Zu Gast beim Frühlingsempfang von Morus 14

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Bezirksbürgermeister Martin Hikel mit Gilles Duhem und der SPD Fraktionsvorsitzenden Mirjam Blumenthal (re.)

Am 6. März hat Bezirksbürgermeister Martin Hikel in der katholischen Gemeinde St. Klara am Frühjahrsempfang des Vereins Morus 14 teilgenommen. Der Verein ist seit 2003 in der Neuköllner Rollbergsiedlung angesiedelt und bietet mit dem Netzwerk Schülerhilfe, mit „Fit und Schlau“, „Der frühe Vogel“ und Shalom Rollberg Projekte zu Bildung, Integration und Gewaltprävention an. Ein Schwerpunkt ist das Netzwerk Schülerhilfe Rollberg, in dem mehr als 100 ehrenamtlich Arbeitende Schülerinnen und Schüler im Kiez begleiten. Neben Hikel waren beim Frühjahrsempfang auch viele Neuköllner SPD Bezirksverordnete vor Ort, so die Fraktionsvorsitzende Mirjam Blumenthal, Wolfgang Hecht und Eugen Kontschieder. Auch der Kreisvorsitzende der Neuköllner SPD, Severin Fischer, war unter den Gästen.

In ihrer Ansprache würdigte die 1. Vorsitzende des Vereins Morus 14, Marianne Johannsen, das Wirken von Morus 14 Geschäftsführer Gilles Duhem und Frank Bourgett, die den Verein verlassen. „Lieber Gilles, danke für deinen Mut, den Versuch zu wagen, eine Vision von gelingender Integration in die Tat umzusetzen,“ betonte Johansen und beschrieb Duhems Credo, mit dem er Bourgett für seine Ideen begeisterte. „Die Vielfalt in den Rollberg bringen war das Motto. Die Vielfalt in ethnischer Herkunft, Kultur, Traditionen, Religionen, sexueller Ausrichtung, so wie sie in Berlin existiert, sollte im Rollberg zusammen kommen“. Dazu gehörte „miteinander essen, reden, vor allen Dingen lachen, voneinander und miteinander lernen“, sagte Johannsen. So sei es gelungen, ein Vereinsleben zu schaffen, in dem das alles seine Verwirklichung gefunden hat“.

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Mit Duhem und Bourgett sind die beiden wesentlichen Säulen des Vereins, das Gemeinschaftshaus und die Schülerhilfe, mit vielen Projekten entstanden. Ihnen sei es gelungen, gegen viele Widerstände mehr und mehr Menschen für die Idee der Schülerhilfe zu gewinnen, und das weit über den Rollberg und über Berlin hinaus. Frank Bourgett habe es mit rheinischem Humor geschafft, mit dem Gemeinschaftshaus eine Begegnungsstätte zu schaffen, die offen war für die unterschiedlichsten Menschen, für manche sogar etwas wie eine zweite Heimat.“ Dafür habe eine „einzigartige, freundliche und humorvolle Atmosphäre gesorgt. Dabei erinnerte Johannsen an die Aktion „Der Rollberg tafelt“, die immer mittwochs um 12.30 Uhr stattgefunden hat. „Über 800 vielfältigste Menüs von vielen Köchen unterschiedlichster Herkunft, Tradition, Religion und sexueller Ausrichtung“ wurden gezaubert und professionell serviert. Zu guter Letzt wünschte Johannsen den beiden viel Erfolg, Spaß und jede Menge Energie in ihrem neuen Arbeitsbereich.

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Vereinsvorstandsmitglied Lars Leschke dankte in seiner Rede allen Spendern und Unterstützern sowie Duhem und Bourgett für ihr hervorragendes Wirken. Sein Dank galt Ex-Geschäftsführer Duhem auch für sein Engagement bei der Organisation des Übergangs. Dieser sei gut gelungen. Im Zuge der Veränderungen bei Morus 14 gäbe es neue Strategien für das Jahr 2019. Der Fokus liege nun im Bereich der Bildungsarbeit in den Projekten. Hier gelte es, eine stärkere Finanzierung zu erreichen. Durch den Wegfall des Gemeinschaftshauses seien geringere Ausgaben als im Vorjahr zu verzeichnen. So sei man gut ins neue Jahr gestartet, die Finanzierung aller Projekte für 2019 sei gesichert, so Leschke. Dabei würdigte Leschke die neuen Mitarbeiter. Unter ihnen die neue Geschäftsführerin des Vereins, Susanne Weiss, die sich schnell in die Projekte eingearbeitet habe und bereits ihre Handschrift bei der Personalführung und den Organisationsabläufen einbringe. Nach den Danksagungen gab es, wie beim Morus 14 üblich, beim gemeinsamen Essen viel Raum für Gespräche und die unterschiedlichsten Begegnungen.

„Wo die einen Türen sich schließen, öffnen sich Neue. Morus 14 ist es gelungen, einen tollen Übergang vom alten zum neuen Termin zu machen und hat auch hier wieder gezeigt, wie gut es ist, die Hauptziele nie aus den Augen zu verlieren: Bleibt Verband und werdet kein Träger! Organisiert weiter friedliche Zusammentreffen des Dialogs und setzt dabei auf die Kraft der positiven Begegnung im Alltag – auf Augenhöhe”, meint Mirjam Blumenthal.  

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