
Mit vielen Gästen aus Gesellschaft und Politik hat das Leonardo da Vinci Gymnasium seinen neuen Standort in der Christoph-Ruden-Straße gefeiert. Dies, nachdem die Schule bereits im August 2024 eingezogen war. In ihrer Begrüßungsrede ging Schulleiterin Anja Reiter-Ost auf die Geschichte der Schule und auf ihr Profil ein und wies auf das neue Werte-Leitbild der Schule hin. Wundervoll musikalisch begleitet wurde die Feier von dem Auftritt eines Duos, dem Schulchor und der Schulband.
Das Leonardo-da-Vinci-Gymnasium in Buckow blickt auf eine wechselvolle Geschichte, deren Anfänge im Schuljahr 1982/83 liegen. Fünf siebte Klassen zogen als Filiale der Albert-Einstein-Oberschule in Räume der Christoph-Ruden-Grundschule in Buckow ein, fünf neue achte Klassen fanden ihre vorläufige Heimat in der Heinrich-Mann-Oberschule.

Währenddessen liefen die Planungen für ein eigenständiges Gymnasium, das fünfte im Bezirk Neukölln. Es wurde am 16.12.1983 im Rahmen einer Festveranstaltung als 5. Gymnasium von Neukölln unter dem Namen Leonardo-da-Vinci-Oberschule eingeweiht. Es stand exakt auf dem Platz, wo heute mit dem Neubau eines der modernsten Schulgebäude Berlins steht. Der Traum vom neuen Gymnasium hielt allerdings nicht lange an. Fünf Jahre später wird hier Asbest-Alarm geschlagen, die Schule musste in das als Provisorium geplante Gebäude am Haewererweg einziehen, wo sie ihr 40-jähriges Jubiläum feierte. Schließlich dauerte es 34 Jahre, bis die Schule das Provisorium verlassen konnte.
Infolge der Wiedervereinigung Deutschlands fehlten mit dem Aufbau Ost lange Zeit die finanziellen Mittel, um kostenintensive Infrastrukturmaßnahmen durchzuführen. Das betraf eben auch den Schulneubau. Dass die Schule trotz Unterbringung in dem Provisorium einen hervorragenden Ruf genoss, lag am ehemaligen Schulleiter Michael Frank, der von 1998 bis 2015 die Schule führte. Auch er ist zur Schuleinweihung gekommen und wurde von Schulleiterin Reiter-Ost herzlichst begrüßt und für seine Verdienste gewürdigt. Des Weiteren wurden unser Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Janine Wolter, unsere Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe und Bürgermeisterin von Berlin, Franziska Giffey, unsere ehemalige Stadträtin für Bildung Karin Korte und ihr Vorgänger im Amt, Jan-Christopher Rämer herzlichst begrüßt. Ebenso anwesend waren unser Bezirksverordneter Marko Preuß, unser Bürgerdeputierter Andreas Domann, unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Berliner Abgeordnetenhaus Derya Çağlar, Dr. Torsten Kühne, Staatssekretär für Schulbau, Schuldigitalisierung und Lebenslanges Lernen sowie die ehemalige Schulrätin Gisela Unruh.

Nach dem Blick auf die Geschichte Schule ging Frau Reiter-Ost auf den Zusammenhang von Architektur und Lernen ein: Sie hob die weiten Flure mit hellen Clustern hervor, die in allen Richtungen begehbar sind. Ferner schätzt sie „den Musikfachbereich, die wirklich gut ausgestatteten Fachräume und das Lernen in Clustern“, das an der Schule jahrgangsübergreifend gestaltet ist, wobei sich ein Cluster einen Gruppenarbeitsraum teilt. „Hier können Schüler*innen naturwissenschaftliche Experimente durchführen, digitale Projekte entwickeln, Theater spielen, musizieren oder künstlerisch arbeiten, alles unter einem Dach, das Offenheit und Vielfalt atmet“, betonte Reiter-Ost. Die Entwicklung der Schule zeige, dass man auf dem richtigen Weg sei. „Die Anmeldezahlen des jüngsten Jahrgangs waren so hoch wie nie zuvor. Ein deutliches Zeichen dafür, dass unser pädagogisches Konzept und unsere gelebte Schulkultur überzeugen“, sagte die Schulleiterin. Das Leonardo da Vinci Gymnasium stehe heute, wie schon in seiner Namensgebung angelegt, für Vielseitigkeit, für Neugierde und Humanität. „Wir verbinden mathematisch-naturwissenschaftliche und künstlerisch-ästhetische Bildung, fördern Sprachenvielfalt mit Englisch, Französisch, Latein, Chinesisch und Spanisch und legen zugleich Wert auf soziales Engagement und Weltoffenheit“. Als Schule der Vielfalt und Friedensschule stehe die Schule für Respekt, Empathie und Verantwortung, Werte, die unsere Schüler*innen in einer immer komplexer werdenden Welt dringend benötigen. Dieser Neubeginn sei nur möglich gewesen, weil viele Menschen gemeinsam an einem Strang gezogen haben. In diesem Sinne dankte die Schulleiterin auch dem Bezirksamt für sein Engagement.

Für unsere Stadträtin Wolter ist die Schule „ein Ort, an dem die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, wissenschaftlich zu arbeiten, über sich hinauszuwachsen und kreativ zu sein. Ich bin daher besonders stolz auf den Bau dieser Schule, denn wir haben mit diesem Bau einen modernen und zukunftsfähigen Neubau ermöglicht, der mit barrierefreien und besonders effizienten Räumen, die modernen Standards entsprechen, moderne Lernbedingungen in sogenannten Compartments ermöglicht“, so Wolter. Anschließend dankte sie allen am Neubau Beteiligten für ihr Engagement.
Unsere Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey hatte in ihrer Funktion als Schulstadträtin in unserem Bezirk zusammen mit Leonardo-Schulleiter Frank bereits 2014 mit dem Senat ausgehandelt, dass die Schule an diesem Ort einen modernen, nachhaltigen und zukunftsweisenden Neubau für 900 Schüler*innen erhält. Und unsere ehemalige Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Karin Korte, machte sich ebenso dafür stark, dass die Schule darüber hinaus mit der Grundsanierung eine moderne und barrierefreie Sporthalle erhält, die auch von Sportvereinen vielfältig genutzt werden kann.
Unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender Marko Preuß war bereits bei der Grundsteinlegung dabei. Für ihn schließt sich nun ein Kreis: „Wir haben hier ein wunderbares Juwel an Schulgebäude im Süden des Bezirks. Das Gebäude ist modern und ermöglicht ein zeitgemäßes Lernen und Schulleben. Vielen Dank an alle, die das möglich gemacht haben. Wir stehen als SPD dafür ein, unseren Kindern und Jugendlichen eine gute Zukunft zu ermöglichen.“ Gemeinsam mit Derya Çağlar und Stadträtin Wolter ließ er sich anschließend die Schule zeigen – besonders angetan war man von den Räumen der Reptilien-AG und natürlich der frisch erneuerten Sporthalle.

