
Am 14. September feierte die Bürgerstiftung Neukölln ihr 20-jähriges Bestehen in der Evangelischen Brüdergemeine in Rixdorf. Unter den vielen Gästen waren unter anderem unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel, unsere Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport Janine Wolter, Ingo Malter (Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land), unser Bezirksverordneter Bijan Atashgahi, unsere Bürgerdeputierte Hannelore Gascho sowie unsere ehemalige Stadträtin Karin Korte. Auch zahlreiche Stifterinnen und Stifter, die der Stiftung seit Beginn treu sind, nahmen teil.
Der Vorstand der Bürgerstiftung, Jean-Philippe Laville und Friedemann Walter, begrüßte die Gäste aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Initiativen. Gemeinsam blickten sie auf die Anfänge zurück: Nach sechs Jahren intensiver Vorbereitung wurde die Stiftung 2005 im Saalbau Neukölln – dem heutigen Heimathafen – gegründet. Mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger, darunter Kirchengemeinden, Kita- und Schulfördervereine, Hauseigentümergemeinschaften und Unternehmen, waren beteiligt. Ihr gemeinsames Ziel: Probleme vor der eigenen Haustür anpacken und den Kiez aktiv mitgestalten.

Von Anfang an standen Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt. Das erste Projekt, ein Mentoringprogramm für Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen, besteht bis heute. Erwachsene begleiten Jugendliche 1:1 beim Übergang von der Schule in den Beruf. Bereits 2006 kam der N+ Förderfonds hinzu. Bis 2025 unterstützte er 223 Projekte – von Sportvereinen über Senioreninitiativen bis zu Schulen und Nachbarschaftsprojekten. „Finanziert werden konnten viele dieser Projekte auch durch die Trödelgruppe, die im Hof der Villa Rixdorf, schöne und nützliche Sachspenden verkauft und aktuell wieder Spenden für den Verkauf im Hof der Villa Rixdorf am Richardplatz 6 sucht“, hebt unsere Bürgerdeputierte Hannelore Gascho hervor. „Ich habe persönlich diese wertvolle Arbeit erleben dürfen. Die Bürgerstiftung Neukölln hat unsere Projekte „Neuköllner Dialog“ und „Begegnung der Kulturen im Gemeinschaftshaus“ mehrmals unterstützt und war in unserer ehrenamtlichen Arbeit eine große Hilfe. Alles Gute zum 20. Jubiläum“, freut sich unser Bezirksverordneter Bijan Atahsgahi. Er hatte mit der Arbeitsgemeinschaft Migration der SPD Neukölln den Anstoß gegeben zur Gründung eines im März 2008 gegründeten Netzwerks von elf Vereinen unter dem Titel „Neuköllner Dialog“, das fortan die „Begegnung der Kulturen“ im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt organisiert, eine internationale Veranstaltungsreihe mit Musik und Kulinaria, die Begegnungsmöglichkeiten für Menschen unterschiedlichster kultureller Hintergründe und Herkunftsländer schafft.

2008 starteten die „Neuköllner Talente“ – Patenschaften für Kinder im Grundschulalter, die ihre Interessen und Fähigkeiten entdecken und entwickeln sollen. 2016 wurde die N+ Werkstatt ins Leben gerufen, die mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen Lösungen für aktuelle Herausforderungen sucht. Von 2018 bis 2021 begleitete die Stiftung die Entwicklung des EngagementZentrums Neukölln. 2020 eröffnete der MitmachLaden als Anlaufstelle für Bürgerbeteiligung.
Auch neue Projekte wie „Leicht gemacht“, bei dem Multiplikatoren zum Thema Beteiligung geschult werden, oder die Ausstellung „Wenn ich König*in wäre“ gehören dazu. Letztere ist Teil der Präsentation BERLIN GLOBAL im Humboldt Forum: Seit Mai 2025 zeigen dort Neuköllner Jugendliche ihre Zukunftsvisionen.

Bezirksbürgermeister Hikel würdigte das „großartige Engagement“ der Stiftung. Besonders die Patenschaften für Kinder bezeichnete er als „eine Bereicherung, die aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken ist“. Er dankte allen, die Aufgaben übernehmen, Projekte begleiten und die Stiftung finanziell unterstützen. Zwischen Bezirksamt und Bürgerstiftung sei eine „echte Partnerschaft“ gewachsen, betonte Hikel: „Meine Unterstützung ist Ihnen gewiss.“
