Pilotprojekt: Drei neue Spielstraßen in Neukölln

Am Pfingstsonntag eröffnete Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) im Beisein des SPD Bezirksverordneten Wolfgang Hecht und Derya Caglar (SPD, MdA) zwei der ersten drei temporären Spielstraßen in Neukölln. Die erste Spielstraße wurde um 13.00 Uhr zwischen dem Karl-Marx-Platz und dem Richardplatz eröffnet, die zweite um 14.00 Uhr in der Selkestraße nahe des Körnerpark. Die dritte Spielstraße ist in der Hobrechtstraße im Reuterkiez. Für alle Spielstraßen gilt ab Pfingsten an Sonn- und Feiertagen ein absolutes Halte- und Durchfahrtsverbot, damit Kinder die Straßen zum Spielen nutzen können.
Im Vorfeld hatte das Bezirksamt Anwohner aufgerufen, sich über das
Beteiligungsportal des Landes auf der Webseite www.mein.berlin.de für insgesamt sechs Spielstraßenvorschläge zu engagieren. Um die Aktion durchzuführen war die ehrenamtliche Unterstützung durch die Nachbarschaft erwünscht und notwendig. Anwohner konnten auf der Webseite ihre Unterstützung für die Spielstraße kund tun. Somit konnten drei der sechs Vorschläge nun umgesetzt. Gekennzeichnet sind die Spielstraßen durch Spielstraßen- und Halteverbotsschilder. Unterstützend begleitet werden die Ehrenamtlichen, durch die Jugendgruppe des Neuköllner Technischen Hilfswerk Neukölln (THW). Sie sorgen für die Straßenabsperrung und stellen sicher, dass etwa Rettungswagen passieren können. Das Bezirksamt wird das Pilotprojekt Spielstraßen eng begleiten und auswerten.

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Neben einer Dokumentation über die Akzeptanz und Nutzung der einzelnen Spielstraßen werden dabei auch Anwohner vor Ort informiert und weitere Freiwillige für die kommenden Wochen rekrutiert. „Die temporären Spielstraßen helfen, die Abstandsregeln einzuhalten und stehen für mehr Lebensqualität und engagierte Nachbarschaft in Neukölln. V.“, so Bezirksbürgermeister Hikel.  Dass von den sechs gemachten Vorschlägen bislang drei nun mit Leben gefüllt werden, wertet Hikel als Anfangserfolg. Das ist ein guter Zwischenstand. Ich wünsche mir, dass die Straßen gut angenommen werden. Vor Ort sprach Hikel den Jugendlichen vom THW und den ehrenamtlich engagierten Bürgern seinen Dank aus, diskutierte aber auch offen mit Kritikern des Projekts, die sich als Autofahrer durch die Aktion für die Kinder eingeschränkt sehen. Mit Freude aber sah Hikel am Karl-Marx-Platz, wie  Eltern mit ihren Kleinkindern das Angebot mit Freude annahmen.
Für die Nansenstraße am Reuterplatz (Reuterkiez), den Buschrosenplatz sowie den Hüsung in Britz konnten noch nicht genügend Helfer gefunden werden. Pro Straßenabschnitt werden mindestens sechs Anwohner gesucht, die ehrenamtlich die Spielstraßen betreuen wollen.
Die neuen temporären Spielstraßen sind eine gute Idee – hier können Kinder Dinge tun, die auf den Spielplätzen selbst schwierig sind: Kreise malen, das Lauf- oder Fahrrad auf festem Grund benutzen oder mit dem Ball tippen. Ich bin gespannt, wie das Angebot in nächster Zeit genutzt wird“, meint SPD- Fraktionär Hecht.

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Wer sich für eine Spielstraße interessiert, kann sich für die Betreuung eines Straßenabschnitts https://mein.berlin.de/projects/temporare-spielstrassen-in-neukolln/ registrieren und schließt dann mit dem Bezirksamt einen Vertrag ab.