Krönung der Britzer Weinkönigin

Krönung der Britzer Weinkönigin 1
Die Britzer Weinkönigin Daniela I. mit Derya Caglar MdA, Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel und den SPD-Fraktionären Gabriela Gebhardt und Wolfgang Hecht (v.li.)

Bei schönem frühherbstlichem Wetter ist Daniela Schulz nun zum dritten Mal zur Britzer Weinkönigin gekrönt worden. Die Krönung nahm traditionell unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel vor. „Daniela Schulz hat sich als würdige Botschafterin des Bezirks bewiesen“, betont Hikel. Die Fragen zum Britzer Wein und zur Geschichte der Berliner und deutschen Weinkultur stellte Moderator Achim Berger. Zur Freude der zahlreich erschienenen Besucher und mit viel Applaus bedacht, beantworte Schulz die Fragen sofort ausführlich. Sie strahlte vor Freude, als sie sich- diesmal selbst und coronagerecht- die Krone aufsetzte. Dann gab es ein Gruppenfoto für die Presseagentur dpa und Filmaufnahmen für die Berliner Abendschau des rbb, die in ihren Nachrichten am Abend berichtete.

Seit 2016 kann in Berlin legal Wein angebaut und offiziell verkauft werden, da die EU Neuanpflanzungsrechte an die Mitgliedstaaten verteilte. In diesem Jahr konnte in Britz mit Nathalie Schulz die erste Weinkönigin von der damaligen Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey (SPD), der derzeitigen Bundesfamilienministerin, gekrönt werden. Die Britzer Weinkönigin Daniela III. wuchs in Worms auf, einer Stadt, die von Weinbergen umgeben ist. Ende der 80er Jahre kam sie nach Berlin, studierte Kulturwissenschaft und arbeitet gegenwärtig bei der Deutschen Welle in der Kulturredaktion, wo Deutscher Wein eines ihrer Themen ist.

Auf Wunsch des Bezirksbürgermeisters berichtete sie noch vor der Krönung über ihre zahlreichen Aktivitäten als Britzer Weinkönigin.  So besuchte sie erst kürzlich das Kloster Hidegardis in Rüdesheim am Rhein, nahm an einer Lamawanderung in Weinfranken teil, besuchte Bad Königshofen und repräsentierte als Weinkönigin auf der Grünen Woche Berlin Neukölln beim Treffen der 170 deutschen Produktköniginnen. 

Nach der Krönung feierte Weinkönigin Daniela I. mit den Besuchern und genoss die Musik des Duos Simone & Holger. „Es war eine schöne Atmosphäre am Koppelweg: ein Blick auf die Reihen der Rebenstöcke versetzt einen fast in Urlaubsstimmung, dazu Musik aus den 60er Jahren und die Wahl der Weinkönigin – entspannt und nostalgisch zugleich“, schwärmt SPD- Fraktionär Wolfgang Hecht.  Er  nahm zusammen mit Derya Çağlar von der SPD Fraktion im Berliner Abgeordentenhaus und den Fraktionärinnen Eva Marie-Schoenthal und Gabriela Gebhardt an der Feierlichkeit teil. Sie alle nahmen sich noch viel Zeit, um mit den Bürgern vor Ort ins Gespräch zu kommen.

Seit 2002 wurde die alte Tradition des Berlienr Weinanbaus in Britz am Koppelweg 70 wiederbelebt. Seitdem gedeihen auf einem Gelände von knapp 5.000 m² etwa 1.500 Weinreben, darunter die Züchtungen Acolon (Rotwein) und Ortega (Weißwein). Sie gedeihen in unseren Breiten gut und liefern Weine von ansprechender Qualität.

Die Fläche des Britzer Weingutes gehört dem Bezirk, er hat sie an den gemeinnützigen Verein Agrarbörse Ost verpachtet, unterstützt wird er vom Verein zur Förderung der Britzer Weinkultur, deren 1. Vorsitzende Elfriede Manteuffel ist. Als Lehrgarten vermittelt er in Kursen auch Neuköllner Kindern Wissen um den Weinanbau, die tierischen Bewohner eines Weinbergs und die Winzerarbeit.