Aktionsplan gegen Drogenproblematik am Bahnhof Neukölln

Die Abendschau berichtet über den Besuch der Neuköllner Politik zur Drogenproblematik am Bahnhof Neukölln. Die Lage ist wirklich sehr problematisch – Drogenhandel und Drogenkonsum haben zugenommen. Anwohner, Gewerbetreibende und Menschen, die in der Gegend unterwegs sind beschweren sich und sind besorgt über die Situation. Es ist klar, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Ende letzten Jahres hatte Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey dazu schon zu einem Runden Tisch ins Rathaus Neukölln eingeladen, gestern kam der Vorort Besuch. Mit dabei: Gesundheitsstadtrat Falko Liecke, Sozialstadtrat Jochen Biedermann, die Kollegen von Fixpunkt, die Polizei, das Ordnungsamt, ein Vertreter der Deutschen Bahn und die Landesdrogenbeauftragte Köhler-Azara. Franziska Giffey fordert mehr Polizeipräsenz rund um den Bahnhof und härtere Strafen für die Dealer. Um echte Hilfe für die drogenabhängigen Menschen anzubieten, hat der Bezirk zum 01. März ein Fixpunkt-Modellprojekt am Bahnhof gestartet.

Der konkrete Aktionsplan des Bezirksamts:

  1. Stärkere Polizeipräsenz am, um und im Bahnhof.
  2. Härtere und konsequente Strafen für Drogendealer.
  3. Videoüberwachung nicht nur im U-Bahnhof, sondern auch im S-Bahnhof.
  4. Bessere Beleuchtung der Bahnhofseingänge.
  5. Bessere Beleuchtung der S-Bahnunterführung.
  6. Verbesserung der Reinigungssituation insgesamt – vor allem muss die Deutsche Bahn ihre Grundstücksflächen neben den Schienen besser reinigen und in Ordnung halten.
  7. Installation von mehreren Auffangbehältern zur Entsorgung gebrauchter Spritzen in Absprache mit Fixpunkt und der Polizei – fachgerechte Entsorgung durch Fixpunkt.
  8. Straßensozialarbeit und Hilfsangebote für die Süchtigen.
  9. Suche nach Möglichkeiten für einen Ort, an dem der Drogenkonsum unter Aufsicht und medizinischer Betreuung stattfinden kann.
  10. Enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Gewerbetreibenden vor Ort und Information der Anwohner.

Presse:
B.Z. – Drogen und Kriminalität: Giffey will mehr Video-Überwachung

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