Rathausbrief der Bezirksbürgermeisterin – Juni 2017

Liebe Neuköllnerinnen, liebe Neuköllner,

am 21. Juni beginnt der Sommer – wie immer am Tag der Sommersonnenwende. Drei Tage später am 24. Juni endet der muslimische Fastenmonat Ramadan. Essen und Trinken ist gläubigen Muslimen in dieser Zeit erst nach Sonnenuntergang gestattet. Abends wird im Kreise von Familie und Freunden ein Festmahl genossen. Vielfach wollen schon Grundschulkinder mitfasten, verzichten selbst bei Höchsttemperaturen auf Nahrung und Trinken. Mit der Schule verträgt sich das oft nicht.

Wenn das Fasten im Ramadan dazu führt, dass es Kindern in der Schule nicht gut geht, sie nicht am Sportunterricht teilnehmen und in Prüfungen schlecht abschneiden, ist das ein Problem. Das Bezirksamt hat deshalb mit Moscheen, Schulen und Vereinen besprochen, wie wir Kinder und Jugendliche im Fastenmonat so unterstützen können, dass ihr Schulerfolg nicht leidet. Herausgekommen ist der bundesweit einmalige Leitfaden „Ramadan und Schule – Neuköllner Empfehlung“ mit 12 Leitsätzen, um schulische und religiöse Pflichten besser miteinander zu vereinbaren.

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre meines neuen Rathausbriefes.

Ihre Dr. Franziska Giffey

Um sich anzumelden schicken Sie einfach eine E-Mail mit dem Betreff “Anmeldung” an: rathausbrief@bezirksamt-neukoelln.de

Empfehlungen für den Umgang mit dem Ramadan in der Schule

Heute ist der erste Schultag im Ramadan. Während des Ramadan gibt es im Schulbetrieb immer wieder Spannungen, wenn Kinder und Jugendliche fasten. Sie können dann oft nicht mehr aufmerksam dem Unterricht folgen, an den Sportstunden teilnehmen oder in den Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss oder im Abitur ihr Bestes geben. Deshalb haben das Bezirksamt und die Schulaufsicht Neukölln schon vor Wochen zum Runden Tisch ins Rathaus geladen, um gemeinsam mit Neuköllner Vereinen, Schulvertretern und Moscheen eine Empfehlung für den Umgang mit dieser Problematik zu erarbeiten. Die nun veröffentlichte Handreichung für Lehrkräfte, Eltern und Schülerinnen und Schüler enthält 12 Hinweise, wie religiöse und schulische Pflichten im Ramadan miteinander in Einklang gebracht werden können. Die Handreichung wird an Schulen, Lehrer, Eltern und Schüler und auch in Moscheen verteilt.

Es geht darum, dass alle unsere Kinder in den Schulen gut lernen können. Das muss auch im Fastenmonat möglich sein. Wenn das Fasten im Ramadan dazu führt, dass es Kindern in der Schule nicht gut geht, sie nicht am Sportunterricht teilnehmen und in Prüfungen schlecht abschneiden, ist das ein Problem. Wir haben zusammen mit Moscheen, Schulen und Vereinen intensiv besprochen, wie wir Kinder und Jugendliche im Fastenmonat unterstützen können, sodass ihr Schulerfolg nicht leidet. Das Ergebnis ist ein Minimalkonsens, für den sich Franziska Giffey und die Neuköllner SPD noch mehr Unterstützer – auch in den Neuköllner Moscheen – wünscht.

Die 12 Punkte der Neuköllner Empfehlung finden Sie hier.

Rede auf dem Landesparteitag der SPD Berlin

Rede von Fritz Felgentreu zur Kandidatur für einen Listenplatz der SPD Berlin:

Liebe Genossinnen und Genossen,

heute stehe ich vor euch als einer, der seit inzwischen fünfundzwanzig Jahren seine Kraft in den Dienst der Berliner Sozialdemokratie stellt. Seit fünfzehn Jahre bin ich Mitglied des Landesvorstands, zehn Jahre war ich Kreisvorsitzender und vier Jahre Stellvertretender Landesvorsitzender. In den Zeiten der rot-roten Koalition war ich Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin. Jetzt kandidiere ich für meine zweite Amtszeit als Bundestagsabgeordneter.

Mein politisches Handeln ist bestimmt von der Frage, wie wir auf Dauer Sicherheit, Lebensperspektiven und den sozialen Frieden erhalten. Berlin bietet Freiräume für unendlich viele Herkünfte, Weltanschauungen und Lebensentwürfe. Das macht uns aus. Berlin ohne Einwanderung – unvorstellbar. Aber diese große Buntheit braucht auch Regeln und Sicherheit. Zur Sicherheit gehört die Sicherheit auf unseren Straßen, den Parks und Plätzen, natürlich. Aber dazu gehört auch das sichere Dach über dem Kopf, der sichere Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung, der sichere Arbeitplatz. Für all das muss die SPD die zuverlässige politische Kraft an der Seite der Menschen sein und bleiben. Weiterlesen

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz in Neukölln

Hoher Besuch bei uns in Neukölln: Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz war im Rathaus Neukölln bei Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey und Bildungsstadtrat Jan-Christopher Rämer zum Gespräch, an dem auch unser Bundestagsabgeordneter Dr. Fritz Felgentreu teilgenommen hat. Anschließend ging es zusammen in die Helene-Nathan Bibliothek in den Neukölln Arcaden. Hier hat Martin Schulz seine bildungspolitischen Vorhaben vorgestellt und mit Schülern, Lehrern und Elternvertreter über gute Bildungspolitik diskutiert. Martin Schulz will das Kooperationsverbot im Grundgesetz abschaffen, damit der Bund die Länder und Gemeinden finanziell unterstützen kann. Außerdem sollen eine Million neue Plätze an Ganztagsschulen geschaffen und die bundesweite Gebührenfreiheit von der Kita bis zur Hochschule ermöglicht werden. Für Fritz Felgentreu ist klar: die härtesten Kieze brauchen die besten Kitas und die besten Schulen! Dafür bedarf es Investitionen in Bildung statt in Aufrüstung. Die Zukunftsfähigkeit Deutschlands wird schließlich heute entschieden. Arbeit und Familie müssen wieder zur doppelten Freunde werden – nicht zur doppelten Last.

Presseüberblick:

  • 19. Mai 2017 Süddeutsche Zeitung „Nennen Sie ’ne Zahl!“
  • 18. Mai 2017 vorwärts „Martin Schulz will Deutschland zum „weltweit stärksten Land in der Bildung“ machen“
  • 18. Mai 2017 Spiegel Online „Bildungsvorschläge von Martin Schulz: Der Milliarden-Weltmeister-Plan“
  • 18. Mai 2017 Frankfurter Rundschau „Schulz verspricht Bildungsoffensive“
  • 18. Mai 2017 Politico.eu „Martin Schulz strikes back after campaign slump“

Wieder Brandanschlag auf engagierte Bürgerin in Neukölln

In der Nacht vom 2. auf den 3. Mai 2017 wurde in der Britzer Krugpfuhlsiedlung ein Auto in Brand gesteckt. Anwohner entdeckten den Brand gegen 02:10 Uhr und riefen die Feuerwehr. Das Auto brannte völlig aus.

Die Besitzerin ist aktiv in der Flüchtlingshilfe sowie bei den Bürgerinitiativen „Hufeisern gegen Rechts“ und dem „Aktionsbündnis Britz“. Die betroffene Familie ist der SPD Neukölln bekannt durch ihr Engagement beim Neuköllner Kreisverband der SJD – Die Falken. Im Kampf gegen die Feinde der Demokratie stehen wir zusammen.

Dazu Dr. Franziska Giffey, Bezirksbürgermeisterin und Kreisvorsitzende der SPD Neukölln:
„Erneut gab es einen feigen Anschlag auf Menschen, die sich ehrenamtlich für unsere demokratische vielfältige Gesellschaft, für die Kinder- und Jugendarbeit und die Entwicklung unserer Stadt einsetzen. Es ist erschütternd. Die SPD Neukölln spricht ihre volle Solidarität aus und verurteilt die Tat auf das Schärfste.“

Der polizeiliche Staatsschutz des LKA Berlin hat die Ermittlungen übernommen und sieht in dem Brandanschlag einen Zusammenhang mit der Anschlagsserie der letzten Monate. Im Neuköllner Süden gab es in den letzten Monaten immer wieder Brandanschläge auf Menschen, die sich für Demokratie und gegen Rechts engagieren. Dabei wurden die Autos von Falken, Sozialdemokraten und Gewerkschaftern sowie das Fahrzeug eines Buchhändlers angezündet.

14. Mai: Mauerweg-Wanderung Treptow – Neukölln (15km)

Das Wandern ist des Städters Lust – und der Städterin, natürlich!

In diesem Jahr fällt der Tag des Wanderns auf den 14. Mai. Wer in Berlin mitwandern will, findet die spannendsten Wege dort, wo früher überhaupt nichts ging: im Verlauf der Berliner Mauer, die unsere Stadt, Deutschland und Europa zerteilte. Die Bundestagsabgeordneten Dr. Fritz Felgentreu (Neukölln) und Matthias Schmidt (Treptow-Köpenick) freuen sich aufs Mitwandern — und laden deshalb am Tag des Wanderns zusammen mit dem Wanderverein 1. WV Stramme Wade e.V. Berlin zu einer Mauerweg-Wanderung zwischen Neukölln und Treptow ein!

Gestartet wird am alten Wachturm Schlesischer Busch in der Puschkinallee 55, 12435 Berlin um 10 Uhr. Das Ziel ist das Infocenter innogy in der Köpenicker Straße 32, 12355 Berlin. Die Ankunft dort ist gegen 16 Uhr geplant.

Mit der Wanderung erinnern wir an die 28-jährige Trennung der Bezirke Neukölln und Treptow durch die Berliner Mauer. Wir werden eine 15 Kilometer lange Strecke von Alt-Treptow bis Rudow zurücklegen und an einigen (Bau-)Denkmälern, Erinnerungsstelen und Mauerresten halt machen.

Drei Zeitzeugen werden dabei mit ihren persönlichen Erinnerungen die Geschichte der Mauer zwischen Neukölln und Treptow zum Leben erwecken: Harald Antrack, ehemaliger DDR-Grenzer, wird am Startpunkt etwas über seinen dortigen Dienst erzählen. Die beiden ehemaligen Bezirksbürgermeister von Neukölln und Treptow, Frank Bielka (1989-1991) und Günter Polauke (1986-1989), werden ihr historisches Aufeinandertreffen an der Massantebrücke nachstellen — und viel über die bewegte Wendezeit zu berichten haben.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten sich für die Wanderung entsprechend vorzubereiten. Es wird zwischendurch ein kleiner Verpflegungsstopp organisiert und am Ziel gibt es eine Stärkung, um wieder zu Kräften zu kommen. Die Wanderung findet BEI JEDER WITTERUNG statt (denn schlechtes Wetter gibt es bekanntlich gar nicht — nur die falsche Kleidung…). Es besteht eine Unfallversicherung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Neugierig geworden? Wir freuen uns auf Sie! Um Anmeldung bis zum 09. Mai wird gebeten an:
Wahlkreisbüro Dr. Fritz Felgentreu
E-Mail: neukoelln@fritz-felgentreu.de
Tel.: 030 – 568 211 11