Terminankündigung: Fraktion vor Ort zum Thema „Neutralität vs. Religionsfreiheit“ am 03.12.2019 um 19.30 Uhr

Am Dienstag, 3. Dezember 2019 um 19.30 Uhr veranstaltet die Fraktion der SPD in der BVV Neukölln ihren zweiten Teil der Veranstaltungsreihe „Fraktion vor Ort“ in der Otto-Hahn-Schule, Buschkrugallee 63, 12359 Berlin. Das Thema dieser Veranstaltung lautet: „Neutralität versus Religionsfreiheit – Warum das Neutralitätsgebot des Staates die persönliche Glaubensfreiheit erst ermöglicht“. Hierzu laden wir Sie herzlich ein.

Auf dem Podium diskutieren:

  • Dr. Lale Akgün, Autorin und Bundessprecherin der säkularen Sozialdemokraten
  • Seyran Ateş, Rechtsanwältin, Autorin und Frauenrechtlerin
  • Gabriele Heinemann, Sozialpädagogin, ehemals Madonna-Mädchenkult.Ur e.V.
  • Martin Hikel, Bezirksbürgermeister von Neukölln
  • Ahmad Mansour, Psychologe und Autor

Für Fragen stehen wir Ihnen gern unter fraktion@spd-neukoelln.de oder 030/ 90239 2498 zur Verfügung. Wir freuen uns auf Sie!

Wenn sich eine Stadt als interkulturelle Großstadt bezeichnen darf, dann Neukölln. In Neukölln leben 330.000 Menschen aus 150 verschiedenen Ländern mit den unterschiedlichsten kulturellen und religiösen Hintergründen. Einwanderung ist seit Jahrhunderten ein Teil der Neuköllner DNA. Schon immer hat Neukölln von den neuen Kulturen, Ideen und Sichtweisen seiner alten und neuen Bürgerinnen und Bürger profitiert. Und für den sozialen Frieden im Bezirk ist eine Grundbedingung, dass Religion in Neukölln frei ausgeübt werden kann. Das setzt aber einen Staat voraus, der beides gewährleistet: Die Ausübung der Religionsfreiheit UND die absolute Neutralität staatlichen Handelns. Denn die staatliche Neutralität ist die Voraussetzung dafür, die freie Religionsausübung erst zu garantieren.
Als SPD Fraktion Neukölln stehen wir für die Gestaltung eines friedlichen Zusammenlebens in unserem interkulturellen Bezirk in der Mitte Europas. Die Trennung von Religion und Staat und das Bekenntnis zu Individualität, Menschenrechten, Pluralismus und Demokratie sind unerschütterliche Grundfesten unserer Gesellschaft und unseres Zusammenlebens.
Religion war selten frei von Konflikten, und auch heute werden bisweilen Menschenrechte wie die Gleichheit der Geschlechter oder auch die freie Religionsübung durch fadenscheinigen Populismus in Frage gestellt. Auch unter jungen Menschen beobachten wir in Teilen eine zunehmend unkritische Identifikation mit traditionellen religiösen Praktiken. Wo aber dennoch 330.000 Menschen mit unterschiedlichsten Weltanschauungen weitgehend friedlich zusammenleben, kann nicht alles falsch sein. Die Neutralität des Staates, dessen Grundlage die Menschenrechte und das Grundgesetz sind, ist der Garant für dieses friedliche Zusammenleben. Jedwede Vereinnahmung stellt den sozialen Frieden in Frage.

Wir laden sie herzlich zu unserer Veranstaltung Fraktion vor Ort ein um darüber mit ihnen und unseren Gästen zu diskutieren.

  • Was bedeutet die Neutralität des Staates?
  • Welche Rolle hat Religion in unserem Staat und wie kann die freie Religionsausübung gewährtleistet werden?
  • Wie weiter in der Praxis? Der Staat hat neutral zu sein aber sicherzustellen, dass Religion frei ausgelebt werden kann. Wie gehen wir damit um? Was heißt das für die konkrete Arbeit in unseren Kiezen?
  • Wie ist die aktuelle Situation in Neukölln?