101. Kieztag in Neukölln – gelebte Nachhaltigkeit mitten im Kiez

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Besuchten den erfolgreichen Kieztag: Bezirksbürgermeister Martin Hikel (mi.), der SPD-Bezirksverordnete Michael Morsbach und Zero-Waste-Beauftragte Isabel Kronauer

Neukölln hat viele innovative Vorzeigeprojekte entwickelt, die schließlich berlinweit eingeführt wurden. Dazu zählen Projekte wie die Stadtteilmütter, das Wassergewöhnungsprojekt für Grundschüler und auch die Kieztage, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Kieztage der BSR entstanden nach einem Neuköllner Modell, das 2018 unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel gemeinsam mit unserer Fraktion forciert hat: Der Tausch- und Sperrmülltag war von Beginn an so erfolgreich, dass er weitergeführt wurde. Seit April 2023 sind Tausch- und Sperrmülltage als so genannte „Kieztage“ ein gemeinsames Angebot der Berliner Bezirke und der BSR. Auf dem Kannerplatz/ Friedensplatz in Rixdorf fand am 22. August 2025 der 101. Neuköllner Kieztag statt. Er wurde auch von der Mobilen Stadtteilarbeit des Nachbarschaftsheimes Neukölln beworben und vor Ort unterstützt. Zu Besuch kamen unser Bezirksbürgermeister, unser Bezirksverordneter Michael Morsbach sowie die Zero-Waste-Beauftragte des Bezirks, Isabel Kronauer. Der Kieztag stand unter dem Motto: „Null Müll Neukölln“, ein innovatives Projekt, das primär auf Müllvermeidung setzt.

Im April 2023 wurde der Kieztag auf alle Berliner Bezirke ausgeweitet, dafür hatte sich unsere SPD seit 2019 stark gemacht. Berlinweit wurden bis Mai 2025 insgesamt mehr als 450 Kieztage in den Bezirken durchgeführt. Dabei haben über 164.000 Besucher*innen insgesamt mehr als 2.600 Tonnen Sperrmüll und gutes Gebrauchtes abgegeben,“ so die BSR. Mit dem niedrigschwelligen Angebot können fußläufig Sperrmüll, Elektroaltgeräte und weiter gebrauchsfähige Textilien abgegeben werden. Auf dem Kannerplatz war auch der Tausch- und Verschenkmarkt, der den Besuchern die Möglichkeit bietet, noch gut erhaltene und brauchbare Dinge in der Nachbarschaft weiterzugeben oder selbst welche für den eigenen Weitergebrauch zu entdecken. Viele der dabei abgegebenen Gegenstände konnten als wiederverwendete Waren wieder in den Umlauf gebracht werden, so etwa Tassen, Teller, Gläser und Spielzeug sowie weitere für den Haushalt nützliche Dinge.

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Auch das Interesse an Second-Hand-Kleidung war groß. Und was am Ende des Tages übrig bleibt, wird bei geeignetem Zustand und Menge in der „NochMall“, dem Gebrauchtwarenkaufhaus der BSR in Reinickendorf, zu sehr zivilen Preisen verkauft – geprüfte Elektrogeräte sogar mit einem Jahr Garantie. Die „NochMall“ bietet unter dem Titel „Green Brands“ auch nachhaltige Waren von verschiedenen Start-ups an. Möglich sind hier auch die Neubeschichtung alter Pfannen, die Reinigung verschmutzter Sneakers und die Reparatur von Elektrogeräten unter Anleitung erfahrener Techniker. Ziel ist es stets, Produkte länger im Kreislauf zu halten und damit Ressourcen zu schonen und das Klima zu schützen, ganz im Sinne der Null Müll Neukölln-Strategie und zur Freude unserer Zero-Waste-Beauftragten. Gemeinsam mit Hikel und Morsbach führte sie mit Bürger*innen auf dem Kannerplatz Gespräche, klärte auf über Null Müll Neukölln und ging auf die Sorgen der Bürger*innen ein. 

Auch der 101. Berliner Kieztag stieß wieder auf große Resonanz. Die Kiezbewohner kamen mit dem Lastenrad, dem Fahrrad oder mit Bollerwagen, um sich ihrer sperrigen Güter, die nicht mehr brauchbar waren, zu entledigen. Ob alter Lattenrost, ein nicht mehr verwendbares Fahrrad oder ein mehrfach durch Familien genutzter ausrangierter Kinderwagen – die Müllpresse des BSR-LKWs schluckte sie mühelos und in großen Mengen. Erwähnenswert sind auch die BSR-Arbeiter vor Ort. Sie packten mit an, ohne dass sie gefragt wurden, und sorgten dafür, dass das Sperrmüllgut im Handumdrehen in den LKW verfrachtet wurde, stets mit einem Lächeln auf den Lippen. Groß war der Andrang auch am integrierten Tausch und Verschenke-Stand. 

Seit Mitte August gibt es auch in Neukölln mit „Sperrling“ ein neues Angebot der BSR, das bislang allerdings nur für den Reuterkiez verfügbar und buchbar ist. Mit „Sperrling“ werden kleine Mengen an Sperrmüll vom Sperrmüll-Abholservice der BSR mit dem Elektro-Pedelec abgeholt. Das Angebot richtet sich an Privathaushalte, die Kosten belaufen sich auf 35 Euro pro Abholung.  Buchbar ist der Service mit einer Vorlaufzeit von nur wenigen Stunden von Montag bis Samstag innerhalb von drei verschiedenen Zeitfenstern über die Internetseite der BSR. „Sperrling“, der neue kleine Sperrmüllabholservice der BSR, der derzeit nur im Reuterkiez gerufen werden kann, muss schnell für ganz Neukölln angeboten werden. Er ist eine kostengünstige Lösung für die Zeit zwischen den Sperrmülltagen im Kiez,“ meint unser Bezirksverordneter Morsbach.

Wo und wann die kommenden Kieztage stattfinden, erfahren Interessierte unter:

https://www.bsr.de/meinkieztag

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