
Mit einer feierlichen Veranstaltung auf den Buckower Feldern wurde am 29. April eines der größten Neubauquartiere Berlins offiziell gewürdigt. Gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner, dem Staatssekretär für Wohnen und Mieterschutz Stephan Machulik (SPD) sowie unserem Bezirksbürgermeister Martin Hikel zog die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH Bilanz nach rund viereinhalb Jahren Bauzeit. Mit dabei waren zahlreiche Projektbeteiligte sowie die Berliner Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey (SPD) und der ehemalige Regierende Bürgermeister Michael Müller. Sie alle wurden von Ingo Malter, Geschäftsführer bei STADT UND LAND, für ihre Arbeit am Großbauprojekt gewürdigt. Für die SPD- Fraktion war unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender Peter Scharmberg zugegen, außerdem vor Ort war unser stellvertretender Bürgerdeputierter Ramin Rachel.
Am südlichen Stadtrand von Neukölln ist ein modernes, sozial und ökologisch ausgerichtetes Quartier mit insgesamt rund 900 Wohnungen entstanden. Allein die STADT UND LAND errichtete mehr als 700 Wohnungen sowie 23 Gewerbeeinheiten und zentrale Infrastruktur. Seit 2024 werden die Wohnungen sukzessive bezogen.

Das Quartier setzt bewusst auf soziale Durchmischung: 30 Prozent der Wohnungen sind für Haushalte mit Wohnberechtigungsschein vorgesehen, hinzu kommen besondere Wohnformen – etwa für Seniorinnen und Senioren sowie für Geflüchtete, was unser Bezirksbürgermeister in seiner Rede würdigte. Schließlich standen einst auf dem Gelände so genannte Tempohomes, also temporäre Unterkunftscontainer für Geflüchtete. Nun leben diese Menschen ganz normal mit anderen im Quartier und sind nicht abgeschottet. Dafür dankte Hikel den am Bauprojekt Beteiligten. Unter ihnen sind gemeinwohlorientierte Träger, die das Wohnangebot ergänzen, teilweise in nachhaltiger Holzbauweise. Neben dem Wohnraum wurde auch die soziale Infrastruktur umfassend entwickelt: Kita, Jugendfreizeiteinrichtung, Ärztehaus und Nahversorgung sorgen für kurze Wege. Großzügige Grün- und Spielflächen, ein Landschaftspark sowie vernetzte Freiräume stärken das nachbarschaftliche Miteinander und machen das Quartier besonders lebenswert. Dazu trägt auch der im April 2025 eingerichtete Nachbarschaftstreff „Sophia“ bei.

Die Buckower Felder gelten als Modellprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung: Ein innovatives Wärmenetz der vierten Generation nutzt unter anderem Abwärme aus einer Abwasserdruckleitung. Photovoltaikanlagen und ein umfassendes Regenwassermanagement nach dem „Schwammstadt“-Prinzip ergänzen das Konzept.
Der Wohnungsmix reicht von 1‑ bis 5‑Zimmer‑Wohnungen. In allen Gebäuden gibt es barrierearme beziehungsweise barrierefreie Angebote. Die Mieten reichen von 6,50 € pro Quadratmeter für den geförderten Wohnungsbau bei Nachweis eines Wohnberechtigungsscheins bis zu 15,65 € im freifinanzierten Bereich. Auch die Mobilität ist zukunftsorientiert gedacht: autoarme Straßen, Quartiersgaragen, ein enges Netz aus Fuß- und Radwegen sowie neue Angebote im öffentlichen Nahverkehr verbessern die Anbindung und reduzieren den Autoverkehr. „Für Neukölln sind die Buckower Felder eine wirkliche Bereicherung. Das neue Quartier ist in vielerlei Hinsicht wegweisend – in Bezug auf Stadtplanung, Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Durchmischung. Und neuen, guten Wohnraum brauchen wir ohnehin in unserem Bezirk“, so Hikel.

Unser Staatssekretär Machulik hob in seiner Rede die Bezahlbarkeit guten Wohnens hervor. „Wohnungsbau ist mehr, als Quadratmeter zu schaffen – es geht um ein Zuhause, in dem sich die Berlinerinnen und Berliner heimisch fühlen. Mit diesem Ziel hat die STADT UND LAND als stets verlässlicher Partner in den Buckower Feldern ein Quartier für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen entwickelt, das bezahlbares Wohnen mit Lebensqualität verbindet.“
„Die Buckower Felder zeigen eindrucksvoll, wie moderner Wohnungsbau in einer wachsenden Stadt funktionieren kann: sozial gerecht, ökologisch nachhaltig und zugleich wirtschaftlich tragfähig. Für uns als SPD-Fraktion ist entscheidend, dass hier nicht nur Wohnungen entstehen, sondern ein lebendiges Quartier für ganz unterschiedliche Menschen. Genau diesen Weg wollen wir in Neukölln weitergehen“, betonte unser Bezirksverordneter Scharmberg.

Aus Sicht unserer SPD- Fraktion stehen die Buckower Felder damit exemplarisch für eine Stadtentwicklung, die bezahlbaren Wohnraum schafft, gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt und gleichzeitig konsequent auf Klimaschutz setzt. Dafür haben wir uns in der Vergangenheit stets stark gemacht, und nur das kann der Plan für die Zukunft sein. In diesem Sinne danken wir der STADT und LAND für ihr Engagement. Ihre Agenda, Wohnraum für alle zu schaffen, gilt es auch weiterhin zu unterstützen. Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften haben in den vergangenen zehn Jahren 100.000 Wohneinheiten geschaffen. Auf dem Gebiet der Buckower Felder werden in Zukunft bis zu 2000 Menschen leben.

