Alle Jahre wieder – Fraktion übergab Spenden für Obdachlose

Übergab die Spenden für Bedürftige: Fraktionsvorsitzende Cordula Klein

Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit gehen uns alle an. Für die SPD Fraktion Neukölln ist es Jahr für Jahr ein besonderes Anliegen, neben der politischen Arbeit an der Problematik auch rasche, praktische und effektive Hilfe zu leisten. Besonders in der kalten Jahreszeit sind Obdachlose und Wohnungslose auf schnelle Hilfe angewiesen. Dafür bietet der Bezirk zahlreiche  niederschwellige Angebote. Eines davon ist in der Teupitzer Straße 3, wo die gemeinnützige  Beschäftigungsagentur Berlin-Brandenburg e.V. eine Suppenküche und 20 Notübernachtungsplätze für Obdachlose anbietet. Hier hat die Fraktionsvorsitzende der Neuköllner SPD am 1. Advent Lebensmittel, Hygieneartikel Kaffee, warme Pullis und vieles andere mehr an Spenden übergeben, die die in der  SPD Fraktion gesammelt wurden. Die Spenden in Empfang nahm der stellvertretende Vorsitzende der BABB, Reiner Waldukat. Er dankte Cordula Klein ganz herzlich und führte sie anschließend durch die Räumlichkeiten. Der Weg führte sie dabei vorbei an einem Aufenthaltsraum, wo eine warme Nudelsuppe auf die Notleidenden wartete und es sogar einen Fernsehapparat gibt. Dann ging es in einen Flur entlang, wo die Obdachsuchenden ein Bad mit Dusche finden. Hier  kann auch die Wäsche gewaschen werden. In der Nähe des Bades befindet sich der große Schlafraum mit 20 Liegen.  In der schlichten Einrichtung in der Teupitzer Straße finden die Hilfesuchenden also das Nötigste, um sicher durch die kalte Nacht zu kommen und um Kraft zu schöpfen. Es war noch früh am Abend, von daher trafen die Gäste nur einen Obdachlosen, der schwer erkältet war und  seine Suppe löffelte. Ihm wurde professionelle Hilfe zuteil, wofür er sich dankbar zeigte.

Wohnungslosigkeit in Berlin als Ballungsraum und wachsende Stadt stellt alle handelnden Akteurinnen und Akteure vor große Herausforderungen.  Bereits 2017 hat die  SPD Berlin auf dem  am 11. November beschlossen, Notübernachtungsplätze für Frauen und Kinder deutlich auszubauen und ganztägige Not- und Übergangsunterkünfte in jedem Bezirk ausschließlich für Familien und unabhängig vom Aufenthaltsstatus zu schaffen. Demzufolge hat die Neuköllner SPD Fraktion den Internationalen Bund bei seinem Vorhaben unterstützt, eine Einrichtung in der Lahnstraße zu sanieren und umzubauen, in der seit Oktober 2018 auf acht Etagen 69 Einzelzimmer, 109 Doppelzimmer und vier behindertengerechte Doppelzimmer entstanden sind, wo auch Familien mit Kindern untergebracht werden können. Außerdem wurde auf dem Landesparteitag im März 2019 die Einführung einer amtlichen Statistik über Wohnungslosigkeit in Berlin beschlossen, auch die  Erfassung von Kindern soll erfolgen. Der Berliner Senat wiederum hat ferner am 3. September 2019 die neuen „Leitlinien der Wohnungslosenhilfe und Wohnungslosenpolitik“ beschlossen. Im Kern der 2018 und 2019 durchgeführten „Strategiekonferenzen Wohnungslosenhilfe“ will man vor allem durch ein schnelles und koordiniertes Eingreifen der Behörden und den Kontakt mit den Betroffenen Wohnraumverlust und Räumungen möglichst verhindern. Weitere Maßnahmen sind die Umsetzung eines bezirksübergreifenden Fachstellenkonzeptes der Sozialen Wohnhilfen, die Gewährleistung einer bedarfsgerechten und qualitätsgesicherten Unterbringung im Rahmen einer gesamtstädtischen Steuerung und der Ausbau der bestehenden niedrigschwelligen Hilfen und Notunterkünfte. Gemäß dem SPD Beschluss, die Grundlagen für eine amtliche Statistik zur Wohnungslosigkeit in der Stadt zu schaffen, wird ab Ende Januar 2020 eine  Wohnungslosenzählung mit Hilfe von tausenden freiwilligen Helfern in Berlin durchgeführt.. Derzeit leben schätzungsweise 4000 bis 10.000 Menschen in Berlin auf der Straße, mehr als 30.000 sind wohnungslos. Durch die systematische Umsetzung der von der SPD beschlossenen Maßnahmen wird es möglich, mehr Menschen zu erreichen, um sie vor Wohnungs- und drohender Obdachlosigkeit zu bewahren und ihnen passgenau die Hilfen zu vermitteln, die sie brauchen, um im besten Fall wieder ein geregeltes Leben mit einem Dach über dem Kopf zu führen.