Tower-Run im Ideal-Hochhaus immer beliebter

 „Ich bin froh, dass mir die Beine nicht weggeknickt sind“, sagt Jonas Roth, Jahrgang 1996, Startnummer 398.“ Aber es hat großen Spaß gemacht. Roth lief das erste Mal mit beim Tower-Run in Deutschlands höchstem Wohnhochhaus in der Fritz-Erler-Allee 120  in der Gropiusstadt. Hierzu hatte am 13. Januar punkt 11.00 Uhr Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) den Startschuss gegeben. Organisiert wird der Tower-Run, der in diesem Jahr zum 19. Mal stattgefunden hat, als Gemeinschaftswerk des TuS Neukölln, der Ideal Wohnungsbaugenossenschaft und der Neuköllner SPD-Fraktion. In diesem Jahr bekam die SPD Fraktion auch starke Unterstützung von den Jusos, auch der Kreisvorsitzende der SPD Neukölln, Severin Fischer, stand pünktlich auf seinem Posten im Hochhaus. Neben der Sicherung der Strecke und dem Blick auf das Wohlergehen der Läufer*innen, moderiert SPD Fraktionär Thomas Blesing seit Jahren mit Bravour und informiert die vielen Zuschauer über den aktuellen Stand.   

Der  international besetzte Tower-Run zählt zu den bedeutendsten Sportereignissen Neuköllns. 207 Läufer hatten sich angemeldet, das ist Rekord. 2018 waren es bereits 205. Das unterstreicht die Bedeutung des Laufs in der internationalen Läuferszene.  Der Tower-Run ist Teil der Serie Deutscher Towerrunning Cup und wird für die Premium Races der World-Towerrun-Serie gewertet. Insgesamt gingen nach der Meldung 165 Läufer*innen an den Start und durchs Ziel!  Unter ihnen – und das ist eine weitere Besonderheit – drei Feuerwehrfrauen- und  23 Feuerwehrmänner mit voller Ausrüstung. Um den Zieleinlauf in der 29. Etage zu erreichen, mussten sie nach einer 50m Einführungsrunde 465 Stufen steigen, die übrigen Läufer absolvierten zu Beginn eine 400m-Strecke. Am Ziel treffen wir die Siegerin und zweitplatzierte bei den Feuerwehrfrauen, Jeanett Giller und Sabrina Kalowsky von der Berliner Feuerwehr. Sie starteten für das Team Firefighters run for Charity, das mit seinen Läufen Prämien und Spenden an „Berlin zeigt Herz“ übergibt, um beispielsweise lebensbedrohlich erkrankten Kindern zu helfen. Für  die Feuerwehrleute ist der Tower-Run eine große Herausforderung, denn sie laufen in voller Ausrüstung. Giller zeigt auf ihre schweren Schuhe, allein die bringen schon Kilos auf die Waage. Je nach Montur schleppen wir 20-30 kg zusätzlich zum Körpergewicht mit, erzählt ihr Teamkollege Christian David, Startnummer 272, der heute Dritter bei den Männern wurde. Noch kennen sie das Gesamtergebnis nicht, sind aber überglücklich und genießen die Aussicht auf die Gropiusstadt.  Schön ist auch, dass die Startgelder in Höhe von 6 EUR 1:1 in die Jugendarbeit des TuS Neukölln fließen, wie uns Detlef Lüdtke, einer der seit Jahren ehrenamtlich arbeitenden Hauptorganisatoren des Tower-Run erzählt. Zum Schluss der sieben Einzelläufe ehrte Bezirksbürgermeister Hikel zusammen mit Kathleen Beständig die Sieger der Altersklassen und die Gesamtsieger.

Bei den Männern lag der Iraner Ahmad Assadi aus Frankfurt mit 3:46 min. auf Platz 1. Andreas Fuhrmann legte die Strecke in einer Zeit von 3:47 min. zurück. Dritter wurde Lars Migge von Towerrunning Germany, seine Zeit 4:01min. Bei den Damen siegte Sylvia Jacobs, Jahrgang 1962 vom Treppenteam Berlin mit der Zeit 4:43 min. Sie liegt in der „Ewigenliste 2014-2018 des Deutschen Towerrunning Cups auf Platz 1 vor Anna Lena Böckel, die angemeldet war, aber nicht  erschien. Platz 2 der Frauen ging an Karena Liebenow von der LG Nord Berlin, ihre Zeit: 4:51 min, Platz 3 errang Victoria Grosse in 4:58 min.. Bei den Männern der Feuerwehr fiel Marko Berenz aus Zeuthen mit einer Spitzenzeit von 3:28 min (3:27:2018) auf und belegte Platz 1, gefolgt von Jens Walter (Tfa Xcross), seine Zeit: 4:03 min.. Dritter wurde Christian David von den Firefighters Run for Charity aus Berlin in einer Zeit von 4:09 min.. Bei den Feuerwehrdamen gewann Jeanett Giller, Firefighters Run for Charity mit 6:50 min. vor ihrer Teamkollegin Sabrina Kalowsky mit 6:52 min. und Katharina Dieckow von der Berufsfeuerwehr Halle, die 7:57 min. brauchte. Klasse  waren auch die Leistungen der Männer der Gruppe M 70+. Rainer Schneegaß, Jahrgang 1948 gewann in 5:20 min. vor Gerhard Bast, der nur 30 Sekunden später ins Ziel ging. Läufer-Urgestein Konrad Beyer von der TuS Neukölln lief die Strecke in 6:58 min.. Georg Miosga-Molière vom TRG Towerrunning Germany, Jahrgang1938 ging als ältester Läufer ins Ziel, er schaffte es mit 8:17 min. ins Ziel. Die Fraktionsvorsitzenden Mirjam Blumenthal und Cordula Klein danken allen Teilnehmern, Kooperationspartner und Helfern, insbesondere auch den Polizistinenen vom Abschnitt 55, dem 1. Hilfe-Team vom Arbeiter Samariterbund Neukölln und dem Team von der DLRG, das auch diesmal für das leibliche Wohl der Tower-Run-Besucher sorgte.