Gedenkfeier zu 72. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung und Solidaritätskundgebung gegen Rechtsextremismus

Viele viele Menschen kamen am 28. Januar zur Solidaritäts-Kundgebung vom Bündnis Neukölln und Hufeisern gegen Rechts für die Geschädigten der jüngsten rechten Anschläge in Britz. Für die SPD Neukölln sprach Mirjam Blumenthal, deren Auto angezündet wurde. Die Botschaft: Neukölln bleibt standhaft und geschlossen gegen rechten Terror!

Am 27. Januar vor 72 Jahren wurde zudem das Konzentrationslagers Auschwitz von den Allierten befreit. Dies haben wir zusammen mit Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey, Armin Langer und den Vorwärts-Liederfreunde zum Anlass für eine kleine Gedenk- und Erinnerungsveranstaltung am ehemaligen Standort der Neuköllner Synagoge in der Isarstraße 8 genommen. Die Synagoge war vor dem Pogrom 1938 das religiöse und kulturelle Zentrum von mehr als 2.000 Rixdorfer Jüdinnen und Juden. Als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten stehen wir dazu die Traditionen des Widerstandes gegen den Faschismus wach zu halten, das Gedenken an die Opfer zu bewahren und Neonazismus, Rassismus und Rechtsextremismus zu bekämpfen.

Veranstaltungsbericht vom Facetten-Magazin Neukölln. Weiterlesen

SPD Neukölln wählt erneut Fritz Felgentreu zum Bundestagskandidaten

Die Neuköllner SPD hat auf ihrem Parteitag am Samstag den bereits amtierenden Bundestagsabgeordneten Fritz Felgentreu zum Kandidaten für die Wahl zum Deutschen Bundestag am 24. September 2017 gewählt. Klares Ziel ist es, wieder das Direktmandat zu erringen.  Die Rede von Fritz Felgentreu im Wortlaut an die Neuköllner SPD findet sich hier.

Fritz Felgentreu unterstrich in seiner Rede, dass er seinen Schwerpunkt auch weiter auf eine Familien- und Bildungspolitik aus einer Hand legen will: „Mit der Abschaffung des Betreuungsgelds und der Aufhebung des Kooperationsverbots kann der Bund endlich in Bildung und Betreuung investieren. Besonders Kinder aus bildungsfernen Familien brauchen einen starken Staat, der sie in allen Lebensphasen von der Kita bis zum Abschluss begleitet und ihnen hilft, sich optimal auf Ausbildung und Berufsleben vorzubereiten. Gerade die härtesten Kieze brauchen die besten Schulen. Das ist der Neuköllner Weg, den ich weiterhin in den Bundestag bringen will.“ Nur so lasse sich soziale Ungleichheit verringern und Integration bewältigen.

Um Deutschland für diese Aufgabe fit zu machen, bedarf es Investitionen. Deutschland braucht mehr Polizistinnen und Polizisten, mehr Lehrerinnen und Lehrer, mehr Richterinnen und Richter und mehr Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, anstatt Steuersenkungen, wie die Union es fordert. In den Wahlkampf geht Felgentreu unter anderem mit den Forderungen, eine Familienarbeitszeit mit einem Familiengeld einzuführen, Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Hortplatz und gebührenfreie Kitas zu garantieren, die Bezahlung von Erzieherinnen und Erziehern zu verbessern, die Mietpreisbremse noch strenger zu regeln, damit die Mietentwicklung in Neukölln stärker eingedämmt werden kann und eine Bürgerversicherung einzuführen, um die Zwei-Klassen-Medizin der Privatversicherung zu beenden.

„Fritz bringt Neukölln in den Bundestag“ – mit diesem Versprechen wurde Fritz Felgentreu 2013 von den Neuköllnerinnen und Neuköllnern direkt in den Bundestag gewählt. Das heißt für Fritz Felgentreu zum einen, die Neuköllner Lehren in die Diskussion im Parlament einzubringen und sich zum Beispiel erfolgreich dafür einzusetzen, die freigewordenen Mittel des abgeschafften Betreuungsgeldes eins-zu-eins den Bundesländern für ihre Bildungs- und Familienpolitik zur Verfügung zu stellen. Und es heißt zum anderen, ganz praktisch Anliegen aus Neukölln in die tägliche Arbeit aufzunehmen und in drei Jahren schon 3000 Neuköllnerinnen und Neuköllner die Gelegenheit zum Besuch in den Bundestag gegeben zu haben. Als Teil der SPD-Bundestagsfraktion unterstützte Felgentreu darüber hinaus wichtige Gesetzgebungen wie den gesetzlichen Mindestlohn, das Integrationsgesetz, die Frauenquote und das ElterngeldPlus.

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Die neue Kältehilfestation für obdachlose Menschen in Neukölln braucht Unterstützung!

Bei den gegenwärtig herrschenden eisigen Temperaturen sind Plätze in beheizten Notunterkünften für Obdachlose überlebenswichtig. Leider gibt es viel zu wenig davon. Deshalb hat die KUBUS gGmbH am 15. Januar in Kooperation mit der Bürgerhilfe Kultur des Helfens gGmbH und durch finanzielle Unterstützung vom Bezirksamt Neukölln eine neue Kältehilfestation in der Teupitzer Straße 39, 12059 Berlin eröffnet. Dort stehen täglich von 19.00 Uhr bis 7.00 Uhr morgens 25 Übernachtungsplätze für männliche Obdachlose zur Verfügung.

Doch die finanzielle Ausstattung der Unterkunft kann den großen Bedarf für die Versorgung der Gäste der Notunterkunft nicht decken. Deshalb rufen wir zusammen mit unserem Neuköllner Bundestagsabgeordneter Dr. Fritz Felgentreu und mit Joschka Langenbrinck, Mitglied des Abgeordnetenhauses, auf:

Unterstützen Sie die neue Kältehilfestation mit Sachspenden!

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SPD Neukölln ruft zum Gedenken und Erinnern an die Befreiung von Auschwitz auf

Mit einer Gedenk- und Erinnerungsfeier am 27. Januar um 17 Uhr wird die SPD Neukölln an den 72. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz erinnern. Am Standort der ehemaligen Neuköllner Synagoge in der Isarstraße 8 in Neukölln wird mit Liedern und Reden an das unvergleichbare Verbrechen der Shoah erinnert und auf bis heute verbreiteten Antisemitismus aufmerksam gemacht. Die SPD-Kreisvorsitzende und Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey wird an der Gedenkveranstaltung teilnehmen.

„Jedes Jahr gibt es weniger Zeitzeugen, die der Nachwelt vom Gräuel der nationalsozialistischen Verbrechen berichten können.“, sagt Giffey. „Umso wichtiger ist es, dass wir die Erinnerung an Auschwitz und die damals in Neukölln lebenden Jüdinnen und Juden aufrechterhalten. Glücklicherweise gibt es heute wieder jüdisches Leben in Neukölln. Als SPD bemühen wir uns, dieses Leben zu fördern und ein harmonisches Miteinander aller Religion zu ermöglichen.“

Auf der Gedenkveranstaltung wird neben Franziska Giffey auch der Neuköllner Autor Armin Langer sprechen, der als Nachfahre jüdischer Opfer der Nationalsozialisten von den Erfahrungen seiner Vorfahren und über jüdisches Leben heute in Neukölln berichten wird. Der Standort an der Isarstraße 8 ist bewusst gewählt, da an dieser Stelle bis 1938 die Synagoge in Neukölln stand, die wie viele andere jüdische Gotteshäuser und Geschäfte dem Terror der Nazis in der sog. Reichspogromnacht am 9.11.1938 zum Opfer fiel.

Mehr Informationen im Flyer.

Veranstaltung bei facebook

Anschlagsserie reißt nicht ab: Fahrzeug von Bezirksverordneter der SPD Neukölln angezündet

In der Nacht vom 13. zum 14. Januar 2017 wurde in der Britzer Hufeisensiedlung das Fahrzeug der SPD-Bezirksverordneten Mirjam Blumenthal in Brand gesteckt. Der Staatsschutz geht von einer politisch motivierten Straftat aus, das LKA Berlin hat die Ermittlungen übernommen.

Der Brandanschlag reiht sich in eine Reihe von Angriffen gegen engagierte Demokraten und linke Einrichtungen in Neukölln ein. Nach dem Brandanschlag gegen die Fahrzeuge von dem Bezirksverordneten Peter Scharmberg und der Geschäftsführerin des Anton-Schmaus-Hauses vor rund sechs und drei Monaten und Anschlägen auf ein Neuköllner Café, einen Buchladen und der Evangelischen Kirche Rudow vor einem Monat, traf es nun Mirjam Blumenthal. Die SPD-Bezirksverordnete ist vielseitig antifaschistisch engagiert, als Gruppenleiterin bei den Falken Neukölln und im Kreisvorstand der SPD Neukölln als Beisitzerin für Strategien gegen Rechts. Darüber hinaus organisiert Blumenthal derzeit eine Gedenk- und Erinnerungsveranstaltung in Neukölln an den 71. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz.

Mirjam Blumenthal äußert sich zum Anschlag:
„Wir werden den Kampf gegen Rechtsextremismus noch verstärken. Gegen die Feinde der Demokratie helfen keine Sonntagsreden, sondern nur das aktive Handeln von Demokraten und des Staates, vor allem durch Bildung, Förderung von demokratischer Jugendarbeit sowie die intensive Bekämpfung dieser Verbrecher durch Polizei und Justiz.“

Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey, Kreisvorsitzende der Neuköllner SPD, erklärt:
„Ich bin erschüttert über diesen erneuten Brandanschlag auf das Umfeld der Neuköllner Falken und der Neuköllner SPD. Die SPD verurteilt den feigen Angriff auf eine bekannte Neuköllner Demokratin und spricht ihr die volle Solidarität aus.“

Presseberichte
rbb-online
Berliner Morgenpost
Berliner Zeitung
Tagesspiegel
B.Z.

17. Towerrun ein voller Erfolg

Pressemitteilung des TuS Neukölln

17.Tower Run am 08.01.2017

Wer in diesem Jahr einen Teilnehmerplatz zum Tower Run ergattern wollte, musste sich rechtzeitig anmelden.  Bereits eine Woche vor der Veranstaltung, welche seit Jahren zum Deutschen Towerrunning Cup zählt, waren die 204 Startplätze ausgebucht.  Das Interesse an dieser Traditionsveranstaltung war in diesem Jahr so hoch wie noch nie.

59 Frauen und 145 Männer gingen nach stundenlangen Schneefällen und Temperaturen um minus 5 Grad pünktlich zu den 5 Wertungsläufen ab 11.00 Uhr vor zahlreichen Zuschauern, welche die Läufe auf Großleinwänden live übertragen bekommen haben, an den Start.

Im Frauen-Wertungslauf zum ersten Deutschen Towerrunning Germany Cup Lauf im neuen Jahr  waren 6 der 10 besten deutschen Treppenläuferinnen am Start. Nach der 400 Meter Einführungsrunde mussten die 204 Teilnehmer ,wie bereits seit 16 Jahren,  465 Stufen und 100 Höhenmetern,  im höchsten Berliner Wohnhaus in der Berliner Gropiusstadt absolvieren, um anschließend einen prächtigen Blick auf ganz Berlin zu haben.

In einem spannenden Frauen-Wertungslauf spielte die mehrfache  Tower Run –Siegerin und seit 2015 beste deutsche Treppenläuferin Sylvia Jacobs (Towerrunning Berlin) ihre langjährige Erfahrung aus und konterte einige Attacken der 32 Jahre jüngeren Kielerin Corinna Beck.  Die 22 jährige Läuferin von der SG TSV Kronshagen/Kieler TB  biss sich an der routinierten  Berlinerin die Zähne aus und musste die Überlegenheit der Gewinnerin der Towerrunning Germany Serie 2015 und 2016 neidlos anerkennen. Auf Grund der winterlichen Bedingungen auf der 400 Meter Einführungsrunde ist die Siegerzeit von 4:38,25 Minuten von Sylvia Jacobs als erstklassig zu bewerten. Die talentierte Treppenläuferin aus Kiel erreichte eine Endzeit von 4:43,38 Minuten, gefolgt von der Frankfurterin  Anna Lena Böckel , welche nur 2,21 Sekunden später ins Ziel kam.

Auch in den weiteren 4 Männer-Wertungsläufen waren einige deutsche Treppenlauf-Spitzenathleten am Start. Beinahe hätte es zum ersten Mal nach 2008 wieder einen ausländischen Sieg beim Tower Run gegeben. Im Wertungslauf der M 30 distanzierte der 30 jährige Pole Karol Galicz (BKS Wataha Warszawa) in 3:36,76 Minuten die Konkurrenz um mehr als 20 Sekunden. Aber im abschließenden Hauptklassenlauf lieferten sich der Frankfurter Johannes Gabbert und der Kieler Gerrit Kröger ein spannendes und erstklassiges Duell und konnten Beide die Zeit des Warschauer Läufers noch unterbieten.  Der für den OSV Holzinger FFC startende Frankfurter Johannes Gabbert gewann so die Gesamtwertung der Männer in 3:32,38 Minuten knapp vor Gerrit Kröger, welcher  im letzten Jahr der sechstbeste deutsche Treppenläufer war. Er erreichte das höchst gelegenste Ziel in Berlin in 3:34,49 Minuten.

Die Veranstalter TUS Neukölln, die SPD Neukölln und die Baugenossenschaft IDEAL halfen mit ihrer guten Organisation und ihren vielen fleißigen Helferin dafür, dass  die über 200 Teilnehmer gut und sicher sich auf den beschwerlichen Weg in die 29. Etage des höchsten Wohnhauses in Berlin machen konnten und nach dem Lauf gut verpflegt worden sind.

Die Neuköllner Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey ehrte in einer umfangreichen Siegerehrung im Anschluss an die 5 Wertungsläufe die siegreichen Teilnehmer.

Erfreulich auch, dass der RBB in ihrer beliebtesten TV-Sendung, nämlich der Berliner Abendschau einen kleinen Bericht  über den 17. Tower Run zeigte.

Interessant zu wissen:

  • Der Treppenlauf (Tower Run) in Berlin-Gropiusstadt am 11. Januar 2009 war das erste offizielle Rennen des Towerrunning World Cup.
  • Jan Wilker gewann bislang 5 x (2007/2009/2010/2011/2014) den Tower Run
  • Sylvia Jacobs gewann bislang 6 x (2004/2009/2011/2015/2016/2017) den Tower Run

Ansprechpartner:
Andrej Woiczik
TUS Neukölln Sportwart
Telefon: +49 (0) 177 739 74 69

Auf ein gutes Jahr neues Jahr für Neukölln!

Was sich unter anderem ändert?

  • Anhebung des Mindestlohns von von 8,50 auf 8,84 Euro pro Stunde
  • Anhebung der Hartz-IV-Bezüge um fünf Euro auf 409€
  • zehn Euro mehr Kinderzuschlag für Geringverdiener und zwei Euro mehr Kindergeld
  • teurer wird im neuen Jahr der Nahverkehr (+0,10€ auf 2,80€) und die Müllabfuhr (+1,9%)