Neukölln hält zusammen – Martin Hikel ging Kaffeewette für Kubus ein

50 Plätze für Obdachlose werden in der Teupitzer Straße in Neukölln von Kubus vorgehalten, finanziert durch den Bezirk Neukölln und das Land Berlin. Obdachlose Menschen bekommen hier ein warmes Abendessen, ein Bett und am Morgen ein Frühstück. Doch um die überlebenswichtige Kältehilfe aufrechtzuerhalten, ist die Einrichtung auch auf Spenden angewiesen. Der Neuköllner Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) hatte sich von daher auf eine Wette eingelassen: Der Geschäftsführer des nahegelegenen Nahkaufs am Kiehlufer, Michael Lind, hatte den Bezirksbürgermeister herausgefordert. Er wettete dass Martin Hikel es nicht schaffe, am 14. Dezember um 15.00 Uhr mindestens 50 Menschen mit einer Packung Kaffee zur „Teupe“ zu mobilisieren. Sollte es dem Bezirksbürgermeister doch gelingen, bekäme die Kältehilfestation eine Spende von 1.000 Euro. „Natürlich habe ich sofort in die Wette eingeschlagen, denn davon profitiert die Kältehilfe und die Menschen, die unsere Hilfe am nötigsten haben“, sagte Hikel. Nun brauchte er mindestens 50 Menschen, die mit ihm jeweils eine Packung Kaffee zur ‚Teupe‘ bringen. Hikel jedenfalls war optimistisch. Und wie ist die Sache ausgegangen?

Gut, denn Hikel konnte insgeheim damit rechnen, dass ein Gutteil der Spender aus der SPD Fraktion und der SPD Neukölln vor Ort sein wird. Neben SPD-Bezirksverordneten wie dem SPD-Urgestein Eva-Marie Schoenthal, dem stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Michael Morsbach, der Gesundheitspolitikerin Gabriela Gebhardt und Eugen Kontschieder, mobilisierte auch der SPD-Kreisvorsitzende Severin Fischer seine Genossen. So waren die 50 Erforderlichen schnell erreicht. Um 15.00 Uhr waren bereits 100 Menschen vor Ort, um ihren Kaffee abzugeben. Zum Schluss waren es 200, die 300 Päckchen Kaffee spendeten. Aber damit nicht genug: Auch rund 200 Christmasbiker kamen auf ihren weihnachtlich geschmückten Motorrädern auf ihrer Berlin-Tour gegen 16.00 Uhr vorbei und entluden Transporter mit Spenden. Hikel: „Ich finde die Wette sehr ehrenwert, uns ist nicht egal, dass Menschen auf der Straße leben, wir wollen zeigen: Neukölln hat ein echtes Herz. Mit diesen Worten begrüßte Hikel die ersten 100 Bürger, die ankamen. „Neukölln hält zusammen“, schallte es aus dem Publikum. Siegfried Klaßen, Geschäftsführer von Kubus erklärte: „Wir haben in diesem Jahr am 1. Oktober aufgemacht, am 2. Tag waren wir bereits ausgebucht“. Wir brauchen pro Tag zwei Pfund Kaffee“. Auch Klaßen war überwältigt von der Spendenbereitschaft. Schon weil Michael Lind seine Geldspende spontan auf 2000,- EUR erhöhte.
Neben Kaffee freut sich die Einrichtung auch über weitere Spenden, insbesondere haltbare Lebensmittel sowie Hygieneartikel.

KUBUS:
Teupitzer Straße 39, 12059 Berlin, Tel.: 030 / 81 03 35 0