitzende Cordula Klein mit Peter Standfuß (re.) und dem gut gelaunten Team

Mehr als 100 Gäste kamen am 12. Oktober in die Tee- und Wärmestube in der Weisestraße und bekamen eine große und heiße Portion Spanferkel mit Kartoffelsalat serviert. Insgesamt wurden acht Spanferkel wurden vor Ort zerteilt und kamen auf die Teller. Dank eines großartigen Helferteams konnten die Warteschlangen, die sich nach und nach bildeten, schnell abgebaut werden.

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Auch diesmal wurde erneut deutlich, dass die Einrichtung des Diakoniewerk Simeon aus allen Nähten platzt. Jeder Platz in der guten Stube war belegt. Von daher war es ein Segen, dass der Nieselregen während der Zeit der Essensausgabe verschwand. So konnten die Besucher ihr exzellentes Essen auch im Freien vor der Stube genießen. Neben Festen wie Ostern, Pfingsten und der alljährlichen Schifffahrt zählt das Erntedankfest für die Menschen, die Unterstützung in der Not brauchen, zu den Höhepunkten in ihrem ansonsten tristen Alltag. Für einen Moment Wärme zu tanken Gemeinschaft und Freude zu erleben, gibt ihnen Kraft und vermittelt ihnen, dass sie nicht alleine gelassen werden. Möglich gemacht wurde die Aktion wieder durch großzügige Spenden. Als Sponsoren traten diesmal das Café Herzstück von Mandy Abel und Lucie in der Kleingartenanlage am Buschkrug, Tobias Ulrich von EDEKA Ulrich, die Familie Barbara und Klaus Vogt sowie das Restaurant Rüdiger’s.

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Die Aufgabe unserer Gesellschaft sei es, Not zu lindern, Hilfe anzubieten und den Betroffenen neue Perspektiven zu eröffnen, damit sie wieder aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, meint der Armutsbeauftragte der Evangelischen Kirche Berlin- Brandenburg – oberschlesische Lausitz, Thomas de Vachroi. Es bedürfe nicht unendlichen Mitleids, sondern konkreter, aufrichtiger Taten – wobei wenige Prozent echter Hilfe einen großen Unterschied machen, so de Vachroi. Mit großer Freude blickte er auf das Geschehen und half an diesem Sonntag wieder selber mit, indem er Getränke an die Bedürftigen austeilte. De Vachroi weiß eben, dass er sich auf sein Helferteam von „Armut eine Stimme geben“ verlassen kann. Zu ihm zählte auch diesmal wieder unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein, die beim Austeilen des Essens half, nachdem Sascha Hohner von der Concordia Loge Berlin und Lucie das Spanferkel in mundgerechte Stücke zerteilt hatten. „Eure großzügigen Spenden – sei es in Form finanzieller Unterstützung, Sachspenden oder wertvoller ehrenamtlicher Tätigkeit – haben einmal mehr gezeigt, wie tief das Mitgefühl für Menschen in Not in unserer Stadt verwurzelt ist“, sagte de Vachroi dazu. So stand dieser Sonntag für die Gäste der Tee- und Wärmestube ganz im Zeichen des Vergnügens.

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Während die Gäste in der Stube aßen, sich unterhielten oder Schach spielten, packten die „Spreeschepperer“ ihre Musikinstrumente aus und spielten „Guggemusik“ unter der Leitung von Klaus. Er erklärte, was man unter „Guggemusik“ versteht. Da ist eine Art Blasmusik, die absichtlich schräg und „falsch“ klingt, obwohl sie professionell arrangiert ist und eine starke Rhythmussektion hat. Gespielt werden traditionelle Lieder, aber auch Popmusik. Für das kleine Konzert gab es denn auch viel Applaus. Auch den Spreeschepperern, dem Ordnungsamt sowie der Polizei, die die Straße während des Open-Air-Konzerts sicherten, dankte de Vachroi von Herzen: „Gemeinsam tragen wir dazu bei, dass Berlin eine Stadt bleibt, in der niemand allein gelassen wird.“ Auch unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein war wieder begeistert: „Das Spanferkelessen in der Tee- und Wärmestube ist ein Beispiel dafür, wie stark Zusammenhalt und Mitmenschlichkeit in unserer Nachbarschaft gelebt werden. Als Bezirk können wir stolz darauf sein, dass Solidarität hier nicht nur ein Wort ist, sondern gelebte Praxis, die wir als SPD Fraktion von Herzen gerne auch in Zukunft mitgestalten“, sagt unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein.

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Engagement mit Herz – Charity-Festival für den Abenteuerspielplatz Wildhüterweg

Engagement mit Herz – Charity-Festival für den Abenteuerspielplatz Wildhüterweg 24
Beeindruckt vom gesellschaftlichen Engagement: Bezirksbürgermeister Martin Hikel mit Bürgerdeputierter Viktoria Gabrysch, Jennifer Kusch und Geschäftsführer Michael Elias Tamaja

Was bürgerschaftliches Engagement in kurzer Zeit erreichen kann, zeigen die Spendeninitiative und das Charity-Festival zugunsten des Wiederaufbaus des abgebrannten Reparatur-Cafés des Abenteuerspielplatzes Wildhüterweg. Das Festival fand am 19. und 20. September 2025 auf dem Gelände des Spielplatzes statt. Veranstaltet wurde es vom Verein „Für ein schönes Buckow e.V.“ in Kooperation mit Jennifer Kusch, Mutter eines Kindes, das den Spielplatz liebt. Geboten wurde an zwei Tagen ein großes Livemusik-Programm mit insgesamt neun Bands aus Buckow, Neukölln und dem Rest Berlins. Mit dabei waren am ersten Tag die Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport Janine Wolter sowie am Samstag Bezirksbürgermeister Martin Hikel. Die Fraktion war vertreten durch die Bürgerdeputierte Viktoria Gabrysch, die sich zudem als Helferin an beiden Tagen für das Anliegen stark machte.

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Viktoria Gabrysch (li.) mit Stadträtin Janine Wolter

Auf dem Abenteuerspielplatz Wildhüterweg hatte ein Brand Anfang des Jahres die komplette Werkstatt zerstört – alle Werkzeuge, Maschinen und das Zubehör wurden dabei unbrauchbar. Zudem verbrannten fünf Hochbeete, die das Quartiersmanagementprojekt „Lebendige Gropiusstadt“ im vergangenen Jahr in einer Gemeinschaftsaktion mit Bewohnerinnen und Bewohnern gebaut hatte. Jennifer Kusch kämpft seit Monaten um Spenden für die Wiederherstellung des Reparatur-Cafés. „Dieser Spielplatz ist durch Pädagogen betreut und damit für viele Kinder ein sicherer Ort, an dem man behütet spielen kann. Ob Fußball oder Kreatives, der Abenteuerspielplatz bietet für viele Kinder schöne Angebote. Mir liegt er daher sehr am Herzen“, sagte sie in ihrer Eröffnungsrede beim Charity-Festival. Die Spendeneinnahmen werden zu 100 Prozent für den Wiederaufbau des Reparatur-Cafés eingesetzt.

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Bezirksbürgermeister Hikel würdigte in seiner Rede das Engagement von Frau Kusch und der Initiative „Für ein schönes Buckow e.V.“ um Michael Ruf, das er als „herzerwärmend“ und „nicht selbstverständlich“ bezeichnete. Aufgrund der dem Bezirk durch geringe finanzielle Zuweisungen vom Senat auferlegten Sparmaßnahmen können derzeit keine öffentlichen Mittel zur Wiederherstellung bereitgestellt werden. Daher wird im Geschäftsbereich des Bezirksbürgermeisters nach Wegen gesucht, über Dritt- und Fördermittel Gelder zu akquirieren. „Wir unterstützen ausdrücklich dieses herausragende zivilgesellschaftliche Engagement und setzen uns ebenfalls für den Wiederaufbau ein. Dieses Ereignis zeigt, wie sehr wir alle als Gesellschaft dazu beitragen können, in Vielfalt und vereint Zusammenhalt zu leben. Neukölln schafft es vorbildlich und das kann sich sehen lassen“, betonte Bürgerdeputierte Gabrysch.

Neben einem hochwertigen Musikprogramm gab es preiswertes Essen und Trinken. Ferner präsentierten soziale Einrichtungen aus der Umgebung an Ständen ihre Angebote. Auch Verkehrssicherheitsberater der Polizei waren anwesend und informierten Jugendliche beispielsweise mit einer Rauschbrille über die Wirkung von Alkohol und Drogen. Bislang konnten durch das bürgerschaftliche Engagement etwa 40 Prozent der benötigten Summe gedeckt werden, so Kusch und Ruf – auch dank einiger größerer Spenden. Auch wenn das Charity-Festival im Ergebnis nicht ganz den Erwartungen der Veranstalter entsprach, hatte es doch einen wichtigen Effekt: Der Gemeinschaftsgedanke wurde gestärkt, resümieren Kusch und Ruf. Damit die Schadenssumme im hohen fünfstelligen Bereich zusammenkommt, hat Frau Kusch unter anderem eine Spendenkampagne im Internet auf gofund.me unter https://gofund.me/d5cd0fd8 ins Leben gerufen.

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Gemeinsame Pressemitteilung der Grünen Fraktion Neukölln und der SPD Fraktion Neukölln

Grüne und SPD stimmen dem Neuköllner Doppelhaushalt 2026/2027 zu – vorgenommene Änderungen können die Unterfinanzierung des Bezirkes nicht ausgleichen.

Kurzfassung
Die Neuköllner Fraktionen von Grünen und SPD stimmen dem Doppelhaushalt 2026/2027 zu, obwohl er dramatische Lücken aufweist. Durch einige Änderungen konnten wichtige Projekte in den Bereichen Klimaschutz, soziale Angebote und Jugendhilfe gesichert werden.

Hintergrund
Die vom schwarz-roten Senat veranschlagten Mittel reichen bei weitem nicht aus, um den Status Quo im Bezirk zu sichern – geschweige denn, um notwendige Investitionen zu ermöglichen. Dafür fehlen rund 20 Millionen Euro pro Jahr. Trotzdem stimmen Grüne und SPD dem Haushalt zu, um die Handlungsfähigkeit des Bezirks zu sichern: Ein nicht-beschlossener Haushalt würde Neukölln keinen Cent mehr bringen, aber eine vorläufige Haushaltswirtschaft ab dem 01.01.2026 sowie mögliche zusätzliche Haushaltssperren durch das Land. Dadurch wären weitere Angebote, vor allem in den Bereichen Soziales und Jugend, in akuter Gefahr.

Samira Tanana und Beate Bruker, Vorsitzende der Grünen Fraktion, erklären:
„Wir sagen Nein zu den Kürzungen – aber Ja zu einem handlungsfähigen Bezirk. Die Mittel reichen nicht aus, um unserem Anspruch an ein solidarisches und klimagerechtes Neukölln zu entsprechen. Zudem drohen Kürzungen in Millionenhöhe im Landeshaushalt, die zu weiteren massiven Einschränkungen für die Neuköllner*innen führen werden, zum Beispiel bei sozialen Angeboten oder der Grünpflege. Hier müssen Kai Wegner und seine schwarz-rote Koalition dringend nachbessern!
„Gleichzeitig wissen wir, dass die Ablehnung des Neuköllner Bezirkshaushalts keinen Cent zusätzlich bringt, aber bestehende Angebote – zum Beispiel für Kinder und Jugendliche – massiv gefährdet und die Handlungsfähigkeit unseres Bezirks aufs Spiel setzt. Deshalb tragen wir den Haushalt mit, kritisieren aber die Kürzungen, die aus einer unzureichenden Zuweisung des Landes resultieren.“

Cordula Klein, Vorsitzende der SPD-Fraktion, erklärt:
„Wir wollen Vorsorge für kurzfristige besondere Bedarfe treffen und hierfür Mittel aus dem Haushalt zur Verfügung stellen. Besonders wichtig ist uns dabei der Kampf gegen Antisemitismus und Queerfeindlichkeit, der im Bezirk gestärkt werden soll. Darüber hinaus wollen wir auch die Deutsch- Arabische Schule in Neukölln unterstützen.“

20250929 PM BVV Neukölln beschliesst Doppelhaushalt 2026-2027

Ein Sonntag voller Wärme und Gemeinschaft in der Tee- und Wärmestube

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Sorgte mit viel Wärme für ein reichhaltiges Mahl: SPD-Fraktionsvorsitzende Cordula Klein (h.mi.) im Kreis der Helfenden

Auf dem Sonntagsprogramm der Tee- und Wärmstube in der Weisestraße standen am 28. September zwei attraktive Programmpunkte auf dem Programm. Zum einen kochte unsere Fraktionsvorsitzende Cordula Klein zusammen mit der Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport sowie etlichen Helfer*innen ein köstliches Chili con Carne. Zum anderen war ein ganzes Team an Meisterfriseuren aus dem Studio Vieteran zugegen, um die Gäste der Einrichtung kostenlos zu frisieren.

Ein Sonntag voller Wärme und Gemeinschaft in der Tee- und Wärmestube 32

Das Kochteam um Cordula Klein mit Jayani, Thalagala, Uresha, Johannes, Ruvi, Felix, Sanduni, Tharindi, Pamela, Nuzla, Pema und Dulaj rückte um 12.00 Uhr an und packte die vielen Zutaten aus dem Fahrzeug, um sie in die Küche zu tragen. Dann ging es Schlag auf Schlag. Während sich die einen um die mit Kidneybohnen gefüllten Töpfe in der Küche kümmerten, schnitten die anderen im Eingangsraum rote Zwiebeln und Paprika und füllten einen riesengroßen Bottich mit herrlich frischem Quark und Obst für den Nachtisch. Dass Essen mit großen Portionen für rund 100 Gäste eingeplant war, hatte sich ausgezahlt. Auch wenn es zum Start um 14.00 Uhr noch geruhsam herging, bildeten sich bereits um 14.30 Uhr kleine Schlangen vor der Essenausgabe – und die hörten nicht auf. Bis nach 16.00 Uhr hatten alle Helfer alle Hände voll zu tun, um Essen und Getränke zu reichen. Die Tee- und Wärmestube war bis zum letzten Platz belegt, obgleich einige nach dem Essen wieder gingen. Glücklich machte die Gäste nicht nur das Essen, viele nutzten die Chance und ließen sich die Haare schneiden und frisieren. Und damit das Ganze den Charakter eines trendigen Haarstudios bekam, hatten die Meisterfrisöre Nam, Daniel und Yusuf und ein Azubi noch eine Musikanlage mitgebracht.

Was alle Helfer*innen an diesem denkwürdigen Sonntag auszeichnete, war die sehr gute Laune, die unterstrich, dass die Hilfe von Herzen kommt. Trotz des großen Andrangs nahmen sich die Frisöre alle Zeit der Welt, um die Schnitte und das Styling nach den Wünschen der Gäste umzusetzen.

Nachdem etwas Ruhe einkehrte, überreichte Cordula Klein im Namen unserer SPD- Fraktion 39 Pakete Kaffee für die laufende Kaffeewette, die Dr. Christian Hoffman mit der Tee- und Wärmestube nun zum vierten Mal eingeht. Neben den vielen Helfer* innen und den Friseurmeistern hatten auch die Sozialarbeiterin Claudia und der Sozialarbeiter Achim sehr viel zu tun: Handtücher mussten ausgegeben werden, für jene, die duschen wollten. Beratungen erfolgten und großer Andrang herrschte auch bei Nachfragen nach Post. Geduldig arbeiten sie eine Anfrage nach der anderen ab, koordinierten die Besetzung des Duschraums und achteten darauf, dass alle gesittet miteinander umgehen.

Für 100 Menschen auf engstem Raum zu kochen und sie zu bewirten, erfordert ein hohes Maß an Logistik, Konzentration und Teamwork. Neben dem Team Küche hatte auch das Team der Frisöre sehr viele Freude an der ehrenamtlichen Sonntagsarbeit und war bestens gelaunt. Das traf auch auf Dr. Oliver Unglaube zu, der es sich nicht entgehen ließ, sich ein Bild von der hervorragenden Stimmung der Gäste der Tee- und Wärmestube an diesem besonderen Tag zu machen. Er und der ebenfalls anwesende Armutsbeauftragte der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg oberschlesische Lausitz, Thomas de Vachroi, dankten den Spendern von ganzem Herzen. Sehr dankbar zeigten sich auch die Gäste. Sie konnten einen wunderschönen Tag in der Einrichtung verbringen, unterhielten sich ausgiebig und trafen Bekannte oder Freunde. Einige nutzten die Gelegenheit und spielten eine entspannte Partie Schach im hinteren Gästeraum.

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SPD-Fraktionsvorsitzende Cordula Klein (li.) übergab zusammen mit Bildungsstadträtin Janine Wolter (re.) den Kaffee

„Für mich, unsere SPD- Fraktion und unserer Helfer*innen ist es stets ein große Freude, zu erleben, wie dankbar die Gäste der Tee- und Wärmestube sind, weil sie ein gutes Essen mit einem Lächeln serviert bekommen und sich für einen Moment wieder aufgehoben fühlen können. Wir bleiben am Ball und tun politisch alles dafür, dass das von der EU im November 2020 formulierte Ziel, die Obdachlosigkeit bis 2030 zu beseitigen, erreicht wird. So machten wir uns unter anderem mit vereinten Kräften stark für die neue Tee- und Wärmestube plus und setzten uns erfolgreich dafür ein, dass die Einrichtung für obdachlose Frauen, Evas Obdach, erhalten bleibt. Wohnen ist ein Menschenrecht, bezahlbares Wohnen, bessere Mobilität und mehr soziale Sicherheit haben für uns und unseren Kandidaten für das Amt des  Regierenden Bürgermeisters, Steffen Krach, absoluten Vorrang“, betont unsere Fraktionsvorsitzende Klein und freut sich auf die nächste Koch- und Hilfsaktion.

Neustart für Neuköllns Karl-Marx-Straße

Neustart für Neuköllns Karl-Marx-Straße 38
Weihten die „neue“ Karl-Marx-Straße ein: Bezirksbürgermeister Martin Hikel, Bezirksstadtrat Jochen Biedermann, Susanne Liepe von „Aktion! Karl-Marx-Straße“ und Verkehrsstaatssekretär Stephan Machulik (v.li.)

„Seit langem wird der Niedergang der Karl-Marx-Straße beklagt. Alte Geschäfte schließen, der Straßenraum wirkt wegen der zahlreichen Ausbesserungen und unterschiedlichen Gestaltungselemente ungepflegt und ungeordnet. Teilweise sind die Gehwege zu schmal für die hohe Frequenz der Passanten und die alte Beleuchtung ist nicht besonders hell. Dies wird sich nun ändern“. Mit diesen Worten kündigte unser ehemaliger Bezirksstadtrat für Bauwesen Thomas Blesing im Mai 2010 den Umbau der Karl-Marx Straße an. 15 Jahre später, am 26. September 2025, stehen unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel, unser Staatssekretär Stephan Machulik aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr, Jochen Biedermann, vor dem Rathaus Neukölln, um die Bürger später zum Fest zum Neustart der Karl-Marx- Straße auf den Alfred-Scholz-Platz einzuladen. Gekommen war auch unser Bezirksverordneter Robert Hagen, der Mitglied im Ausschuss für Verkehr und Tiefbau ist.

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Der SPD-Bezirksverordnete Robert Hagen zeigt sich überzeugt vom Ergebnis

Die Karl-Marx-Straße in Neukölln verlor ab den 1990er-Jahren zunehmend an Attraktivität: Leerstände, Billigläden, enge Gehwege und ein hoher Verkehrsfluss prägten das Bild. Um diesen Prozess zu stoppen, setzten wir als SPD- Fraktion alle Hebel in Bewegung, dass das Gebiet 2009 in die Städtebauförderung aufgenommen und schließlich zum Sanierungsgebiet erklärt wurde. Unter dem Leitbild „Handeln, Begegnen, Erleben“ begann ein groß angelegter Umbau, bei dem Anwohnende, Gewerbetreibende und Kulturschaffende über die Initiative „Aktion! Karl-Marx-Straße“ frühzeitig eingebunden wurden.

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Für die Initiative ist zum „Neustart“ Susanne Liepe erschienen: Sie ließ in ihrer die einzelnen Bauphasen Revue passieren. Die Bauarbeiten erfolgten in mehreren Abschnitten. Den Auftakt bildete zwischen 2010 und 2012 die Neugestaltung des südlichen Abschnitts von der Silberstein- bis zur Jonasstraße. Ziel war es, den starken Durchgangsverkehr neu zu ordnen und gleichzeitig die Situation für Fußgänger und Radfahrende zu verbessern. Breitere Gehwege, Radstreifen und eine klare Verkehrsführung wurden umgesetzt. Ab 2014 folgte der Umbau im Bereich Jonasstraße bis Uthmannstraße. Hier lag die Herausforderung darin, den Betrieb einer stark frequentierten Geschäftszone während der Bauarbeiten aufrechtzuerhalten. Nach Abschluss profitierten Händler und Kundschaft von barrierefreien Gehwegen und einer insgesamt aufgewerteten Umgebung. Zwischen 2016 und 2018 wurde die Strecke von der Uthmannstraße bis zur Briesestraße erneuert. Im Vordergrund stand die Erhöhung der Verkehrssicherheit: Neue Querungshilfen erleichtern das Überqueren der Straße, zusätzliche Sitzgelegenheiten, Fahrradabstellmöglichkeiten und künstlerische Elemente wie die „Pollerwolke“ machen den Straßenraum vielfältiger. Der letzte große Abschnitt von der Briesestraße bis zur Weichselstraße stellte die Planerinnen und Planer vor die größten Aufgaben: „Da vor den eigentlichen Straßenbauarbeiten zusätzlich die Abdichtung der Tunneldecke der U Bahnlinie 7 durch die BVG erfolge, dauere das Bauvorhaben länger als ein „normaler“ Straßenbau“, sagte Marco Ilgeroth vom Ingenieursbüro Asphalta 2014 auf einer von unserem Baustadtrat Blesing initiierten Bürgerversammlung. Asphalta war zuständig für die örtliche Bauüberwachung. Neben der Oberflächengestaltung und der U-Bahntunnel-Sanierung mussten zahlreiche Leitungen im Untergrund erneuert werden. Zu Recht sagte unsere ehemalige Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey „Der Umbau der Karl-Marx-Straße gleicht einer Operation am offenen Herzen“. Um Schäden am Tunnel der U-Bahn zu vermeiden und den U-Bahnverkehr nicht zu gefährden, konnte das Abtragen die Oberfläche der Straße nicht mit großem und schwerem Gerät durchgeführt werden, stattdessen mussten die Bauarbeiter die Oberfläche mit dem Presslufthammer abtragen, was zeitaufwändig war, erklärte unser Bezirksbürgermeister Hikel in seiner Rede. Er erinnerte damit an das, was Marco Ilgenroth bereits 2014 in der Bürgerversammlung erläuterte.

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„Verzögerungen aufgrund neuer Vorgaben zur Behandlung von kontaminiertem Abbruchmaterial der U-Bahn-Tunneldecke, wie beispielsweise asbesthaltige Baustoffe, führten dazu, dass dieser Teil erst im Sommer 2025 fertiggestellt wurde“, ergänzte Liepe. Fazit: Mit breiten Gehwegen, neuen Bäumen, Radstreifen und Platzflächen ist auch hier die Aufenthaltsqualität spürbar gestiegen.

Parallel zur Tunneldecken-Sanierung baute die BVG im U-Bahnhof Karl-Marx-Straße auch einen Fahrstuhl ein. Unser Staatssekretär Machulik lobte die Zusammenarbeit zwischen Bezirks- und Senatsverwaltung und ging in seiner Rede auf die Finanzierung des Vorhabens ein. Finanziert wurde der Umbau überwiegend über die Städtebauförderung. Rund 2,8 Millionen Euro flossen aus dem Programm „Stadtumbau West“ in den ersten Abschnitt, die drei Bauabschnitte zwischen Jonas- und Weichselstraße kosteten zusammen 19,8 Millionen Euro und wurden aus dem Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren und Quartiere“ getragen. Ergänzend beteiligte sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) an der Finanzierung. Nicht eingerechnet seien dabei die Kosten der Bau- und Sanierungsmaßnahmen der BVG, so Machulik.

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Heute präsentiert sich die Karl-Marx-Straße deutlich verändert: Die Reduzierung auf eine verbreiterte Fahrspur pro Richtung sorgt für mehr Übersichtlichkeit, und Radstreifen sowie barrierefreie Querungen erhöhen die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger. Darüberhinaus schaffen neue Bäume und platzartige Bereiche Raum für Aufenthalt und Gastronomie. Mit der Fertigstellung im Jahr 2025 ist der Umbau jedoch noch nicht abgeschlossen. Ab 2027 soll auch der nördliche Abschnitt bis zum Hermannplatz neu gestaltet werden, erneut verbunden mit einer umfassenden Sanierung des U-Bahn-Tunnels. Unser Bezirksverordneter Robert Hagen freut sich, dass der lang andauernde komplexe Umbau von „Neuköllns wichtigster Einkaufsstraße“ nun abgeschlossen ist. Der Umbau der Karl-Marx-Straße stehe „exemplarisch für eine langfristige, durchdachte Stadterneuerung, die alle Verkehrsteilnehmer, Gewerbe, Aufenthaltsqualität und Bürgerbeteiligung miteinander verbindet – und unserem Neukölln ein neues zukunftsfähiges Zentrum gibt“, so Hagen.

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