Eva Hein erhält Bundespreis Nachhaltigkeit

Mit der Mitteilung über einen Gewinn überraschte Eva Hein, Nachhaltigkeitsbeauftragte des Bezirkes, die Teilnehmer der Steuerungsrunde „Faires und nachhaltiges Neukölln“ am 12. November. Heimlich, still und leise – also ohne Presseecho – hat sie den Bundespreis Nachhaltigkeit in der Kategorie Verwaltung gewonnen.

Der Bundespreis Nachhaltigkeit wird seit 2015 von der Bundesvereinigung Nachhaltigkeit vergeben. Am 18. 10. war die diesjährige Preisverleihung. Unter dem Motto „Hört uns –Stimmen der Generationen“ wählte eine Mehrgenerationen-Jury die Sieger aus (7 Mitglieder im Alter von 14-21, 4 im Alter von 22-65 und 4 über 65 Jahre). Die Entscheidung für die Neuköllner Nachhaltigkeitsbeauftragte begründete die Jury so: „Die Jury hat mit ihrer Entscheidung die zielorientierte Arbeit und den hohen Grad an Offenheit und Akzeptanz hervorgehoben. Das Beispiel Neukölln zeigt, dass einerseits Bedarf nach einer derartigen Stelle besteht, andererseits erhebliches Potenzial in anderen Teilen der Verwaltung auf Landes- oder Bezirksebene besteht.“

Die Bundesvereinigung Nachhaltigkeit ist ein eingetragener Verein. Er wird ehrenamtlich geführt und hat Geschäftsstellen in mehreren Bundesländern. Ihr Ziel ist die Verwirklichung der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der UN. Dazu unterstützt sie die anwendungsorientierte Umsetzung. Bei der Preisverleihung hat die Jury sich auch an den Nachhaltigkeitszielen orientiert. Jedem Preisträger wurden jeweils drei Ziele zugeordnet, an denen er aus der Sicht der Jury besonders gut arbeitet. Für Neukölln waren das die Ziele 10 (Abbau von Ungleichheiten), 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden) und 12 (Verantwortungsvoll konsumieren und produzieren).

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Die Steuerungsrunde „Faires und nachhaltiges Neukölln“ unter der Leitung von Eva Hein ist eine allen Interessierten zur Mitarbeit offene Arbeitsgruppe. In der letzten Sitzung konnte Eva Hein auch mitteilen, dass die Förderung ihrer Stelle für weitere zwei Jahre gesichert sei. „Innerhalb von zwei Jahren von Null zu bundesweiter Anerkennung gearbeitet, das zeigt, wie sinnvoll die die neue Finanzierungszusage ist,“ meint SPD-Fraktionsmitglied Michael Morsbach, selbst Mitglied der Steuerungsrunde, „hoffentlich rückt die Preisverleihung das Thema Nachhaltigkeit noch mehr in den Mittelpunkt Neuköllner Politik.“

Die Steuerungsrunde trifft sich mehrmals im Jahr. Sie tauscht sich über Aktionen zur Förderung der Nachhaltigkeit und besonders des Fairen Handels aus. Ein Ziel ist im nächsten Jahr für Neukölln das Siegel „Fairtrade Town“ zu erhalten. Dazu muss nachgewiesen werden, dass fair gehandelte Produkte in vielen Organisationen und Betrieben benutzt oder gehandelt werden. Nächste gemeinsame Aktion der Steuerungsrunde ist ein Stand auf dem Rixdorfer Weihnachtsmarkt (6. – 8. Dezember). Weitere Mitwirkende sind herzlich willkommen.