Spatenstich für das Zentrum für Sprache und Bewegung am Campus Efeuweg

Spatenstich für das Zentrum für Sprache und Bewegung am Campus Efeuweg 1
Bezirksbürgermeister Martin Hikel und Bildungsstadträtin Karin Korte sind beim Spatenstich voller Vorfreude über das Projekt.

Am 5. März schien die Sonne auf dem Campus Efeuweg. Zusammen mit der Schul- und Bildungsstadträtin Karin Korte hat Bezirksbürgermeister Martin Hikel (beide SPD) den Spatenstich für das Zentrum für Sprache und Bewegung getan. Mit  dem Abriss der Mobilen Unterrichtsräume (MUR) der Gemeinschaftsschule Campus Efeuweg haben nun also die Bauarbeiten für das Zentrum für Sprache und Bewegung (ZSB) begonnen.

„Mit dem bildungspolitischen und stadtplanerischen Gemeinschaftsprojekt „Campus Efeuweg – Mit Bildung zusammen wachsen“ des Bezirksamtes von Neukölln und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie entsteht in der südlichen Gropiusstadt eine ganzheitliche Bildungs-, Bewegungs- und Freizeitlandschaft, die zu einer positiven Entwicklung und Aufwertung des Bildungsstandortes und des gesamten Wohnumfeldes beitragen wird, in dem die gesamte Nachbarschaft eingebunden wird“, freut sich die Fraktionsvorsitzende der SPD Neukölln, Cordula Klein. Denn neben der schulischen Nutzung durch die Gemeinschaftsschule Campus Efeuweug wird die Otto-Suhr-Volkshochschule gemeinsam mit der Musikschule Paul Hindemith Sprach-, Musik- und Bewegungskurse im ZSB anbieten.

Das Zentrum für Sprache und Bewegung am Campus Efeuweg gehört außerdem als einziges Berliner Projekt zu den 24 „Nationalen Projekte des Städtebaus“ und wurde dafür im Juni 2017 durch Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) ausgezeichnet. Während insbesondere Franziska Giffey das Campusprojekt über Jahre hinweg stark angetriebn hatte, haben sich der damalige Schul- und Bildungsstadtrat Jan Christopher Rämer und der SPD Bundestagsabegeordnete Dr. Fritz Felgentreu für das Zentrum für Sprache und Bewegung sehr stark auf der Bundesebene eingesetzt. Das Bauprojekt umfasst rund 10 Mio. Euro, wovon 2,7 Mio. vom Bund und 6,6 Mio. vom Land Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, finanziert werden. Mit dem Programm zur Förderung von Investitionen in Nationale Projekte des Städtebaus werden seit 2014 investive sowie konzeptionelle Projekte mit besonderer nationaler beziehungsweise internationaler Wahrnehmbarkeit mit sehr hoher fachlicher Qualität, sowie mit überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotenzial gefördert.

Die 1.120 m² Nutzungsfläche des Zentrums für Sprache und Bewegung wurden vom Berliner Architekturbüro AFF Architekten geplant. Davon sind 684 m² für Musik-, Bewegungs- sowie Seminarräume und 166 m² für ein öffentliches Campuscafé vorgesehen, das die Öffnung in den Stadtteil fördern soll. Der Entwurf überzeugt durch ein hohes Verständnis für das Gebiet Gropiusstadt sowie seinen sozialen und städtebaulichen Besonderheiten. Somit kann Bezirksbürgermeister Hikel zu Recht sagen, dass sich Neukölln auf den Weg gemacht habe, in der Stadt „Bildungszentren der Zukunft“ zu bauen. „Bei unseren Campus-Projekten denken wir Bildung, Stadtteil, Erholung und individuelle Selbstbestimmung zusammen. Mit dem Campus setzen wir echte Integration um und geben früh Angebote, bevor es andere machen. Nicht hier die Schule und dort die Sporthalle, sondern alles an einem Ort, zugänglich für alle Menschen im Umfeld: ein wirklicher Begegnungsort. Das Zentrum für Sprache und Bewegung ist der zentrale Baustein für die weitere Entwicklung des Campus. Deshalb ist es ein besonderer Moment, den Spaten für die Zukunft unserer Kinder im Bezirk zu setzen.“ 

Das Zentrum für Sprache und Bewegung werde nach seiner Fertigstellung große Impulse für die weitere Entwicklung der Gropiusstadt setzen und eine Freundlichkeit ausstrahlen, die die Nachbarschaft förmlich einlädt“, ist sich Bildungsstadträtin Korte sicher. „Die Besucher*werden das neue Gebäude über eine zentrale Galerie- und Bewegungslandschaft betreten, die wandelbar ist. Ich freue mich, dass die künftigen Nutzer*innen sowohl die Akteur*innen des Campus Efeuweg als auch die Bewohner*innen des Quartiers sein werden. Damit kann ein generationsübergreifendes lebenslanges Lernen auf dem Campus, unterstützt durch unsere Volkshochschule und Musikschule, endlich auch sichtbare Gestalt annehmen.“ Matthias Klingenberg, Amtsleiter für Weiterbildung und Kultur im Bezirksamt Neukölln jedenfalls freut sich schon, „passgenaue Bildungsangebote für alle Bürgerinnen und Bürger“ in Rudow und der Gropiusstadt machen zu können. Stephanus Parmann