Der Lipschitzbrunnen sprudelt wieder

Weihen den neugestalteten Brunnen ein: Bezirksbürgermeister Martin Hikel mit Bezirksstadträtin Karin Korte und Derya Caglar MdA (v.re.)

Als die Fontäne in den Himmel schießt, jauchzen die Menschen vor Freude, klatschen Beifall und lassen Boote zu Wasser. 20 Jahre lang lief kein Tropfen Wasser im Lipschitzbrunnen. Nun endlich konnte er umfassend  durch das Bezirksamt Neukölln saniert werden: Auch das Pflaster um den Brunnen herum und die durch Vandalismus im vergangenen Jahr zerstörten Granitbänke wurden instandgesetzt. Im Zuge der Sanierung bekam der Lipschitzbrunnen die modernste Pumpen- und Steuerungstechnik und die Brunnenschale wurde überarbeitet. Das Geld dafür stammt aus dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“, aus dem in den kommenden Jahren insgesamt rund 4,9 Mio. Euro für die Verschönerung der Gropiusstadt und für Barrierefeiheit ausgegeben werden. Neuköllns Bezirksbeauftragte für Menschen mit Behinderung, Katharina Smaldino, hatte die Gelder mit Hilfe und Unterstützung des SPD Bundestagsabgeordneten Dr. Fritz Felgentreu (SPD) an Land gezogen und feiert heute mit rund 250 Gropiusstädter und zahlreichen Gästen die Sanierung des Brunnens. Unter ihnen auch die Stadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport, Karin Korte, die extra ihren Urlaub unterbrochen hatte. Ebenfalls vor Ort ist Derya Çağlar aus dem Berliner Abgeordnetenhaus. Zusammen mit Bezirksbürgermeister Martin Hikel haben sie den Knopf gedrückt, damit die fünf Meter hohe Fontäne gen Himmel schießt.

Umrahmt wurde der Festakt von Bastel- und Spielaktivitäten für Kinder und Speis und Trank für alle. Schließlich ließen auch die vielen Kinder ihre bunten Papierboote zu Wasser und planschten vor Freude mit dem Nass. „Der neue Springbrunnen ist ein wunderschöner Platz, ein Ausgangs- und Endpunkt für einen Spaziergang durch den Grünzeug“, freut sich SPD Fraktionär Wolgang Hecht. „Für Ältere ist es auch eine Art Treffpunkt zum Plaudern, Schauen und Verweilen. Ich freue mich über das neue Schmuckstück der Gropiusstadt“. Über das von der damaligen Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) 2017 gestartete Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ sollen in der Gropiusstadt in Kooperation mit den Wohnungsbaugesellschaften vorhandene Grün- und Freiflächen aufgewertet werden. Die Sanierung des Lipschitzbrunnens für 350 Tausend EUR war der Startschuss. Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt auf der barrierefreien Gestaltung von Wegen, Plätzen und Grünflächen. In Anlehnung an die Studie „Barrierefreie Gropiusstadt“ (2016) und dem Motto „Teilhabe für alle – barrierefreie Gropiusstadt“ wird derzeit ein Gesamtkonzept entwickelt. Insgesamt will man „die Lebensqualität verbessern und die Aufenthaltsqualität für möglichst viele Nutzergruppen erhöhen“, so Bürgermeister Hikel. Zugleich sollen Maßnahmen zur Verbesserung der biologischen Vielfalt durch die Entwicklung von Säumen, Wiesen und Gehölzflächen getroffen werden. Dabei wollen die Planer die Weite und Offenheit der Parkanlage als wesentliches Qualitätsmerkmal erhalten.