Veranstaltung „Antisemitismus – ein deutsches Problem?!“ mit Raed Saleh

VA-AG-MIG Die Landesarbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt in der SPD Berlin lädt herzlich am 19 August um 19.00 Uhr zu Ihrer Diskussionsveranstaltung „Antisemitismus – ein deutsches Problem?!“ in das „s…cultur“ der AWO (Erkstr. 1, 12043 Berlin) ein.

Judenfeindliche Parolen pflastern in den letzten Wochen zunehmend die deutschen Straßen. Die Polizeibehörden in mehreren Städten ermitteln wegen des Verdachts auf Volksverhetzung. Jüdische Organisationen schlagen Alarm. Ob der heute ausufernde Antisemitismus dabei neu ist, kann bezweifelt werden. Dass sich aber alte und neue Antisemiten mischen, ist unbestreitbar.
Wie geht die Bürgergesellschaft mit den rassistischen Gefahren um? Bedarf die antisemitische Strömung unter Menschen mit Migrationshintergrund einer besonderen Behandlung? Was kann Politik tun? Diese und weitere Fragen wollen wir mit Euch / Ihnen und unseren Gästen diskutieren.

Es diskutieren Raed Saleh (Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin), Deidre Berger (Direktorin des American Jewish Committee Berlin) und Aycan Demirel (Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus Kreuzberg e.V.)

Wir freuen uns auf Euer / Ihr Kommen und eine spannende Diskussion!

Woche der Sprache und des Lesens in Neukölln

Die AG Migration der SPD Neukölln hat im Rahmen der „Woche der Sprache und des Lesens in Neukölln“ eine Lesung mit den Autoren Ahmad Ghojavand und Fadi Saad veranstaltet. Gastgeber war der Verein „Reuterkiez Mittenmang“ e.V.

Ahmad Ghojavand trug gemeinsam mit Francis Muradi und Susan Navissi in deutscher und persischer Sprache einen Text vor, der die Geschichte Irans aus der Perspektive verschiedener Erzählerinnen thematisierte. Fadi Saad las Auszüge aus seinem Buch „Der große Bruder von Neukölln“ und schilderte dabei höchst amüsant seine Erfahrungen als jugendlicher Migrant und Jugendberater in Berlin. Die zahlreich erschienen Gäste hatten im Anschluss die Möglichkeit, mit den Autoren ins Gespräch zu kommen, wobei sich die Diskussion vom Widerstand gegen das Ahmadinedschad-Regime bis hin zu den Möglichkeiten einer erfolgreichen interkulturellen Jugendarbeit spannte.

Arbeitsgemeinschaft Migration

Als Teil der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) ist es das Ziel der Arbeitsgemeinschaft (AG) Migration und Vielfalt die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben zu fördern sowie sich für Chancengleichheit und die Akzeptanz gesellschaftlicher Vielfalt einzusetzen. Neukölln ist ein Einwanderungsbezirk, geprägt von einer großen kulturellen und ethnischen Vielfalt. Dazu gehört auch, dass sich die Vielfalt in Neukölln auch in unserer Partei und bei den Mandatsträger*innen widerspiegelt.

Rund 40 Prozent der Neuköllner*innen haben einen Migrationshintergrund. Hier erleben wir die Chancen von Migration und Vielfalt. Eine plurale, inklusive, gleichberechtigte und offene Gesellschaft, die Aufstieg im Sinne der sozialen Gerechtigkeit für Alle und ein solidarisches Miteinander ermöglicht, ist ein Prozess, der politisch begleitet werden muss.

Die AG Migration und Vielfalt ist den sozialdemokratischen Grundwerten Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität verpflichtet. Daraus folgt, dass Kompromisse nicht dort gemacht werden können, wo es um grundlegende Menschen- und Grundrechte geht. Wir werden uns daher immer gegen Entscheidungen stellen, die diese Werte aushöhlen.

Wir verstehen Migration, Integration und Vielfalt als einen gesamtgesellschaftlich relevanten Themenkomplex, der in alle Politikfelder hineinreicht. Wir stellen uns gegen rassistische Denkweisen und bekämpfen die gesellschaftlich und institutionell bedingte Benachteiligung von allen Menschen. Die AG Migration und Vielfalt setzt sich in diesem Zusammenhang gegen jegliche Form von Diskriminierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ein. Dies gilt auch für derartige Debatte und Haltungen in Einwanderer-Communities.

Progressive Migrationspolitik schließt für uns eine humane, verantwortungsbewusste Asylpolitik mit ein, die von der EU bis zu den Neuköllner Kiezen wirkt. Wir stehen für ein offeneres Einwanderungsrecht ein, das nicht nur ökonomische Faktoren berücksichtigt. Wir treten ein für die gleichberechtigte Teilhabe aller hier lebenden Menschen mit Migrationshintergrund – der ersten und nachfolgenden Generationen ebenso wie von Geflüchteten und anderen neuen Einwanderergruppen. Wir verstehen uns als Ansprechpartner für die Anliegen aller Bürgerinnen und Bürger sowie aller Migrantenorganisationen in Neukölln und tragen mit unserer Arbeit zu einem vielfältigen Zusammenleben in Neukölln und Berlin bei.

 

Du willst dich mit uns engagieren oder mal reinschnuppern? Wir treffen uns in der Regel an jedem 4. Donnerstag des Monats im Restaurant der AWO „S…Cultur“ (Erkstraße 1, 1min von U Rathaus Neukölln). All unsere Termine mit näheren Informationen findest du aber auch in der rechten Spalte unter „Aktuelle Termine“. Egal, ob SPD-Mitglied oder nicht, jede/r ist bei uns herzlich willkommen!

Wir sind momentan dabei unsere Homepage zu erstellen. Bis dahin findest du uns aber auch auf Facebook unter https://www.facebook.com/pages/SPD-AG-Migration-Neuk%C3%B6lln/125950230908682

Vorstand:

Neuköllner Dialog

Am 28. März 2008 fand im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt die Auftaktveranstaltung der Reihe „Begegnung der Kulturen“ statt. Die Veranstaltungsreihe wird von dem Netzwerk „Neuköllner Dialog“ organisiert. Es handelt sich hierbei um eine bereits im Jahr 2002 von der AG Migration der SPD Neukölln ins Leben gerufene Initiative, deren Ziel es zunächst war, Geschäftsleute unterschiedlicher Nationalität an einen Tisch zu bringen, um in Nordneukölln vorhandene Probleme zu diskutieren. Im Herbst letzten Jahres hat die AG Migration nun damit begonnen, verschiedene Vereine unter dem Motto „Neuköllner Dialog“ zu vernetzen.
Die Ziele dieses Netzwerkes sind vielfältig. Zum einen soll das zivilgesellschaftliche Engagement von migrantischen Vereinen in Neukölln sichtbar gemacht und das Tätigkeitsfeld der einzelnen Vereine über die eigene Community hinaus erweitert werden. Ziel ist dabei eine nachhaltige Vernetzung der Vereine der verschiedenen Communities. Die Initiatoren gehen davon aus, dass dies ein wirksames Mittel gegen Abschottungstendenzen und die Herausbildung so genannter Parallelgesellschaften ist.
Darüber hinaus soll auf diesem Wege das Tätigkeitsfeld der Neuköllner AG Migration erweitert werden. Liegt dieses bisher schwerpunktmäßig in der innerparteilichen Informationsarbeit, so soll der Kontakt zu sozial engagierten, aber politikfernen Mitbürgerinnen und Mitbürgern nichtdeutscher Herkunft intensiviert werden.
Die Auftaktveranstaltung im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt war dank des Einsatzes der Vereine „Brücke zu Togo“ und „ImPULS“ sowie des „Interkulturellen Treffpunkts“ ein voller Erfolg. Über 150 Gäste verschiedener Nationalitäten, darunter auch spontan erschienene Anwohner, waren von einem vielfältigen Kulturprogramm begeistert.