Solidarität braucht Struktur – Netzwerk Ehrenamt startet neu durch

Solidarität braucht Struktur – Netzwerk Ehrenamt startet neu durch 1
Im Gespräch mit der Neuköllner Seniorenvertretung erfuhr der SPD-Bezirksverordnete Michael Morsbach (mi.) viel Neues

Am 12. Februar 2026 fand der Neujahrsempfang des Netzwerks Ehrenamt Neukölln im Saal der Bezirksverordnetenversammlung im Rathaus Neukölln statt. Der Einladung gefolgt waren zahlreiche Vereine, Initiativen und Einzelpersonen, die sich für die Stärkung des Ehrenamts in Neukölln einsetzen. Zum Netzwerktreffen eingeladen hatte auch Neuköllns Engagementbeauftragter Philipp Rhein. Neben Bezirksbürgermeister Martin Hikel nahmen auch der SPD- Bezirksverordnete Michael Morsbach sowie unsere Bürgerdeputierte Julia Pankratyeva an der Veranstaltung teil.

Das im Jahr 2008 gegründete Netzwerk Ehrenamt Neukölln hat zum Ziel, zivilgesellschaftliches Engagement zu stärken und weiterzuentwickeln. Es schafft Gelegenheiten zum Austausch, bündelt Erfahrungen, reflektiert bestehende Strukturen und entwickelt Perspektiven für das Engagement im Bezirk. Derzeit hat das Netzwerk 31 Mitglieder, berichtete Monika Fritsch-Behrens vom Sprecherrat. Die Mitglieder treffen sich alle zwei bis drei Monate zum Stammtisch und tauschen sich über ihre Arbeit, Herausforderungen und Erfolge aus. Der diesjährige Neujahrsempfang stand unter dem Motto, Ideen für die zukünftige Ausrichtung des Netzwerks zu sammeln. Dafür waren zu verschiedenen Themenfeldern Stelltafeln im Foyer aufgebaut, beispielsweise zu den Bereichen Arbeitsweise, Sitzungsstruktur und Leitungsmodell.

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Unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel dankte den zahlreichen Engagierten für ihren Einsatz. Er erinnerte an den kürzlich verstorbenen Dietrich Schippel, der das Netzwerk mit aufgebaut hat, und würdigte dessen langjähriges Engagement. Hikel betonte die zentrale Bedeutung des Ehrenamts für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ehrenamtliches Engagement sei gelebte Demokratie, weil Bürgerinnen und Bürger aktiv Verantwortung übernehmen und das Zusammenleben solidarisch mitgestalten.

Als Gastrednerin sprach Dr. Gabriele Stilla-Bowman vom Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin. Sie hob hervor, dass die Engagementarbeit in Neukölln vorbildlich sei. Besonders positiv sei die enge Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft, Engagementbeauftragten und Bezirksamt. Gleichzeitig ermutigte sie das Netzwerk, sich weiterzuentwickeln, neue Mitglieder einzubinden und die Sichtbarkeit des Engagements im Bezirk zu erhöhen.

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Monika Fritsch-Behrens informiert über die Arbeit des Sprecherrats

Am 18. März 2026 wird ein Engagementforum im Rathaus Neukölln stattfinden. Dort sollen die Ergebnisse der Ideensammlung vorgestellt, eine neue Satzung beschlossen und ein neuer Vorstand gewählt werden.

„Auch der diesjährige Neujahrsempfang im Rathaus hat eindrucksvoll gezeigt, wie richtig und wichtig es war, dass wir uns als SPD-Fraktion konsequent für die Schaffung einer Stelle für einen Engagementbeauftragten eingesetzt haben – gemäß unserem Grundsatz: Ehrenamt braucht Hauptamt. Mit dieser Koordinierungsstelle sowie mit Institutionen wie dem von uns unterstützten Neuköllner EngagementZentrum und dem Neuköllner Engagementpreis wird bürgerschaftliches Engagement nicht nur gewürdigt, sondern nachhaltig strukturell gestärkt und abgesichert. Unsere SPD- Fraktion wird sich auch weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die vielen Ehrenamtlichen in Neukölln auch künftig verlässliche Rahmenbedingungen vorfinden und ihre wichtige Arbeit kraftvoll entfalten können“, sagt unsere Bürgerdeputierte Pankratyeva.

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Bürgerdeputierte Pankratyeva informiert sich zur Ausrichtung des Netzwerkes