
Zum Nachmittag des 15. August hatte die Seniorenvertretung Neukölln alle lebenserfahrenen Menschen sowie deren Kinder und Enkel zum 4. Neuköllner Seniorensommer auf den großen Platz an der Hufeisentreppe in Britz eingeladen. Trotz Temperaturen von rund 34 Grad Celsius kamen Hunderte Besucherinnen und Besucher, um gemeinsam einen entspannten und abwechslungsreichen Nachmittag zu verbringen.
Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ informierten gemeinnützige Organisationen, Seniorenprojekte und die Bürgerstiftung über Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten für ältere Menschen. Im Mittelpunkt standen dabei unter anderem Fragen rund um das Älterwerden, eine seniorengerechte Versorgung und Hilfen im Alltag. Auch für Unterhaltung war gesorgt: Ein buntes, moderiertes Bühnenprogramm bot folkloristische Tänze, Chorgesang und Musik. Eine Drehorgel sorgte für besondere Atmosphäre, während ein Akkordeonorchester und ein Bundeswehrensemble bekannte Evergreens spielten.

Mit dabei war auch die SPD-Fraktionsvorsitzende Cordula Klein, die die Gelegenheit nutzte, mit zahlreichen Akteuren und Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen. „Seniorenpolitik bedeutet für uns, ältere Menschen nicht nur mitzudenken, sondern sie aktiv einzubeziehen. Die Seniorenvertretung leistet dafür eine wichtige Arbeit. Wir wollen, dass die Erfahrungen, Wünsche und Anliegen älterer Neuköllner*innen bei politischen Entscheidungen im Bezirk Gehör finden. Dazu gehören sichere Wege und ein guter Schutz im Straßenverkehr ebenso wie eine wohnortnahe Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs, bezahlbares seniorengerechtes Wohnen und der Kampf gegen Altersarmut. Niemand sollte sich schämen müssen, wenn er Unterstützung und soziale Hilfen benötigt. Dafür arbeiten wir auch eng mit der Seniorenvertretung zusammen“, erklärt Cordula Klein.

Beim Seniorensommer wurde außerdem auf eine aktuelle Beteiligungsmöglichkeit aufmerksam gemacht: Für drei Seniorenfreizeitstätten in Neukölln, die bislang noch keinen eigenen Namen tragen, können Bürgerinnen und Bürger Namensvorschläge einreichen und später über eine Vorauswahl abstimmen: Betroffen sind Einrichtungen in Alt-Rudow, in Alt-Buckow und am Bat-Yam-Platz in der Gropiusstadt. Grundlage dafür ist ein Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln, die Benennung der Einrichtungen in einem partizipativen Verfahren zu gestalten. Vom 15. August bis zum 6. September 2026 können Namensvorschläge eingereicht werden – vor Ort über Beteiligungskarten und eine Sammelbox oder digital über meinBerlin. Anschließend kann vom 12. bis zum 30. September 2026 auf dem gleichen Weg über eine Vorauswahl der eingereichten Vorschläge abgestimmt werden.

Der Eintritt zum Seniorensommerfest war frei. Organisiert wurde die Veranstaltung von Seniorinnen und Senioren sowie deren Familien. An den Ständen gab es Kaffee und Kuchen, Chili con Carne, Gegrilltes und Getränke. Dabei war überall zu spüren, mit wie viel Herzblut und Engagement die Organisatorinnen und Organisatoren bei der Sache waren. Auch die kleinen Preise trugen zur entspannten Atmosphäre bei. An großen Tischen und auf zahlreichen Sitzplätzen konnten die Besucherinnen und Besucher zwanglos miteinander ins Gespräch kommen. So wurde der Seniorensommer nicht nur zu einer Informationsveranstaltung, sondern vor allem zu einem Ort der Begegnung und des Austauschs.
Unterstützt wurde der 4. Neuköllner Seniorensommer vom Bezirksamt Neukölln, der von Senatorin Cansel Kiziltepe geführten Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, dem Evangelischen Kirchenkreis Neukölln beziehungsweise der Initiative „Armut eine Stimme geben“, der „Partnerschaft für Demokratie“ im Rahmen von „Demokratie leben!“, dem Nachbarschaftsheim Neukölln, der Berliner Stadtmission/Gemeinde Britz sowie zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.
Wer sich über Seniorenfreizeitangebote und Hilfen für ältere Menschen informieren möchte, findet weitere Informationen bei der Seniorenvertretung Neukölln:
Hilfen und Nützliches – Seniorenvertretung Neukölln

