Spatenstich für größtes Bauvorhaben von Vivantes am Klinikum Neukölln

Wie sehr der erste Spatenstich für den Nordkopf des Vivantes Klinikum Neukölln dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller und der Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (beide SPD) am Herzen gelegen ist, zeigte ihr frühes Erscheinen am 28. Februar. Gut 20 Minuten vor Beginn der Feierlichkeit sahen sie sich die Baustelle an, sprachen mit Dr. Eibo Krahmer, Geschäftsführer für Finanzmanagement, Infrastruktur und Digitalisierung sowie mit Dr. Johannes Danckert (Regionaldirektor Region Süd/West) und blickten froh in den bewölkten Himmel. „Das Klinikum Neukölln ist eins der größten Krankenhäuser Deutschlands, und Vivantes ein wichtiger Partner in der Weiterentwicklung des Gesundheitsstandortes Berlin. Wir investieren hier gemeinsam in modernste medizinische Strukturen und damit in die Zukunft der Stadt“, betonte Müller, der Berlin mit dem Programm „Gesundheitsstadt 2030“ zur führenden Gesundheitsmetropole weiterentwickelt. Im Neubau werden eine erweiterte, moderne Kinder- und Erwachsenenrettungsstelle eingerichtet, eine Radiologie, ein Intensivbereich mit 28 Betten, eine Funktionsdiagnostik für die Endoskopie und eine Kardiologie, 16 Operationssäle sowie 240 Pflegebetten. Das Klinikum erhält zudem einen Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach und soll auch für den neuen Berliner Flughafen gewappnet sein.

Dilek Kalayci (SPD), Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung

Wie bedeutsam die Erweiterung des Vivantes Neukölln ist, zeigt schon die hier investierte Summe. „Für den Bau des Nordkopfes hat Land Berlin 2019 bereits Mittel in Höhe von rund 164 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Das ist eine der wichtigsten Investitionen für das Klinikum Vivantes Neukölln überhaupt. Der große Kopfbau, der eine eigene Klinik für sich ist, ermöglicht es überhaupt erst, den ganzen Standort Neukölln in mehreren künftigen Abschnitten zu sanieren“, hob Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) hervor. Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Erweiterungsneubau auf rund 226 Mio. Euro. Die Bedeutung des Klinikums für die Region akzentuierte Gesundheitssenatorin Kalayci.  „Das Vivantes Klinikum Neukölln ist unverzichtbar. Es stellt die stationäre Versorgung im Süden Berlins sicher. In den beiden Rettungsstellen werden jährlich etwa 78.000 Erwachsene und 20.000 Kinder behandelt“, so Kalayci. Diese wichtige Versorgung werde künftig deutlich mehr Raum erhalten. So werde ein besseres und moderneres Umfeld sowohl für die Patientinnen und Patienten als auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen, sagte die Gesundheitssenatorin.

Seit dem Beginn der Tiefbauarbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Klinikparkhauses atmen Neuköllns Bürgermeister und  SPD- Bezirksverordnete, wie die heute anwesenden Mitglieder des Gesundheitsausschuss, Gabriela Gebhardt und Wolfgang Hecht, auf. Allzu lange mussten sie sich die Klagen über den Zustand des Klinikums anhören, doch die klammen Kassen des Landes ließen deren Beseitigung und den Bau einer neuen und hochmodernen Rettungsstelle nicht zu. Modern, leistungsfähig und human sollte das neue Vivantes Klinikum sein, das vor 34 Jahren hier errichtet wurde, so Hikel. Mit den Anforderungen an eine moderne und humane Medizin, die weiterhin hervorragende Arbeit leiste, sei es gerade unter den Aspekten einer wachsenden Stadt und des neuen  Flughafens, dringend notwendig geworden, dass dieser Erweiterungsbau hinzu kommt und dass sich die Notfallambulanz weiter entwickeln kann, so Hikel weiter. „Vivantes sorgt dafür, dass Neukölln auch weiterhin State of the Art bleibt“, betonte der Bezirksbürgermeister und dankte allen am Bau Beteiligten. „Für mich wird ein Traum wahr“, sagte Dr. Andrea Grebe, Vorsitzende der Geschäftsführung von Vivantes und selbst Ärztin. „Wir freuen uns, heute mit den Bauarbeiten des größten und wichtigsten Bauvorhabens von Vivantes zu starten – dies ist sowohl für Neukölln, als auch für unser Unternehmen ein Meilenstein. Mein ausdrücklicher Dank gilt daher den politisch Verantwortlichen für ihre Unterstützung und die gesondert bereitgestellten Haushaltsmittel. Zum Schluss dankte Grebe „allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz, der durch die Bauarbeiten neue Herausforderungen mit sich bringt.“
Parallel zu den vorbereitenden Maßnahmen für den „Nordkopf“ wurde am Hauptgebäude des Klinikums Neukölln bereits mit der Sanierung des „Südkopfes“ begonnen. Hier werden eine neue Zentralsterilisation und eine Klinikapotheke untergebracht, die das Klinikum sowie weitere Vivantes Standorte versorgen. Auch ein Präsenzlabor wird hier eingerichtet. Die Sanierung des Südkopfes wird rund 30 Millionen Euro kosten und soll 2022 abgeschlossen sein. Da auch die übrigen Gebäude des Klinikums dringend sanierungsbedürftig sind, wurde ein Masterplan für die Sanierung des gesamten Areals erstellt.