23. Internationaler Sportbadpokal der SG Neukölln

Mannschaftsehrung mit den SPD-Fraktionären Eugen Kontschieder (li.) und Peter Scharmberg (re.)

Am Pfingstsonntag führten die Neuköllner SPD Bezirksverordneten Peter Scharmberg und Eugen Kontschieder bei herrlichem Sommerwetter die Siegerehrung beim diesjährigen Sportbadpokal der Schwimmgemeinschaft Neukölln (SG Neukölln) durch und übergaben die von der SPD Fraktion gestifteten Pokale. Bereits am Vortag besuchten die Fraktionsvorsitzende der Neuköllner SPD, Cordula Klein sowie Nicola Böcker-Gianinni und Derya Çağlarvon der SPD Fraktion im Abgeordnetenhaus das großartige Sportevent der SG Neukölln. Sie schauten sich den Schwimmwettbewerb mit spannenden Wettkämpfen an. Anschließend informierten sie sich bei den Schwimmbär-Trainerinnen Daniela von Hoerschelmann und Nicole Hilarius über die aktuelle Lage und über den Fortschritt beim Wassergewöhnungsprojekt Neuköllner Schwimmbär, das nun seit fünf Jahren auf Erfolgskurs ist. Dem ambitionierten Neuköllner Modell, das unter der ehemaligen Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) ins Leben gerufen wurde, liegt die Erkenntnis zugrunde, dass vielen Kindern vor der dritten Klasse die Wassererfahrung im Schwimmbad oder im See fehlt. Dieses Manko behindert angstfreies Schwimmlernen. Die Neuköllner Schlussfolgerung lautet daher: Um die Zahl der Kinder, die nicht schwimmen können, langfristig zu senken, muss die Wassergewöhnung früher einsetzen. Deshalb werden seit 2015 Projektwochen mit Kindern der 2. Klasse durchgeführt.

Daniela von Hoerschelmann, Fraktionsvorsitzende Cordula Klein, Jochen Hanz, Nicola Böcker-Giannini, MdA, Derya Caglar, MdA und Nicole Hilarius (v.li.)

Der Erfolg stellte sich bald ein. „Die Nichtschwimmerquote konnte bereits nach zwei Jahren von ursprünglich 40 % auf 20 % gesenkt werden. Nun gilt es, das Ergebnis  bei den nachwachsenden Kindern zu verstetigen und nach Möglichkeit zu verbessern, so Schwimmtrainerin von Hoerschelmann. In diesem Jahr nehmen 20 Neuköllner Grundschulen, etwa 57 Klassen mit rund 1.000 Kindern am Projekt teil.
Am 23. internationalen Sportpokal nahmen 32 Vereine mit insgesamt 790 Schwimmerinnen und Schwimmer an 32 Wettkämpfen mit 3843 Einzelstarts teil. Neben vielen Mannschaften aus den Bundesländern, beteiligten sich Teams aus Polen, Litauen, Ungarn und Dänemark an dem Sportereignis. Es geht auf die Initiative des langjährigen Schwimmwarts Dietrich Bolz zurück. Er träumte von einer Schwimmveranstaltung für junge Sportler, bei der man sich im Schwimmwettkampf bewährt und die darüber hinaus Gelegenheit bietet, sich gegenseitig kennenzulernen und auszutauschen. Bolz ist im Jahre 2003 mit nur 50 Jahren viel zu früh verstorben. Ihm zu Ehren erhielt diese Veranstaltung den Zusatz „Dietrich-Bolz-Gedächtnis-Schwimmen“. Für die punktbeste Leistung über 100 Meter Brust wird nun alljährlich der „Dietrich-Bolz-Pokal“ verliehen, da Bolz als Laie aus Spaß im Jahr 2001 über diese Strecke seinen einzigen Schwimmwettkampf bestritten hatte.

Im Vordergrund des Sportbadpokals steht von daher die Begegnung der Schwimmerinnen und Schwimmer. Diese hatten auch in diesem Jahr Zelte auf dem Schwimmbadgelände aufgebaut.  Hier speisten sie gemeinsam und fanden genügend Zeit zu Gesprächen und Spiel. Mehr als 50 Ehrenamtliche der SG Neukölln sorgten dabei für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Dies vor Augen, dankten die SPD Fraktionsvorsitzende Cordula Klein und ihr Stellvertreter Peter Scharmberg „dem Vereinspräsidenten Michael Steinke und seinem Organisationsteam für die großartige Organisations- und Arbeitsleistung.“

Gerade angesichts des wieder erstarkenden Nationalismus im vereinigten Europa sei es besonders wichtig, dass es internationale Begegnungen für die Jugend Europas gibt, so Klein. „Das verdient schon höchste Anerkennung“, betont die Fraktionsvorsitzende. „Auch ich freue mich jedes Jahr von Neuem, am internationalen Sportbadpokal teilzunehmen“, hob Scharmberg hervor. „Mit seinem besonderen Flair ist er Ausdruck dessen, was die europäische Idee nach zwei verheerenden Weltkriegen ausmacht: Zusammen im friedlichen sowie im fairen und tolerante Miteinander leben.“
Zum Schluss der Veranstaltung wurden die schönen Pokale übergeben. Sieger im diesjährigen Mannschaftswettbewerb war das Team Kauno SM Startas aus Litauen mit 490 Punkten, knapp gefolgt vom Team Zehlendorf 88 mit 476 Punkten. Auf den dritten Platz kamen die Schwimmerinnen und Schwimmer von Impuls plaukimo akadamija aus Litauen sowie punktgleich die Teilnehmer der SG Steglitz Berlin.

Stephanus Parmann