
Sinn und Zweck des Bilderbuchkinos
Die Zahl von Zuwanderern aus Rumänien und Bulgarien in den Bezirk Neukölln ist nach wie vor hoch. Allein im Jahr 2015 sind zwischen Januar und April 42 schulpflichtige Kinder und Jugendliche aus Rumänien und Bulgarien nach Neukölln zugezogen (im Jahr 2014 insgesamt: 173). Die Schulen stellt dies vor die Herausforderung, einer großen Zahl von Kindern und Jugendlichen mit keinen oder nur sehr geringen Deutschkenntnissen in kürzester Zeit den Zugang zu Bildungsangeboten zu ermöglichen.
Mit dem Projekt „Bilderbuchkino“ der Bürgerstiftung Berlin sollen die Schulen bei der Förderung der Kinder gezielt unterstützt werden. Mit dem Projekt wird die Lese- und Sprachkompetenz von Kindern aus mehrsprachigen oder bildungsfernen Familien in Berliner Grundschulen gefördert. Dabei stehen die Lust am Lesen und das gemeinsame Betrachten der Bilder im Vordergrund. Dazu werden qualitativ hochwertige Bilderbücher, als spannende Kinovorstellung aufbereitet, auf großer Leinwand gezeigt. So können die teilnehmenden Kinder in aller Ruhe den Illustrationen folgen, während Lesepaten, Erzieher oder Pädagogen die passenden Geschichten dazu auf Deutsch oder in anderen Sprachen vortragen und das Präsentierte gemeinsam mit den kleinen „Kinobesuchern“ interaktiv gestalten.
Durch die finanzielle Unterstützung der F. C. Flick Stiftung kann die Bürgerstiftung Berlin das „Bilderbuchkino“ gezielt auch in Willkommensklassen für Kinder ohne Deutschkenntnisse aus unterschiedlichsten Herkunftsländern anbieten. Hier profitieren insbesondere Kinder mit wenig bis kaum Schulerfahrung von der kreativen und spielerischen Weise, mit der das Bilderbuchkino das Erlernen der deutschen Sprache ermöglicht.
Quelle: Bezirksamt Neukölln
Presseüberblick:
Berliner Woche – Staatsministerin besucht Bilderbuchkino in Neuköllner Grundschule
