Abteilung Rixdorf

SPD Rixdorf (Kartenausschnitt)

SPD Rixdorf – Abteilungsgebiet

Die Abteilung Rixdorf entstand im Jahre 2000 durch die Zusammenlegung dreier kleinerer Abteilungen in der Altstadt des Bezirks. Sie ist heute mit rund 600 Mitgliedern der größte Ortsverein der Neuköllner SPD und erstreckt sich östlich der Karl-Marx-Straße vom S-Bahnring bis zum Hermannplatz. Abteilungsvorsitzender ist Hakan Demir.

Unsere Abteilung bietet ein offenes Forum für die Diskussion politischer Themen.

Bei Fragen können Sie unsere Mandatsträger über die Abteilung erreichen oder noch besser, Sie kommen persönlich vorbei. Gäste sind uns immer herzlich willkommen!

Hier geht es übrigens zum Anmeldeformular für den Newsletter unserer Abteilung. Er enthält monatlich neue Informationen über aktuelle Inhalte aus unserem Abteilungsgebiet und ist für jeden Interessierten zugänglich.

Spenden erbitten wir auf folgendes Konto:

SPD Neukölln, Abt. 1 Rixdorf
Kontonummer: 2515018002 Berliner Volksbank
IBAN: DE74 1009 0000 2515 0180 02
BIC: BEVODEBB

Abteilungsvorstand:

Hakan Demir - Abteilungsvorsitzender

Hakan Demir

Hakan Demir

Hakan Demir, Jahrgang 1984, studierte Politikwissenschaft, Philosophie und Betriebswirtschaftslehre an der Universität Trier und der Kültür Universität Istanbul. Er ist seit April 2013 Mitglied im Landesvorstand der AG Migration und Vielfalt der SPD Berlin und seit Oktober 2013 stellvertretender Vorsitzender der AG Migration in der SPD Neukölln.

Hakan arbeitet als freiberuflicher Journalist und PR-Referent in Berlin und wuchs in Krefeld (NRW) auf. Seine politischen Schwerpunktthemen sind Arbeit, Soziales und Migration und Integration.

Mail: hakandemir1984@gmail.com

Franziska Jahke - Stellv. Vorsitzende, Bezirksverordnete

  • SPD Neukoelln. Foto: Simone M. Neumann [Copyright: Simone M. Neumann (Tel. 0171-4857082)

    Jahrgang 1981
  • SPD-Mitglied seit 2012, Schwerpunktthemen: Netzpolitik, Bildung, Gleichstellung
  • Bezirksverordnete in den Ausschüssen Stadtentwicklung und Wohnen, Umwelt- und Naturschutz sowie im Jugendausschuss

Vor einigen Jahren bin ich für mein Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaften nach Berlin gezogen und im wundervollen Neukölln gelandet und hier 2012 in die SPD eingetreten.

Über die Jahre konnte ich sehen wie sich meine unmittelbare Nachbarschaft verändert und habe so angefangen mich für die Neuköllner Bezirkspolitik, vor allem in den Bereichen Stadtentwicklung zu interessieren. Ein weiterer Schwerpunkt ist von mir die Netzpolitik, hier besonders die Vermittlung von Medienkompetenz und Transparenz gerade in der politischen Arbeit.
Neben den Jusos bin ich beim Arbeitskreis Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Neukölln als Stellvertreterin aktiv.

 

Marko Preuß - Stellv. Vorsitzender, Bezirksverordneter

Marko Preuß (Foto: Simone M. Neumann)

  • geboren 1971 in Berlin-Neukölln
  • verheiratet, 2 Kinder
  • Diplompsychologe und Dozent
  • seit 1990 Mitglied der SPD
  • seit 2001 Mitglied der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung
  • seit 2018 stv. Fraktionsvorsitzender

Nach meinem Abitur an der Albrecht-Dürer-Schule in der Emser Straße studierte ich erst Mathematik und Politik auf Lehramt. Nach einem Intermezzo als Filialleiter in der Systemgastronomie studierte ich dann Psychologie an der HU Berlin. Derzeit arbeite ich als Coach, Berater und Dozent, vor allem im Bereich Berufsorientierung/-Eignungstestung. Ich bereite u.a. Zeitsoldaten auf die Wiedereingliederung in den zivilen Arbeitsmarkt vor.

Seit meinem Eintritt in die SPD bin ich in Rixdorf aktiv, hatte dort bis hin zum Abteilungsvorsitz bereits alle Positionen inne. In die BVV bin ich 2001 eingezogen. Dort beschäftige ich mich vor allem mit Verkehrspolitik, seit 2016 bin ich auch Vorsitzender des entsprechenden Ausschusses. Gerade im Neuköllner Norden nimmt der Radverkehr enorm zu, ohne dass die Infrastruktur mithält. Auch wenn der Bezirk hier sehr gute Arbeit leistet, bleibt noch einiges zutun. Sei es das falsch geschriebene Straßenschild, ein notwendiges Parkverbot vor einer Kita oder auch nur ein vernachlässigtes Beet bsind.

  • Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Grünflächen und Ordnung
  • Mitglied im Ausschuss für Eingaben und Beschwerden und im Geschäftsordnungsausschuss

Dr. Nicola Böcker-Giannini - Stellv. Vorsitzende, MdA

Nicola Böcker-Giannini

Dr. Nicola Böcker-Giannini

Expertin für frühkindliche Bildung
Trainerin, Beraterin, Coach

Geboren 1975, Beruf: Diplom-Sportlehrerin, Fachkauffrau für Marketing, Businesscoach

Nicola Böcker-Giannini hat Diplom-Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln studiert. Sie war als Breitensportreferentin beim Stadtsportbund Bonn, als Fachberaterin für Bewegungspädagogik bei der Kinder in Bewegung gGmbH und als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Koblenz im Verbundprojekt „Bewegung in der frühen Kindheit“ tätig. Seit 2014 ist sie freiberufliche Trainerin und Beraterin für verschiedene Bildungsträger.

Nicola Böcker-Giannini trat 1998 als Mitglied des Ortsvereins Köln Junkersdorf der SPD bei und wurde 1999 zur Jusovorsitzenden in Hürth gewählt. Seit 2006 ist sie Abteilungsmitglied der SPD Rixdorf. Sie war von 2011 bis 2016 Mitglied der SPD Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln. Als Queerpolitische Sprecherin setzte sie sich für die Anliegen von LSBTI Menschen ein. Sie gehörte dem Sportausschuss, dem Ausschuss für Bildung, Schule und Kultur sowie dem Geschäftsordnungsausschuss an.

Mitgliedschaft in folgenden Organisationen/Verbänden (Auszug):

Arbeiterwohlfahrt, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Aktionskreis Psychomotorik, Seitenwechsel Frauen/Lesben Sportverein Berlin e.V.

Nina Lerch - Schriftführerin

Matthias Richter - Abteilungskassierer

Matthias Richter

Matthias Richter

Jahrgang 1959, Diplombauingenieur, verheiratet, 2 Kinder
In der SPD seit 1990 (Eintritt zur verlorenen Momper-Wahl)
In der Abteilung 1 Rixdorf (früher Abt. 3) ehemals Schriftführer und stellvertretender Vorsitzender, seit 2002 Abteilungskassierer
Bezirksverordneter in Neukölln von 2000-2001

Andreas Sururi Barudi - Beisitzer (Bau)

Felicitas Benziger - Beisitzerin (Social Media & Website)

Felicitas Benziger (geb. 1994)

Ich bin gebürtige Berlinerin und habe hier an der Freien Universität Rechtswissenschaften studiert. Aufgewachsen bin ichFelicita Benzinger in Rom und Berlin mit den Sprachen Italienisch und Deutsch. Seit 2006 lebe ich in Neukölln.

Schon lange habe ich den Wunsch, mich politisch zu engagieren und unsere Demokratie aktiv mitzugestalten. Im August 2015 bin ich daher der SPD Neukölln beigetreteten, wo ich mich mit verschiedenen Themen, v.a. aber Migration und Vielfalt, Gesundheit und Bildung befasse. Studienbedingt bringe ich außerdem ein ausgeprägtes Interesse für Themen der Innenpolitik und Sicherheit mit.

Mittlerweile kann ich mich als Kreisdelegierte und Internetbeauftragte der SPD Rixdorf politisch einbringen.

Ein Leitspruch, der mich bei meiner politischen Arbeit begleitet, lautet: „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ In diesem Sinne gebe ich stetig mein Bestes, durch kritische Diskussionen inner- und außerhalb der Partei fortdauernd zu neuen Entwicklungen beizutragen.

 

 

Anny Boc - Beisitzerin (Migration/Integration)

Max von Chelstowski - Beisitzer (Jusos/Jugendpolitik)

Dr. Severin Fischer - Beisitzer (Vernetzung mit Parteigremien)

Severin Fischer

Severin Fischer

Dr. Severin Fischer (*1983), seit 2018 Kreisvorsitzender der SPD Neukölln und Mitglied der Abteilung 1 Rixdorf.

Nach Abschluss meines Studiums hat es mich 2008 nach Berlin verschlagen. Ich empfinde es als großes Glück, in einem der spannendsten und vielfältigsten Bezirke unserer Stadt zu leben. Der Ausgleich zwischen den Interessen von alteingesessenen und neuzugezogenen Neuköllnerinnen und Neuköllnern, die Integrationsarbeit in den Schulen und im sozialen Leben unseres Bezirks sowie die aktive Gestaltung der Stadtentwicklung betrachte ich gerade hier als größte politische Herausforderungen, zu deren erfolgreicher Bearbeitung ich als Sozialdemokrat beitragen möchte.

Mein beruflicher Werdegang hat mich in den vergangenen Jahren nach einer Zwischenstation im Europäischen Parlament in die wissenschaftliche Politikberatung geführt. Dort habe ich mich mit Themen rund um die Energiewende und Europa beschäftigt. Nunmehr arbeite ich im Leitungsstab des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). In meiner Freizeit engagiere ich mich unter anderem ehrenamtlich als Fußballschiedsrichter auf Berlins Sportplätzen und setze mich dabei für ein faires und diskriminierungsfreies Miteinander ein.

Robert Hagen - Beisitzer (Stadtentwicklung)

Elisabeth Heid - Beisitzerin (Bildung)

Anna Hermanns - Beisitzerin (Ausbildung)

Kristin Höfinghof - Beisitzerin (Pflege/Gesundheit)

Anja Kopyra - Beisitzerin (Nachhaltige Entwicklung)

Simone Peuten - Beisitzerin (Sicherheit)

Amelie Piepenbring - Beisitzerin (Digitalisierung)

Ramin Rachel - Beisitzer (Queer-Themen)

raminRamin Rachel (geb. 1972 in Nürnberg) 

Damals stellv. Abteilungsvorsitzender, Umzug nach München 2006, dort im Ortsverein Altstadt-Lehel, Queerpolitischer Sprecher, Mitglied des Bezirksausschusses München 1 (Altstadt-Lehel) von 2008 bis 2011, Umzug nach Düsseldorf, in Berlin-Neukölln seit Ende 2011.

Mitglied bei Ver.di seit 2004, SPD-Mitglied seit 2005

Joachim Rahmann - Beisitzer (Arbeit & Soziales)

Bürgerdeputierter mit Schwerpunkt auf den Bereich Soziales und Bürgerdienste

Timo Schramm - Beisitzer (Wirtschaftspolitik)

Rahel Schwarz - Beisitzerin (Gleichstellung)

Lukas Vogel - Beisitzer (Ideen & Aktionen)

Sebastian Zeier - Beisitzer (Vernetzung mit Vereinen)

Grün in Neukölln – der Ausschuss zieht Zwischenbilanz

Blick auf den Körnerpark

„Neukölln ist grüner, als man denkt“ – nein, bei der Äusserung im Ausschuss für Straßen, Grünflächen und Ordnungsamt ging es ausnahmsweise einmal nicht um Parteien, sondern tatsächlich um die Grünflächen im Bezirk. So gibt es derzeit über 20.000 Straßenbäume in unserem Bezirk,139 öffentliche Grünanlagen, über 400.000 qm begrüntes Straßenland. 121 öffentliche Spielplätze und alleine 8 städtische Friedhöfe in der Pflege des Grünflächenamtes. Zudem betreut das Straßen- und Grünflächenamt noch die 90 Neuköllner Kleingartenanlagen mit ca. 3,7 mio Quadratmetern.  „Angesichts der wie überall angespannten Personalsituation eine unglaubliche Leistung, die die Mitarbeiter*innen vollbringen“, lobte der Ausschussvorsitzende Marko Preuß (SPD) die Arbeit des Amtes. Das Bezirksamt bildet selber aus und bietet seit kurzem auch ein duales Studium Landschaftsbau und Grünflächenmanagement an. Der Bezirk wird seine Anstrengungen im Grünbereich noch verstärken, versprach die Bürgermeisterin Dr. Giffey (SPD). Allerdings haben die Mitarbeiter*innen noch eine Weile mit den Folgen der Herbststürme zu kämpfen. So sind über 175 Bäume auf öffentlichen Flächen den Stürmen zum Opfer gefallen. Die genauen Schäden sind noch nicht bezifferbar, da derzeit jeder einzelne Baum auf seine Standfestigkeit und eventuelle Schäden geprüft wird. „Wir stimmen dem Bezirksamt ausdrücklich zu, dass hier die Verkehrssicherung absolute Priorität genießt, und manch andere wichtige Dinge dadurch leider hintenan stehen müssen“ bittet Preuß die Neuköllner*innen um Verständnis.

Ein Wunschbaum im Rathaus

„Zicke Zacke, Hühnerkacke“ steht auf dem Stern, den der Rixdorfer SPD-Vorsitzende Marko Preuß in der Hand hält. „Das ist ein schönes Spiel, dass sich hier ein Kind wünscht, das haben wir auch zu hause“ freut er sich über seine Ausbeute. Für die SPD-Fraktion half er der Bezirksbürgermeisterin beim Schmücken des Weihnachtsbaumes im Rathausfoyer. Über 70 Sterne hatten Neuköllner Kinder ausgeschnitten und mit Ihren Weihnachtswünschen versehen. Kinder, die sonst vielleicht nicht soviele Geschenke bekommen.

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Natürlich kommt auch Preuß im Auftrag der SPD-Fraktion dem Wunsch der Bürgermeisterin nach, „gleich einen Stern abzupflücken“. Am Ende werden es gleich mehrere. „Die SPD-Fraktion freut sich über das Engagement des „Schenk doch mal ein Lächeln“, und unterstützt gerne, indem sie einigen Kindern ihre Wünsche erfüllt. Es ist nicht viel, aber als Vater weiß ich um die glücklichen Gesichter der Kinder, wenn sie Geschenke auspacken. Und wir wollen möglichst viele Neuköllner Kinder mit glücklichen Gesichtern!“ Spricht´s und nimmt fröhlich den Zicke-Zacke-Stern auch noch mit. „Das Geschenk spendet meine SPD-Rixdorf, das passt.“

Jede Neuköllnerin und jeder Neuköllner kann mitmachen und Geschenkpate für eines der Kinder werden. Dafür „pflückt“ man einen Stern vom Baum und erfüllt den Wunsch, der maximal 25 Euro kostet. Die Geschenke können bis Montag, den 5. Dezember 2016, unverpackt im Rathaus abgegeben werden (Erdgeschoss, Zimmer A 014, Frau Winchen). Zwischen dem 19. und 23. Dezember holen die Eltern der Kinder die Geschenke im Neukölln Informations-Center (NIC) ab (Öffnungszeiten Mo.-Do. 10-17 Uhr, Fr. 10-15 Uhr).

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Die Heinzelmännchen vom Richardplatz

14330148_865887046881505_1016487440422327795_n„Jetzt brauche ich erstmal was zu trinken“ – diesen Satz hörte man eigentlich von allen TeilnehmerInnen des Strohballenrennens, nachdem sie den gefühlt drei Tonnen schweren Ballen einmal um den Richardplatz gerollt hatten. Mit dabei auch fünf Heinzelmännchen der SPD-Rixdorf unter Führung der Bezirksverordneten (und Kandidatin fürs Abgeordnetenhaus) Nicola Böcker-Giannini. Bei strahlendem Sonnenschein und 30 Grad eröffnete Bürgermeisterin Franziska Giffey das diesjährige Popraci. Neben vielen Ständen, die sich um´s leibliche Wohl kümmerten, wurde auch auf zwei Bühnen kulturelles Programm geboten. Das Highlight für die kleinsten war neben einem Schokokuss-Katapult natürlich das Klettern auf (und Zerfleddern von) zwei Strohballen, die extra dafür zur Verfügung standen. „Das führt dazu, dass ich einige Andenken in den Kleidern meines Sohnes mit nach Hause nehmen kann – aber es macht einen Riesenspaß“, so der örtliche SPD-Bezirksverordnete Marko Preuß, der zum Anfeuern seines Teams gekommen war. Überhaupt war die Politik gut vertreten. Neben einigen anderen SPD-Bezirksverordneten waren auch der Bundestagsabgeordnete Fritz Felgentreu (SPD) und Joschka Langenbrinck aus der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus erschienen. Weiterlesen

Schön wie wir im Harzer Kiez

Gruppenbild

„Einfach eine klasse Aktion“ – Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey war
begeistert, wie die von ihr angestoßene Kampagne von den Menschen im Harzer
Kiez umgesetzt wurde. Nicola Böcker-Giannini (Bezirksverordnete und
SPD-Kandidatin für das Abgeordnetenhaus) und ihr Team hatten unter dem Motto
„Nachbarschaft hilft“ eingeladen, das Kiehlufer von Müll zu säubern, und alle
kamen: Neben Vertretern der „Harzer Ecken“ griffen die Mitarbeiter*innen der
Kubus gGmbH, einige Stadtteilmütter, Vertreter*innen der
Hans-Fallada-Schule, von AspE und viele engagierte
Bürger*innen zu Besen, Greifern und Müllbeuteln und zogen los. Die
Bildungskoordinatorin für den Harzer Kiez, Yara Füssel, war begeistert, wie
viele Menschen sich für den Kiez einsetzen. „Hier herrscht ein großer
Zusammenhalt“. Auch Nicola Böcker-Giannini war positiv überrascht
ob der Resonanz: „Ich hätte nicht gedacht, dass über 30 Menschen bei so
schönem Wetter mitmachen. Dieser Kiez ist wirklich etwas Besonderes. Einen
herzlichen Dank auch an Nahkauf Kiehlufer, die uns sehr unterstützt haben.“
Sprachs, und gönnte sich einen verdienten Schluck aus der Wasserflasche.
Nach getaner Arbeit freuten sich die meisten, den heißen Sommertag genießen
zu können. Das Team der SPD-Rixdorf war sich einig: Ein sauberes Kiehlufer
macht Bock – und Neukölln macht Böcker.

Eine Gedenktafel für einen großen Sozialdemokraten

„Selten, dass man dieses Lied ausserhalb von Parteitagen hört“, beginnt die Neuköllner SPD-Vorsitzende Franziska Giffey ihre kurze Rede anlässlich der Enthüllung einer Gedenktafel für Franz Künstler. Die Zuhörer nicken. „Wann wir schreiten Seit an Seit“, das alte Lied der Arbeiterbewegung, das hier heute am Neuköllner Weigandufer erklingt, fällt auf. Aber, so Dr. Heiner Wörmann, Leiter der historischen Kommission der SPD, es passt eben zum großen Sozialdemokraten Künstler. Als Dr. Ingrid Fricke, Historikerin und Biografin, aus dem langen und engagierten Wirken des Reichstagsabgeordneten und ersten Berliner Vorsitzenden der SPD nach dem Wieder-Zusammenschluss 1923 vorträgt, bleiben auch einige Passant*innen stehen und hören zu. „Ich freue mich, dass wir in Rixdorf endlich wieder eine Erinnerung an diesen herausragenden Genossen haben“ bedankt sich der örtliche SPD-Vorsitzende Marko Preuß im Gespräch bei den Beteiligten. Mehrere Jahre hat es schliesslich gedauert, viel Arbeit war nötig, Standort und Geld zusammenzubekommen.
Am Ende entdeckt der Bundestagsabgeordnete Fritz Felgentreu am Fenster des anliegenden Cafes „Zimt und Mehl“ den Spruch „Franz Künstler wäre mit Sicherheit Kaffeegenießer am Weigandufer“. Als er kommentiert: „Ein Neuköllner Sozialdemokrat weiss: das stimmt“, widerspricht ihm an diesem sonnigen Nachmittag am Neuköllner Schiffahrtskanal niemand.

*Franz Künstler (13. Mai 1988 – 10. September 1942), von Beruf Maschinenschlosser, war Gewerkschafter, Sozialdemokrat, Soldat und Kriegsgegner im Ersten Weltkrieg, Mitglied der USPD ab 1917, Rückkehr zur SPD 1922, von 1923 bis zum Verbot 1933 Vorsitzender der Berliner SPD, 1920-1933 Reichstagsabgeordneter. Von den Nationalsozialisten verfolgt, war er trotz KZ-Haft im Widerstand aktiv; seine Beerdigung 1942 wurde zu einem stummen Massenprotest.
Finale -GruppeEnthüllung 2Enthüllung -1Fricke spricht- Gruppe

Rückblick Stolpersteinaktion 07.05.2016

„…Max Adler war bereits 79 Jahre alt, als er am 3. August 1942 mit dem Steine8klein
Transport I/36 nach Theresienstadt deportiert wurde. In den gleichen
Deportationszug wurde auch Hedwig Croner (Jahrgang 1869) aus der
Lenaustraße 21 gezwungen, an die ebenfalls ein Stolperstein erinnert.
Nur drei Menschen aus diesem Transport überlebten, Max Adler starb am
7. Januar 1943. Wir gedenken Else Jolles, Gerhard Jolles, Heinrich
Putziger, Max Adler.“

Franziska Jahke, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Rixdorf, legt nach
dem Vorlesen der Biographien eine rote Gerbera an den Stolpersteinen vor
dem Haus Sanderstraße 20 nieder. Schweigend legen weitere Mitglieder
ihre Blumen und ein Informationsblatt dazu. Gemeinsam mit der Kandidatin
für das Abgeordnetenhaus, Nicola Böcker-Giannini, haben sie sich
aufgemacht, die Stolpersteine im Reuterkiez zu putzen. „71 Jahre nach
der Befreiung müssen wir die Erinnerung an die vielen Menschen in
unserer Nachbarschaft bewahren, die durch den Nationalsozialismus
ermordet worden sind,“ erklärt Böcker-Giannini die jährliche Putzaktion.
„Gerade heute sind diese Steine eine Mahnung, dass es Menschen aus
unserer Mitte waren, die aus ihren Häusern geholt, gefoltert und
umgebracht wurden. Menschen mit Namen und Geschichten, die wir vor dem
Vergessen bewahren müssen.“ Der Vorsitzende Marko Preuß schliesst sich
mit einer Bitte an alle Nachbarinnen und Nachban an: „Jeder Stolperstein
ist eine Mahnung, zu verhindern, dass Faschismus und Nationalsozialismus
je wieder eine Chance haben. Wenn Sie in Ihrer Straße solche Steine
finden, und das Messing ist angelaufen und dunkel: Ein wenig
Metalputzmittel hilft, die Erinnerung wieder sichtbarer zu machen. Gegen
das Vergessen.“